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Finsterforst - Interview

Interview Hermodur


Einige Momente bevor die musikalische Urkraft von FINSTERFORST entfesselt wurde und durch die Baumwipfel des Barther Metal Open Airs ziehen sollte, plauderten die fünf Mitglieder Wombo (Schlagzeug), David (Gitarre), Olli (Gesang), Hannes (Akkordeon) und Simon (Gitarre) in lustiger Runde unter anderem, wie sie zu dem neuen Sänger gefunden haben, welche Vor- und Nachteile eine große Band mit sich bringt und gaben einen ersten kleinen Ausblick in die Arbeiten am neuen Album.


1. Hallo an alle! Ihr steht nun kurz vor dem Auftritt beim XIII. Barther Metal Open Air, wie fühlt ihr euch?

Wombo: Etwas müde muss ich gestehen, denn nach der langen Anfahrt, die circa 12 Stunden andauerte sind wir ziemlich erschöpft, aber so etwas ist normal.
David: Ja, vor allem, weil wir teilweise zu fünft in einem Auto saßen und ich zum Beispiel noch den Bass auf dem Schoß hatte. Da kann man sich schon ein Bild machen, wie die derzeitige Gefühlslage ist.
Olli: Haha, man bräuchte einfach nur noch etwas mehr Bier!


2. Was sind denn eure Erwartungen an den heutigen Gig?

Olli: Es sind schon einige Leute da, deswegen glaube ich, dass es eine große Feier werden kann. Wir spielen zwar leider nur 45 Minuten, aber wenn wir ordentlich Gas geben, können wir dem Publikum hier ordentlich einheizen – die Chancen stehen zumindest sehr gut!
Hannes: Der Location angemessen muss es unser primäres Ziel sein, die Leute von den Sitzen zu holen.


3. Konntet ihr bereits Impressionen vom Festival sammeln, denn schließlich seid ihr zum ersten Mal hier?

Wombo:: Windig und kalt!
David: Die Umgebung ist wirklich super! Gerade durch die Tatsache, dass das Festival sozusagen mitten im Wald stattfindet ist genial. Aber auch die Bühne gefällt mir.
Hannes: Und die Verkaufsstände passen hervorragend in das thematische Konzept, gerade was Essen und Trinken angeht.


4. Gibt es für heute Abend Umstände, die den Auftritt besonders reizvoll machen?

Olli: Ja, denn wir spielen seit langem wieder mit Akkordeonspieler.
Hannes: Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen musste ich die letzten 3 Gigs enthaltsam sein. Doch es ist wirklich so, dass man sagen kann, dass dies ein besonderer Umstand ist. Wenn man Jahre lang zusammen auf der Bühne steht und dann plötzlich umstellen muss ist es genauso schwierig im Umkehrschluss wieder mit derjenigen Person, in dem Fall mir, zu spielen, die eine Zeit lang fehlte. Dafür wird es heute umso besser!


5. Ende 2009 ist es bekannter Maßen etwas ruhiger um euch geworden, da der ehemaliger Sänger und ihr von da an getrennte Weg gegangen seid. Seit April 2010 übernimmt Oliver die Aufgabe des Gesangs. Wie seid ihr schließlich aufeinander aufmerksam geworden?

Olli: Das lief ganz getreu dem Motto „Der Zufall ist König“. Mein bester Freund organisiert das Rock for Roots Festival. Damals kam ich mit ihm am Telefon ins Gespräch und erzählte, dass ich eine Band suche. Er wusste auf Anhieb, dass Finsterforst jemand braucht und als ich feststellte, das die Entfernung zwischen Stuttgart und Freiburg noch ertragbar war, nahm ich Kontakt mit den Jungs auf und so wie es sich jetzt zeigt, war ich wohl der Beste von den Bewerbern.


6. Und inwiefern hat dieser Wechsel die Band belebt?

David: Wechsel beleben natürlich immer eine Band. Das hängt alleine schon mit der Veränderung zusammen. Man bekommt menschlich neue Eindrücke, genauso wie musikalisch, denn im Endeffekt bringt jeder seinen Anteil bzw. seine Ideen mit ein.
Hannes: Wichtig für uns war es eben auch wieder Präsent zu sein. Soll heißen, endlich wieder Live spielen zu können und das machen wir schließlich auch gerade.


7. Kann man sagen, dass ihr durch die vielen Gigs eventuell auch etwas aufholen wollt, was eben die Zeit davor nicht möglich gewesen ist?

David: Nein, aufholen würde ich es nicht nennen wollen.
Hannes: Wir wollen eher wieder daran anknüpfen, wo wir aufgehört haben.


8. Wie sehr hat euch denn der Konzert/ Festival Alltag gefehlt? Konntet ihr überhaupt weiterarbeiten, als es ruhiger war?

David: Es ist schön wenn man wie dieses Jahr in manchen Monaten jedes Wochenende unterwegs ist, wo man viele neue Eindrücke gewinnt. Da fehlt es doch schon, wenn man auf einmal Freitagabend zuhause sitzt und plötzlich nicht weiß, was man eigentlich machen soll.
Hannes: Wir waren aber nicht komplett tatenlos. Wir haben trotzdem weiter geübt und an uns gearbeitet. Es war schon ein drastischer Einschnitt, nach 3 Jahren ohne Sänger zu sein und genau deswegen haben wir auf die Suche unseren Hauptfokus gelegt.


9. Mit sieben Mann seid ihr eine zugegebenermaßen große Gruppe. Wie schafft ihr es eure sicherlich differenzierten Meinungen und Ansichten, wo es mit Finsterforst hingehen soll, unter einen Hut zu bringen?

Olli: Das kommt immer ganz drauf an, aus welchem Blickwinkel man das betrachtet, aber im großen und ganzen ist die Aufgabenverteilung im Moment zumindest klar verteilt und jeder kann etwas dazu beitragen. Jeder weis aber auch wo es hingehen soll, sodass quasi eine grobe Richtung vorherbestimmt ist und von niemand in Frage gestellt wird. Für mich persönlich gesprochen ist es so, dass alles was ich hier nicht ausleben kann, dann eben in einem Nebenprojekt machen kann oder will.


10. Ist es eher ein Vor oder Nachteil so viele Leute auf einmal zu haben?

Wombo: Ein ganz klarer Nachteil!
Olli: In gewisser Hinsicht beides. Ich denke da ist jeder von uns etwas anderer Meinung. Ein Vorteil ist natürlich, dass man sich untereinander weniger nervt und sich zeitweise aus dem weg gehen kann.
Hannes: Auf der anderen Seite haben viele Leute logischerweise auch viele Termine. Das hat man an meiner Person vor kurzem gesehen. Jeder hat neben der Band noch sein eignes privates Leben, das es zu bewältigen gilt. Es ist schon eine beachtliche Leistung, wenn man trotzdem so viele Auftritte wie wir dieses Jahr spielen kann. Natürlich opfert dafür jeder von uns ein ganzes Stück!
Olli: Außerdem ist sieben eine coole Zahl, wie allgemein immer ungerade Zahlen, denn dadurch ist aus meiner Erfahrung heraus die Gefahr geringer, dass sich Grüppchen bilden.


11. Mitte Juli habt ihr schon öffentlich auf eurer Homepage bekannt gegeben, dass es in absehbarer Zeit wieder ein neues Album geben wird. Wie ist diesbezüglich der derzeitige Stand der Dinge und was könnt ihr bereits verraten?

Olli: Es wird spektakulär, auch wenn wir noch keinen Albumtitel haben wird es wieder eine sehr epische Platte werden. Am ehesten vergleichbar mit „Zum Tode hin“ – nur besser. Insgesamt wird es 5 Songs geben, die stärker sind als die alten und noch besser produziert werden.
Hannes: Die Drums sind bereits fertig und nächste Woche machen wir dann auch schon weiter mit Rhythmusgitarren. Nichtsdestotrotz wird es dieses Jahr nichts mehr werden mit einer Veröffentlichung. Wir denken da eher an Frühjahr bis Sommer 2012. Für einen konkreten Termin ist es aber noch zu zeitig, das hängt logischerweise von vielen Faktoren und dem ganzen Verlauf der kommenden Wochen und Monate ab.


12. Was beeinflusst euch bei der Entstehung von neuen Songs? Gerade im Hinblick auf das neue Album?

Simon: Ein verrückter Musikgeschmack, Bud Spencer Filme, das ein oder andere Bierchen trinken, jeden Mittwoch eine Haxe essen und fertig ist die Finsterforst-Musik – mein Geheimrezept!
Olli: Die Texte laufen eher so, dass ich richtig schlecht gelaunt bin und mir dann eine Platte auflege, die das Gefühl zusätzlich unterstützt. Danach geht es von ganz alleine. Schlechte Laune gehört also schon zu dem Konzept des neuen Albums dazu.
David: Schlechte Laune hab ich dabei eigentlich weniger. Bei mir entstehen die Texte eher aus einer unbestimmten Stimmung heraus.


13. Nun gibt es auch das Projekt Cryptic Forest, in dem ein großer Teil von euch mit involviert ist. Man sieht es auch noch an dem verbleibenden Corpsepaint am Ohr, dass ihr heute Vormittag bereits auf der Bühne standet. Wie viel Stress bedeutet es sich einer derartigen Doppelbelastung auszusetzen?

Wombo: Jaja die Emoschminke (lacht). Es ist nun das erste Jahr, dass wir mit dem Projekt Cryptic Forest Auftritte absolvieren, dementsprechend bietet es sich quasi an die Gigs zu doppeln. Es ist nun mal einfach so, dass eine junge Band ohne Platte nie an solche Auftritte, wie das Barther Metal Open Air rankommen könnte – sozusagen ist es bequemer. Jedoch ist es auch eine körperliche Belastung, wenn man in Betracht zieht, dass man verschwitzt vom ersten Auftritt ist und dann nur darauf wartet noch fertiger zu sein, um am Ende noch mehr zu schwitzen.


14. Gibt es auch Schnittstellen zwischen den zwei Bands oder zieht ihr da eine ganz klare Linie?

David: Die einzige Schnittschnelle ist die Epik, aber es geht eben schon in die dunklere Richtung der Musik. Da Simon auch hier die Musik macht ist es selbstverständlich, dass dadurch indirekt beide Bands beeinflusst werden.
Simon: Und das sind Haxen!


15. Was wollt ihr noch mit Finsterforst erreichen?

Olli: Ich möchte gerne auf den großen Festivals in Deutschland spielen, also Wacken, Full Force und Summerbreeze. Und irgendwann möchte ich dann nach Südamerika, um dort eine Tour zu spielen. Alleine wenn ich Videos sehe, wie die Leute abgehen, übt das schon einen enormen Reiz auf mich aus.
Hannes: Ansonsten wäre allgemein eine Tour bereits ein Wunsch von jedem von uns. Zum Bespiel in Europa. Wir standen schon einmal kurz davor, aber durch ein Miss-Management des Promoters kam dies leider letztlich doch nicht zustande. Das ist aber natürlich unter dem angesprochenen Aspekt, dass wir viele Leute sind, sehr schwer umzusetzen. Aber für die nahe Zukunft haben wir auch das neue Album, worauf wir uns freuen und hinarbeiten werden. Mal sehen was sich danach alles entwickelt.


16. Damit sind wir leider am Ende des Interviews angekommen. Wenn aus eurer Sicht noch irgendetwas fehlt, dann könnt ihr es nun gerne loswerden!

Simon: Schweinshaxen! Ich grüße alle Leute da draußen und kann nur empfehlen am Mittwoch den Haxenmeister in Buchheim bei Freiburg aufzusuchen und denkt bitte an die Vorbestellung, denn eine gute Haxe braucht seine 2 stunden.




Interview Xtreem Music


Nos hallamos ante una de las mejores propuestas de Pagan Folk procedentes de Alemania. Estos germanos, mezclan la agrevidad y la melodía de una forma magistral, dando un uso a un instrumento poco convencional en la música metal, como es el acordeón, que te puede dejar boquiabierto. Tras un Ep y su álbum debut "Weltenkraft", llegan con más fuerza que nunca con su segunda obra "...Zum Tode Hin", un álbum que no te va a defraudar en absoluto, si eres seguidor del estilo. Sebastian, teclista de la banda, ha respondido a nuestras preguntas de una forma muy coloquial, haciendo que la entrevista sea, como poco, interesante. Si quieres saber a cerca de esta gran banda, continúa leyendo.....


Hola Sebastian, cuéntanos detalladamente, ¿cómo comenzó FINTERFORST?, miembros fundadores, anécdotas, vamos un poco de información para quien no conozca a la banda.

La idea de crear la banda surgió a finales de 2004, pero pasaron unos meses hasta que realmente se comenzó a trabajar sobre el material, en primavera de 2005. La banda estaba compuesta por Marco, Simon, Sebastian y Tobias, en voz, guitarra, teclados y bajo respectivamente. Cuando estaban escritas las primeras canciones, vimos que era evidente que necesitábamos una persona para tocar el acordeón, ya que yo no podía hacer esas partes junto a todos los coros, cuerdas y flautas. Simón se acordó de su viejo amigo Hannes, le habló de la banda y le mostró tanto nuestro material como el de otras bandas Pagan. No tardó mucho en recibir notícias suyas, comentándole que le gustaba la idea de intentar algo nuevo con su instrumento. En ese momento comenzó a ensayar con la banda, en un principio con baterías programadas.... Obviamente estábamos buscando un batería y un segundo guitarrista en esa época, pero con muy poco éxito al principio. David en la guitarra, fue el primero en llegar y decidimos grabar una demo con tres pistas, que resultó salir tan bien, que desechamos la idea de la demo y decidimos editar el Ep "Wiege Der Finsternis". Después de varios meses de búsqueda y ensayos con diferentes baterías por fin encontramos a Wombo. Y ese fue el comienzo de esta etapa en enero de 2007.


Si comparamos "...Zum Tode Hin" con "Weltenkraft", me da la impresión que mas o menos siguen la misma línea (musicalmente hablando claro), ¿qué diferencias mas notables podemos encontrar entre estos dos álbumes?, según tu punto de vista.

Bueno, aunque "Weltenkraft", no es exactamente lo que se llama un álbum "feliz", "...Zum Tode Hin", todavía se compone de mas épica y momentos trágicos. Dado que algunas de las canciones de "ZTH", habían sido escritas antes que "Weltenkraft", una de las diferencias mas probables es que nos hemos concentrado en hacer que "ZTH", tenga mas identidad respecto a las canciones que hicimos en "Weltenkraft". Hemos tratado de mostrar en todo lo posible muchos aspectos diferentes en nuestra música.


En "...Zum Tode Hin", la duración de los temas es espectacular, ¿cómo componéis temas tan largos?

Para decirlo de una forma simple, no es posible escribir una pieza épica con una duración de sólo tres minutos, por lo menos yo lo veo así.


Lo cierto es que las canciones son muy extensas, pero también muy variadas, ¿cuesta mucho trabajo elaborar un tema para FINTERFORST?

Por supuesto, te has de tomar tu tiempo para escribir y arreglar este tipo de canciones, pero como en una buena historia o una película, los sentimientos y emociones asociados a esta, cambian con el tiempo y quieres poner estos en un contexto que el público pueda experimentarlos por sí mismo. Lo puedes hacer de una manera fácil y producir un pedazo de mierda de música o puedes dar a todos el arte que creas, espero que dure! Esa es nuestra intención, escribir canciones que no aburran a la tercera escucha, sino que cada vez revelen mas y mas cosas.


En canciones como "Das Grobe E Wachen" y "Serves Gluckes Schmied", en los fragmentos más Folk me sonáis bastante a los grandísimos MOONSORROW en su etapa del "Voimasta Ja Kuniasta" y "Kivenkantaja", ¿estás de acuerdo?, ¿citarías a MOONSORROW como una de vuestras principales influencias?

MOONSORROW, seguramente son alguna de nuestras principales influencias (aunque no los únicos) y no lo niego. Bandas como MOONSORROW han logrado mucho y son grandes músicos y compositores. Pero no tratamos de sonar como ellos.


Los instrumentos no metal, como los teclados, acordeón y las guitarras acústicas, tienen mucha presencia en todas vuestras composiciones, además de los instrumentos típicos del metal claro, supongo que para vosotros los fragmentos mas Folk, tienen la misma importancia que los fragmentos mas metálicos, ¿es acertada esta conclusión?, ¿por qué?

Los instrumentos acústicos, son los que hacen posible tocar este estilo de música y con los que se logra una gran variedad estilística. Es como la mezcla entre la dureza del Black Metal y la dulce y hermosa acústica del Pagan. Son como partes que pueden parecerse a la vida misma.... hay momentos en los que hay que ser fuerte e invencible y otros en los que estás solo y desnudo de repente. En mi opinión, una parte no puede estar sin la otra, en un largo período de tiempo.


Aunque se puedan notar ciertas influencias de otras bandas, es cierto que vuestro sonido es bastante particular. Todos los fragmentos con acordeón, hacen que se reconozca el sonido de la banda, ¿compondríais temas sin acordeón?, creo que no sonarían a FINTERFORST, ¿crees que este instrumento puede ser la clave de vuestro sonido?, ¿podría ser que hayáis inventado algo nuevo?

El acordeón ha sido utilizado antes por otras bandas, sin embargo, parece que nunca ha tenido un papel principal, como lo tiene en FINTERFORST. Así, que tal vez se podría decir que hemos inventado algo nuevo en cierto modo, pero no lo habíamos planeado así, simplemente surgió. Por otra parte, no creo que sea lo que hace reconocible a nuestra música o que no funcionaría sin este. En "...Zum Tode Hin", hay muchos menos fragmentos de acordeón que en "Weltenkraft", o al menos no como partes principales. Por supuesto, un montón de arreglos de los temas giran en torno a este instrumento, si lo quieres ver así.


Simon Schillinger es el máximo compositor de la música en la banda y Marcho Schomas el encargado de la lírica, ¿el resto de la banda no aportan ninguna idea?, ¿es esta una banda de tan sólo dos mentes?

Simon es un verdadero genio a la hora de escribir canciones! Su manera de escribir las canciones es estando tranquilo y así poder concentrarse al 100% en lo que está haciendo y esto no lo podría hacer si tuviera que estar peleándose con seis personas mas, por una parte o un estribillo, etc... Cuando ha terminado, el resto siempre hacemos comentarios sobre el material y especialmente -aunque no exclusivamente- a la hora de preparar las canciones para las actuaciones en vivo. Todo el mundo participa y contribuye con los detalles.... Aunque la mayoría de las veces, los cambios son en pequeños fragmentos, ya que tengo que admitir que la producción de Simon, es prácticamente perfecta.


Esto también se podría aplicar a las letras de Marco, aunque se habla sobre lo que quiere escribir, antes que Simon comience su labor. Igual que con la música, nunca hay mucho que se pueda cambiar. Sin embargo, los roles no son un hecho. La mayoría de los otros escriben canciones o letras de canciones en sí, aunque ninguno ha encontrado su camino en FINTERFORST todavía.


Respecto a los festivales, giras, etc... ¿Tocáis canciones completas?, o ¿añadís fragmentos de varias canciones en plan medley, para así poder abarcar mas temas?, me refiero a que si tocáis durante 40 minutos en un show, como mucho podéis tocar entre cuatro o cinco canciones completas, el repertorio sería mas bien escaso.

