Alkonost

AlkonostSeit längerer Zeit nun schon ist der Werdegang dieser 1995 von Alex Nightbird gegründeten russischen Spitzentruppe zu beobachten, welche sich nach einer slawischen Göttin des Todes benannt hat. Alex Nightbird komponierte und finanzierte die ersten beiden Alkonost-Alben „Songs Of Eternal Oak“ und „Between The World/Mezhmirie“, für den dritten Langspieler „Put Neproidenny“ schrieb er die meisten der Kompositionen. Der betont ästhetisch umgesetzte und mit benebelnd schöngeistig anmutenden Melodienlinien inszenierte Pagan Folk Metal der begnadeten Ausnahmetalente aus Naberezhnye Chelny zählt zu den wertvollsten Exportgütern aus dieser Nation überhaupt. Auch mit ihrem fantastischen neuen Zauberalbum namens „On The Wings Of The Call“ überzeugen, ja begeistern Alkonost wieder mal auf ganzer Linie. Kein Wunder, ist auch diese hochkarätige Edelstahl-Heidenscheibe doch Hochniveau-Musik reizvollster Sorte. Dass Alkonost seit ganzen zehn Jahren am Musizieren sind, hört man mehr als gut heraus, die hier überwiegend eher dezent gehaltene Instrumentalisierung besticht gleichfalls mit schwungvoller Leichtigkeit als auch mit stets präziser Taktfreudigkeit. Doch sie können es auch druck- kraftvoll – ganz, wie sie eben wollen. Trotzdem, es dominiert die musikalisch schöpferische Schönheit. Auch auf „On The Wings Of The Call“ geht es also alles andere als rabiat oder stürmisch zu – ganz im Gegenteil, mittels der anmutig sanften, glockenhellen und verführerisch erzfemininen Gesangsstimme von Frontfrau Alyona Pelevina wachsen die abartig kunstvollen Kompositionen zu richtigen Nobelliedern an. Markant operettenhaftes Epikflair mit altertümlichem Liedermacher- beziehungsweise Spielleute-Ambiente soll hier nicht verschwiegen werden. Die Mischung ist bisher einmalig – mit beinahe durchgehend hitverdächtigen Tonfolgen versetzt, ermöglichen die feierlichen Edelstücke der Russen regelrechte Verzückungsmomente. Absolut faszinierend ist es dabei immer wieder anzuhören, wie perfekt gespielt, ausgewogen gewichtet und songdienlich orientiert der erstaunlich geschmackvolle Trupp die Keyboard-Linien über beziehungsweise unter die vielen famosen Gitarrenharmonien zu legen versteht. Wer es im eher epischen Pagan und Folk Metal gern so verspielt und träumerisch als möglich hat, der sollte hier schleunigst zusehen, dass ihm dieses überaus wertvolle Stück CD nicht durch die Lappen geht. Diese Veröffentlichung ist ebenso unwiderstehlich wie das ganze Pagan- und Folk Metal-Genre selbst.

Besetzung:
Vladimir Pavlik- vocal, bass (Gastmusiker)
Andrej Losev - guitar
Dmitrij Sokolov - guitar
Anton Chepigin - drums
Alena Pelevina - vocal
Almira Fathullina - keyboards

Diskographie:
2000 - Songs of the Eternal Oak
2004 - Between the Worlds
2006 - Mezhmirie (Between the Worlds)
2006 - Pout' Neproydenny (The Path We've Never Made)
2007 - Pesni Vechnogo Dreva (Songs of the Eternal Oak)
2007 - Kamennogo Serdtsa Krov' (Stone Heart Blood)
2010 - Na Kryliakh Zova (On the Wings of the Call)
2013 - Skazki Stranstviy (Tales of Wanderings)
2016 - Pesni Beloy Lilii (Songs of the White Lily)

www.alkonost.ru