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Bifroest - Interviews

Interview Bleeding4Metal


Matthias, seines Zeichens tätig an der Gitarre und am Bass von BIFRÖST stand uns freundlicherweise für ein paar Fragen zum aktuellen Album "Heidenmetal" zur Verfügung.


Hey BIFRÖST! Zunächst einmal vielen Dank für das Interview mit uns. Könnt ihr euch zunächst einmal kurz vorstellen und uns etwas über die Bandgeschichte usw. erzählen? Wie habt ihr zusammengefunden und wer sind die Bandmitglieder?

Matthias: Uns gibt es jetzt seit 2005, damals noch in 3er Besetzung. Die bestand damals aus Sebastian (Schlagzeug), Patrick (Gesang) und mir (Matthias, Gitarre/Bass). Wir kannten uns schon lange und das musikalische Interesse ging in die gleiche Richtung, also beschlossen wir gemeinsam eine Demo in Eigenregie aufzunehmen. Nach Release ebendieser Demoscheibe kamen nach und nach Anfragen für Auftritte und so kamen Alexander (Bass) und Christopher (Gitarre) mit ins Boot. In der Besetzung spielten wir ein paar Gigs in Österrreich, bis sich schließlich Patrick entschloss die Band zu verlassen, da er sich nicht mehr voll und ganz mit BIFRÖST identifizieren konnte. 2009 kam Hrodgar als neuer Sänger dazu.


Warum habt ihr euch mit BIFRÖST den Namen der Regenbogenbrücke nach Walhalla als Bandnamen gewählt?

Matthias: Die Brücke in ihrer weltenverbindenden Wirkung ist unserer Meinung nach ein schön auszulegendes Objekt, da dadurch die direkte Verbindung zwischen Gottheiten und Menschen symbolisiert wird. Es war uns auch wichtig einen Namen zu wählen, den man mit unserer Musik gut assoziieren kann und auch inhaltlichen Bestandteil unserer Texte wiedergibt.


Wie würdet ihr eure Musik beschreiben und welche Band hatte den größten Einfluss auf euch?

Matthias: Unsere Musik kann man in verschiedensten Stimmungslagen hören, egal ob zum Feiern oder Abreagieren...mal ausgelassen, mal ernst. Einflüsse gab es viele verschiedene, wobei ich mir immer schwer tue, einzelne bestimmte Bands herauszupicken. Vergleiche von anderen reichen von MITHOTYN bis RUNNING WILD des Pagans. Die Mischung von beidem würde wohl wirklich ein bisschen wie wir klingen, ohne den Gesang des letzteren, versteht sich.


Wer hat sich die tolle Bandgeschichte im Promo-Flyer ausgedacht?

Matthias: Die wurde zu Beginn des Bandbestehens geschrieben, mit Erscheinen der neuen CD von der Marketingabteilung aktualisiert und mit den reißerischen Umschreibungen ausgebaut.


Was ist die Quelle eurer Ideen?

Matthias: Interesse für Mythologie und Leidenschaft für Metal sind glaube ich Inspiration für die meisten Bands, die Musik in diesem Genre machen. So auch bei uns. Man nimmt das alles auf und verarbeitet es, was dabei herauskommt ist eben unsere Musik. Teils alte Göttersagen neu verpackt, aber auch eigene kleine Geschichten.


Wart ihr zufrieden mit den Reaktionen auf euer neues Album "Heidenmetal"?

Matthias: Durchaus, wir bekommen viel positives Feedback, speziell zu der Partytauglichkeit diverser Songs ;-) Wir machen definitiv Musik für Leute, die auch zu feiern verstehen, und dies bestätigt sich durch die Reaktionen unserer Hörer.


Wie kam es zum Namen des Albums?

Matthias: Nach dem Prinzip schön dick auftragen und dabei die Klischees nicht zu kurz kommen lassen. Dabei bewegt man sich halt schnell auf dem schmalen Grat, wo es die einen toll und andere peinlich finden. Aber der Albumtitel lässt keinen Zweifel über den Inhalt erhaben und das wollten wir auch bezwecken.


Habt ihr einen Lieblingssong auf "Heidenmetal" und wenn ja, warum?

Matthias: Lustigerweise gefallen jedem Bandmitglied andere Songs, einig sind wir uns beim 'Mönch', der ist einfach für uns im Ganzen am Besten geworden. Der Song macht Spaß, hat eine nachvollziehbare Botschaft und eignet sich auch gut für ein Gelage.


Was ist eurer Meinung nach der größte Unterschied zum letzten Album?

Matthias: So gut wie alles, es steckt einfach viel mehr Arbeit dahinter. Die Produktion ist auf einem ganz anderen Niveau, musikalisch hat sich natürlich auch einiges getan. Das Songwriting ist natürlich auch wesentlich durchdachter als bei unserer Demo, da waren wir ja grade mal 15 – 16 Jahre alt.