Sí, tocamos las canciones completas en la mayoría de los casos. Como ya he comentado antes, algunas canciones se cambian un poco para el directo, acortar algunas intros y cosas así. Nosotros no lo hacemos para poder tocar el máximo número de canciones posibles, simplemente es para que el público obtenga el máximo que se pueda. Como sabrás, algunas cosas que funcionan en un CD, no siempre funcionan en vivo y eso es cierto, por ejemplo en extenderse en partes acústicas y cosas así. Creemos que hacer medleys destruiría las canciones, de modo que este no es el caso. Por supuesto, esto significa que casi nunca podemos tocar todas las canciones que les gustaría a los fans, pero es que no siempre se puede tener todo.... Pero cuando nos bajamos del escenario, y pensamos que hemos conseguido seleccionar las canciones que mejor funcionan y por este motivo parece que la mayor parte de la audiencia está satisfecha, te hace sentir bien.


En los directos, ¿tenéis problemas para recrear vuestro sonido es un escenario?, ¿resulta complicado obtener una buena calidad de sonido?

Los mayores problemas vienen dados por los instrumentos acústicos. Marco con la guitarra acústica de 12 cuerdas, obtiene un sonido agradable y completo en sí mismo, aunque a veces hay poblemas de sonido en fase, que pueden crear sobrealimentación. Hannes, tiene problemas mayores con su acordeón, dado que este instrumento no fue creado para este tipo de música y todos estos volúmenes altos. Yo, tenía la decisión más difícil de encontrar micros internos, mientras que al principio tenía uno muy viejo y por tanto los teclados se oían muy mal entre el muro sónico de las guitarras y la batería. Así, que decidí comprarme uno nuevo y me he aficionado al Korg M3, que es el que toco ahora, teniendo la posibilidad de cambiar los sonidos cuando sea necesario. A parte de esto, es impresionante lo rápido que logramos hacer una prueba de sonido, si todo el mundo está completamente concentrado y se trabaja con técnicos de sonido profesionales.


¿ Resulta complicado la convivencia en la banda?, contando que está compuesta por siete miembros. Cuando estáis de gira, ¿qué tal va?, ¿no es complicado ponerse de acuerdo tanta gente?, y cuando estáis en un escenario de pequeñas dimensiones, ¿no tenéis problemas de espacio?

Hemos elaborado una manera de negociar rápidamente dentro de la banda cuando se trata de si todo el mundo puede realizar un concierto en un lugar específico. En la mayoría, se trabaja a través de internet, aunque también lo hacemos por teléfono. Pero realmente es impresionante lo bien que va, ahora que lo pienso, la escena metal en sí. Tiene un papel bastane importante, dado que la mayoría de los conciertos se organizan meses antes de que tengan lugar, así que tenemos tiempo de organizar nuestra vida privada en torno a esto.


Pequeños escenarios.... Sí, hemos tenido nuestra parte en esta faceta. Tocamos muy juntos, incluso nos pisamos unos a otros, hemos tenido el pelo encima de la guitarra del otro, nos hemos chocado bastantes veces con la batería de Wombo.... ¡Pero esto sólo es parte de la diversión de tocar en vivo!


Sevan Kirder, miembro de ELUVEITIE, participa en "Weltenkraft" y en "...Zum Tode Hin", ¿por qué colabora este músico con vosotros?, cómo surge esta colaboración?, ¿tenéis pensado llamar a Sevan cada vez que grabeis un álbum?

La primera que vimos a ELUVEITIE, fue en el 2005. Son una gran banda. En otro concierto, un rato después de reunirse Marco con Sevan, Marco le preguntó a este, si le gustaría hacer una aparición especial en nuestro álbum. Salió perfectamente, tal como se puede oir y se convirtieron en muy buenos amigos. Lo que me recuerda, que todavía le debo una cerveza. Bueno, cuando llegó la hora de grabar "...Zum Tode Hin", establecimos contacto con él y también estaba dispuesto. Es un músico increible y una gran persona, siempre es muy divertido volver a verle.


Todos los álbumes los habéis grabado en los Iguana Studios con Christoph Brandes como productor, ¿es éste el único que puede conseguir el sonido FINTERFORST?, ¿por qué siempre en los mismos estudios?, ¿son propiedad de Christoph?

Christoph Brandes, es el propietario de los Iguana Studios y también es un loco total! err, quiero decir que es un maestro en el tratamiento de los temas y un perfeccionista, no sólo en cuanto al sonido, sino cuando se trata también de tocar en directo... Está tan involucrado en nuestra música, que a veces sabe mejor que nosotros lo que queremos hacer y lo que podemos hacer, así que nos empuja mucho. Conocerle tan bien, hace que sea muy fácil trabajar con él, por supuesto. Es impresionante lo rápido que se pueden desarrollar ideas nuevas, si la gente se mete en una pequeña habitación juntos, de tres a cuatro semanas.


¿ Qué reto os habéis planteado para poder decir que sois una banda establecida en el Pagan Folk Metal?

Realmente no es un desafío para nosotros, porque no tenemos que luchar contra nada. Acabamos haciendo lo que mas nos gusta, tocar Pagan Folk y básicamente subirnos a un escenario y encontrarnos con otras personas, ya sean aficionados o bandas. En esta escena hay las mejores personas que he conocido. En los últimos festivales, he estado hablando con un tipo que va a cada festival Pagan, y que su novia estaba muy enojada con él porque nunca pasaba las vacaciones con ella, pero dijo que esa era la única y mejor forma de pasar unas vacaciones con él!


¿ Qué tal estáis en Einheit Produktionen?, ¿crees que van a realizar un buen trabajo con la distribución de "...Zum Tode Hin"?

Olaf y el resto de Einheit Produktionen, están muy dedicados al metal y al Pagan Metal. Hacen un trabajo muy bueno en un negocio que no es nada fácil, pero saben lo que están haciendo y creemos que esta colaboración saldrá muy bien.


Vuestra última obra, me ha costado mas asimilarla que "Weltenkraft", ¿cómo definirías este álbum?, ¿puede ser que con éste, pueda llegar FINTERFORST a mas gente?

Antes ya he comentado, que nuestra música es bastante compleja y que muchas personas no acaban de captarla en un primera escucha. También la duración de los temas que varían entre 12 y 30 minutos, tiene algo que ver. Pero creemos firmemente que la calidad, sin duda, tiene aquí su lugar y la buena voluntad puesta en nuestra música encontrará su camino, por eso entre el boca en boca y nuestra discográfica, tendrían que ir las cosas mejor de lo que han ido hasta ahora.


¿ Cómo ves esto de que un músico no pueda llegar a vivir nunca de la música que hace?, vamos, el tener otro trabajo para poder subsistir, ¿crees que esto es justo?

Yo como fan, quiero que mis héroes, puedan vivir de la música. De ese modo, se pueden concentrar en hacerlo lo mejor posible, escribir la mayor cantidad de música y editar tantos álbumes como puedan. Por eso, estoy dispuesto a pagar por la música. En los últimos años, los registros de ventas se han reducido cada vez mas y eso dificulta mucho a las bandas. Por eso se está haciendo cada vez más y más difícil hacer música y mucho menos pensar en hacer una vida fuera de ella. Y no sólo porque la industria de la música haya cometido (grandes) errores, porque aunque no necesites un sello para la publicidad y distribución, sino que se vendan CD,s por descargas y así no tener costes, incluso para la fabricación de CD,s , se tendría que grabar la música. Esa parte es la mas costosa del procedimiento, esa es la triste realidad. Por supuesto, cuando algunas de las grandes estrellas que ya han ganado millones de dolares, hablan de estas cosas es patético, pero para grupos pequeños, es realmente una lucha para recuperar el dinero invertido en la grabación del álbum, con el fin de poder grabar el siguiente. Y todo esto contando con no ganar un sólo euro, tan sólo por dedicación! No pido que nadie de su último centavo de cada mes para la música (aunque sé de varias personas que hacen esto), pero por lo menos que apoyen a las bandas que les gusten.


Cuéntanos algo que sea exclusivo sobre FINTERFORST para los lectores de XTREEMMUSIC.
Bueno, ahora estamos trabajando en el nuevo Artwork para la reedeción de nuestro álbum debut "Weltenkraft" y nuestro ya agotado Ep "Wiege Der Finsternis". Estará disponible en un Digipack doble, y saldrá a través de Einheit Produktionen a principios del 2010 o incluso a finales de año. Además, casi todas las canciones para nuestro próximo álbum ya han sido escritas y estamos esperando entrar en el estudio para el próximo año, pero no sé ciertamente cuando será. ¡Ya veremos!


Muchas gracias Sebastian, os deseo mucha suerte con la banda. Si quieres añadir alguna cosa, adelante.
Muchas gracias por esta oportunidad y gracias por estas buenas preguntas!, ¡Stay Metal!




Interview Lords of Metal


Recently German Finsterforst released their second full length album. Indeed, yet another German pagan act, as if they didn’t have enough of these bands already. Nevertheless Finsterforst is a different cup of tea from the bulk of those German bands. Most sound either very dark (Gernotshagen, XIV Dark Centuries and alike) or very cheesy (the power metal orientated bands), yet Finsterforst brings forth a mix of those darker bands combined with a sound which is normally typical for bands like Moonsorrow and Finntroll. Apart from the usual electronic gear the band also uses an accordion, and together with the keyboards this is not used as merely a gimmick in the background to support the tunes, but in a very prominent way in the foreground to create more depth into the music. ‘…Zum Tode Hinein’ is a fine exponent of the German pagan scene and as such an interview with Lords of Metal is nothing but justified. Our interview partner is drummer Cornelius "Wombo" Heck, who has been pounding the war drums at Finsterforst since 2006…


Text: Neithan


’...Zum Tode Hin’ is an album that stands out because of the sound quality: what is the secret in obtaining this album sound?

Finally someone who notices and appreciates the great effort we made to create this sound quality. We recorded ‘…Zum Tode Hin’ in four weeks and then after a short break we took another two weeks for mixing and mastering. Christoph Brandes who also worked with Necrophagist and Unlight is a “sound fetishist”. He had so many ideas and we experimented a lot with sounds, for example we tried about seven different microphone set ups just for one base drum until we found the right one. Furthermore all rhythm guitars and some lead guitars are double dm, which means Simon had to record each track at least four times only for the rhythm guitar. Due to this fact you can hear more than ten guitars in some parts of ‘…Zum Tode Hin’.


On the album the band is right in between the more rough German sound and the merry Scandinavian/ Finnish sound, also because of the intensive use of the accordion. In my review I write that it can be either a blessing, or a curse: too loud for the “more happy” fans and too light for the diehards. Have you experienced this perhaps?

Yes, I read your review and you are totally right! Finsterforst sure is a mixture of Finnish and German sounds. Although we have some black metal influences we aren’t respected by black metal heads but on the other side our music is too rough for many “folky” pagans. But what is most important to us is that we like our music and our feelings get expressed witHin the songs for Finsterforst is still just our hobby and fun is our first priority.


’…Zum Tode Hin’ is the band’s second album. When checking the line-up I saw that the band was started only in 2004 and that none of the members has earned any exposure in earlier bands. When you started out, did you expect to be at this level in 2009 regarding the quality of music and can you explain that answer please?

You made a slight mistake in your research because Simon, Tobi and Marco had bands before Finsterforst. Although these weren’t metal bands they gained live experience. I joined Finsterforst in late 2006 after the EP ‘Wiege der Finsternis’ had been released. When Simon contacted me and showed me the songs of this EP I already knew that Finsterforst would develop and the songs will get more complex. Then he gave me the tabs of the first Finsterforst song ever written and I noticed the improvement made in composing. It was obvious that if this trend continued, Finsterforst would soon be able to record albums like ‘…Zum Tode Hin’.


To which pagan bands does Finsterforst feel mostly related and why?

I think this question is quite easy to answer: definitely Moonsorrow. They are so epic and especially their new material just kicks ass. But in contrast to Moonsorrow, we are a lot more folky and we try to create our epic moments differently. Moonsorrow uses keys for these parts, we use a lot more guitars and of course our accordion. Other big names that are influential to Finsterforst are Finntroll, Windir (one can hear the parallels on ‘Weltenkraft’ and ‘Wiege der Finsternis’) Primordial and Menhir, because of their great clean vocals.


With an album lasting seventy minutes the fans get really their money worth: wasn’t the label going berserk when you arrived at their office with an album of this epic length?

As far as I remember none of the labels we contacted said a word about the extensive length. Look at Equilibrium. They are on Nuclear Blast, one of the most commercial labels, and ‘Sagas’ is still nearly 80 minutes long. We wanted to put all these songs on ‘…Zum Tode Hin’ because we think they are all really great. We knew that if they weren’t recorded and released now they would never be because nearly all songs for the next album are composed. Einheit Produktionen also liked the fact that ‘…Zum Tode Hin’ is really worth the money – just like ‘Weltenkraft’ was.


Just out of curiosity: the album is called ‘… Zum Tode Hin’ which is a rather depressive or decisive title: furthermore there is no title of a song which is also called like that, so no title track. Why did you pick this title, also because there is that merry aspect to your music as well?

‘…Zum Tode Hin’ is a line of ‘Sturmes Ernte’. The concept of this album is the rise and downfall of the earth. ‘Urquell’ describes the big bang and how everything came to existence. ‘Das große Erwachen’ and ‘Seines Glückes Schmied’ tell about the rise of mankind and finally ‘Sturmes Ernte’ and ‘Untergang’ are about the destruction of the earth by human hands. ‘…Zum Tode Hin’ has some social criticism in it and it draws a picture of how the world will look like if we don’t change our way of life. ‘Towards Death’ is just the name for this development of our mother earth.


How hard is it to get the notes the way you want them to be recorded and mixed in songs of such an epic length (let’s not even mention closing ‘Untergang’ of over twenty minutes). What was the main challenge in getting all things right?

Simon, our mastermind, has written all songs using Guitar Pro. He arranged all instruments and the rest of us could practise the songs for ourselves at home till we entered the studio. There were mainly three challenges in studio. Although four weeks just for recording seem pretty long we were under a lot of pressure to record everything in time because we had so many instruments. The other challenge was the mixing. We had over 320 tracks to edit and to attune to each other. Christoph, our producer, had to buy additional working memory for his computer because it just couldn’t get on with this load of sound. The third challenge was that we had to come up with a lot of money which we had to pay by ourselves.


Any hilarious points from reviews you have gotten about the new album and which you would like to share with our readers?

Hmm…. the reviews to ‘Weltenkraft’ were a lot funnier! The hilarious points from reviews about our new album are mainly just some mistakes about our line up or our origin. Some reviewers write that we use synth accordion and pipes although these are played by two great musicians.


A question coming up to most German pagan metal bands: a lot of them put messages on their site that they have no political interest whatsoever, because of some crazy people suspecting extreme political ideas which are hardly ever there. Finsterforst has, thank Wotan for that, not such a remark at the site. Is it because you want to ignore such nitwit outsiders or have you never been bothered by them?

The sad thing first: you can’t just ignore such “nitwit outsiders”. They are everywhere trying to destroy our community and forcing townships to cancel Festivals, like the Waldschrat Open Air and the Northern Lights Festival last year. On the other side we were lucky and we have never been bothered by them. I think this is because of our lyrics. A lot of pagan bands write about German mythology and legends which were glorified during the Third Reich. This is dangerous and attracts people from the Antifa. We don’t have these kinds of content within our lyrics and there is no doubt about us being not right wing extremists, hence we don’t need any messages on our website.


There is an enormous number of pagan bands coming from Germany. If you ask me, I would almost say that this style in which Germany is really leading. Have you got any explanation for that why it happen to be this genre?

Germany is the country with the highest population in Europe, so we have the “pole position” in the race for the pagan market. In the nineties it was power and thrash metal, now it is pagan metal. Although the biggest pagan Metal bands are from Finland, Germany has the biggest metal scene. But wherever there are many people doing the same stuff there is a lot of crap among it. The majority of pagan metal release is recorded badly and the compositions are embryonic.


The upcoming months, Finsterforst has managed to get a lot of shows. First it is mainly the festival shows, and after that (say from late August on) it is more the regular clubshows. What surprises me is the enormous variety in countries where you guys will play. How did you guys manage to get to these shows: a lot of young bands, either pagan or another genre will envy you for achieving this…

Hahaha… We’ll play the Destroying Europe Tour with Shining, Gwydion, Sarkom and Ashena. Due to this fact we play in so many different countries. We are so glad to be on this tour but we want to play so many more concerts. We are definitely not the tightest live band but we spread such good vibes that everybody in the audience just goes mad.


How is the band feeling about the acclaim you are receiving right now: is it a surprise or is it, in all honesty, a thing of which you had thought at forehand (before the release of the album) and are now proud to get

We worked really hard for our new album, so to be honest t is not really a big surprise. We knew that the songs had potential and we gave our best to record them appropriately. What is quite surprising is that we get top marks almost everywhere. Of course we are proud that people like our music and mark our new album with high grades!


What are the band’s plans for the near future, especially after the shows in the upcoming summer of 2009?

We want to play more shows to get money to record our next album and to party with all the great pagans at the concerts!


Anything we have forgotten to ask yet which is essential to report in this interview?

Hmmm… I can’t think of anything you could have forgotten. But to draw a conclusion: Everything one ought to know about Finsterforst is that we are just a bunch of drunken guys who want to have fun and make music with emotions. We wanna see you at our concerts to drink!




Interview Squealer-Rocks.de


Cornelius "Wombo" Heck von Finsterforst


(02.05.2009, Interview geführt von Reaper)


Manch einer mag den Jungs aus dem schönen Südbaden ob ihren musikalischen Parallelen zu den finnischen Moonsorrow so etwas wie Eigenständigkeit absprechen, jedoch kann man bei Titeln, deren Länge jene eines gewöhnlichen Grindcore Albums um einiges übertreffen, wohl kaum noch von plumpem Plagiat sprechen, schreiben sich doch solche Stücke nicht über Nacht, wie Schlagzeuger „Wombo“ von Finsterforst unter anderem in unserem Interview erklärte. Was er noch so auf die Fragen unserer Redakteurin Reaper zu erwidern hatte, könnt ihr im Folgenden lesen.


Squealer-Rocks.de: Hallo, auch wenn euer neues Album "…Zum Tode Hin" bereits Ende Februar erschienen ist, möchte ich euch noch zu diesem gelungenen Rundling beglückwünschen, der unleugbar internationale Klasse hat. Wie waren die Pressereaktionen bislang?

Cornelius "Wombo" Heck: Ich glaube, dass die Presse genauso wie du reagiert hat. Mir sind bisher nur gute bis sehr gute Kritiken zu Ohren gekommen, was den Musiker natürlich äußerst freut!


Squealer-Rocks.de: Im Unterschied zu seinem Vorgänger "Weltenkraft" fällt zunächst einmal die ausufernde Länge der fünf Stücke auf, von welchen keines unter 11 Minuten liegt, sondern vielmehr sogar eines die 20 Minuten Marke überschreitet. Wusstet ihr schon als ihr mit dem Schreiben der Stücke für das neue Album begonnen habt, dass es solche "Ausmaße" annehmen würde?

Cornelius "Wombo" Heck: Unser Mastermind Simon schreibt alle Stücke fast gänzlich im Alleingang. Da schon die zeitlich neueren Stücke auf der "Weltenkraft", also "Spiegelscherben", "Weltenpilger" und "Verlorene Seelen", eine Überlänge aufwiesen, war für Simon klar, dass man diese Entwicklung vorsetzen müsse. Man kann also davon ausgehen, dass noch bevor die "Weltenkraft" veröffentlicht wurde, der Grundstein für "…zum Tode hin" gelegt worden ist.


Squealer-Rocks.de: Was macht den Unterschied zwischen einem "kurzen" und einem "langen" Lied beim Schreiben aus? Gibt es überhaupt einen solchen, oder sind beide gleich aufwendig in ihrer Entstehung?

