Coldworld - Melancholie² CD

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Beschreibung
#### Ab den 02.März lieferbar - available from March 2th on #### www.vampster.com = Es ist ja immer so eine Sache mit den Ein-Mann-Projekten im Black Metal. Meistens geht das gnadenlos in die Hose. Manchmal aber, LURKER OF CHALICE haben es vorgemacht, ist dies genau die richtige Arbeitsweise für ein derartiges Projekt. Bei COLDWORLD verhält es sich nicht anders. Sein Initiator Georg Börner spielt eine ganz eigene Interpretation dieser Musik, so als wäre sein Background ein ganz Anderer. Dabei ist die Musik so intensiv und authentisch, dass jeder weitere Mitmusiker diesen schönen Eindruck verwässert hätte. Ebenso wie "Two Hunters" von WOLVES IN THE THRONE ROOM ist "Melancholie²" keine finstere, brutale und kalte Black Metal-Scheibe, viel mehr ein Album, welches eine bizarre Schönheit ausstrahlt. COLDWORLD sind schwer zu fassen und das, obwohl die Songs schnell ins Gehör gehen, wie "Dream of a Dead Sun", "Tortured by Solitude" und "Hymn to Eternal Frost" belegen. Auf diesem Debütalbum haben sich viele Keyboards und Synthesizer versteckt, so dass die Aggression verwässert. Das ist nichts Schlimmes, im Gegenteil. Einerseits sorgen diese dafür, dass die Songs im Gehör bleiben, andererseits ummantelt das Album den Hörer noch viel mehr und strahlt eine faszinierende Originalität aus. Mit "Winterreise" und dem abschließendem "Escape" haben sich ganze Ambient-Songs eingeschlichen, die viel Atmosphäre beinhalten und wie ein Gebilde aus einem düsteren, aber friedlichem Traum wirken. Dem gegenüber stehen natürlich die schwarzmetallischen Eruptionen, die wie in "Schmerzensschreie" mitunter auch sehr schnörkellos sein können. Doch egal wie COLDWORLD agieren, die Riffs sind allesamt sehr gut, der Kreischgesang ist sehr unheimlich und die vereinzelt eingestreuten hymnischen Vocals könnten gerne öfter vorhanden sein. Das Soundgewand von "Melancholie²" ist äußerst rau und unbearbeitet, was allerdings zur Musik passt. Denn die ist auch ungefiltert, unbequem und echt. Die Längen mancher Songs fallen rein gar nicht auf, denn in langen Stücken wie "Red Snow" vermag man sich zu verlieren und hofft niemals wieder aufzutauchen. Lediglich der Gesamteindruck dieses Debütalbums ist nicht ganz stimmig. Während die Songs an sich durch ab Abwechslung glänzen, funktioniert das auf Albumlänge noch nicht so ganz. Wenn das nächste Werk dem roten Faden ein wenig besser folgt, werden COLDWORLD nicht mehr zu stoppen sein. Generell gilt: Auch wer mit Black Metal ansonsten nichts anfangen kann, darf gerne ein Ohr riskieren, verbissene Untergrund-Krieger sollten hingegen besser weghören. Gratulation an COLDWORLD, schließlich ist mit dem weise betiteltem Debütalbum "Melancholie²" ein wunderbares, außergewöhnliches und spannendes Werk gelungen, für dass man sich Zeit nehmen muss und in sich aufsaugen muss. Dann jedoch, lässt es den Hörer nicht mehr los.