Welches denkt ihr ist das beste Metal-Album aller Zeiten?

Matthias: Tut mir Leid, aber ich kann unmöglich aus solchen Unmengen an Musik ein einziges Album auswählen. Dazu kommt, dass ich weder alles kenne und sich der Geschmack im Laufe der Zeit bei jedem leicht wandelt. Ich kann höchstens sagen, was ich zur Zeit am häufigsten höre: PSYKUP - 'We love you all' und OPETH - 'Watershed'


Wollt ihr mit dem aktuellen Album auf Tour gehen?

Matthias: Eine durchgehende Tour wird sich leider dieses Jahr zumindest nicht ausgehen, aber wir werden natürlich trotzdem einige Gigs spielen.


Ich bin auch an euren bisherigen Auftritten interessiert. Welches war euer erstaunlichstes Erlebnis auf einem Konzert? Gab es lustige Situationen? Welches ist euer Lieblingsauftritt bis jetzt?

Matthias: Lustige Situationen gab es zu hauf, diese hier genauer auszuführen wäre aber glaube ich nicht gut^^ Der Auftritt am Paganfest war für uns ein tolles Erlebnis, da es für uns der erste Auftritt im größeren Rahmen war. Der uns am besten in Erinnerung gebliebene Auftritt war in unserer Heimatstadt Salzburg, bei der Metal Union Austria, wo österreichische Bands(u.a. IN SLUMBER, THE SORROW etc.) aus den verschiedensten Genres einen verdammt coolen Abend gestaltet haben. Spaß macht uns das Live spielen auf jeden Fall immer.


Noch einmal vielen Dank für das Beantworten der Fragen.

Matthias: Danke fürs Interview!




Interview Metalnews


Mit ihrem Album "Heidenmetal" haben die fünf Österreicher von BIFRÖST eines der ersten Viking Metal-Highlights des Jahres vorgelegt. Gittarist Matthias stand Metalnews Rede und Antwort zur neuen CD und den nächsten Wikingerfeldzügen aus der Alpenrepublik.


Gibt es hinter “Heidenmetal“ eine Art Konzept? Wenn ja, was für eines?

Konzept gibt es absolut keines, da wird alles behandelt was man unter dem Albumtitel vereinbaren kann.


Abgesehen von dem, was man direkt sehen kann: Was steckt hinter dem Plattencover?

Der wiederauferstandene Geist über dem Grabstein symbolisiert das erneute Aufleben und Interesse an alten Sagen, Geschichten und der Geschichte.


Was hat euch beim Schreiben der Songs beeinflusst?

Musik, Bücher, Alkohol, Filme...und vieles mehr.


Wenn ihr ein Lied aussuchen müsstet, das jemandem, der BIFRÖST noch nicht kennt, eure Musik näher bringen sollte, welches wäre es und warum?

„Der Mönch“ spiegelt uns wohl am besten wieder. Zwangfrei und unbesorgt leben...


Warum habt ihr euch als Abschluss der Scheibe für ein langes Instrumentalstück entschieden, anstatt einen kraftvollen Song hinten drauf zu packen? Ich finde, dafür geht eine Menge Spielzeit drauf und der Track passt nur bedingt zum Rest des Albums.

Das hätte eigentlich ein Intro werden sollen, ist im Endeffekt aber zu lang geworden. Deshalb haben wir es hinten draufgepackt. Ob es nun dazu passt oder nicht ist wohl Geschmackssache.


Was macht “Heidenmetal“ einzigartig?

Der Mix aus verschiedensten Liedern und Themen, passend zu Ernstem aber wohl auch Heiterem.


Gibt es auf “Heidenmetal“ einen Song, auf den ihr ganz besonders Stolz seid?

Die Songs haben für uns alle etwas eigenes, da kann man keinen einzelnen herausheben.


Ihr betont das Heidentum sehr. Warum? Wen oder was wollt ihr damit erreichen?

Alles wird recht plakativ dargeboten um das Gefühl, dass wir mit den von uns erzählten Geschichten vermitteln wollen, lebendiger zu machen. Es ist ein interessantes Thema und soll auch endlich mal fernab von irgendwelchem idiotischen politischen Missbrauch behandelt werden können.


Womit hebt ihr euch von anderen Folk/Viking Metal-Bands ab?

Das muss jeder Hörer für sich entscheiden ob und wie wir das tun.


Was sind die nächsten Pläne für 2010?

Auftritte und eine neue CD!


Danke für das Interview! Gibt es noch etwas, was ihr unseren Lesern mitteilen wollt?

Danke ebenfalls, und ein kräftiges Prost auf alle die unsere Musik mögen!