Cornelius "Wombo" Heck: Wenn ich das richtig beurteile, dann sind die langen Lieder um einiges mehr Arbeit als die kurzen. Bedenkt man, dass Simon vor knapp 3 Jahren in einer Woche fast drei komplette Lieder geschrieben hat; sich heute für jedes neue Lied fast zwei Monate Zeit lässt, erkennt man wie viel mehr Arbeit in dem neuen Material steckt.


Squealer-Rocks.de: Ein Name, der unweigerlich bei der Beschreibung eurer Musik und des neuen Albums im Besonderen fallen muss, ist Moonsorrow. Am Ende meines Reviews habe ich Finsterforst gar als "deutsche Moonsorrow" bezeichnet. Gefällt es euch mit den Finnen verglichen zu werden? Oder seht ihr euch eher in der Tradition der Pagan Metal Alben Bathorys?

Cornelius "Wombo" Heck: Moonsorrow stellen für uns etwas Göttliches dar. Wir sind alle unglaubliche Moonsorrow-Fans und das zeichnet sich natürlich auch in unserer Musik ab. Aber auch Bathory siedle ich hoch an in der Pagan Hierarchie. Dennoch, Moonsorrow ist für uns die Spitze und deshalb gefällt uns der Vergleich wohl doch sehr gut.


Squealer-Rocks.de: Wenn wir schon von Einflüssen sprechen, welche, außer die bereits genannten, siehst du für dich als solche?

Cornelius "Wombo" Heck: Für Finsterforst sehe ich natürlich noch Finntroll und Menhir. Aber es gibt auch außermetallische Einflüsse wie Happy Hardcore, Oldies und Western Filmmusiken. Für mich als Trommler spielen vor allem die Power Metal Größen Gravedigger und Rebellion eine außerordentliche Rolle, denn sie stellten die Quelle meiner Inspiration im Metaldrumming dar.


Squealer-Rocks.de: Apropos internationale Größe - unlängst sah ich auf der MySpace Seite der amerikanischen Pagan Metal Band Nachtvolk den Namen Finsterforst direkt unterhalb jenem Moonsorrows als Einfluss gelistet. Ehrt euch solch ein Zeichen internationaler Beachtung?

Cornelius "Wombo" Heck: Es ist für uns großartig so etwas zu sehen! Mehr kann man dazu einfach nicht sagen; ich mein, wir sind sieben musikvernarrte Idioten, die ihrem Hobby freien Lauf lassen. Wenn jemandem dass so gefällt, dann ist das einfach nur unbeschreiblich.


Squealer-Rocks.de: Finsterforst - einen besseren Namen für seine Band kann man kaum wählen, wenn man aus dem Schwarzwald kommt. Wann wurde die Band aus der Taufe gehoben? Und hattet ihr in Anbetracht der sehr positiven Resonanz in der Pagan Metal Szene schon immer das Ziel eure Band über den Freundes- und Stadtkreis hinaus bekannt zu machen?

Cornelius "Wombo" Heck: Wir planen unsere "Karriere" nicht wirklich. Wir machen Finsterforst in erster Linie zu unserem Spaß. Seit Dezember 2004 steht die Musik im Mittelpunkt unseres Waldlebens.


Squealer-Rocks.de: Unweigerlich muss ich nun aber die Frage stellen, was sich konzeptionell hinter Finsterforst verbirgt? Denn liest man einmal eure Liedtexte, so stellt man sehr schnell fest, dass eure Texte nicht von den üblichen Metal Themen handeln. Gesellschaftskritik und Umweltschutz ziehen sich unteranderem als Themenkomplex durch euer neustes Album. Welche Botschaft wollt ihr dem Hörer mit auf den Weg geben? War es dabei von vorneherein klar, dass ihr die Texte in deutscher Sprache verfasst?

Cornelius "Wombo" Heck: Schon seit es Finsterforst gibt wird auf Deutsch gesungen. Deutsch ist einfach durch seinen klanglichen Charakter eine prädestinierte Sprache für Metal. Ja, dem geneigten Leser mögen unsere Texte mitunter sogar etwas punkig vorkommen. Finsterforst steht für Naturverbundenheit. Das spiegelt sich auch in den Texten wieder, die wie schon erwähnt Kritik am menschlichen Umgang mit der Natur üben.


Squealer-Rocks.de: Deutsch ist aber nicht gerade die Metal Sprache, wohl auch aufgrund der geschichtlichen Belastung des Vokabulars im üblichen Metal Themenkreis. Wie siehst du die Problematik der rechtsgerichteten Gesinnung, die dem Pagan/Folk/Viking Metal oftmals angedichtet wird? Wie groß ist die Gefahr der Vereinnahmung durch Rechts tatsächlich?

Cornelius "Wombo" Heck: Wir haben ja den Vorteil, den du selbst schon erwähnt hast, dass wir uns nicht des üblichen "Metal-Vokabulars" bedienen. Tendenziell hast du leider recht. Dem Pagan Metal wird nur zu oft ein solches Image angehängt. Leider stimmt es auch, dass es grade in diesem Genre einige schwarze bzw. braune Schafe gibt, die das Image nur zu gut bestätigen und Kritikern leichtes Spiel lassen. Nur weil Pagan Metal sich vor allem auf traditionelles Kulturgut gestürzt hat, bedeutet das für mich aber nicht im Umkehrschluss, dass sich hier eine rechte Gruppierung zusammen tut.


Squealer-Rocks.de: Kommen wir zu euren Live-Aktivitäten. Wann und wo wird man euch nach dem Osterwochendsdoppelpack und dem Auftritt auf dem Ragnarök Festival wieder live sehen? Und was kann der Besucher von einem Finsterforst Konzert erwarten?

Cornelius "Wombo" Heck: Wie du es wahrscheinlich auch erlebt hast, stehen wir auch auf der Bühne für Spaß und Abgehstimmung. Wir möchten Live mit den Fans immer das größte Fest spielen, sei es als Opener, Head- oder Deadliner. Demnächst wird man uns wohl am 5. und 6.6. sehen, wobei wir am 5 gleich zwei Konzerte spielen werden.


Squealer-Rocks.de: Ich kam ja in den Genuss der beiden großartigen Auftritte am Osterwochende ;-), besonders jener im Crash war wirklich unglaublich. Wie anstrengend ist so ein zwei Stunden Gig für dich als Musiker?

Cornelius "Wombo" Heck: Es ist ja im Allgemeinen bekannt, dass ein Trommler bei einem Konzert in etwa so viel Energie verbraucht wie ein Fußballer bei einem Spiel. Durch die Fans wird man dagegen dann aber wieder so gepusht, dass du die Ermüdung gar nicht wahrnimmst, obwohl du blutige Blasen nach der Hälfte der Zeit hast. Der zweite Gig um Ostern bot ja dann das genaue Gegenteil: Zwei Lieder und Schluss.


Squealer-Rocks.de: Wenn du die freie Wahl hättest - alle technischen und logistischen Schwierigkeiten außenvorgelassen - an welchem Ort würden Finsterforst gerne einmal ein Konzert geben?

Cornelius "Wombo" Heck: Nachdem ich die Rammstein Völkerball DVD gesehen habe wohl in der Arena de Nîmes (oder wie sie auch immer heißt). Wenn unser nächstes Album fertig ist, müssen wir aber auf der Spitze des Mount Everest spielen, um der Mächtigkeit der neuen Songs gerecht zu werden.


Squealer-Rocks.de: Genug über die Band geredet. Was machst du noch, außer Finsterforst?

Cornelius "Wombo" Heck: Ich mach jetzt mein Abitur fertig und danach studiere ich hoffentlich und werde skrupelloser Manager hahaha! Simon, Alleyjazz und ich haben aber noch ein Projekt in der Röhre. Wir haben die Demo bereits in den Iguana Studios aufgenommen und man darf gespannt sein - vor allem darauf, wann wir es wohl schaffen werden damit was vernünftiger zu machen haha.


Squealer-Rocks.de: Schon mal Danke für das Interview. Wenn du noch unbedingt etwas loswerden willst - die letzten Worte gebühren dir!

Cornelius "Wombo" Heck: Der Dank gebührt allein Dir! Und: Kommt zu unseren Konzerten!




Interview FFM Rock


Interviewpartner: Cornelius "Wombo" Heck (drums, choir vocals)


Homepage:
www.finsterforst.de


FFM-Rock: Hallo liebe FINSTERFORSTler und erst einmal einen riesigen Glückwunsch zu eurem zweiten Werk „…zum Tode Hin“. Da ich leider gestehen muss, dass ich noch nicht in den Genuss eures Debütalbums gekommen bin (was sich hoffentlich bald ändern wird), möchte ich doch gerne wissen, ob es Unterschiede zwischen diesen beiden Scheiben gibt, sei es nun in der Entstehungsgeschichte oder hinsichtlich der musikalischen Ausrichtung.

Wombo: Danke für den Glückwunsch. Wir sind sehr stolz auf unser neues Album und es freut uns natürlich deshalb ungeheuerlich, dass es scheinbar auch anderen sehr gut gefällt.


Der Entstehungsprozess von „...zum Tode hin“ war eigentlich mit dem von der „Weltenkraft“ vergleichbar. Alle Stücke werden von unserem Leadgitarristen Simon im Alleingang geschrieben, wobei wir immer eigene Ideen mit einbringen können. Eine andere Herangehensweise an so epische und komplexe Musik kann ich mir nur schwerlich vorstellen.


Im Studio haben wir dann noch mehr gegeben als bei der Weltenkraft, haben endlich echte Drums hinzugezogen und mehr raue Männerchöre eingesetzt.


Wenn man nun die Entwicklung betrachtet, wird man erkennen, dass „…zum Tode hin“ vom Songwriting um einiges ausgefeilter ist und wir mehr und mehr in Richtung Größenwahn abwandern.


FFM-Rock: Was wirklich auffällig bei „…zum Tode Hin“ ist, ist die gewaltige Gesamtspieldauer von über siebzig Minuten bei gerade mal fünf Songs. Wie kommt es dazu?

Wombo: Hahaha ja! Du bist nicht der erste dem das auffällt. Die Antwort ist eigentlich ziemlich simpel und leicht nachvollziehbar: Finsterforst versucht mit seiner Musik menschliche Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Dabei reicht das Spektrum von tief ergreifender Trauer bis hin zum überschwänglichen Kriegsjubel.


Um eine Gefühlswelt zu kreieren muss man sich Zeit lassen. Menschlich Gefühle entwickeln sich nicht in zwei Minuten und so auch unsere Lieder nicht.


FFM-Rock: Mein persönlicher Favorit ist „Das Große Erwachen“. Wie sieht es bei euch aus? Welche sind eure Lieblingstracks?

Wombo: Ja das stimmt. „Das Große Erwachen“ ist auch ziemlich weit oben auf meiner Liste. Ich muss aber zugeben, dass ich keinen wirklichen Favoriten habe, bzw. dass mein Favorit von Tag zu Tag wechselt.


FFM-Rock: Warum habt ihr euch gerade für den Bereich des Pagan Metals entschieden. Wer oder was hat euch dafür inspiriert?

Wombo: Sicherlich unser persönlicher Musikgeschmack. Also damals vor allem FINNTROLL. Wie es genau dazu kam ist aber nicht mehr genau klar hahaha.


FFM-Rock: Welches sind ansonsten eure musikalischen Vorlieben? Welche Band, welchen Musiker verehrt ihr selbst?

Wombo: Nun gut, man könnte jetzt natürlich MOONSORROW nennen. Aber wir lassen uns nicht gerne beschränken. Grade noch vor zwei Tagen hat Simon Western Soundtracks für sich entdeckt. Und so sind auch wir anderen immer auf der Suche nach dem ultimativen Sounderlebnis. Das findet sich mitunter eben auch abseits der ausgetretenen Metalpfade.


FFM-Rock: Wie sieht euer musikalischer Werdegang aus, sprich, was war vor FINSTERFORST?

Wombo: BLOWFISH und SEPTIMBEARS, wobei letztere immer noch bestehen. Marco, Tobi und Simon waren innerhalb dieser beiden Bands tätig und kannten sich deshalb schon. Die Restlichen hatten vor Finsterforst noch keine echte Band.


FFM-Rock: Wo und wann kann man euch, so kurz nach der Veröffentlichung von „…Zum Tode Hin“, live erleben? Und auf was kann man sich bei euren Auftritten gefasst machen?

Wombo: Also zunächst mal auf dem Ragnarök. Ansonsten bei sehr vielen kleineren Festivals, die für uns immer eine Menge Spaß bedeuten. Hier jetzt alle aufzuzählen würde wohl den Rahmen sprengen. Außerdem werden wir im Sommer auf Europatour mit SHINING gehen. Wir versuchen bei unseren Konzerten immer eine riesen Show zu bieten. Ich glaube, dass wir ziemlich gut Stimmung machen können, egal zu welchem Zeitpunkt wir spielen.


FFM-Rock: Wie sehen eure Zukunftspläne aus? Auf die faule Haut legen, is wohl nicht, oder?

Wombo: Ne, des is echt nicht drin! Wir wollen jetzt möglichst viel Liveerfahrung sammeln und uns weiter vorkämpfen um irgendwann an die Spitze der deutschen Pagan Szene zu gelangen. Außerdem planen wir ein neues Album, zu dem aber noch nichts Konkretes bisher feststeht außer ein paar fertigen Songs.


FFM-Rock: Wie steht ihr zu dem momentanen Boom im Pagan Bereich? Die Bands dieses Genres schießen ja regelrecht wie Pilze aus dem Boden, oder sehe ich das nur zu eng? Ich meine, ich bin ja nicht böse drum, da ich diese Art von Metal doch sehr schätze, nur musste ich mir in letzter Zeit doch viel Mist anhören.

Wombo: Da hast du vollkommen Recht. Leider gibt es immer wieder Giftpilze auf die man als Sammler Acht geben muss. Leider hab ich das Gefühl, dass grade in der Pagan Szene unglaublich viel Müll produziert wird. Wirklich ansprechend finde ich da wirklich nur ganz vereinzelt einige Bands vor allem aus Thüringen, wenn man in Deutschland bleiben will.


FFM-Rock: So, da ich langsam am Ende angekommen bin, möchte ich doch noch meine obligatorische Frage loswerden. Gibt es aus eurem Musikerdasein die eine oder andere Anekdote, die ihr aus dem Nähkästchen holen und hier preisgeben möchtet?

Wombo: Hmmm… Was soll man da sagen. Um den Wahnsinn, der sich jedes Mal abspielt wenn man mit der Bande unterwegs ist, richtig zu verstehen, muss man selbst dabei sein. Da wirft ein Herr Weinreich seine Bandkollegen durch die Luft auf den Boden, ein Herr Alleyjazz ist in seinem Redefluss nicht mehr zu bremsen und krallt sich jeden, der grade in Reichweite ist (von uns Hochzeit genannt) oder ein Herr Schuldis, der nur noch lacht. Diese verrückten Situationen sind echt schwer zu beschreiben.


FFM-Rock: Da ich mit meinen Fragen durch bin, habt ihr jetzt Gelegenheit ein paar warme Worte an eure Fans und unsere Leser zu richten.

Wombo: Kommt zu unseren Konzerten und gebt dem Wald eine Chance euch zu verzaubern ;)


FFM-Rock: Vielen Dank für dieses Interview und noch weiterhin viel Erfolg!




Interview metal1.info


FINSTERFORST offenbaren auf ihrem neuen Werk "...zum Tode hin" eine erneute qualitative Steigerung und legen die Messlatte des epischen Pagan Metal wieder etwas höher. Wir ließen es uns nicht nehmen, Gitarrist Simon und Drummer Wombo zu dem Album und der Geschichte der Band etwas auszuquetschen.


Hi Simon, hi Wombo, danke dass ihr euch Zeit für das Interview nehmt. Für alle, die euch noch nicht kennen: bitte stelle die Band FINSTERFORST vor und schildere kurz euren bisherigen Werdegang bzw. die markantesten Stories aus den Anfangstagen.

Simon: Hallo! Wir sind eine Pagan/Folk Metal Band, die gegen Ende 2004 von Tobias Weinreich (Bass), Marco Schomas (Gesang), AlleyJazz (Keayboards) und mir, Simon Schillinger (Gitarren) gegründet wurde. Nach den ersten Kompositionen war uns allen klar, dass ohne ein Akkordeon bei uns wenig geht. So hatte ich sofort einen alten Freund von mir gefragt, ob er, auch wenn er bis dahin noch nichts mit Metal am Hut hatte, bei uns mit seiner Quetschkommode einsteigen will. Johannes Joseph war von der Idee sehr begeistert und war sofort unser neues festes Mitglied. Die ersten fast zwei Jahre verliefen ohne einen einzigen Live-Auftritt, da uns neben einem weiteren Gitarristen auch ein Drummer fehlte. Wir konzentrierten uns eher auf das Kreieren von Songs und nahmen somit auch Ende 2005 unsere EP „Wiege der Finsternis“ auf, die wir dann im März 2006 veröffentlichten. Diese erste Veröffentlichung konnte sehr gute Kritiken einfahren und wir verstärkten die Suche nach einem Drummer, nachdem wir einen weiteren Gitarristen in David Schuldis gefunden hatten. Gegen September 2006 bin ich dann auf einen sehr jungen und verdammt motivierten Drummer gestoßen. Trotz seiner 16 Jahre hatte uns Wombo voll und ganz überzeugt und wurde als neues und letztes festes Bandmitglied gefeiert. Somit konnten wir uns endlich auf Live-Auftritte vorbereiten, die es dann ab Anfang 2007 gab. Der ein oder andere Gig folgte und wir nahmen, abermals in den Iguana Studios, unser Debutalbum „Weltenkraft“ auf, das über World Chaos (Japan) im Juli 2007 dann veröffentlicht wurde und weitgehend sehr positiv von den Hörern aufgenommen wurde. Nach und nach wurden alle Vorbereitungen zu unserem nächsten Album abgeschlossen, sodass wir im Juli 2008 uns wieder in die Iguana Studios begaben, um unseren Nachfolger „…zum Tode hin“ einzuspielen. Nachdem es dann im September gemischt und gemastert wurde, begaben wir uns auf Labelsuche.


Ich nehme an, der Bandname soll eine Anspielung auf eure Herkunft aus dem Schwarzwald sein. Oder steckt etwas Anderes hinter dem Namen? Wer hatte die Idee zu der Bezeichnung?

S: Unser Bandname ist einfach ein anderes Wort für unsere Heimat, dem Schwarzwald. Ich habe leider keine Ahnung, wann wir genau auf diesen Namen gekommen sind. Wir hatten uns damals bei mir zu Hause getroffen, um über einen Bandnamen zu diskutieren, was allerdings eher im Delirium endete. Vielleicht haben wir den Namen ja dort gefunden. :-)


Ist FINSTERFORST durchweg eure erste Band, oder habt ihr schon in anderen Bands gespielt? Spielt möglicherweise der ein oder andere von euch parallel noch in einer anderen Band?

S: Einige von uns waren schon vor Finsterforst in anderen Bands oder in einer anderen Form musikalisch aktiv. Auch heute werden zum Teil noch andere Projekte verfolgt, was sich aber nicht sonderlich mit Finsterforst beißt. Ich selber gehe noch einem Projekt nach, das sich eher in den Bereich des melodischen Black Metals begibt und in dem auch noch andere Baumharzschlürfer involviert sind. Davon wird es bald eine Demo zu hören geben. ;-)


Welcher Tätigkeit geht ihr außerhalt der Musik nach?

S: Einige studieren, der eine macht gerade Abitur und der andere geht arbeiten. Ansonsten versucht man seinen Hobbies nachzugehen wie zum Beispiel Bäume umarmen und streicheln gehen oder einfach Haxe essen.


