Suidakra - Book Of Dowth CD

Artikelnummer: 12179


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Beschreibung

www.metal.tm = 8/10 Punkte: Jeder fängt mal mit Metal an. Die einen mit Slipknot, die anderen mit Venom. Bei mir war es etwas anders. Ich war gerade 13 geworden, es war Sommer und wir schreiben das Jahr 2002. Eines schönes Tages schlenderte ich in meinem jugendlichen Eifer durch den Elektronik Markt - auch durch die CD Abteilung, obwohl ich zu diesen Zeitpunkt nicht viel von Musik hielt, aber schauen kostet ja nichts. Da fiel mir etwas ins Auge: Eine CD mit einem irrsinnig coolen Bild auf der Vorderseite. Ohne zweifel war es "Emprise to Avalon" von Suidakra. Ich war neugierig wie wohl Musik klingen mag, die zu so einem Bild passte und bin wieder nach Hause. Ein paar Tage darauf aber, fraß mich diese Neugierde auf, denn ich interessierte mich damals sehr für Fantasy und Kelten, und so kam es, dass meine erste gekaufte Metal CD von Suidakra war. Anfangs war es schwer solch schwere Musik zu hören, doch sie gefiel mir auch, weil sie gut eine fantasy oder keltische Atmosphäre rüberbrachte. (Im Übrigen hab ich diese Angewohnheit bis heute nicht abgelegt, Musik nur der Atmosphäre wegen zu hören) Kurze Zeit darauf kaufte ich mir dieses Package, in dem die vier Vorgängeralben alle drin waren und auch diese gefielen mir sehr gut, zumindest die letzten Drei. Auch fing ich an mit Arkadius in Kontakt zu treten und mich mit ihm regelmäßig zu unterhalten, sehr netter Typ btw! Natürlich wollte ich mehr Musik hören die sich mit Kelten und Schlachten beschäftigt, und so fing ich an in der Pagan Szene zu versinken, aber das ist ein anderes Kapitel meiner dunklen Vergangenheit. Ich hielt Suidakra im Auge, und war damals kaum sicher, ob sie jemals ein besseres Album veröffentlichen könnten als "Emprise to Avalon". "Signs for the Fallen" war das erste Album dessen Release ich Hautnah miterlebte, aber irgendwie fehlte das in der Musik, weswegen ich die Band so mochte. Ich habe die Band danach etwas vergessen, und war gar entsetzt als ich "Command to Charge " hörte. Es folgten zwei weitere Alben Caledonia und Crógnacht für die ich mich aber nicht mehr großartig interessierte (Vor allem durch mein Desinteresse an Germanischem und Fantasy), ergo habe ich mich kaum mit ihnen auseinandergesetzt. Obwohl seit "Emprise to Avalon" 9 Jahre und 4 Alben vergangen sind, kommt es mir noch immer so vor, als wäre es erst letztes Jahr veröffentlicht worden. Jetzt habe ich mich dazu überredet das neue Album "Book of Dowth" von Suidakra zu rezensieren, der alten Zeiten wegen. Aus Nostalgie, oder warum auch immer. Ich bin nicht sehr aufgeklärt über die Lineup-Wechsel die über die Jahre stattgefunden haben, aber anscheinend ist alles beim alten geblieben, außer am Bass: Arkadius macht nach wie vor Vox, Gitarre und Keys. Lars sitzt an der Schießbude und macht die Hintergrund Vox und Marcus Riewaldt den Bass. Schön. Was man von "Book of Dowth" erwarten darf ist eigentlich das was die Fans von Suidakra seit je her wollten. Die Genrezuordnung fällt in diesem Fall eigentlich weg. Früher hätte ich noch gesagt ein bisschen Melo Death, ein bisschen Heavy Metal usw... aber tatsächlich vertreten Suidakra einen eigenen Stil der ganz einfach Metal mit Keltischen Melodien/Instrumenten vereint. Da ich in meinem letzten Review schon so derbe gegen Eluveitie gehetzt habe, unterlasse ich es mal, in dieser Rezension zu sagen, dass Suidakras Musik um Welten besser ist und in keinster Weise vergleichbar. Tja, jedenfalls geht es auf "Book of Dowth" um eine Grabanlage in Irland, demnach hat das Albumkonzept reale Bezüge, scheint aber auch mit einem Fuß in der Irischen Mythologie zu stehen. So viel erstmal zum Inhalt, da mir keine Texte vorliegen möchte ich auch nicht näher darauf eingehen. MIt "Over Nine Waves" fängt Suidakra ganz klassisch das Album an. Im Gegensatz zu "Emprise to Avalon", hat man inzwischen echte Irische Instrumente erlernt und so erfreut uns ein Dudelsack als Einleitung/Intro. Aber auch hier wird schon der Weg aufgezeigt den die Band einschlägt, denn das Gedudel wird mit wuchtigen Metalriffs untermalt. Mit "Dowth 2059" folgt dann der erste Track der die Bezeichnung auch verdient hat. Teils groovig und mit doublebass am Anfang, baut der Song noch eine größere Atmosphäre auf und erinnert ganz wenig an "Wartunes". Was allerdings nach mehrmaligen hören etwas nervt, ist die Strophe in der "Book of Dowth" vorkommt und die öfter wiederholt wird. "Battle Cairns" ist ein Song, der schon etwas mehr Folkmelodien zeigt. Suidakra scheinen weiterhin die ausgewogene Mischung zwischen melodischen Passagen und aggressivem Geböller zu finden ohne langweilig zu wirken. Mit "Biroghs Oath" überrascht mich die Band dann etwas. Ein sehr hymnenhafter Song, in dem die Geschwindigkeit sehr verringert wurde und uns eine kernige Frauenstimme beglückt. Hin und wieder blitzt auch das Keyboard durch, um die Atmosphäre etwas zu steigern. Tatsächlich steht dieses Gesicht Suidakra sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, die Dame als Untermalung für zukünftiges Material auch einzusetzen. Denkt darüber nach, Jungs! Es folgt "Mag Mell", ein sehr schöner Song in dem die Akustik-Gitarre ihren Teil für das Album beisteuert. Die klaren Vocals schaffen es schlussendlich, dass man sich wie in einer anderen Welt fühlt. Ich bin mir sicher, dass dieser Track ebenso gut auf "Emprise to Avalon" hätte stehen können. Derartig Akustik-Songs die das Album auflockern sehe ich als Markenzeichen von Suidakra an. "The dark Mound" und "Balor" offenbaren sich als vielschichtige Songs mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen. Ich finde, dass hier besonders gut der Aspekt der mächtigen Gitarrenarbeit zum Vorschein kommt. Auf der eine Seite schafft es die Band richtig heavy zu klingen, und im nächsten Moment ertönt eine klare Stimme und man fühlt sich wie in einen epischen Schlachtgetümmel. Das ist nun mal das wofür man Suidakra mag. "Stone of the Seven Suns" heißt der nächste folkige Titel, und ich finde Suidakra könnten derartige Songs ruhig öfter schreiben. Auch wenn der Song folkig ist, so ist er recht weit weg vom Humppa-Sauf Zeug das andere Bands so schreiben. Ich glaube, und das hilft sehr wenn man Musik schreibt, dass die Band versucht immer ihre Geschichte und ihr Konzept zu erzählen, und das lässt die Songs nie langweilig oder kurzweilig werden. Es ist schon eine Kunst die gewisse Mischung zwischen Epik, Folk und Metal zu finden, aber ich finde Suidakra beweist uns mit diesem Song, dass sie es nach wie vor beherrschen. "Fury Fomoraigh" bildet den Abschluss der richtigen Songs, aber wirklich zu überzeugen weiß der nicht. Er ist nicht schlecht, aber auch nichts besonderes, ganz einfach unspektakulär. Die meiste Zeit wird melodisch geballert was das Zeug hält. In Anbetracht dessen, dass man sich gerade ein ganzes Suidakra Album mit Höhepunkten reingezogen hat, warten hier also wirklich keine Überraschungen mehr auf einen. Da wäre man, denke ich, besser gefahren, wenn man ein Akustik-Stück oder ein Instrumental eingebaut hätte. Das Outro "Otherworlds Collide" ist dann wie unschwer zu erraten, ein Akustisches. Schön harmonisch um runterzukommen und durchzuschnaufen nach dem Album, passt es eigentlich perfekt, hätte aber ruhig auch länger ausfallen können. Somit endet das Album auch schon und was es hinterlässt ist leicht überschaubar Suidakras eigener Stil, den sie seit Jahren spielen ohne Überraschungen. Hier und da hätte ich mir z.B. gewünscht, dass man den Dudelsack noch stärker in die Lieder einbindet, oder dass man das Keyboard öfter verwendet (aber nicht dominanter). Die Songstrukturen scheinen mir vernünftig ausgearbeitet zu sein (Bis auf jene erwähnte Stelle die mich nervte), und im Grunde gibt es wenig am neuen Album von Suidakra zu kritisieren. Fazit: Suidakra sind nicht Innovativ aber dennoch die besten in ihrer Spielart. Wer keltisches Feeling will ist bei der Band nach wie vor am besten aufgehoben. Vollkommen egal ob man "The Arcanum", "Emprise to Avalon" oder das neue Album hört, eines wird sich nie ändern: Das Gefühl das man verspürt, wenn man Suidakras Musik hört. Da die Qualität der Musik Suidakras sehr konstant ist, denke ich dass 8 Punkte gerechtfertigt sind. (Autor: Dominique J.)