Interview Kronos Mortus


Sziasztok! Elsőként szeretnék gratulálni a lemezetekhez, amivel kellemes perceket tölthettem el.

Köszönöm, nagyszerű hallani, hogy tetszik a zenénk :)


2005 óta léteztek! Meséljetek egy kicsit az megalakulásotokról!

Projectként kezdtük 3 taggal: Patrick (ének), Sebastian (dobok) és én (gitár, basszus), csak egy saját demo-t akartunk kiadni. A demo után viszont az emberek látni akartak élőben is. Így Chritopher (gitár) és Alex (basszus) csatlakoztak hozzánk és a banda készen állt. Tavaly Patrick kiszállt, helyét pedig Hrodgar vette át.


Kik voltak rátok nagy hatással?

A viking történetek, mitológia és néhány film, tradicionális zenék és, természetesen, a többi műfaj metál bandák.


Legelső albumotok mekkora sikert ért el?

Elég gyorsan elkelt mind. Nem volt nehéz, mivel nem sok példányt készítettünk :)


Térjünk rá az új lemezre. Meddig voltatok stúdióban, milyen volt a stúdiózás? Mennyire vagytok elégedettek a lemezzel?

2008 februárjában kezdtük és ez év nyarán készültünk el vele. Nem volt stresszes és a Stefan Traunmüller-rel való munka nagyon inspiráló volt. Elég sokat kellett várni a kiadásra, mivel nem találtunk kiadót, de most végre sikerült és ennek nagyon örülünk.


Hogyan fogadta a hallgatóság a lemezeteket, eddig milyen kritikákat kapott?

Személy szerint egész pozitív visszajelzéseket kaptam, néhány ember szeretett volna egy kis tiszta vokált is, mások pedig kevesebb billentyűt. Minden nap jó visszajelzéseket kapunk.


A kiadótok mennyire segédkezett a munkátokban?

Nagy segítség volt, mindenben támogattak és nagyszerűen tudtunk együtt dolgozni.


A borító számomra nagyon tetszetős lett, igazán passzol a lemez hangulatához, kit bíztatok meg a munkával?

Mike Schindler festette a Dragon Design-tól. A legendák örökkévaló szelleméről szól, ami ennek a zenének a védjegye és erről szólnak a dalszövegek is.


Mit gondoltok a mai Pagan/Folk irányzatról?

Szerintem nagyon sok jó banda van, de a műfaj kezd elég zsúfolttá válni. Sok fiatal banda jelenik meg, így számomra ez még mindig izgalmas.


Terveztek turnét esetleg?

Várjuk már a turnézást, de előtte játszunk néhány fesztiválon és show-n.


Köszönöm, hogy válaszoltatok, és további jó muzsikálást kívánok a magam és az olvasók nevében!

Köszi, szóljon a metál!


-------------------------- ENGLISH VERSION:


Hi! First I'd like to gratulate for your album which I had great moments with.

Thanks, great to hear that you like our music :-)


You are existing since 2005. Tell me about your foundation!

We started as a project with 3 members: Patrick(Vocals), Sebastian (Drums) and me (Guitars,Bass), just planning to release a self-recorded Demo with own songs. After the release of our demo people wanted us to play live. So Christopher(Guitar) and Alex(Bass) joined and so our line-up was complete.
Last year Patrick decided to leave the band and Hrodgar joined us.


Who had great effect on you?

Stories about vikings, Mythology, some Movies, traditional music and of course Metal Bands from all different genres.


How succesfull was your first album?

It was sold out pretty fast. But that wasn`t so hard because we didn`t print so many copies ;-)


Let's talk about the new album. How long you were in the studio, how was the recording? How pleased are you with the album?

We started at February 2008 and finished in the summer of this year. We had no stress and the Work with Stefan Traunmüller was very inspiring. Because of the time we needed to find a label we had to wait quite long till the album was finally released, but now its done and we are very happy with it.


What was the listeners reaction, what criticisms you got so far?

I personnaly got mostly positive reactions, some people want us to use some clean vocals, others like less keyboards. But we get still godd reactions every day.


How helpful was your publisher in your work?

Very helpfull, they supported us with everything and did work great together with us.


I really love the front cover, it really fits the mood of the album, who created it?

Mike Schindler from Dragon Design painted it. It is the neverdying spirit of the ancient legends, which is a symbol for the music that we make and what we tell about in our lyrics.


What do you think of the recent Pagan/Folk scene?

I think there are lots of really cool bands, but the genre gets also crowded. There are still many good young bands coming, so for me its still exciting.


Do you plan to go on a tour?

We look forward to go on tour but first we will play some festivalgigs and single shows.


Thanks for the answers and keep on rocking!

Thanx, stay metal!