Wie würdest du eure Musik, euren Stil jemandem beschreiben, der noch nichts von euch gehört hat?

S: Ich würde ihm/ihr ans Herz legen, dass er/sie sehr viel Atmosphäre und Melodien, die verschiedenste Emotionen zum Ausdruck bringen, in unserer Musik finden wird und somit eine gute Möglichkeit hat, sich entspannt zurückzulehnen und abzuschalten. Du findest auf „…zum Tode hin“ einfach so gut wie alles. Ob akustisch ruhige, ob schwere episch atmosphärische oder ob schnelle „Arschtret“-Parts. Du wirst hier bedient! :-)


Wo liegen Eure Einflüsse? Von welchen Bands fühlt ihr euch stilistisch inspiriert?

S: Man wird von allem, was man an Musik konsumiert und im täglichen Alltag um sich herum mitbekommt, zumindest unterbewusst beeinflusst. Ich denke in unserer Musik sind vor allen Dingen Einflüsse von skandinavischen Bands wie zum Beispiel Moonsorrow und Co. zu erkennen.


Welches waren die bisherigen Höhepunkte eurer Karriere?

S: Unser neues Album „…zum Tode hin“ und die Zusammenarbeit mit Einheit Produktionen sind wohl definitiv unsere Höhepunkte und wir sind mehr als zufrieden damit.
Aber auch jedes Konzert und die Feier vor und danach ist immer wieder riesig!


Und welches waren die Tiefpunkte oder peinlichsten Erlebnisse?

S: Bevor wir bei Einheit Produktionen unter Vertrag waren, hatten wir eher nur schlechte Erfahrungen mit Labels gemacht. So haben wir von dem japanischen Label World Chaos Productions nichts mehr gehört, die offensichtlich auch illegal bzw. ohne unsere Zustimmung Lizenzen unseres Debutalbums „Weltenkraft“ verkauft hatten. Wir hatten zu keiner Zeit irgendwelche Informationen über Verkaufszahlen, Promotion etc. erhalten. Ein unehrlicher Drecksack eben! Als wir „…zum Tode hin“ dann letztes Jahr im Juli aufnahmen, hatten wir sehr guten Kontakt zu AFM Records. Diese bestellten uns dann auch zu sich nach Hamburg und ein Deal war schon so gut wie im Kasten. Doch daraus wurde auch nichts. AFM dachten, es sei nicht einmal nötig, uns selber abzusagen.


Wer ist für das Songwriting verantwortlich, sowohl musikalisch wie lyrisch?

S: Für das musikalische Songwriting bin ich hauptsächlich verantwortlich. Die Lieder entstehen also bei mir zu Hause Schritt für Schritt bis sie komplett arrangiert sind. Danach kümmert sich unser Sänger Marco um die Texte.


Kannst du uns etwas zur Entstehungsgeschichte von "...zum Tode hin" erzählen?

S: Die Songs entstanden zwischen Ende 2006 und Ende 2007. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen, um an Details nach und nach zu arbeiten. Im Proberaum hatten wir vor der Aufnahme nicht herumexperimentiert. Alles entstand wie gewohnt zu Hause in aller Ruhe.


Viele Alben haben heutzutage ein durchgehendes Konzept. Ist es bei "...zum Tode hin" ebenso? Oder wovon handeln die einzelnen Songs?

S: Es handelt sich bei „…zum Tode hin“ nicht um ein Konzeptalbum. Jedoch geht es hauptsächlich um die Natur und die Menschheit, welche diese zerstört.


Wer kam auf den Titel des neuen Werkes? Und was wollt ihr mit dem Albumtitel ausdrücken, bzw. mitteilen?

S: Wir hatten uns einige Zeit lang den Kopf zerbrochen gehabt, bis wir uns dann endgültig für „…zum Tode hin“ entschieden. Der Titel ist sehr eindeutig. Der verantwortungslose, habgierige und egoistische Mensch schadet der Existenz unseres Planeten mehr und mehr bis der logische Untergang folgt.


Worin unterscheidet sich "...zum Tode hin" von seinem Vorgänger "Weltenkraft", eurer Meinung nach?

S: Sowie musikalisch als auch lyrisch ist das Level um vielfaches gestiegen. Es sind viel mehr Variationen vorhanden und man verweilt auf „…zum Tode hin“ nicht nur auf dem typischen „Humppa-Gedudel“-Stil. Die Musik ist im Gegensatz zu „Weltenkraft“ einfach seriöser und setzt sich viel tiefer in deiner Seele fest! Zudem haben wir uns bei weitem mehr Mühe bei der Produktion gegeben. Mit Christoph Brandes und den Iguana Studios haben wir ohnehin schon Vorteile, da wir uns sehr gut kennen und perfekt zusammenarbeiten können.


Welcher Song vom aktuellen Album gefällt euch selbst am Besten?

S: Derzeit ist „Sturmes Ernte“ mein persönlicher Lieblingssong. Er beinhaltet meiner Meinung nach die epischste Atmosphäre und tritt dir gewaltig in den Arsch. Einfach groß, mächtig, erhaben, badisch! Haha!


Wie lange dauert es eigentlich, eine dieser episch-bombastischen Nummern zu komponieren?

S: Das kommt immer darauf an, wie ich gerade drauf bin


"...zum Tode hin" ist meines Wissens euer erstes Werk unter dem Banner von Einheit Produktionen. Seid ihr mit eurem Label rundum zufrieden?

Wombo: Oh ja das sind wir! Wie du vielleicht mitbekommen hast, lief es bei uns nicht gerade glatt was Labels angeht. Die Jungs von Einheit haben sich bis jetzt für uns schon unglaublich den Arsch aufgerissen.


Wie kamt ihr zu Einheit und welche Gründe waren maßgeblich für den Labelwechsel?

W: Einheit war ehrlich gesagt eines der letzen Labels, bei denen wir uns vorgestellt hatten. Wir standen auch in Verhandlungen mit größeren, aber von denen wurden wir extrem unprofessionell behandelt. Außerdem konnte unser altes Label einfach nicht mehr das an Promo-Arbeit leisten, was Einheit jetzt macht.


Kann man euch demnächst live erleben?

W: Wir haben bis jetzt noch in keinem Jahr unseres Bestehens so viele Konzerte bestätigt wie in diesem Jahr. Ragnarök, Wolfszeit und Metal Invasion III sind wohl die größeren Festivals, bei denen wir dabei sein werden. Außerdem noch viele kleinere Konzerte in ganz Deutschland.


Mit welchen Bands wart ihr schon zusammen auf Tour und mit welchen würdet Ihr gerne mal auftreten?

W: Bislang waren wir noch gar nicht auf Tour, gehen aber im Sommer mit Shining auf die Destroying Europe Tour. Mit Moonsorrow wäre es sicherlich cool auf Tour zu gehen – jeden Abend in der ersten Reihe hahaha. Ansonsten könnte man sich auch vorstellen mit unseren Freunden von Helfahrt mal eine Tour zu spielen.


Was war euer erfolgreichster oder nachhaltigster Gig bisher?

W: Hmm, schwer zu sagen. Die größten Partys haben wir auf dem Eisenwahn Festival letztes Jahr und eine mit Folkstone bei einem Konzert in der Schweiz gefeiert. Aber es sieht so aus, als würden bei uns die Konzerte immer in einer riesigen Party enden.
Ansonsten, vom musikalischen Standpunkt aus betrachtet, sind die Konzerte immer am aufregendsten, bei denen wir neue Lieder spielen.


Mit welchen Bands seid ihr gut bekannt oder befreundet?

W: Scheinbar mag uns keiner hahahahaha... nein wie schon erwähnt, kommen wir mit Helfahrt ziemlich gut aus. Aber auch Slartibartfass sind immer eine spaßige Gesellschaft.


Welche Bands bzw. Art von Musik hört ihr abgesehen von eurer eigenen?

W: Das ist sehr sehr unterschiedlich. Da gibt’s die ganze Bandbreite von Klassik bis Herbert Grönemeyer. Uns da zu beschränken wäre wohl sehr schwer.


Okay, zuguterletzt möchte ich mit dir noch unser traditionelles metal1.info-Brainstorming machen. Ich nenne einige Stichwörter und du sagst, was dir spontan dazu einfällt:

Heimat? Schwarzwald.
Natur? Teuerstes Gut
Tolkien? hm…
Power Metal? gibt’s irgendwas schöneres?
Legaler Waffenbesitz? pfffft! in die Tonne treten.
CD oder MP3? CD kaufen, dann mp3 für unterwegs.
metal1.info? immer wieder eine Freude


Möchtest du unseren Lesern noch ein paar abschliessende Worte mit auf den Weg geben?

W: Haut rein! Man sieht sich auf Festivals dann wird getrunken!


Nochmals vielen Dank für das Interview, Simon und Wombo!


Interview von: Steffen Münch




Interview Oblivion


FINSTERFORST
Doctae Baumharz


Bandname und sozialer Klebstoff zugleich, wie der harzige Saft einer frisch geschlagenen Fichte – Finsterforst leitet sich in der Tat von Deutschlands größtem Mittelgebirge ab, der sprichwörtlichen Wiege dieser Pagan-Mannschaft. Wer vielleicht einmal in den Genuss gekommen ist, nicht den Schwarzwald, aber dafür den verschneiten Harz auf der einsamen Nord-Süd-Passage in einer eisigen Winternacht zu durchqueren, hat in etwa einen Vorgeschmack davon, welche Tiefen Gründe dagegen in der Marciana Silva – wie die Region einst hieß – schlummern, der Heimat von Cornelius „Wombo“ Heck, seines Zeichens der Kesseltrümmerer der Combo und hier der Interviewpartner. Musikalisch ist man im Schwarzwald wirklich mit den thüringischen Urgesteinen der Szene verwandt. Definitives Alleinstellungsmerkmal im Hause Finsterforst ist sicherlich die Vorliebe für immens lange Tracks, die bisweilen eine träumerische Magie verbreiten und zum Gedankenweben einladen, wie der eiszeitliche Formenschatz dieser Landschaft selbst.


Hi! Wie geht´s? Wie fühlt man sich mit „…zum Tode Hin“ im Rucksack?

Wombo: >> Mir geht es Top, danke der Nachfrage! „…zum Tode hin“ hat für uns alle extreme Anstrengung bedeutet. Nachdem das Werk dann komplett fertig war und wir Anfang Februar das frische Album in den Händen hielten, war das für uns ein so unglaublich erhebendes Gefühl. Wenn man die Pressestimmen zu „…zum Tode hin“ liest, lässt einen das schon manchmal mit stolz geschwellter Brust durch die Gegend laufen. Natürlich ruhen wir uns jetzt nicht aus, sondern sind schon mitten in der Planung für die nächsten Schritte.<<


Ihr seid ja eine ziemlich große Truppe. Wie sieht eigentlich momentan Eure Besetzung aus? Habt Ihr ein festes Lineup für Live-Gigs?

>> Finsterforst besteht fest aus sieben Musikern. Auch Konzerte spielen wir in der Septettbesetzung wenngleich auch unser Überhirn Simon größtenteils in Bulgarien lebt und dann für einige Gigs von unserem Session-Gitarristen Peter ersetzt wird.<<


Wie kommt es überhaupt dazu, dass Ihr diese Art von Mucke macht? Erzähl´ uns doch ein wenig zu Eurer Geschichte…

>> Hmmm... Finsterforst wurde - wie man in der Geschichte auf unserer Website nachlesen kann - Ende 2004 von Marco, Tobi, Simon und Alleyjazz ins Leben gerufen. Simon, Tobi und Marco hatten zuvor schon in Punkbands gespielt und kannten sich gut. Als Simon und Marco den Pagan Metal für sich entdeckten und auch Tobi schnell in die Szene fand, war klar, dass man auch etwas in dieser Richtung machen müsste. Als nächstes folgte das Komponieren erster Songs, und es wurde klar, dass man einen Akkordeonisten brauchen würde. 2006 begab man sich in die Iguana Studios um die „Wiege der Finsternis“ aufzunehmen, die damals auch schon guten Anklang bei der Presse fand. David und schließlich ich komplettierten im Laufe des Jahres das Line-Up, und seither machen wir die Bühnen unsicher.<<


Ihr wart ja zunächst etwas gebeutelt, was Labels angeht, hm?

>> Oh Gott! Hör mit bloß damit auf! Hahaha! Das war echt schrecklich und bis auf Einheit – mit denen wir überglücklich sind – durch die Bank unprofessionell! Da noch weitere Worte zu verlieren wäre Verschwendung!<<


Wie hat Eure aktuelle Scheibe ihren Titel erhalten?

>> Es gab ein Auswahlverfahren zwischen drei Titeln: „Willfährig“, „Wahrschau“ und eben „…zum Tode hin“. Dass wir „Wahrschau“ wegen des ähnlichen Klangs wie die Stadt in Polen nicht nehmen konnten, war bald klar. „Willfährig“ hat leider noch zu viele Bedeutungen auf sexueller Ebene, deshalb schied der Titel auch aus dem Rennen. „…zum Tode hin“ beschreibt unserer Meinung nach den Inhalt des Albums am besten und deutet schon in die Richtung, in die sich alles bewegen wird, wenn nicht bald etwas geschieht. <<


Mit welchem Anspruch seid Ihr zu Werke gegangen?

>> Wir wollten ein großes episches Werk erschaffen, das den Zuhörer fesselt! Dabei sollte auch die Produktion dementsprechend groß werden, was wir, glaube ich, dank der Hilfe von Christoph Brandes wohl auch geschafft haben.<<


Solch lange, atmosphärische Tracks – was ist die Magie dahinter?

>> Emotionen! Menschliche Gefühle, die sich nur in solch langen Stücken in ihrer ganzen Bandbreite voll entfalten können. Unsere Lieder laden durchaus zum Träumen ein, und einen Traum in der Mitte unnötig zu unterbrechen nur um ein neues Lied zu haben wäre Sünde! <<


Wie machen sich die Songs live? Worauf muss man bei längeren Tracks achten?

>>Wir hatten ja auch schon auf der Weltenkraft lange Stücke und haben diese auch live gespielt. Tendenziell kürzen wir die langen Stücke aber häufig um einige Minuten, und leider können wir auch nicht alle 10 Leadgitarren, die manchmal gleichzeitig erklingen, live umsetzen. Aber ich denke, unsere Lieder sind abwechslungsreich genug und bringen live durch viel Energie, die wir versuchen rein zu stecken, auch ziemlich viel Laune.<<


Woher kommt die Naturverbundenheit? Welche Rolle spielt sie für Eure Musik?

>> Wie man an den Texten von „…zum Tode hin“ sehen kann, spielt die Natur eine große Rolle. Aber auch bei der Komposition neuer Stücke spielt der Schwarzwald, in dem wir (fast) alle aufgewachsen sind, eine Hauptrolle. Die Natur ist für uns durch unseren frühen und intensiven Kontakt mit ihr wohl schon fast zu so was wie einem Freund geworden, den man gerne auf Wanderung besucht.<<


Was bedeutet die Musik für Dich?

>> Für mich gibt es zwei Arten von Musik. Fahrstuhl-Unterhaltungsmusik und Musik die Dich ergreift und Dich fesselt. Musik ist in beiden Facetten mein Begleiter seit Kindesbeinen. Schon im Kindergarten wurde ich in ein Programm zur musikalischen Früherziehung gesteckt, und da wurde mir schon klar, dass das Schlagzeug ein treuer Gefährte werden würde. Ohne Musik wäre mein Leben wohl ganz sicher in eine komplett andere Richtung getrieben.<<


An welchen musikalischen Inspirationen kommt man auf keinen Fall vorbei?

>> Man muss offen für alle musikalischen Inspirationen sein, sei es nun Klassik, Oldies, Marschmusik, Metal oder Techno. Sich irgendetwas zu verschließen engt auch die eigene schöpferische Schaffenskraft ein.<<


Was denkst Du – wo steht die deutsche Pagan-Szene heute? Was sollte man vielleicht ändern?

>> Etwas absichtlich zu ändern wäre wohl ziemlich utopisch. Ich bin gespannt, was sich da noch entwickeln wird. Ich denke, auch in Deutschland gibt es einige hochkarätige Pagan-Bands, vor allem die Thüringer Urgesteine stehen bei mir ganz oben auf der Liste. Auf der anderen Seite gibt es einen Haufen Dreck. Es fängt leider schon damit an, dass schlecht produzierte Aufnahmen, die man im Proberaum sauberer hinbekommen würde, den Weg an die Öffentlichkeit finden und dabei auch noch von Labels unterstützt werden. Ich kann schlecht produzierte Musik – außer im Black Metal – einfach nicht leiden, und leider gibt es da im Pagan-Sektor doch eine ganze Menge.<<


Was sind Eure nächsten Pläne?

>> Haufenweise Live Auftritte um „…zum Tode hin“ zu promoten und für ein neues Album, für welches die Hälfte der Songs schon fast fertig sind, eine finanzielle Rücklage ansparen. Damit wäre wohl auch schon das zweite Langzeitziel genannt: das nächste Album. Es wird es bestimmt geben, nur das Wann steht noch nicht fest.<<


Wann und wo wird man Euch in der nächsten Zeit begegnen?

>> Wir folgen ja streng unseren Plänen, und deshalb gibt es uns dieses Jahr ziemlich oft zu sehen. Ragnarök, Wolfszeit und Metal Invasion sind nur drei Stationen von knapp 30, die bis jetzt bestätigt sind. Darunter auch eine Europatour im Sommer als Co-Headliner neben Shining.<<


Was möchtest Du Euren Fans noch mitgeben?

>> Ich hoffe, man sieht sich auf Festivals und Konzerten! Bis dahin, haut einfach rein und genießt das Leben auf Baumharzschlürferweise.<<


Besten Dank für Deine Antworten!

Michael Gorray




Interview Kronos Mortus


Hello! Kérlek mutassátok be a zenekart; hogyan és mikor alakultatok?

„A Finsterforst 2004 végén alakult. Marco Schomas (ének), AlleyJazz (szinti), Tobias Weinreich (basszus) és jómagam, Simon Schillinger (gitár) vetettük fel egy projekt ötletét, hogy a metal zenét folk elemekkel ötvözzük. Megszületett az első öt dal és rájöttünk, hogy tangóharmonikára is szükségünk van. Megkértem egy barátomat hogy csatlakozzon. Nagyon meggyőzte az ötlet és igent mondott, hogy belépjen a Finsterforst-ba. Ahogy telt az idő, még mindig kerestünk egy másik gitárost és egy valódi dobost. Felvettük az első „Wiege der Finsternis” című EP-t és 2006 márciusában jelentettük meg. Ugyanebben az évben szeptemberben rátaláltam Wombo-ra, egy fiatal, tehetséges dobosra aki azonnal belépett. 2007-ben kezdtünk fellépni és júliusban megjelentettük első „Weltenkraft” albumunkat a japán World Chaos Production kiadónál. Ahogy belejöttünk a koncertezésbe, felvettük második albumunkat is, „…Zum Tode Hin” címmel 2008 júliusában. A keverés és masterizálás után szeptemberben találtuk meg az Einheit Produktionen-t, az új kiadónkat. Nagyon elégedettek vagyunk és alig várjuk a közös munkát!”


Most jelent meg az új albumotok. Hogyan születtek a dalok?

„A 206-os év során születtek a dalok, körülbelül 2007 őszéig. Főként én szerzem a dalokat otthon, mielőtt bármit is elpróbálnánk a próbateremben vagy a stúdióban.”