Interview Monsters and Critics


Von Andre Friebel


Gitarrist Matthias von Bifröst war so frei mit mir ein Interview zu machen. Er nimmt Stellung zu der Band sowie dem kürzlich erschienenen Album „Heidenmetal“. Auch einen kleiner Blick in die Zukunft wird uns gestattet. Aber lest selbst.


Stell Dich zu Anfang doch mal unseren Lesern vor und berichte uns mal wie dein neues Jahr so angefangen hat.

Ich heiße Matthias, bin Gitarrist von Bifröst. Der Jahresbeginn war voll Vorfreude auf die neue CD,die nun über Einheit Produktionen erschienen ist. Jetzt gehen die Auftritte los, und wir sehen dem ganzen schon sehr gespannt entgegen.


Schildere uns doch den Hergang Eurer Gründung und welches Ziel ihr damit angestrebt habt.

Wir begannen im Jahre 2005, damals zu Dritt, mit dem Ziel ein paar selbstgeschriebene Songs aufzunehmen wobei das ganze textlich in Richtung nordische Mythologie gehen sollte. Dies war damals mit 15 schon ein sehr interessantes Thema für mich. So entstand unsere Demo, die wir in kleiner Auflage selbst drucken ließen und so an die Leute brachten. Nach kurzer Zeit kamen Konzertanfragen, so holten wir noch einen zweiten Gitarristen und einen Bassisten an Bord und absolvierten einige Auftritte.


Die Besetzung ist seitdem bis auf unseren neuen Sänger gleich geblieben.


Welche Bedeutung hat für Euch Pagan-Metal?

Die Verbundenheit von Folk und Metal ist einfach faszinierend, das gilt für jegliche Verwendung von traditionellen Instrumenten, gepaart mit Sagen und Mythen.


Falls vorhanden:Welche Bands aus Eurer Heimat haben Euch geprägt.

Heimische Metalbands haben jetzt nicht so einen großen Einfluss auf uns gehabt, aber diverse Folk Bands wie Ballycotton haben sicher ein wenig zu unserem Stil beigetragen.


In welchem Studio ward ihr und wie habt ihr die Aufnahmen in Erinnerung? Wie war das Mitwirken von Stefan Traunmüller?

Wir haben die CD im Sountempel Studio in Freilassing aufgenommen, dieser geamte Prozess war sehr angenehm für uns, mit dem Stefan zu arbeiten war immer in sehr relaxter Atmosphäre und ich kann wirklich nur Gutes berichten.


Schilder uns doch mal mit wenigen Sätzen die Hauptthematik eurer Texte.

Wir haben von Trinkliedern bis hin zu kleinen Geschichten über Schlachtlieder und besungene Mythen alles im Gepäck.


Berichte uns doch bitte etwas zu den Liedern „Normannenzorn“ und „Der Mönch“.

Im ersten Lied wird über die Raubzüge und Eroberungen gesungen, die Europa in Angst und Schrecken versetzten. Beim Mönch geht es einfach um einen geistlichen Bruder, der des Betens und keuschen Lebens müde ist, das Kloster verlässt, sich in der nächsten Taverne mit Wein und Dirnen vergnügt und somit seine Offenbarung hat.


Wie geht es bei Euch in naher Zukunft weiter?

Wir werden fleißig weiter Songs schreiben und hoffentlich viele Konzerte Spielen.


Berichte uns doch bitte etwas zu dem Coverartwork und dessen Ursprung.

Das Cover hat Mike Schindler von Dragon Design gemalt, es soll den noch immer lebenden Geist alter Mythen symbolisieren.


Ich bedanke mich für das Interview und überlasse Dir die letzten Worte.

Danke auch, ich hoffe ihr habt Spaß mit unserer Musik.




Interview News of Metal


Die österreichischen Metaller von Bifröst konnten mit ihrem Album “Heidenmetal” nicht nur Metal-Of-News von sich überzeugen (Das Review gibt es hier). Und damit die feierwütige Meute auch weiß mit wem sie es eigentlich zu tun hat, waren die Jungs so freundlich mir ein kurzes Interview zu geben. Hier die Fragen und Antworten – viel Spaß damit.


Zuerst: Stell euch doch bitte mal kurz vor

Wir sind Bifröst aus Salzburg, mittlerweile ausgewandert nach Wien, wir lieben Musik, machen deshalb auch Musik, trinken viel, gerne und zu jedem Anlass und würden uns freuen wenn ihr an unserer Musik gefallen findet und mit uns dazu abgeht!


Klares Statement direkt zu Beginn. Wie würdet ihr Leuten die euch nicht kennen, eure Musik beschreiben?

Müssen wir das, es klingen doch sowieso alle Pagan Bands gleich, oder? ;-)


Man kann sichs am ehesten vorstellen wenn man gut verträglichen Black Metal mit melodischem Death Metal vermischt, ein paar traditionelle Instrumente beigibt, ein paar von Mythologie und Geschichte beeinflusste Texte druntermengt und mit Bier ablöscht.


Na zum Glück klingen ja nicht alle gleich !

Wie entstehen eigentlich eure Songs?

Wir schreiben immer wenn uns eine Idee kommt eben diese auf und kombinieren dann das gesammelte. Nicht sehr spektakulär, aber es kommen viele nette Sachen zusammen.


Euer Album “Heidenmetal” ist da. Wie schwierig waren die Aufnahmen? Oder ging das Ganze leicht von der Hand?

Das war sehr relaxt, der Stefan Traunmüller (Anm: ihm gehört das Studio wo wir aufgenommen haben) ist ein sehr entspannter und angenehmer Typ. Wir haben die Zeit dort genossen und würden jederzeit wieder dort aufnehmen.


Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Viele Konzerte spielen, neue Scheiben machen und dabei den Spaß nicht aus den Augen verliern.


Dann habe ich ja die Hoffnung euch bald mal in meiner Nähe zu sehen.


Leider ein schweres aber trotzdem wichtiges Thema als nächstes: Pagan Metal/ Viking Metal / Heidenmetal, grade in deutscher Sprache werden von einigen Menschen mehr als kritisch gesehen. Einige werfen dieser Art des Metals auch eine Nähe zum rechten Gedankengut vor. Wie begegnet ihr solchen Vorwürfen?

Ich find das sehr traurig und beschämend, dass man sich als Musiker verteidigen muss, sobald irgendwo irgendwas mit nordischer Mythologie zu tun hat. Was noch trauriger ist, ist die Tatsache, dass diese kritischen Stimmen nicht immer unrecht haben, da es leider tatsächlich einige rechte Bands gibt, die Symbole, Thematiken und Klischees für ihre grausligen Ideologien missbrauchen.


Wir selbst haben zum Glück noch nicht mit solchen Vorwürfen zu tun gehabt – und werden es hoffentlich auch nie, da wir mit solch Idiotien null Verständnis haben.


Wir wollen einfach mit allen Leuten abfeiern, egal welcher Hautfarbe oder Herkunft.


Danke dafür!


Welche Bands haben euch eigentlich am meisten beeinflusst bzw. gibt es überhaupt welche?

Ich denke, dass einen alles ein wenig beeinflusst, was man von der Umwelt aufnimmt. Bestimmte Bands kann ich jetzt aber nicht nennen.


Was waren die bisher schönsten/schlimmsten Erfahrungen mit der Band?

Wir haben bis jetzt nur schöne, hoffentlich bleibt das so. Auf der Bühne zu stehen und danach mit seinen Bandmitgliedern feiern ist jedes mal wieder ein lustiges Erlebnis.


Das es so bleibt wünsche ich auch. Lebt ihr von und für die Musik, oder geht ihr noch einer Arbeit nach?

Wir leben für die Musik, aber nicht von der Musik, da ist noch einiges an Weg zu gehen. Momentan sind alle bis auf unseren Sänger am studieren, er ist der einzige brave Hackler. ;-)


Abschließend noch eine schnelle Fragestune – nicht alles bierernst gemeint :)


Lieblingsgetränk?

Wenn einem reichhaltig flüssiges Gut beschert ist, kann man sich doch nicht auf nur eines beschränken,oder?^^


Gibt es ein oder mehrere Alben in eurer Sammlung bei denen euch folgender Gedanke kommt: “Oh Gott, warum habe ich den Scheiß gekauft?”

Nein, es sei denn man muss sich für Bravo Hits aus den frühen 90ern schämen. Aber was bitte hat schon mehr Stil als billiger Techno aus dieser Zeit :)


*Hust* ok – Mit welcher Band würde ihr gerne mal live spielen?

Iron Maiden, Toto und Spiritual Beggars wären als Vorgruppen ganz in Ordnung.


Klare Sache ! Gibt es eigentlich eine Musik, die ihr wirklich hasst? Oder lebt ihr nach dem Motto: “Jedem das Seine!”

Da gibt’s eigentlich aus jeder Sparte was gutes, da sind wir auch sehr tolerant. (Schlager zähln wir mal nicht als Musik)


Wenn ihr wählen müsst? Frau oder Bier?

Kommt ganz auf die Frau und das Bier an.


Diplomatie oder Realismus? Egal ! Danke für das Interview. Und hoffentlich gibt es bald mal die Gelegenheit euch live in Hessen oder Umgebung zu sehen.

Danke auch. Skal!