Olyan bandák hatottak rátok mint az Ensiferum, Finntroll és a Moonsorrow. Van kedvencetek ezektől a zenekaroktól?

„Minden Moonsorrow kiadványt imádok. A kedvencem talán a Hävitetty. De ugyanúgy minden Finntroll kiadványt is szeretek. De nem csak ez inspirál a zeneszerzésben. Minden, amit hallgatunk vagy nap mint nap látunk, hatással van zenei kreativitásunkra.”


Turnéztatok már valamelyikükkel? Ha igen, hogy jöttetek ki egymással?

„Eddig még nem turnéztunk. Augusztusban kerül erre sor. Keresztül utazzuk Kelet-Európát a Shining társaságában és reméljük, hogy sok ember lesz majd ránk kíváncsi.”


Az előző albumotok nagyon úgy hangzik mint a Finntroll. Zavar titeket a „német Finntroll” címke?

„Egyáltalán nem. Először is, nem gondolom hogy annyira nagyon finntrollosan hangzanánk. De mindenki úgy ítélkezik ahogy akar:)”


Milyen témák hatnak a dalszövegekre?

„Azt hiszem Marco rengeteg dolog által inspirált. Sokat olvas és természet szerető. Ez elég inspirációt kell adjon, nem?”


Jelent valamit számotokra a pogányság és az ősi tradíciók? Kihat ez a szövegekre is?

„A szövegeink nem foglalkoznak konkrét mitológiával. A természetről szólnak és arról, ahogy az ember azt elpusztítja. A természet tisztelete, vigyázni rá, ez jelent sokat számomra és kívánom, hogy az emberek jobban belássák ki is valójában Földanya.”


Hány alkalommal játszottatok eddig élőben? Melyik volt a legemlékezetesebb?

„Eddig kb. 25 koncertünk volt. Sok emlékezetes akad köztük, haha! Például a harmadik koncertünk szülővárosunkban, Freiburg-ban, az Ensiferum előzenekaraként. Természetesen nagyon izgatottak voltunk, te kibaszott jó volt ott játszani! Más emlékezetes koncert volt még például a svájci Diekton-ban a Korpiklaani és a Moonsorrow társaságában valami pogány fesztiválon. Rengetegen eljöttek és a közönségnek egyértelműen tetszettünk. Megszerették ezt a fiatal, friss délkelet-német bandát, haha! Voltak vicces pillanatok is, mint amikor valahol Németországban játszottunk az éjszaka közepén, kb. hajnali 2-kor valami kocsmában, úgy 10 egynéhány részeg előtt! De így is szuper volt, haha!”


Melyik koncertet várjátok legjobban?

„Mindegyiket ugyanúgy várjuk. De április 11-én egy jelentős koncertünk lesz Freiburg-ban, sokat fogunk játszani. Egy hétre rá lesz a Ragnarök Festival. Utána néhány koncertünk lesz még az augusztusi turné előtt:) Mind szuperjó lesz!”


Mik a terveitek erre az évre?

„Hogy leszervezzünk minél több koncertet és befejezzük harmadik albumunk anyagát, melyet remélhetőleg a következő évben fel is veszünk:)”


Köszönöm az interjút!

„Mi is köszönjük! Remélem kapunk egy esélyt a magyaroktól! Találkozzunk egyszer mindnyájatokkal egy italra! Cheers!”


ENGLISH VERSION:


Hello! Please introduce the band a little; how was it formed and when?

Finsterforst was born back in late 2004. Marco Schomas (vocals), AlleyJazz (keyboards), Tobias Weinreich (bass) and me, Simon Schillinger (guitars) came up with the idea to start some project where we try to create some metal music combined with some folk elements. The first few songs were created and we recognized, that we need an accordion as a part of our band. I asked a friend of mine to join us. He was impressed by the idea and agreed to be a new member of Finsterforst. Time passed and we were still searching for another guitar player and a real drummer. Anyway we recorded our first EP "Wiege der Finsternis" and released it in March 2006. The same year in September I found Wombo as a young talented and motivated drummer who immidiately joint us then. We started to perform finally live in 2007 and also released then in July of this year our debut album "Weltenkraft" through World Chaos Productions (Japan). After we proceeded to play live time by time we recorded our second album "...zum Tode hin" in July 2008. After it was mixed and mastered then in September we found with Einheit Produktionen our new label. We are very satisfied and really looking forward to work with them together!


You’ve just released the new album. Please tell how the songs were born?

The songs were composed during the time from end of 2006 until around autumn of 2007. Mainly I compose the music at home before we do anything in the rehearsal room or in studio.


You were so much influenced by bands like Ensiferum, Finntroll and Moonsorrow. Do you have any favorite releases from these bands?

I love and adore every release of Moonsorrow. My favourite one is maybe Hävitetty. I am also into every masterpiece of Finntroll of course. But further on not only this gave inspiration for our music. Anything what we are listening to or also everything that we see every day influences us for musically and lyrically creativity.


Have you ever been on tour with any of them? If so, how do you get along?

So far we weren't on any tour. This will follow in August. We will tour through eastern Europe with Shining and we hope many people will be interested in our music and performance.


Your former album sounds a lot like Finntroll – does it bother you when listeners call you as „German Finntroll”?

Not at all. First of all I don't think, that we sound THAT much like Finntroll. But everyone can judge about us like he wants to. :-)


What lyrical themes influence you mostly?

I think Marco is influenced by many stuff for his creation of the lyrics. He is a reader and a belover of nature. This should give him enough inspiriation already, right? :-)


Do Paganism and ancient traditions mean something special to you? Does it come out in your lyrics?

Our lyrically themes don't cover any mythologies or something like that. It is about nature and mankind destroying it. Respecting nature and taking care about it means something very special to me and I wish that more people would open their eyes and realize who is mother on earth.


How many times have you played live so far? Which one is the most memorable?

So far we played like 25 gigs. There were a lot of memorable gigs and experiences. Haha! For example our third gig here in our hometown Freiburg as a support of Ensiferum. We were one hell of nervous of course, but it was fuckin great to play there. Further on gigs like in Switzerland with Korpiklaani and Moonsorrow at some Pagan festival in Dietikon were a highlight for us. There were so many people and the audience obviously liked us. They liked this young, nervous, fresh band from southwest Germany! Haha! There were also funny and great experiences like when we played somewhere in Germany in the middle of the night at around 2 o'clock in some biker pub in front of maybe 10 drunk guys! Anyway it was awesome! Haha!


Which one of your upcoming shows are you looking forward to the most?

We are looking forward to any gig we will play. But at April the 11th is coming up our special release concert here in Freiburg, where we will play a huge set. One week later there will follow our performace at Ragnarök Festival. Then there will follow severel gigs the next months until we will start the tour in August. :-) Everything will be awesome!


What are your plans for this years?

To confirm more live gigs and to finish the material for our third album which we'll record hopefully next year then. :-)


Thank you for the interview!

Thank you very much, too! I hope the hungarian people will give us a chance! Hope to see you all one day and have a drink together! Take care and cheers!




Interview Igelmetal


Naturverbundene Zeitgenossen aus dem Black Forest


Hallo Simon! Im Jahre 2008 war es recht ruhig um euch (insbesondere auf eurer Homepage). Stell unseren Lesern die Band Finsterforst kurz vor.

Grüß dich Wiebke! Finsterforst wurde gegen Ende 2004 von Marco Schomas (Gesang), AlleyJazz (Keyboards), Tobias Weinreich (Bass) und mir, Simon (Gitarren) gegründet. Im Laufe der folgenden zwei Jahre hatte sich dann nach und nach unsere Besetzung vervollständigt, wir brachten unsere erste EP im März 2006 und dann unser Debutalbum „Weltenkraft“ im Juni 2007 raus. Erst seit Anfang 2007 gibt es uns live auf der Bühne zu sehen, da wir vorher nie das Glück hatten, einen geeigneten Drummer zu finden. Diesen fanden wir in Wombo um September 2006 rum, nachdem wir ein gutes Jahr zuvor David Schuldis für die Rhythmus-Gitarre gewinnen konnten. Johannes Joseph quetscht das Akkordeon schon fast seit den Anfangstagen der Band. Ich hatte ihn damals sofort gefragt, bei uns einzusteigen, als es für uns schon nach den ersten Songs klar war, dass wir ohne Akkordeon nicht perfekt funktionieren würden.


Seit Kurzem habt ihr ein neues Label gefunden und euer zweites Album herausgebracht. Wie kam es zu diesem Kontakt und wie gefällt euch die Zusammenarbeit?

Einheit Produktionen hatten uns im Oktober letzten Jahres angeschrieben gehabt und nach einer Zusammenarbeit gefragt. Nachdem wir unser neues Album schon fertig aufgenommen, gemischt und gemastert hatten, wir jedoch noch ohne Label dastanden, kam uns diese Anfrage mehr als recht. Der Kontakt zu diesen Mannen ist einfach stark und wir sind schon längst mehr als zufrieden mit der Arbeit, die Einheit leistet. Es läuft einfach wunderbar. ;-)


An dieser Stelle erstmal herzlichen Glückwunsch zu eurem großartigen neuen Album! Was erwartet den geneigten Zuhörer auf diesem Werk? Erzähl uns ein bisschen was über das Album!

Vielen Dank! Ich hoffe, dass viele daran Gefallen finden werden. :-) Im Gegensatz zum Vorgänger „Weltenkraft“ liefert „…zum Tode hin“ um einiges mehr an musikalischer Vielfältigkeit. Man verweilt auf dieser Scheibe nicht nur auf dem Standard-Humppa-Rhythmus und hebt die Trinkhörner in die Höhe, sondern man taucht in weitaus mehr Stimmungen ein. Die Kompositionen sind viel ausgereifter, erwachsener ausgefallen und versetzen den Hörer in seine eigene Welt. Ob schnelle, ob ruhige akustische oder schwere epische Parts, du findest hier so ziemlich alles.


Was bedeutet der Titel der Langrille und was für eine Story befindet sich hinter den Stücken? Wie kommt ihr generell auf die Ideen für eure Texte?

Das liegt in den Händen unseres Sängers Marco. Die Lyrik beschäftigt sich mit dem Thema „Natur und die Menschheit, welche diese zerstört“. Also es geht hier nicht um die typischen „Thor-nordische Mythologie-ich bin ei Wikinger“-Themen, sondern um unsere Umwelt und die Problematik, die durch die Menschheit hervorgerufen wurde.


Wie kamt ihr auf den Namen Finsterforst für eure Band? Gibt es eine Geschichte dahinter oder bezieht sich das rein auf eure Herkunft? Wie kamt ihr auf die Idee, solche Art von Musik zu machen?

Der Name Finsterforst bezieht sich 100% auf unsere Heimat, dem Schwarzwald. Ich erinnere mich, dass wir uns damals bei mir zu Hause getroffen hatten, um über einen Bandnamen nachzudenken. Es war vorhersehbar, dass dieses Vorhaben eher scheitern würde und wir im Suff enden, aber trotzdem kam man wohl irgendwann auf diesen Namen. Aber ich kann leider nicht sagen, wann genau. :-) Wie man auf die Idee kam, Pagan Metal zu machen? Ganz einfach, wir lieben Musik, Atmosphäre und Bäume. Haha!


Am ehesten lässt sich eure Musik irgendwo zwischen Folk und Pagan Metal einordnen, auch wenn der Gesang eher in die Black Metal-Richtung tendiert. Wie bezeichnet ihr selbst eure Musik?

Ich würde unsere Musik einfach als Pagan/Folk Metal bezeichnen, wie du schon sagst. Oder wie wäre es mit Epic Pagan Heathenish Black Forest Metal in cooperation with Haxe und Schweinebauch!? Haha!


Wie kamt ihr auf die Idee Akkordeon und Flöte in eure Stücke zu integrieren. Wie kamen die Kontakte mit den entsprechenden Musikanten zustande?

Wie gesagt, schon nach den ersten entstandenen Liedern war uns klar, dass wir das Akkordeon als Lead-Instrument einsetzen wollen und so haben wir einen alten Freund von mir, Hannes, rekrutieren können. Die Flöte passt zu einigen Stellen und bietet ein schönes Zusammenspiel mit dem Rest der Besetzung dar. Auf dem Album ist Sevan Kirder (ex-Eluveitie) an der Flöte zu hören, den Marco vor ein paar Jahren glaube ich auf einem Konzert angesprochen hatte.


Wie kam es zu den großen Veränderungen zwischen den beiden Alben „Weltenkraft“ und „…Zum Tode hin“? Ersteres ist ja doch eher party-lastig mit kürzeren, schnelleren, Humppa-lastigen Stücken, während Zweiteres deutlich Epischer ist. Warum habt ihr diesen Schritt in Richtung Epik getan und warum habt ihr den massiven Akkordeon-Anteil, der Weltenkraft geprägt (und auf Dauer auch ein bisschen eintönig gemacht) hat, zurück geschraubt?

Das hatte sich ganz einfach so ergeben. :-) Mit der Zeit reift jene Fähigkeit, Lieder zu schreiben und so wird es in Zukunft hoffentlich auch weitergehen. Ich denke das ist ein automatischer Prozess. Alles ist nun viel ausgereifter und atmosphärischer. So soll es doch auch sein! :-)


Beschreib uns bitte, wie ein typischer Songwriting-Prozess bei euch abläuft.

Ich komponiere die Musik eigentlich immer in Ruhe alleine zu Hause. Nachdem dann das komplette Lied fertiggestellt ist, wird der Text dazu von Marco kreiert, bevor es dann reif für das Studio ist. Einfach, nicht wahr? :-)


Wird es passend zum neuen Album auch eine Deutschland- oder gar Welt-Tour geben, so dass die Fans euch mal wieder zu Gesicht bekommen? Gerade in Norddeutschland macht ihr euch sehr rar, ist mal wieder ein Konzert dort geplant?

Ich weiß nicht so recht, ob noch was in Norddeutschland geplant wird, aber wir haben nach unserem Release-Konzert, das am 11. April in Freiburg stattfinden wird, und dem Ragnarök Festival noch einige Auftritte am Start bevor wir dann im August auf Europa-Tour mit Shining gehen werden. Am besten einfach immer wieder mal unsere Live-Termine entweder auf unserer offiziellen oder MySpace-Seite prüfen.


Sind für dieses Jahr, neben dem Ragnarök-Festival, noch weitere Festival-Gigs geplant? Man hat euch bisher ja noch nicht Open Air erleben dürfen.

Doch. Letztes Jahr hatten wir einen Auftritt auf dem Eisenwahn Festival. Dieses Jahr werden wir zum Beispiel in Österreich auf dem Northern Lights Festival zu sehen sein. Zudem sind noch das Gahlen Moscht Metal Open Air, Boller Open Air und das Boarstream Festival bestätigt. Mal sehen, ob sich noch mehr ergeben wird.


Wie kamst du persönlich zur Metal-Szene? Welches sind deine privaten Lieblingsbands bzw. welche Vorbilder und Helden hast du bzw. hat Finsterforst?

Bevor ich zum Metal kam, hab ich so ziemlich alles musikalisch „gelebt“. Haha! In frühster Kindheit habe ich Phil Collins, Chris de Burgh oder Simon & Garfunkel gehört, was ich heute keinesfalls verachte. Als ich in die Schule kam, bin ich immer mehr auf Sachen wie Michael Jackson und später dann auch mehr Dance und Techno gestoßen. Haha! Bis dann die Krönung des Hardcore/Gabber/Rave/Techno kam im Alter von ca. 9 bis 14 Jahren. Danach wurde es fast noch besser. Ich war für ein gutes Jahr dem HipHop nicht abgeneigt! Haha! Doch während dieser Zeit hörte ich auch immer mehr Zeug wie Green Day, Korn, Limp Bizkit etc. bis ich dann durch einen Kollegen auf Hammerfall gestoßen bin. Da war ich um die 16 Jahre jung und ab diesem Zeitpunkt hatte ich mich für mehr und mehr innerhalb des Metal-Genres begeistern können. Innerhalb von Finsterforst werden ziemlich verschiedene Sachen an Musik konsumiert. Der eine liebt Guns `N Roses, der andere steht auf alles Mögliche im Metal und auch Klassische Musik oder Jazz (glaube ich) wird gemocht. Meine persönlichen Favoriten sind die Finnen von Moonsorrow. Bestimmte Vorbilder oder Helden außer dem Haxnmeischda, der mittwochs seinen Grillstand auf dem Edeka-Parkplatz in March/Buchheim stehen hat, habe ich nicht wirklich. :-)


Welche Rolle spielt Religion für euch? Seht ihr euch als Heiden?

Religion spielt bei uns keine Rolle! Kommt darauf an, was man unter „Heide“ versteht. Ich denke wir alle sind sehr naturverbundene, atheistische Zeitgenossen.


Welcher Song ist dein Lieblingstrack von Finsterforst und warum?

Momentan würde ich „Sturmes Ernte“ als meinen Favoriten ansehen, da dieses Stück am epischsten auf mich wirkt. Neben schweren, atomsphärischen Parts finden sich in diesem Stück auch sehr schnelle „Arschtret“-Parts wieder. Das Ding haut einfach auf die Fresse. :-)


Könntest du dir vorstellen, jemals in einer anderen Band als Finsterforst zu spielen, quasi als Nebenprojekt oder ist Finsterforst quasi dein Lebenswerk/-traum oder hast du auch noch einen „normalen“ Job nebenbei?

Ich gehe schon seit langem auch einem anderen Projekt nach, dass sich in Richtung Melodic Black Metal begibt, indem auch andere Baumharzschlürfer involviert sind. Allerdings ist Finsterforst für mich absolute Priorität und ich gebe alles dafür. Was den „normalen“ Job nebenbei betrifft, darüber möchte ich jetzt nicht reden. :-)


Existieren Pläne in diesem Jahr noch ein Live-Album oder eine DVD aufzunehmen?

An solche Pläne hat man überhaupt noch nicht gedacht. Ich finde das bisher auch nicht wirklich nötig. Wir werden uns nun weiterhin auf Auftritte und weitere Alben konzentrieren.


Liest du persönlich gerne Bücher, Zeitschriften oder schaust du gerne Filme? Was hast du für Hobbies?

Ich bin noch nie eine Leseratte gewesen und interessiere mich auch nicht wirklich für irgendwelche Zeitschriften. Meine Freizeitbeschäftigung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Musik, die ich höre oder mache. Einen Film schaut man vielleicht mal hin und wieder zusammen mit ein paar Kollegen oder Freundin. :-)


Was denkst du, wenn du die folgenden Genres hörst und welche Bands fallen dir dazu ein?

a) Death Metal Nett aber auf Dauer nichts für mich, Necrophagist, Cannibal Corpse, Dismember

b) Black Metal Genial, Darkthrone, Carpathian Forest, Immortal, Mayhem etc.

c) Thrash Metal Nett, krachig, Kreator, Destruction, Sodom, Exodus

d) Heavy Metal Top, Iron Maiden!!!!!!!!!!!!!

e) Power Metal Steel! Warriors! True! Hammerfall, Iced Earth, Blind Guardian

f) Folk Metal Schön, würde ich aber doch zu Pagan Metal dazuzählen

g) Pagan/Viking Metal Welt!!! Moonsorrow, Falkenbach, Bathory, Thyrfing, Finntroll etc.

h) Progressive Metal Interessant, Dream Theater, Opeth

i) Doom Metal Laaaaaaangsam, Cathedral, Swallow the Sun

j) Gothic Metal Geh mir bloß weg…

k) Nu Metal …ich meins ernst!

l) Hardcore Naja…nicht mein Fall

m) Rap Die seriöseste Ausdrucksform der Musik. Ich bin ein großer Fan!


Wie viel bedeutet dir persönlich die "Metal-Kutte"?