Interview Metal Message


Zwischen den Welten


Um ein ebenso scharfes wie stabiles Schwert anzufertigen, dazu bedarf es neben edlem Stahl, Feuer und Hammerkraft großer körperlicher als auch tiefengeistiger Hingabe – die allermeisten antiken und mittelalterlichen Kulturen wurden von dieser Waffengattung geprägt. Und was bereits in der frühen europäischen Bronzezeit seinen historischen Anfang nahm, das wird nun auf musikalische Weise von diesen trotzig-humorigen Österreichern fortgeführt – denn Bifröst schmieden ihre schneidigen Kompositionen zu wahrlich schwertgleicher Schärfe. Lautstark zusammengerauft hat sich der bissige Heidenhaufen im Jahr 2005 – und mit der Zeit entstand bis heute eine einzigartige stilistische Mischung: Verführerisch vollmelodischer und übermächtig erdonnernder Epic Pagan Metal nämlich, dessen Kraft und Reinheit schier den Atem rauben. Emotional hochintensiv und spielerisch beeindruckend kompetent. 2006 meißelte die martialische Meute ihre erste unheilige Liedersammlung „Schlachtklänge“ in die Ewigkeit – und darauf enthaltene Liedertitel wie beispielsweise „Asenkrieger“, „Walhalla“, „Honigwein“, „Fimbulwinter“ und „Ragnarök“ machen beileibe keinen Hehl aus den lodernden Leidenschaften dieser inbrünstigen Gevattern. In Kürze wird das zweite Langspielalbum mit dem programmatischen Titel „Heidenmetal“ erscheinen: Ein triumphal nach vorne stoßender Brecher mit haufenweise Erfolgsqualitäten.


„Die Faszination von der Mischung aus Metal mit traditionellen Thematiken und Instrumenten war schon länger in der Gruppe vorhanden, also machten wir einfach wonach es uns stand. Das Ergebnis hört man auf ‚Heidenmetal’“, zieht Gitarrist Matthias Sollak eingangs mit rauer Stimme vom Leder.


Ich erkundigte mich gleich im Anschluss, ob dieser musikideell gefestigte Überzeugungstäter katholisch beziehungsweise nach christlichen „Werten“ erzogen worden ist – beziehungsweise, wie er das ganze bigottische Treiben um sich herum von Kindheit an persönlich miterlebt hat. Matthias – wann also vollzog sich deine Abkehr von dem Ganzen, hin in Richtung ganz persönlich gelebtes Heidentum?


Und der spielfreudige Saitenmann postuliert mit seriöser Meinungsanmut: „Mir wurden als Kind glücklicherweise nie irgendwelche Dogmen aufgezwungen und ich hatte die Chance mir im Laufe meiner Jugend ein nüchternes Bild über all das religiöse Treiben zu machen. Ich war durchaus interessiert an den verschiedenen Religionen und deren Entstehung beziehungsweise Entwicklung, jedoch nicht im Sinne eines gläubigen Anhängers, sondern vielmehr, um zu verstehen was viele Menschen dazu treibt, ihr gesamtes Leben nach der Religion auszurichten. Die eigentlich Frage dazu ist doch: Wie kann es sein, dass kirchliche Institutionen, deren Geschichte von Grausamkeiten, Ausbeutung und Korruption geprägt sind in der heutigen Welt noch Bestand haben? Man möchte meinen, die Vereinigten Staaten von Amerika seien ein aufgeklärtes und fortschrittliches Land, dennoch schaffte es der vorherige Präsident kaum eine Ansprache zu formulieren, in der er nicht mit Gott und dessen Unterstützung zu argumentieren versuchte. Hat man dort soviel Angst vor der Evolutionstheorie, dass man nicht erlauben will, diese in den Schulen zu lehren? Menschen schlachten sich gegenseitig mit dem Glauben daran ab, im Sinne ihrer Religion zu handeln. Meine Antipathie gilt nicht den Religionen selbst, sondern deren Anhängern, die abstoßende Handlungen im Namen des Glaubens tätigen.“


Ich merkte zu diesem Kontext an, wie es denn sein kann, dass uns mittlerweile alle möglichen Satelliten vom Weltraum aus durchgehend komplett überwachen, dass Raumschiffe mit fahrbaren Vehikeln mittlerweile bis zum Mars (!) geschickt werden etc. etc. – all den Kindern in den zumeist kirchlich geförderten „Kindergärten“ und Schulen aber noch immer von einem steinalten Mann mit wallendem Rauschebart beziehungsweise seinem Sohn erzählt wird, der alles sieht – und der sie von den Wolken hoch oben aus den ganzen Tag beobachtet und ihnen beim Nasebohren etc. zusieht?


Als ich mir ein anhaltendes Lachen dazu wirklich nicht verkneifen kann, steigt Matthias wieder in den flüssigen Gesprächsverlauf ein – und gibt mit stark gerunzelter Stirn zu Protokoll: „Ich wäre froh, wenn ich die Antwort darauf wüsste, denn ich habe mir über ähnliche paradoxe Situationen auch schon viele Gedanken gemacht ohne zu einem sinnvollen Schluss zu kommen. Es scheint vielen Menschen einfacher zu erscheinen an etwas absurdes zu glauben, anstatt sich über Hintergründe Gedanken zu machen und sie auf der Suche nach dem logischen Ursprung ihrer Handlungen eventuell zu einem Schluss kommen würden, der ihnen nicht gefällt. Beängstigend, dass sich aufgeklärte Menschen noch durch antiquierte Moralvorstellungen und Sitten beeinflussen lassen, und fragwürdig, warum sich die katholische Kirche nicht schämt, diese noch immer zu verbreiten. Obwohl, immerhin haben sie sich vor ungefähr 20 Jahren eingestanden, dass sich die Sonne doch nicht um die Erde dreht.“


Auch die Kirche weiß eben: Wir sehen die Welt so, wie unser Wissen darüber ist. Ich bat meinen Gesprächspartner nachfolgend, mir den seiner Auffassung nach wertvollsten heidnischen Grundsatz zu nennen, den sich die heutigen Menschen zu Herzen nehmen können. Wir erfahren: „Weniger ein Grundsatz als eine Einstellung, die für Toleranz spricht: Nirgends im gesamten Heidentum lässt sich der Vorsatz finden, Leute anderen Glaubens zu missionieren oder gar zu verurteilen. Und gerade dieser essentielle Standpunkt unterscheidet sich gravierend von Religionen wie beispielsweise dem Christentum, bei denen Missionierung ein entscheidender Aspekt ist. Würde dort selbige Einstellung an den Tag gelegt werden, ließen sich viele Konflikte vermeiden.“


Wie lebt ein Mensch wie Matthias nun seine Naturverbundenheit aus? Ist der Gitarrist ein naturreligiöser, ein spirituell empfindender Charakter? Als sehr spirituellen Menschen würde sich der Kerl laut eigener Aussage nicht bezeichnen – dennoch ist ein Mensch, wie er mich wissen lässt, der die Natur sehr schätzt, sei es nun ob ihrer Ästhetik oder ihrer unbedingten Notwendigkeit für unser aller Überleben. „Gerade deswegen ist es schwer verständlich, warum der Mensch so rücksichtslos damit umgeht. Und die Machtlosigkeit dagegen ist auch kein gutes Gefühl. Solange große Industrieländer nicht bereit sind ein wenig umzudenken, kann man als Einzelner zwar guten Willen zeigen, aber nur wenig bewirken.“


Wir sprachen im Weiteren darüber, was eigentlich seine Eltern, all seine Verwandten und die nichtheidnisch empfindenden „Freunde“ von früher zu seinem bissigen Treiben mit Bifröst sagen. Matthias: „Freunde von ‚früher’ sind jetzt noch immer meine Freunde, denn hätten sie sich aufgrund meines Auseinandersetzens mit Mythologie und Sagen abgewandt, wären es keine wahren Freunde. Generell wäre es ja traurig, wenn man aufgrund des Schaffens von Musik verurteilt würde und bin sehr froh, dass ich diesbezüglich keine negativen Erfahrungen machen musste.“


Dann war es für mich an der Zeit, mit dem österreichischen Gitarrenliebhaber über den Bandnamen Bifröst zu reden. „Die Regenbogenbrücke Bifröst verbindet ja bekanntlich Asgard und Midgard. Diese Begebenheit fand ich schon immer interessant, da die direkte Verbindung zwischen Menschen und Gottheiten eine größere Verbundenheit veranschaulicht, die ja in den entsprechenden dazu Sagen auch gut vermittelt wird. Wenn man will, kann man die Brücke auch als Metapher verstehen, sozusagen als Bindeglied verschiedener Einflüsse und Interessen die in der Band herrschen.“