Mir persönlich bedeutet diese rein gar nichts. :-) Aber sieht schon sehr kultig aus muss ich gestehen. Haha!


Hast du eine eigene "Metalkutte"?

Nein. :-)


So, das war's auch schon. Vielen Dank, dass du dir etwas Zeit für meine Fragen genommen hast! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und hoffe, noch viel von Finsterforst zu hören und zu sehen! Die berühmten letzten Worte gehören dir...

Ich danke Dir auch herzlichst Wiebke und allen Lesern und Hörern unserer Musik. Bleibt gesund, verweilt im Wald und seid glücklich! Wohlsein!




Interview Metalblaze.at


Wer auf den etwas "folkigeren" Part des Metals steht, wird sicherlich schon Einiges von Finsterforst gehört haben. Nicht zu unrecht - denn ihr neues Album schafft es tatsächlich noch mehr Atmosphäre und Energie in dieses Genre zu bringen. Guter Zeitpunkt, um mit den Herren ein Interview zu führen.


Moin moin, danke dass ihr euch die Zeit für uns nehmt! Die Standardfrage zu Beginn, die man nach dem Release eines von der Presse gut aufgenommenen Albums stellen kann: Habt ihr mit diesen positiven Meldungen gerechnet?

Nachdem unser Debutalbum “Weltenkraft” schon ziemlich gute Kritiken einfahren konnte, haben wir nicht wirklich mit negativem Feedback gerechnet. Das mag sich jetzt irgendwie hochnäsig für manche anhören, aber mit „…zum Tode hin“ hat man den Vorgänger um Welten übertroffen. Wir hoffen weiterhin, dass möglichst viele Leute der neuen Scheibe eine Chance geben werden.


Auf was hat man beim Schreiben von “... zum Tode hin” besonders geachtet?

Wir wollten uns musikalisch wie auch lyrisch weiterentwickeln und nicht auf einem 08/15-Level dieses Genres verweilen. Nicht einfach nur den typischen Humppa-Stil mit schunkelnden Akkordeon-Melodien, sondern um einiges mehr an Variationen wollten wir auf das neue Album bringen. Man hat darauf geachtet, dass die Arrangements der jeweiligen Songs einfach besser und gekonnter rüberkommen, als es bisher der Fall war. Entstanden ist ein großes episches Heidenwerk, das dich durch jenen Forst begleitet. (lacht)


Im Vergleich zum alten Album, ist die Trackanzahl reduziert worden, diese dauern aber auch meist doppelt so lange (oder mehr). Gibt es dafür bestimmte Gründe?

Das Songwriting hat sich dementsprechend entwickelt und ein höheres Niveau erreicht. Es ist nicht von vornerein geplant, wie lang ein Song werden soll. Nachdem alle Teile nach und nach entstehen wird eben so lange am Arrangement gefeilt bis das komplette Stück vollständig klingt und wirkt.


Alleine für den ruhigen Part bei “Seines Schmiedes Glück” ab 08:02 würde ich euch einen fetten Award geben. Selten, dass mich Musik so schnell in den Bann ziehen kann. Wem darf ich diesen Award überreichen? Hehe. Wie sieht es generell mit der Aufteilung innerhalb der Band aus? Sind alle Mitglieder beteiligt am Schreiben von neuem Material?

Vielen Dank für diese Worte! (lacht) Den Award darfst du der ganzen Band natürlich überreichen, aber wir bevorzugen dann doch eher zusammen ein Bierchen zu trinken. Haha! Für das Musikalische bin hauptsächlich ich zuständig, wobei ich mich zum Beispiel in individuelle Kleinigkeiten nicht sonderlich einmische. Ich hoffe meine Bandmitglieder sind noch mit meinem Songwriting zufrieden. Haha! Um die Lyrik kümmert sich unser Sänger Marco. Er hat einfach das Feeling, naturverbundene Texte zu kreieren, die sehr stimmig zur Musik passen.


Wie jedem bekannt ist, gibt es in diesem Genre (Folk, Viking, Pagan) unzählige Bands, sogar in den exotischsten Ländern, wo man sich solche Bands gar nicht erwartet. Was sind eurer Meinung nach die wesentlichen Unterschiede zwischen dieser Masse und Finsterforst?

Ich denke bei uns kommt das Akkordeon sehr stark auch als Lead-Instrument vor, was man bei nicht vielen anderen Bands in dieser Art wiederfindet. Dies stellt quasi eine Art Unikat dar. Zudem verbinden wir viele verschiedene Stimmungen innerhalb der Musik. Du findest auf „…zum Tode hin“ ruhige Akustikparts sowie epische, schwere, atmosphärische Parts als auch schnelle Parts, die dir in den Arsch treten. Die Vielfältigkeit von „…zum Tode hin“ unterscheidet Finsterforst von dieser genannten „Viking/Pagan“-Masse.


Lange Zeit hattet ihr einen Kampf mit der Suche nach einem geeignetem Drummer. Nachdem dieser nun auch fix gefunden wurde, durfte live ordentlich Gas gegeben werden.. Am Northern Lights Festival dürfen wir euch ja endlich sehen. Sind weitere Konzerte in Österreich geplant?

Bisher leider nicht. Aber wir freuen uns schon tierisch darauf, endlich in Österreich zu spielen und das ein oder andere Schnäpschen mit den Leuten dort zu trinken. (lacht) Ich hoffe, dass sich noch mehr in Österreich ergeben wird für dieses Jahr. Man wird sehen.


Sind euch schon mal eigenartige Sachen vor, nach, während eines Konzertes passiert?

Ich glaube, ich kann mich daran erinnern, dass zum Beispiel der Gurt von unserem Basser Tobi gerissen war. Gleiches ist auch schon unserem Akkordeonspieler Hannes widerfahren. Aber was solls, das gehört alles zum Spaß dazu! Haha! Eigenartige Sachen passieren meist dann hinterher, wenn Tobi uns auf den Boden werfen will. Allerdings ist das auch nicht wirklich eigenartig, sondern steckt in der Natur dieses Burschen. (lacht)


Drei kurze und natürlich total ernst gemeinte Fragen zum Schluss:


Bier oder Schnaps?

Beides!


Gitarristen- oder Bassistenwitze?

Weder noch. Ich selber hätte Angst, einen Bassistenwitz in Tobis Anwesenheit zu reißen!


Osten oder Westen?

Beides!


Nun, dann danke für das Interview. Viel Erfolg noch mit eurer Musik. Mich habt ihr ja als Fan definitiv dazugewonnen, hehe. Ein letztes Statement an unsere Leser?

Ich wünsche euch alles Gute, bleibt gesund und eurer Umwelt gerecht! Besucht den nahen Wald und umarmt eure Familie! Wir sehen uns auf dem Northern Lights Festival! Wohlsein!!!




Interview Metal.pl


Andras to niemiecka formacja parająca się black/pagan metalem. Ich ostatni materiał zatytułowany "Iron Way" powinien usatysfakcjonować każdego wielbiciela takiego grania. Więcej o tej płycie dowiecie się z mojej rozmowy z Ecthelion'em - wokalistą tej grupy.


Dominik [Nehamod]: Witam! Na wstępie chciałbym pogratulować Wam najnowszej płyty. "Iron Way" to wg mnie kawał porządnego pagan metalu! Chyba, że wolicie inne określenie?

Ecthelion: Hail i dzięki za komplement. Możesz nazywać to pogańskim metalem, jeśli chcesz. My nie jesteśmy za bardzo w temacie całego tego pogańskiego, wikińskiego czy jakiegokolwiek innego rodzaju metalu. Dla nas muzyka ta jest naszą własną interpretacją klimatycznego i agresywnego metalu odnoszącego się do rodzimych stron i natury.


Dominik [Nehamod]: Moglibyście opowiedzieć co nie co o tym materiale? Ciekawi mnie sprawa okładki. Zazwyczaj nie lubię takich obrazów, ale ten wyjątkowo mi się podoba. Jest taki "bajkowy"...

Ecthelion: Okładka jest bezpośrednio związana z materiałem, a przede wszystkim z tekstami. Ukazuje wojownika znanego z wcześniejszych płyt Andras z lat dziewięćdziesiątych, jednak teraz jest on starszy i powraca do domu Żelazną Drogą, starożytną trasą prowadzącą przez nasze tereny - góry Rudawy. Można też powiedzieć, że również nasza muzyka dorosła wraz z upływem czasu; zaczynaliśmy surowym black metalem i kierowaliśmy się coraz bardziej w stronę klimatycznego, melodycznego, ale też agresywnego grania zainspirowanego przez naturę, legendy i mity z naszych stron.


Dominik [Nehamod]: Śpiewacie w dwóch językach. Liryki angielskie czy niemieckie są dla Was wygodniejsze?

Ecthelion: Większość kawałków jest po angielsku. Jest tak, ponieważ lubię używać swojego głosu niczym instrumentu, a język angielski bardziej pasuje do tego rodzaju śpiewania. Jednak jesteśmy Niemcami i na każdej płycie zamieszczamy przynajmniej jeden utwór z niemieckim tekstem. Z tymi kawałkami mamy szczególne więzi i lubimy je grać na żywo przed publicznością, która może zrozumieć słowa.


Dominik [Nehamod]: Teksty na "Iron Way" oscylują wokół tematyki szeroko pojętego pogaństwa. Dlaczego właśnie o tym postanowiliście śpiewać? Czy sięgacie do przedchrześcijańskiej historii Waszego kraju?

Ecthelion: Teksty na "Iron Way" (tak jak na wcześniejszym "...of old wisdom") bazują na legendach, opowieściach i mitach Rudaw, małego i ukrytego pasma gór we wschodniej części Niemiec, w którym to rejonie mieszkamy. Często opowiadają one o obawach i fantazjach ludzi z poprzednich epok, ale również są pod wpływem chrystianizacji tych okolic i ucisku starożytnych kultów natury i przed-chrześcijańskich religii. Patrząc na to od tej strony, rzeczywiście można powiedzieć, że nasze teksty dotykają także typowo pogańskich motywów.


Dominik [Nehamod]: "Iron Way" to już Wasz piąty duży album. Jak moglibyście porównać go do poprzednich wydawnictw? W jaką stronę zmierza z biegiem lat Andras?

Ecthelion: W ciągu ostatnich 15 lat wydaliśmy 5 pełnych albumów i kilka dem. Pierwsze demo powstało we wczesnych latach dziewięćdziesiątych kiedy to Andras był kompletnie pochłonięty surowym i ostrym black metalem. Z tamtych czasów został w zespole tylko nasz gitarzysta C.D.Nightsky. Po pierwszych płytach Andras, w 2000 roku wydaliśmy "Quest of deliverance". Począwszy od tamtego czasu nasza muzyka stawała się bardziej atmosferyczna. Wraz z krążkiem "...of old wisdom", Adversarius'em na klawiszach i mną na wokalu, muzyka zmieniła się w miksturę black i pagan metalu z licznymi korzeniami w starym heavy metalu. Ten styl został bardziej rozwinięty na nowym albumie "Iron Way", który jest według nas najlepszym muzycznym dziełem jakie dotąd stworzyliśmy. I w tym kierunku mamy zamiar podążać...


Dominik [Nehamod]: Nie boicie się używać kilku różnych typów wokali. Z jednej strony bogato eksponujecie czysty głos, ale i black metalowego skrzeku nie braknie. Z czego to wynika?

Ecthelion: Nie boimy się używać obu wokali, myślisz że powinniśmy? Wykorzystuję możliwości mojego wokalu od wielu lat ponieważ pozwalają mi one podkreślić różne uczucia, transponowane przez naszą muzykę. To nasz styl i nie wygląda na to, że ulegnie zmianie w przyszłości.


Dominik [Nehamod]: Motyw jaki wykorzystaliście w "Intro" oraz "Outro" kojarzy mi się ze ścieżką dźwiękową do filmu "Władca Pierścieni". Czy wpisujecie się w grono zespołów metalowych, dla których Tolkien był inspiracją?

Ecthelion: Czytałem książki Tolkiena gdy byłem młodszy i naprawdę je uwielbiałem, ale nie widzę tu żadnego powiązania z muzyką Andras. Jedyne co mogę powiedzieć, to to, że mój pseudonim pochodzi z "Silmarilliona".


Dominik [Nehamod]: Chciałbym również zapytać o moją ulubioną kompozycję z Waszej nowej płyty, czyli "Dunkelwald". Moglibyście opowiedzieć o tym utworze?

Ecthelion: Jak już mówiłem, na każdej płycie mamy przynajmniej jeden utwór w języku niemieckim, który ma dla nas szczególne znaczenie. Na "Iron Way" takim kawałkiem jest wspomniany przez ciebie "Dunkelwald". "Dunkelwald" jest niemieckim odpowiednikiem starożytnego słowa "Miriquidi", które było nazwą naszego rodzimego regionu zwanego teraz Ore Mountains (Rudawy). Po angielsku oznacza "Dark Forest" (Ciemny Las) ponieważ w zamierzchłych czasach całe te góry były pokryte gęstym, ciemnym i niezbyt przyjaznym lasem. Tak więc rzeczony utwór jest hołdem ku naszym korzeniom i tutejszej ziemi.


Dominik [Nehamod]: Na początku Waszej działalności dotykaliście innych tematów, stąd chyba zresztą wzięła się nazwa Andras, prawda? Co sprawiło, że porzuciliście tamte zagadnienia?

Ecthelion: Masz całkowitą rację, nazwa Andras pochodzi jeszcze z wczesnych początków zespołu. Jest to demon z Goecji/Nekronomikona. Paraliśmy się wówczas okultyzmem więc pierwsze płyty dotyczyły tej tematyki, ale zawsze interesowaliśmy się również historią i legendami z naszych stron więc włączamy także te tematy coraz częściej do muzyki Andras.


Dominik [Nehamod]: Kiedy pada hasło "niemiecki metal" to pierwsze skojarzenia wędrują w stronę heavy/power, thrash metalu. A co z innymi gatunkami? Jak wygląda Wasza pagan metalowa scena?

Ecthelion: To prawda. Stare dobre niemieckie heavy i thrash metalowe zespoły rządzą i naprawdę lubimy taką muzykę a nawet czcimy! Jednak łatwo daje się odczuć, że pogańska metalowa scena rośnie w siłę z roku na rok. Możesz widzieć to jako trend, ale nam się to do końca nie podoba...


Dominik [Nehamod]: Lubicie koncertować? Jest szansa, że przekroczycie Waszą wschodnią granicę i złożycie wizytę w naszym kraju?

Ecthelion: Uwielbiamy grać na żywo ale nie robimy tego zbyt często. Nie jesteśmy zespołem, który gra co tydzień i to się na pewno nie zmieni, to część naszej filozofii. Byłoby świetnie zagrać parę koncertów w twoim kraju, choć na razie nie mamy takich planów. Ale zobaczymy co przyniesie przyszłość...


Dominik [Nehamod]: Chciałbym zapytać, czy posiadacie jakieś silne muzyczne inspiracje, a jeśli nie, to czy moglibyście polecić coś, co zrobiło na Was w ostatnim czasie najlepsze wrażenie?

Ecthelion: Członkowie Andras słuchają różnego rodzaju metalu, jak i innych nie metalowych gatunków. Oczywiście lubimy starych bohaterów, jak Bathory czy Venom. Ja osobiście od kilku lat mocno siedzę w doom metalu, ale słuchamy też heavy metalowych rzeczy z lat 80-tych jak Accept, Wasp, Maiden itp. To niesamowite jak nadal odczuwa się moc i szczerość muzyki metalowej z lat '80 od black po heavy i thrash. Naprawdę czujemy się silnie związani z tym typem muzyki i kryjących się w niej ideałów.


Dominik [Nehamod]: To wszystko z mojej strony. Dzięki za rozmowę i powodzenia! Czy jest coś, co chcielibyście przekazać naszym czytelnikom?

Ecthelion: Dzięki za wywiad i wsparcie dla szczerej muzyki! Pozostańcie mroczni moi przyjaciele! Odwiedzcie nas na naszej stronie www.andras.de.vu lub MySpace www.myspace.com/andraserzgebirge! HAILS!




Interview Metalmasters


Geschrieben von Martin Sonntag, 1. März 2009


Finsterforst: Epik aus dem Schwarzwald


Geführt am: Samstag, 21. Februar 2009


Die Schwarzwälder Buben von Finsterforst sind mir seit ihrer ersten EP Wiege der Finsternis wohl bekannt. Diese im März 2006 erschienene Scheibe strotzte vor ungebändigter Kraft und Rohheit. Mit ihrer neuen CD ... zum Tode hin gibt sich die Band ganz anders ohne die Wurzeln zu vergessen. Schon allein diese Veränderung ist mir ein paar Fragen an die Jungs wert.


Hi Leute, für die neue CD habt ihr euch lohnende eineinhalb Jahre Zeit gelassen. Ich will jetzt nicht von einem Stilwechsel sprechen aber das klingt schon ganz anders als eure EP und die erste CD. Beschreibt doch mal selber, was sich alles geändert hat.

Wombo: Sicherlich hat sich da eine ganze Menge getan! Wir sind live aktiv geworden und haben uns einen gewissen Namen erspielt, trotz der relativ wenigen Konzerte. Vom songwriterischen her muss man sagen, dass Simon, unser Songwriter, enorme Fortschritte in Sachen Epik gemacht hat hahaha. Außerdem haben sich natürlich auch seine Einflüsse verändert, in welche Richtung werde ich allerdings an dieser Stelle nicht verraten. Die ersten Songs für ...zum Tode hin waren schon fertig geschrieben, bevor die Weltenkraft erschienen ist. Das heißt natürlich, dass da noch viel Zeit war und jedes noch so kleine Detail unter die Lupe genommen und auf Mächtigkeit und Epik untersucht werden konnte.


Und wie kam es zu diesen durchaus positiven Veränderungen?

Ich denke, dass sich das ganz von selbst weiterentwickelt hat. Das Komponieren ist ein ständiger Lernprozess; was heute noch gut ist, wirst du nach zwei bis drei neuen Liedern vielleicht sogar als schlecht einstufen. Simon ist ein unerschöpflicher Quell von Kreativität und mittlerweile kommt zu dieser Kreativität auch noch das ausgereifte musikalische Handwerkszeug, was bei der Wiege der Finsternis und der Weltenkraft noch in den Kinderschuhen steckte.


... zum Tode hin ist ein eher düsterer CD-Titel. Irgendwie passen die Songtitel,z.B. Urquell oder Das Große Erwachen nicht ganz dazu. Wie kam es zu diesem Widerspruch?

Im Grunde genommen ist da kein großer Widerspruch. Man kann …zum Tode hin als Konzeptalbum verstehen, das die Welt beschreibt, wie sie erblüht und ihre Schönheit entfaltet (Urquell), aber auch wie sie dann durch Menschenhand zu Grunde (zum Tode) gerichtet wird. Letztlich ist …zum Tode hin also ein Zyklus vom Auf- und Untergang der Welt. Dass ausgerechnet der negativ behaftete Teil nun Titel der CD wurde ist zum einen natürlich als Denkanstoß gedacht, denn die Menschheit kann nicht so weiter machen wie bisher, zum anderen muss man doch auch ein bisschen das Klischee wahren und da eignet sich eine Albumtitel wie „Ach du schöner Sommermorgen“ wohl eher nicht so hahaha.


Ein Song der CD hat mehr als 20 Minuten Spieldauer. Wie kommt man auf die Idee, ein derart episches Stück zu bauen?