Sebastian, der Schlagzeuger der Truppe, der ehemalige Sänger Patrick und Matthias selbst kennen sich schon seit Anfang der Schule – und sie starteten damals mit ungefähr 15 Jahren Bifröst als eine Art Projekt, wo sie mit spärlichen Kenntnissen ihre Lieder zu Hause aufnahmen, so Matthias, andächtig resümierend: „Das ganze ließen wir als CD in geringer Stückzahl pressen, und durch diese Demo bekamen wir Anfragen für Konzerte. Dadurch kamen Christopher, der die gleiche Schule besuchte wie Sebastian und ich als Gitarrist und Alexander als Bassist hinzu. Nach der Schule zogen alle hintereinander nach Wien um dort zu studieren. Da die musikalischen Vorstellungen und Interessen sich anders entwickelt hatten, verließ Patrick die Band und Hrodgar, den ich in Wien kennen gelernt hatte, ersetzte den Vokalistenposten. Da wir uns also größtenteils schon sehr lange kennen, und auch außerhalb der Band viel zusammen unternehmen, funktioniert alles sehr gut. Und das Problem der Distanz gibt es zum Glück eben nicht mehr, da mittlerweile alle Bandmitglieder nach Wien gezogen sind. Bis vor zwei Monaten war es mit Proben recht kompliziert, da ein Teil der Band noch in Salzburg war. Wir haben jetzt einen fixen Proberaum, den wir mit befreundeten Bands teilen und genießen die Möglichkeit, dort wieder regelmäßig gemeinsam lautstark aufzuspielen.“


Und nun gleich weiter zur neuen Bifröst-Veröffentlichung „Heidenmetal“: Wie lief das Songwriting für diese Scheibe, Matthias? „Ich schrieb Lieder und Texte und zeigte sie nach und nach den anderen Bandmitgliedern, die auch ihre Ideen einbrachten. Bei den Aufnahmen kamen auch wieder weitere Einfälle für Melodielinien dazu, so kamen manche Teile erst dort spontan dazu. An Ideen mangelte es nicht, dennoch nahmen wir zwei Lieder von unserer Demo neu auf, da sie gut ins Bild des Albums passten.“


Der Kompositionsprozess selbst gestaltet sich laut Statement des erzählfreudigen Saitendehners in einer Art eigendynamischer Weise, wie in Erfahrung zu bringen war: „Man hat bei uns oft spontane Ideen, schreibt diese nieder, und wenn man diese etwas später wieder anhört fällt einem sofort wieder etwas Neues dazu ein. Manche Ideen verwirft man, andere spinnt man weiter. Das ein Lied komplett an einem Tag fertig komponiert war, gab es jedenfalls fast nie.“


Überhaupt, man muss sich, so der Griffbrettknecht, die Ziele hoch stecken um die Motivation beizubehalten, denn zu arbeiten ohne etwas zu erreichen ist einfach nicht befriedigend. „Wir wollten einfach ein Album machen, dass uns und den Hörern gefällt, also ein Album, wo wir Ernstes, aber auch Heiteres unterbringen.“ (…)


Er knüpft direkt daran an: „Wir versuchen immer, uns weiterzuentwickeln, sei es nun spieltechnisch oder kompositorisch. Wir versuchen auch natürlich unsere Musik so zu gestalten, dass sie nicht so schnell langweilig wird, und die Hörer immer wieder Neues darin entdecken können. Die musikalischen Interessen aller Bandmitglieder bei uns sind breit gefächert, und neben Metal reichen sie über traditionellen Folk, Stoner Rock, Funk, Klassik und vielem mehr. Unbewusst fließt da so manches vielleicht auch in unsere Musik ein.“


Was Einflüsse und Inspirationen betrifft, wie beispielsweise Bücher, Sagen, Legenden und Filme etc., so kann Matthias vor mir außer der Edda nichts speziell hervorheben. Aber: „Gewisse Eindrücke aus Filmen sind sicher im Schaffungsprozess zu ‚Heidenmetal’ unterbewusst eingeflossen.“


Für ihre Liedertexte auf dem Werk bedienten sie sich an Mythologie, der damaligen Lebensweise sowie geschichtlichen Begebenheiten und mischten sie zusammen. Von Schlachten und Raubzügen, aber auch von Geselligkeit und Trunkenheit wird also gesungen, so der Gitarrist. „Es gibt beispielsweise ein Lied auf der Platte, das von einem Mönch erzählt, der das Kloster satt hat und in der nächsten Taverne ordentlich einen drauf macht – und dabei die Fleischeslust für sich entdeckt. Ein anderes Stück wiederum behandelt umschrieben das Absterben unserer natürlichen Umwelt durch die Schuld des Menschen. Es war uns wichtig, nicht einfach nur Sagen zu vertonen, sondern viel Unterschiedliches zu kombinieren.“


Bis jetzt hatten diese tapferen Epic Pagan Metal-Recken ihre Konzerte immer nur im lokalen Umfeld gespielt und dort auch schon einige Fans gewonnen. „Danach gab es leider eine Konzertpause von über einem Jahr, bedingt durch Umzüge, Präsenzdienste und Studiensuchen. Jetzt geht’s aber munter weiter – und es gilt, wieder live präsent zu sein. Wir freuen uns schon drauf! Danke an dich für das Interview, Markus, und auch allen anderen wünschen wir viel Spaß mit der unserer neuen Scheibe! Skål!“


© Markus Eck

(22.11.2009)



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