Das ist kein fester Plan ein solches Epos zu erschaffen. Natürlich träumt ein jeder, der Musik in irgendeiner Form schreibt, davon einmal ein solches Riesenwerk zu kreieren. Scheinbar sprudelt das aber aus Simon einfach heraus und er kann sich gar nicht dagegen wehren. Epische Musik ist auf der anderen Seite immer noch die beste Möglichkeit alle menschlichen Regungen in musikalischer Form festzuhalten. Du spielst auf „Untergang“ an. Wenn man allein auf die verschiedenen Affekte achtet, die dieses Lied zu bieten hat, wird man von der Vielfalt überwältigt sein. Sei es nun Nachdenklichkeit, rohe Aggressivität, herzergreifende Trauer oder neuen Lebensmut schaffende Fröhlichkeit. All diese Facetten kann man nur in solch langen Liedern festhalten!


Die Resonanz der diversen Medien ist ja auch ganz gut. Ich persönlich finde die neue CD schlicht genial. Überrascht euch die generell sehr positive Reaktion?

Wir freuen uns natürlich wie die Baumharzschlürfer über die Lobpreisungen! Man muss natürlich auch sehen, dass wir eine Menge in das neue Album hineingesteckt haben und zwar nicht nur finanzieller Art, sondern vor allem auch auf privater Ebene. Hätte nicht jeder so große Opfer für die Produktion erbracht, könntest du den Silberling wohl jetzt nicht in deinen Händen halten. Uns ist natürlich auch klar, dass allein durch Herzblut noch lange nichts Gutes entstehen muss.


Erzählt doch mal was von eurer musikalischen und evtl. auch weltanschaulichen Herkunft.

Hmmm.. was gibt’s da groß zu erzählen. Wir sind alle Riesenfans von Bands wie Moonsorrow, Menhir, Ensiferum und Primordial, was sich sicherlich auch in unserer Musik äußert. Aber auch Guns `n` Roses oder Buckethead zählen zu unseren Favoriten. Gegenüber anderen Musikrichtungen sind wir denke ich ziemlich offen. Zu der Weltanschauungsfrage kann ich nur sagen, dass wir alle keiner Ideologie hinterher rennen! Weder politisch noch religiös noch sonst wie!


Ihr seid die einzige mir bekannte Band mit Akkordeon. Wie zum Teufel kommt eine Folkmetalband auf die drollige Idee, eine Quetschkommode ins Instrumentarium aufzunehmen?

Ja gut da gibt’s auch noch Korpiklaani und Turisas um mal die beiden größten zu nennen haha. (Anmerk. des Verfassers: autsch, die hab ich übersehen aber bei denen ist das Akkordeon auch nicht so prägend wie bei Fintserforst) Wie die oben genannten Bands haben auch wir entdeckt, dass das Akkordeon ein unglaublich mächtiges Instrument sein kann, wenn man es angemessen behandelt. Das Akkordeon kann dich mit seinen ungeahnten atmosphärischen Fähigkeiten in ein tiefes Loch von Emotionalität reißen oder dich mit zackigen Melodien dazu antreiben deinen Kopf nur noch kreisen zu lassen. Für uns kam es deshalb nicht in Frage solche wichtigen Charakterzüge unsere Musik elektronisch erzeugen zu lassen.


Auf dem letztjährigen Eisenwahn dürfte ich euren Auftritt erleben. Das war eines der Highlights der Festivals und hat Lust auf mehr gemacht. Wann und wo darf man euch wieder auf der Bühne erleben?

In allererster Front auf unserer verspäteten Release Party am 11.4. in Freiburg auf die ich mich persönlich sehr freu unter anderem, weil wir sage und schreibe zwei Stunden lang durchspielen werden. Außerdem auf der Destroying Europe Tour im Sommer mit Shining, Gwydion , Ashaena, auf dem Ragnarök, Northern Lights Festival(A), dem Wolfszeit und diversen anderen Festivals und Konzerten, die auf unserer Myspace Seite übersichtlicher als ich dazu in der Lage bin aufgelistet sind. Eins ist aber sicher: Die Ausrede, dass unsere Konzerte zu weit weg sind, zieht dieses Jahr wohl definitiv nicht!


Seit einigen Monaten seit ihr auf der Payroll von Einheit Produktionen. Wie hat sich diese Zusammenarbeit für euch ausgewirkt?

Der Deal mit Einheit ist wohl das Beste was für uns in unserer derzeitigen Lage passieren konnte! Du weißt nicht wie schlimm es ist und wie die Bandmoral leidet wenn man für viel Geld ein Album aufgenommen hat und fertig produziert hat und dann jedes Mal im letzten Moment von verschiedenen Labels abgelehnt wirst. Vor allem das schlimme ist, dass das nicht irgendwelche kleinen Labels waren, die solche Unprofessionalität an den Tag legten oder schlichtweg keine Eier hatten uns in Gesicht sagen zu können, dass wir im Augenblick nichts für das Label sind, sondern eher die deutsche „Elite“ in Sachen Metallabel.


Wie wird es mit Finsterforst weitergehen?

Der Plan sieht die Weltherrschaft für 2011 vor hahahaha. Nein aber im ernst. Wir hoffen natürlich, dass wir mit Unterstützung der Fans (wenn man das als kleine Pissband sagen?!) so lange weiter machen können wie möglich. Das nächste Album kommt dann bestimmt auch, denn ca 30 Minuten Spielzeit, sowie die konzeptionelle Struktur sind schon fertig. In der Zwischenzeit hoffen wir Dich und alle anderen auf unseren Konzerten zu sehen.


So, kommen wir zum Ende. Danke schon mal für das Interview. Wollt ihr unseren Lesern noch was sagen?

Der Dank geht wohl an Dich – immer wieder ein Genuss keine 0 8 15 Fragen beantworten zu müssen.
Zu den Lesern: Kein Alkohol, kein Fleisch, kein Sex vor der Ehe und beten!!
HAHA! Macht das, was ihr für richtig haltet, denn im Endeffekt ist es das was zählt! Also das alte Fenriz-Gebot.


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 1. März 2009 )




Interview Fémforgacs Magazin


Some might be suprised that i've made such a short interview with the german Finsterforst, but i though, am not gonna ask the usual question, since everyone seems to be bored with that. So i've made it short, and Simon Schillinger, the guitarist of the folk band answered my questions.


First af all thank you, that you received my request for the interview, please introduce your band and tell about the beginnings!

Hello Zoli, we're Finsterforst from southwest of Germany, Freiburg. Johannes Joseph (accordion), Tobias Weinreich (bass), Marco Schomas (vocals), Wombo (drums), AlleyJazz (keyboards), David Schuldis (rhythm guitars) and me, Simon Schillinger (lead- rhythm guitars). The band started in the end of 2004 with the idea to create some metal combined with maybe something like an accordion. In the first period of the existence of the band there were only Tobias, AlleyJazz, Marco and me. We started to compose some songs and entered a rehearsal room soon to try our luck. ;-) Later on after many months I asked a friend of mine, Johannes, if he would be interested into playing accordion in Finsterforst, cause it was obvious that this instrument will take a dominant part in our music. He was pretty motivated and into it. So after he joined the band, we also found with David another guitar player. Only a drummer was missing to complete our pagan horde from the forest. And then finally in September 2006 we found Wombo and welcomed him as the final member of Finsterforst. In the beginning of 2007 we started to perform live after we recorded already our first EP Wiege der Finsternis which was released at March of 2006. Our debutalbum Weltenkraft followed then back in July 2007 via the japanese label World Chaos Productions. We continued playing live some gigs and last year in July we recorded the epic heathenish piece ...zum Tode hin will be released through Einheit Produktionen at February the 27th.


How did the public welcomed ...zum Tide hin album?

So far we received great feedback and reviews from many Magazines and Webzines. We hope the people will love it, too, so that we can meet us on stage very soon to have some great party!


Maybe i'va got a problem, but i can tell only from a few bands, that they're playing pagan- folk black metal or viking metal. You consider Finsterforst viking, how does it manifestates, and how could you live this in the regural days? I mean, that you didn't sit in a boat with an axe in your hands as you're on your ways to the battle, rather you're working, you've got jobs and some of you've got a family...

Haha! Well, in my oppinion I wouldn't call our music Viking Metal. Our lyrically themes have nothing to do with any vikings. It covers more themes about nature and mankind destroying it. Of course we stand behind our love to nature and by showing us on stage with mudd all over our bodies we try to make some show to entertain the audience. ;-)


Would you like to send a message to the readers of Fémforgács?

I hope that many of you will listen to our new album and give us a chance to prove ourselves. The music gives you the opportunity to lean back and dive into your dreams. Just enjoy it and we'll see us soon hopefully in Hungary! ;-)


Something you'd like to say at the end?

Thank you very much for the interview. I wish all people a great time, to be healthy and to live without any worries! Take care and cheers!


Thanks for the interview and take care!




Interview Bleeding4Metal


Interview mit Wombo von Finsterforst - Ein Interview von Kruemel // 08.01.2009


Mit FINSTERFORST schickt sich 2009 eine deutsche Band an, die Pagan Folk Metal Szene mit ihrer für Februar angekündigten neuen CD "...zum Tode hin" ein wenig aufzumischen. Ein triftiger Grund also, Cornelius "Wombo" Heck - seines Zeichens Felldrescher bei den heidnischen Schwarzwäldlern - ein wenig auf den Zahn zu fühlen...


Nachdem man im letzten Jahr nicht soviel von Euch (speziell auf der Homepage) gelesen bzw. gehört hat, gab's Ende 2008 bezüglich des Deals mit Einheit Produktionen nun doch eine - und dazu noch äußerst positive - Neuigkeit! Warum war es so lange still um FINSTERFORST und wie kam es schließlich zu dem Kontakt zu eurem neuen Label?

Wombo: Das stimmt wohl, dass es auf unserer Homepage doch ziemlich ruhig schien. Konzerte hatten wir ja aber trotzdem gespielt. Als wir im Juni 2008 immer noch kein neues Label gefunden hatten, haben wir uns auf gut Glück ins Studio begeben, um uns dann mit dem fertigen Produkt bei entsprechenden Labels zu bewerben. Dabei standen auch diverse andere Kooperationsmöglichkeiten zur Auswahl, aber Einheit haben mit Abstand den besten Eindruck hinterlassen und als der Kontakt mit Olaf dann bestand, war klar, dass "...zum Tode hin" unbedingt über Einheit veröffentlicht werden muss.


Es gibt aber noch mehr gute Nachrichten: in Kürze (genauer gesagt am 27. Februar 2009) können sich eure Fans auf die Veröffentlichung des neuen Albums "...zum Tode hin" freuen, in welches ich dankenswerterweise schon reinhören durfte. Für mich klingen die neuen Stücke kräftiger und epischer, quasi ausgereifter. Ist das auch euer eigener Eindruck?

Wombo: Das Songwriting von unserem Mastermind Simon Schillinger hat sich seit der "Weltenkraft" unglaublich weiter eintwickelt. Nicht nur sind die neuen Stücke allesamt länger, sondern wie du schon erwähnt hast vor allem ausgereifter. Wenn man den Ausdruck benutzen möchte, könnte man von einem Pagan-Orchester sprechen, haha. Ich denke, dass sich FINSTERFORST vom feucht-fröhlichen Hummpa-Metal in Richtung erwachsenem Pagan-Metal entwickelt hat und dies auch der Weg für die Zukunft sein wird.


Worin liegen aus eurer Sicht speziell die Unterschiede zwischen dem Erstling "Weltenkraft" und dem kommenden Werk?

Wombo: Der erste offensichtliche Unterschied ist wohl, dass anstatt eines Drum-Computers nun ein echter Fellvergewaltiger die Stöcke geschwungen hat. Allein diese Tatsache lässt die neue Produktion lebendiger und homogener wirken, wo die "Weltenkraft" vielleicht teilweise etwas steril klang. Außerdem haben wir versucht durch den verstärkten Einsatz von cleanen Chören die Epik der neuen Songs noch einmal zu verstärken und auch das Gekeife wurde sorgfältiger und spannender ausgearbeitet.


Hattet ihr beim Songwriting eine andere Vorgehensweise, oder war dies eine "natürliche" Weiterentwicklung von FINSTERFORST als Band bzw. der Musik?

Wombo: Da Simon die Songs im Alleingang im stillen Kämmerlein schreibt war das eher eine natürliche Weiterentwicklung, wobei der Rest der Band diesmal auch Teile beigesteuert hat. Vorallem Hannes bei den cleanen Vocals.


Betrachtet man eure Texte, so scheint ihr ja sehr von Wäldern bzw. der Natur an sich fasziniert zu sein. Seid ihr - abgesehen davon, dass ihr Pagan Metal spielt - auch wirklich "heidnisch" eingestellt. Wenn ja, was bedeutet für euch Pagan bzw. das Heidentum?

Wombo: Ich glaube sagen zu können, dass wir alle nicht religiös sind. Unsere Texte handeln schließlich auch nicht von irgendwelchen alten nordischen Gottheiten. Dass wir von Wäldern und der Natur fasziniert sind, stimmt natürlich! Wir kommmen alle aus einer eher ländlichen Gegend, weshalb der Kontakt zum Wald schon von Kindesbeinen an bestand.


Die Lyrics sind allesamt in deutscher Sprache verfasst. Hattet ihr das von Anfang an so geplant, oder gab es evtl. auch Überlegungen englische Texte zu schreiben?

Wombo: Fenriz von DARKTHRONE hat mal gesagt, dass die beste Sprache für extremen Metal ja eigentlich Arabisch ist, weil das schon von Natur aus nach Krieg klingt. Leider ist keiner von uns dieser brutalen Sprache mächtig, hahaha. Aber mal im Ernst. Die deutsche Sprache hat so eine Vielfalt an Möglichkeiten, nicht nur was Metaphern angeht, sondern auch durch grammatikalische Finessen kann so vieles ausgedrückt werden, was im Englischen zum Beispiel auf der Strecke bleiben würde.


Erfreulich finde ich persönlich die wieder lange Spielzeit von "...zum Tode hin". Bereits auf dem Vorgänger waren ja über 70 Minuten Musik zu hören. Wie steht ihr dazu, dass heutzutage leider viele Releases äußerst kurz und knapp gehalten sind?

Wombo: Im Grunde genommen ist es schade, dass viele Produktionen aus rein kommerziellen Motiven veröffentlicht werden. Aber nun gut; wie heißt das alte Sprichwort: "Wenn man nichts gutes zu sagen hat, sollte man es lieber bleiben lassen" - hahaha. Vielleicht kann man das auch zu so mancher Produktion sagen. Unsere Musik regt eindeutig zum Träumen an. Um das volle "Aroma" zu entfalten, reichen 40 Minuten Spielzeit einfach nicht aus.


Wie entstehen überhaupt die Kompositionen bei FINSTERFORST, speziell auch die fünf Tracks des kommenden Albums bezogen? Ist bei euch Teamarbeit angesagt oder bastelt jeder erst mal für sich alleine an Riffs etc. und dann wird später alles zusammengefügt?

Wombo: Wie oben bereits erwähnt, schreibt unser Lead Gitarrist Simon alle Songs in Eigenarbeit. Dass hier und da auch kleine Ideen von anderen eingebracht werden ist selbstverständlich, aber Simon besitzt die Gabe sich in jedes Instrument hinneindenken zu können, was ihm die Arbeit beim Programmieren der Songs am Computer erleichtert.


Für wen macht ihr eigentlich die Musik in erster Linie? Für euch selbst oder doch eher vor dem Hintergrund, mit FINSTERFORST auch andere Menschen eine musikalische Freude zu bereiten zu wollen?

Wombo: In erster Linie machen wir die Musik für uns. Auch bei unseren Konzerten feiern wir immer ein Riesenfest auf und neben der Bühne, egal ob das Publikum abgeht oder nicht. Wenn man mal nachdenkt, was ohne die Musik in unserem Leben fehlen würde, kommt man zu dem Schluss, dass auch wenn wir alle auch anderweitig beschäftigt sind, sie trotzdem unser Lebensmittelpunkt ist.


Für dieses Jahr seid ihr schon für zwei Festivals bestätigt, z.B. wird man euch am 17./18. April auf dem RAGNARÖK Festival (Lichtenfels; u.a. mit KOORPIKLAANI, TYR, ALESTORM, YGGDRASIL, etc.) sehen können. Wie fühlt es sich für euch an, euren Namen zwischen diesen doch relativ "großen" Bands auf der Playlist zu sehen?

Wombo: Wir haben mit KORPIKLAANI vor 2 Jahren schon mal zusammen gespielt. Dass wir neben solchen Größen auf dem Plakat zu sehen sind, macht einen schon stolz. Schade ist nur, dass man als kleine Band meistens eher nicht in Kontakt mit den Großen kommt, was doch auch interessant wäre. Auf der anderen Seite geht es uns bei Konzerten vor allem um unseren Spaß, wenn dann natürlich ein Top Act noch mit dabei ist, ist das ein netter Nebeneffekt, aber nicht ausschlaggebend dafür, ob wir das Konzert als Erfolg abhaken oder nicht.


Brennt ihr darauf, die neue Scheibe auch live präsentieren zu können? Wird es evtl. eine Releaseparty und/oder eine Tour passend zur Veröffentlichung geben?

Wombo: Die Probenaktivitäten laufen gerade auf Hochtouren, um das neue Material auch livefähig zu machen. Die neuen Songs sind so kraftvoll und bieten soviele Gelegenheiten die Mähne zu schütteln, dass wir es kaum abwarten können, sie auf die Menschheit loszulassen. Eine Releaseparty wird es geben, aber erst am 11. April, da unser erster Gitarrist bis dahin noch in Bulgarien, seiner Wahlheimat, ist. Mit dabei werden sein: HELFAHRT, FROZEN INFINITY (Fragments of I Release Show), INNER SANCTUM und wir natürlich, haha. Tourtechnisch kann ich noch nichts verraten, aber wir planen etwas!


Nun seid ihr FINSTERFÖRSTLER noch relativ jung; welche Erwartungen stellt ihr an eure musikalische Zukunft? Wie sind eure weiteren Pläne für die Band?

Wombo: Wir wollen jetzt das neue Album so gut wir können promoten und dann, wenn sich ein Zeitfenster auftut, schon eventuell Ende 2009 wieder ins Studio, da die neuen Songs schon teilweise fertiggestellt sind. Aber an diesem groben Plan kann sich noch einiges ändern. Es ist immer schwer mit sieben Leuten bzw. noch mehr, wenn man Session Musiker einrechnet, zu planen.


Bleibt mir noch, euch für das Interview zu danken! Die letzten Worte gehören FINSTERFORST. Werdet los, was ihr schon immer sagen wolltet...

Wombo: Vielen Dank für die angenehm abwechslungsreichen Fragen, was leider nicht immer der Fall ist. Ich hoffe Dich und die Leser auf einem unserer nächsten Konzerte zu sehen, damit wir zusammen einen trinken können.




Interview Metalmessage


Von haxöser Zufriedenheit

Ihre aktuelle Studioliedersammlung in Albumform trägt den programmatischen Titel „…Zum Tode hin“ – und hat allen kreativ daran Beteiligten außer dem Großteil leibeigener Nervenstränge zusätzlich auch eine ganze Unmenge an Geduld und vor allem stilistischer Selbsttreue abverlangt. Und auch in Sachen schnöder Mammon scheuten diese künstlerisch bekanntlich stets so urfidelen Schwarzwälder Schwerrhythmiker für ihre nagelneue Baumkultscheibe keine noch so hohen Risiken. Gut so, schließlich wollten die vielfältig anspruchsvollen Ast- und Rindenbeißer ihren ergebenen Zuhörern erneut höchste Pagan Folk Metal-Klangreinheit im typisch herrlich hochepisch melodisierten Finsterforstsound garantieren. Gleichfalls mutige wie auch teure Sache also, was den überaus beflissen agierenden Moosgourmets sehr hoch anzurechnen ist. Doch es hat sich mehr als vollauf gelohnt, denn besagter ungemein bombastisch ertönender Forstdiskus birgt wahrlich gigantisches Schaffens- und Genusspotenzial in sich. So einigen manischen Moonsorrow-Fetischisten wird „…Zum Tode hin“, diese erquickliche Stimmungsschleuder, gar den köstlichen Wälderduft des hohen Nordens ins Bewusstsein zaubern. Wipfelklettermaxe, Laubsammler und Harzlutscher Simon Schillinger weiß neben allerlei Baumseelen auch mit seiner liebsten Gitarre noch immer verdammt gut umzugehen – ich stieg ihm tapfer für einen Disput nach ganz oben auf eine seiner Lieblingstannen nach.


Und wie sich da bei wohltuend frischer Höhenluft wie zu erwarten offenbart, fühlt sich dieser langhaarige Saitenderwisch auch nur im Forst so richtig zuhause. „Durchaus! Frische Luft, Freunde um dich herum – nichts, was mich hier stören könnte! [lacht] Allerdings kann ich es mir gerade um die Herbst- und Wintermonate nicht erlauben hier arg hoch in den Wald oder auf einen Berg zu laufen. Hungrige Wölfe könnten mich nur allzu gerne als ihre nächste Mahlzeit ansehen. [lacht] Du fragst dich jetzt mit Sicherheit, wo zum Teufel es hier Wölfe geben sollte, richtig? Ich lebe ja bereits seit einigen Monaten hier in Bulgarien und habe auf dem Balkan sozusagen eine zweite Heimat gefunden“, lässt der Griffbrettschrubber verlauten.


Ich fragte ihn, was er als freiwilliger Dauerreisender dorthin über Bulgarien berichten kann. Die Antwort kommt prompt: „Ich finde es schwierig zu beurteilen, was hier besser und was schlechter im Gegensatz zu Deutschland ist. Man kann es auch nicht simpel vergleichen, da es eindeutige Entwicklungs- und Lebensstandardunterschiede gibt. Als ich das erste Mal nach Bulgarien im Sommer 2007 gekommen bin, war ich von der Gastfreundschaft vieler Menschen hier beeindruckt. Besonders die Menschen hier auf dem Lande sind zwar mit Sicherheit erst überrascht, was denn bitte ein Deutscher oder Nordeuropäer dort bei ihnen sucht, aber zugleich sehr offen und freundlich. Wenn es an verbaler Kommunikation mangelt, so greift man zum Beispiel auf Rakia, bulgarischer Schnaps, am besten heimgemacht, zurück. In dieser Hinsicht sind wohl alle slawischen Menschen denke ich viel lockerer im Gegensatz zu uns. [Stimmt genau! A.d.A.] Die meisten Menschen hier auf dem Lande sind mit ihrem Hab und Gut sehr glücklich, schätzen die Natur und beklagen sich kaum über ihr friedliches und einfaches Leben. Schaust du in Städte, so siehst du schon eher das Bild vom Westen, wenn auch noch nicht so dermaßen übertrieben. Habgierig und nörgelnd, sich über so ziemlich alles beschwerend. Wie man es aus deutschem Lande eben kennt. [lacht] Von vielen Menschen hier kann man nur enttäuscht sein, wie sie mit ihrer Natur umgehen, auch wenn das wohl mit Sicherheit am nicht wirklich funktionierenden Müllabfuhrsystem liegt. Besonders die Städter und Pendler, die ihren Müll aus dem Zug beziehungsweise aus dem Auto werfen, die ihren kompletten Müll irgendwo am Waldrand oder in einem Fluss abladen, aber zeitgleich sich über alles beschweren, kotzen mich richtig an! Aber Idioten gibt es, wie du weißt, überall. Ich könnte stundenlang über Unterschiede reden, aber man kann die beiden Länder aufgrund der unterschiedlich laufenden Regierungssysteme nicht wirklich in ein und dieselbe Liga stecken. Deswegen kann und will ich nicht wirklich beurteilen, was hier jetzt genau besser oder schlechter ist. Ich weiß nicht, was meine Zukunft bringen wird, aber ich plane nicht für immer und vor allen Dingen nur in Bulgarien zu bleiben. Dazu liebe ich meine Heimat in Freiburg, meine Freunde und Familie dort, zu sehr. Ich werde es auf mich zukommen lassen und versuchen beides zu verbinden.“


Da Pagan beziehungsweise Folk Metal an sich im weitesten Sinne in den letzten Jahren ja eine regelrechte Kommerzmusik geworden ist, klopfte ich Simon auf seine Attitüde und Einstellung zur musikalischen Szene ab. Der bekennt: „Ich weiß nicht so recht, aber das ist doch keine wirkliche Szene. Zumindest nicht mehr. Die verschiedensten Geschmackstypen stoßen im Pagan Metal aufeinander. Ich finde es durchaus positiv, dass dieses Genre immer mehr Hörer für sich gewinnt. Klar, dadurch wächst der Haufen und die Chancen auf immer mehr "Müll" und Trend steigen. Andererseits denke ich, dass auch die Chancen auf mehr Qualitätsarbeit steigen. Also stehe ich dem ganzen Wandel zur "Kommerzmusik" nicht sonderlich negativ gegenüber. Ehrlich gesagt, mache ich mir darüber keinen Kopf. Um es direkt zu sagen: Mir geht es auch ziemlich am Arsch vorbei, wie sich jemand dabei kleidet oder optisch darstellt. Ich lege da keinen Wert auf Äußerlichkeiten in dieser Szene. Ich verstehe, was du mit den unerträglichen Selbstdarstellern meinst. Aber ich mache mir auch dazu kaum Gedanken drüber. Tja, so sind halt nun mal Trends und so wird es auch immer bleiben.“


Allzu viele Hörer beziehungsweise Spaßfans nehmen das Ganze leider gar nicht so ernst, wie sich das die seriös agierenden Künstler im Metier wünschen. Wie ernst wollen Finsterforst im Jahr 2009 denn genommen werden? „Wir sind keine Lehrer oder Mannen, die mit ihrer Musik und ihrem Auftreten Weisheiten verbreiten wollen. In erster Linie wollen wir, dass die Hörer unsere Musik genießen. Allerdings, ausgelacht zu werden fänden wir denke ich auch nicht besonders angenehm. Wir sagen: Gefällt dir unsere Musik, so sei glücklich damit und stehe zu dir und deiner Umwelt. Gefällt sie jemandem aber nicht, so soll er sich halt ganz einfach etwas anderes suchen zum Hören.“


Wie es aktuell um das Bandgefüge bei den Finsterförstern bestellt ist, interessierte mich anschließend – gibt es Rivalitäten? Simon hierzu: „Im Großen und Ganzen verstehen wir uns nach wie vor gut. Ein guter Freund von uns, Peter Hamm, ersetzt mich für einige Live-Gigs, während ich in Bulgarien bin. Die Kommunikation ist nicht immer ganz einfach. Wir sind halt nun mal sieben Mannen und aufgrund der nervigen Online-Gespräche kommen manchmal Unstimmigkeiten zustande. Ich hoffe, dass wir niemals ernsthafte Krisen haben werden und kann es kaum erwarten, endlich den ganzen Haufen wieder zu sehen!“


Die neuen Finsterforst-Bandfotos sehen meiner Ansicht nach echt irre gut aus – der Gitarrist präzisiert hierzu: „Die haben wir natürlich im Schwarzwald gemacht. Um genauer zu sein: Hauptsächlich in der Ravennaschlucht. Fotografiert hat uns ein Bekannter. Leider gibt es zu wenig von diesem Fotoshooting.“


Wir unterhielten uns anschließend darüber, was alles die Leser seiner Meinung nach denn zur Entstehungsgeschichte des aktuellen Silberdeckels wissen sollten. Spezielles muss man dazu nicht wissen, so Simon. „Auf der neuen Scheibe befindet sich Material, das zwischen Ende 2006 und Ende 2007 zustande gekommen ist. Demnach wurde es zum Teil noch vor den Aufnahmen zu unserem Debütalbum "Weltenkraft" kreiert. Man hat sich bei uns also genügend Zeit gelassen, um die Musik in Verbindung mit der Lyrik bestmöglich für die Aufnahme von "...zum Tode hin" vorzubereiten.“


Simon, wieso wurde die Scheibe denn im letzten Moment nochmals anders betitelt? „Sieben Kerle kommen auf viele verschiedene Ideen für einen Albumtitel. So hat man für eine ganze Weile einen anderen Arbeitstitel benutzt, bis wir uns dann jedoch für den endgültigen Titel "...zum Tode hin" entschieden haben, der unserer Meinung nach am besten zum lyrischen und musikalischen Gesamtbild passt.“


Und in welchen speziellen Stimmungen sind die aktuellen Songs entstanden, Mann? „Ich war währenddessen die meiste Zeit in einer ausgeruhten Stimmung, denn ich höre auf meinen Kopf, blende alles andere aus und vergesse den Scheiß um mich herum. Unterbewusst wurde ich sicherlich beeinflusst, wenn ich zum Beispiel wütend, traurig oder verkatert war“, gibt er lachend dazu vor.


Wie Simon dann noch bekundet, ist es wie immer mehr als stark für ihn und die Band, mit Christoph Brandes in den Iguana Studios in March/Freiburg zusammenzuarbeiten. „Wir kennen uns gut und wissen wie wir anpacken müssen, um ein perfektes Soundergebnis zu erzielen. Aufgrund dieses freundschaftlichen Verhältnisses macht es ungeheuren Spaß und lässt den Stress auch gerne mal vergessen. Für die reine Aufnahme haben wir die Zeit von Ende Juni bis Ende Juli 2008 benötigt. Alles verlief ohne große oder nennenswerte Probleme und wir hatten genügend zeit, um unserer Haxen- und Schweinebauchsucht nachzugehen. Gemischt und gemastert haben wir den Brocken dann im September, mit vollster und haxöser Zufriedenheit!“


Recht so, sag’ ich. Wie ging es im Studio dabei zu? Empfand der Saitenknecht dies eher als Freude oder als Anstrengung? „Freude! Wie schon erwähnt, wir haben das Glück und die Ehre mit Christoph unsere Musik zu produzieren. Klar war es auch anstrengend, aber wen interessiert das? Wenn du dein Herzblut in etwas rein steckst, dann stört dich ein Parasit namens Stress nicht so schnell.“


Sauf-Exzesse hatten da im Studio erstmal hinten anzustehen, wie Simon in diesem Kontext klarstellt. „Ich finde es nicht sehr effektiv, wenn wir uns im Studio treffen würden, um uns nur die Birne weg zu hauen. Das kann man nach der Arbeit tun.“


Ja, Musik ist für den Kerl nach wie vor das Allerwichtigste, und er bringt es auf den Punkt: „Diese Sprache, diese Farbe, dieses Mittel, um abzuschalten, ist für mich neben meinen Freunden und meiner Familie unabdingbar nötig, um auch nur einen Funken Lebensfreude in mir zu verspüren. Ich habe in meinem Leben alles Mögliche an Musik gehört und war schon immer motiviert, selber Musik zu machen. Seien es lediglich meine Anfänge als Dreijähriger, wie ich in meinem Zimmer saß und versucht habe, auf einer Persil-Box trommelnd zu musizieren. [grinst schelmisch] Der Wille war denke ich schon immer da. Im Black- und Pagan Metal angekommen, hat sich wohl dort dann meine Motivation am stärksten entfacht.“


An den neuen Plattenvertrag mit Einheit Produktionen sind die Finsterförster ja eher über Umwege gekommen, wie Simon nachfolgend ins Gespräch einbringt. „Ich räuspere mich hier an der Stelle auch gleich mal etwas lauter! Nun ja, AFM Records schienen anfänglich ernsthaft an uns interessiert gewesen zu sein und hatten uns während unserer Aufnahmen zu "...zum Tode hin" nach Hamburg bestellt, um uns persönlich kennen zu lernen und um den Labelvertrag festzumachen. Nachdem für uns eigentlich alles glasklar war, wurden wir jedoch aufs Tiefste enttäuscht. Nicht einmal AFM selber hatten die Courage, uns abzusagen. Nein, wir erfuhren es über Olaf von Einheit Produktionen. Dieser wurde durch AFM auf uns hingewiesen und hat uns prompt eine Zusammenarbeit angeboten. Ich muss hier ja nun nicht explizit sagen, dass wir es unter aller Sau finden, was sich AFM erlaubt haben. Ich bremse mich hier an dieser Stelle und kann mich eh beruhigen, wenn ich bedenke, was wir nun für ein starkes Zuhause bei Einheit haben. Die Kommunikation stimmt perfekt und das kommende Jahr wird Großes bringen.“


Wann ist Simon wohl zum ersten Mal mit harter Musik in Berührung gekommen – und was empfand er dabei? „Markus, du wirst mich auslachen, aber zum ersten Mal harte "Musik" habe ich gehört, als ich um die neun Jahre jung war. Und das war nichts anderes als Hardcore-Techno-Kram! Ich hatte in meiner Kindheit alles gehört von Phil Collins und Simon & Garfunkel über Chris de Burgh bis hin zu Michael Jackson. Alles Mögliche eben. Und dann plötzlich wie aus dem nichts, erfuhr der kleine Seicher [umgangssprachlich beziehungsweise dialektisch für „Pinkler“; A.d.A] Simon von einem Freund seines Cousins, dass es da diese "Musik" namens Hardcore gibt. Ich war so neugierig und als ich zum ersten Mal dieses dumme Gehämmer hörte, war ich fasziniert von der Schnelligkeit und dem kontinuierlichen Bass, der dir wie ein Hammer auf den Schädel einschlägt. [lacht sehr laut und lange] Ich war sehr jung und noch leicht zu beeindrucken, denke ich. Eine Erinnerung an einen Lebensabschnitt, die mich eher zum Schmunzeln bringt.“


Und neben ruhigen Sachen wie zum Beispiel von Simon & Garfunkel oder Elton John hört mein Gesprächspartner laut eigener Aussage auch klassische Musik mit Genuss an: „Ja, ich weiß, das sagen die meisten, um "musikalisch intelligent" zu wirken! [lacht] In dem Genre Neofolk kenne ich mich halt nicht so recht aus. Anders Hagberg hat mich mit seiner Musik zum Beispiel neulich gefesselt. Aber ansonsten kann ich dir nichts Bestimmtes nennen. Mit was für sanfter Musik entspannst denn du, Markus?“, kommt die Gegenfrage. Nun, der Verfasser dieser Zeilen schraubt sich den eigenen Nervositätsgrad am allerbesten beispielsweise mit herrlicher Musik von Nest, Vinterriket, Kayno Yesno Slonce, Enya, Dead Can Dance, Rajna, Shiva In Exile und Anouar Brahem herunter.


Auch Simon wird weiterhin der Kerl bleiben, der sich genau wie ich primär für Melodie und Atmosphäre begeistert. „Vor einigen Jahren noch mehr von Härte und Brutalität in der Musik beeindruckt, rückt dies bei mir nun mehr und mehr in den Hintergrund. Mein musikalisches Ziel ist es nach wie vor, den Hörer zu begeistern und ihm die Möglichkeit zu geben, abzuschalten. Ich selber interessiere mich wie immer für alles, was mich glücklich macht.“ [lacht laut]


Im Pagan Metal ist das Reenactment-Ding ja nach wie vor ganz groß – wie aber steht der Finsterforst-Gitarrenmann selbst dazu? „Auf der Bühne gibt es der Show einen starken Touch! Viele lachen darüber oder können gar nicht aufhören, darüber zu nörgeln, wie lächerlich das Gepose doch ist. Dann sollen sie eben nicht hinsehen beziehungsweise hinhören. Sei es nur für das Image beziehungsweise ein "Pimpen" der Show oder eine ernsthaft historische Darstellung von etwas. Ich finde es topp!“


Was war wohl für diesen ausgesprochenen Forstfreak eindeutig die schönste Situation in seinem bisherigen Dasein bei Finsterforst? „Da gibt es keine eindeutige Situation. Es begann schon am Anfang, als wir mit der Idee für diese Band starteten. Jedes Mal, wenn etwas Neues dazu kam, war es ein Toperlebnis. Sei es ein neu entstandenes Lied oder der Einzug in einen Proberaum. Sei es die Tatsache gewesen, dass die Band immer mehr wuchs oder wir unsere erste EP aufnahmen. Sei es der erste Live-Auftritt, unser erstes Album oder jetzt für unser weiteres Album der Vertrag mit Einheit gewesen. Ich kann da also nichts Genaues dazu sagen. Aber ich denke die schönsten Situationen sind, wenn das Publikum live abgeht, uns laut anschreit oder wenn uns jemand mitteilt, wie sehr er die Musik liebt. Moment, ich will hier doch nicht meine Bandkollegen enttäuschen: Jedes Mal, wenn wir vor einem Gig dumm und planlos in einem Kreis stehen, wenn wir unser Benzin in der Hand halten, wenn wir über alles mögliche unseren Spaß haben und unser Tobi uns irgendwann alle auf den Boden wirft, haben wir innerhalb von Finsterforst den meisten Spaß“, gibt er mir anhaltend lachend zu Protokoll.


Glücklicherweise gab es laut Simon keine wirklich schlimme Situation bei der Gruppe bislang. Doch: „Wir wurden halt von Labels bitter enttäuscht bisher. Leere Versprechungen und der abartigste Flop mit den Japanern von World Chaos Productions haben uns so manche Wut in den Bauch geschlagen. Aber wie du siehst hat uns das nicht wirklich zurückgeworfen oder geschwächt.“ Ja, und das höre ich aktuell vor allem auch!


So war es bisher also immer eine riesengroße Freude für die emsige Waldtruppe, auf der Bühne zu stehen. „Auch wenn wir einmal zum Beispiel in einer Bikerkneipe nachts um halb zwei vor etwa zehn betrunkenen älteren Herrschaften standen, hat man bei uns finde ich nur positive Erinnerungen. [lacht] Wir sind wie immer heiß drauf, live zu spielen und hoffen, dass sich in Zukunft mehr und mehr dazu ergeben wird. Im aktuellen Jahr 2009 wird es uns mit der Ankunft des neuen Albums sicherlich öfters zu sehen geben.“


Solange jeder in der Gruppe seine musikalischen Parts zur Show beitragen kann, ist für Simon jedenfalls alles in bester Ordnung. „Wir stehen jedenfalls nicht planlos und still in der Gegend rum, sondern haben unseren Spaß!“ [lacht laut]


Seine künstlerischen Ziele für 2009 hat mir Simon auch gerne noch berichtet: „Ich will auf alle Fälle unser drittes Album fertig kreieren. Das bisherige Material dafür halte ich für besonders mächtig und ausgereifter, aber dazu will ich noch nichts sagen, denn erstmal ist "...zum Tode hin" an der Reihe. Zudem will ich weiterhin an einem anderen Projekt kreativ arbeiten, in dem auch andere Baumharzschlürfer involviert sind. Dieses wird sich eher in den melodischen Black Metal einordnen. Eine Demo wird hoffentlich bald fertig gestellt und ich hoffe, dass sich daraus auch mehr ergeben wird. Priorität hat allerdings bei mir ganz klar Finsterforst. Mal sehen, was ich im kommenden Jahr noch alles musikalisch angehen will und werde. Also, bleibt euch treu, steht zu dem, was ihr tut und macht einen Spaziergang im Forst! Proschd/Nazdrave!“


© Markus Eck

(09.01.2009)



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