|
 |

Grabak - Interview
Interview METALLICZINE November 2007
Grabak – Frei von Berührungsängsten und Image
Metalscheiben mit
Langzeitwert sind rar gesäht. Eine Scheibe, die auch einige
Monate nach Veröffentlichung immer noch äußerst häufig
in die Dauerrotation gerät ist „Agash daeva“ der Leipziger
Black Metal Horde von Grabak, die ich nun endlich interviewt habe, obwohl ich
das schon
viel früher vorhatte. Schande über mein Haupt.
Letztlich ist aber
auch gerade jetzt die Zeit der dunklen, verregneten Tage gekommen, wofür
es wohl kaum einen besseren Soundtrack gibt als eben „Agash
daeva“, wonach ihr dringend Ausschau halten solltet, wenn euch der Sinn
nach nackenbrechendem, nordisch kühl-brutalem Black Metal der Sorte Gorgoroth
/ Dark Funeral steht. Das finstere, äußerst brutale Scheibchen sollte
euch keineswegs durch die Lappen gehen! Umso mehr hat mich gefreut, dass sich
Jan von Grabak sehr viel Zeit für das Interview genommen hat und entgegen
aller sonstigen Erfahrungen im Black Metal Bereich mit interessanten, intelligenten
und wirklich lesenswerten Antworten aufwartete, die völlig frei von Pathos
oder gar Überheblichkeit ein grundehrliches Gesicht einer hoffnungsvollen,
sympathischen deutschen Band aufzeigen. Los geht’s:
Dirk: „Bisher
habe ich euch, obwohl ihr seit 1995 existiert, schlicht und ergreifend noch
nie wahrgenommen, doch mit „Agash daeva“ hat sich
nun alles schlagartig geändert. Ich denke ihr habt mit dem aktuellen Album
einen brutalen Hammerschlag hingelegt, der euch direkt auf Augenhöhe in
die Gorgoroth / Dark Funeral Liga katapultiert. Nehmt ihr euren gigantischen
Sprung ebenso wahr oder backt ihr da emotional eher kleine Brötchen?“
Jan: „Hallo
erstmal. Freut uns natürlich zu hören, dass die Scheibe
tatsächlich krankhafte Erscheinungen im Zervikalbereich hervorruft. Dann
passt der Albumtitel ja perfekt. Ich sage mal so, vielen Leuten geht es so
wie dir. Die hören zum ersten Mal etwas von uns oder haben sich bisher
vor unseren Alben gescheut. Andererseits gibt es gerade im Ausland viele Fans,
die uns seit
der ersten Stunde begleiten. Dass das neue Album nun diese positive Resonanz
hervorruft, ist schon etwas überraschend. Wir wussten zwar, dass das Material
gut ist, dieses Feedback konnten wir jedoch so nicht erwarten. Immerhin lagen
vier Jahre zwischen den letztem Alben, eine Zeit, die eigentlich viel zu lange
ist, um im Gespräch zu bleiben. Wie auch immer, so wirklich bewusst, haben
wir den „gigantischen Sprung“ gar nicht wahrgenommen. Wir freuen
uns immer noch über jede positive Reaktion und hoffen, dass wir auch in
Zukunft Musik abliefern, für die wir uns nicht verstecken brauchen.
Ob uns das ganze jedoch auf eine Stufe mit Dark Funeral stellt? Immerhin
haben
oben
genannte Junge einige der Meilensteine in der Geschichte des Black Metals
hinterlassen.“
Die
Bescheidenheit ehrt Grabak ganz sicherlich. Ich kann mir nur nicht vorstellen,
dass man sich als Metaller vor so einem Gewitter wie Grabak ernsthaft „scheuen“ könnte.
Wie dem auch sei:
Wie verlief eure bisherige „Karriere“ in kurzen
Stationen? Welches waren eure Highlights bisher?
Nun, wir haben Grabak 1995
gegründet. Im Dezember 1997 haben wir dann ein
Demo aufgenommen, jedoch nur ganz wenig promotet. Zu wenig aus heutiger Sicht,
aber man war ja Underground. Zwei Jahre später haben wir dann doch mal
Material an verschiedene Label geschickt und dann bei CCP unterschrieben.
Das Resultat
war das Debütalbum „Der Prophet des Chaos“. Da bei uns in
der Regel zwei Jahre vergehen, bis wir neues Material fertig haben, dauerte
es bis
2001, ehe „Encyclopaedia Infernalis“ veröffentlich wurde.
Wieder via CCP Records, wo 2003 das bis dato letzte Album „The Serpent
within Paradise“ auf den Markt kam. Nun ja, 2006 lief der Vertrag mit
CCP aus und wir schauten uns nach neuen Partnern um, die wir letztlich in
Black Blood
Records bzw. Einheit Produktionen auch fanden. Soweit die diskographischen
Highlights. Andere Höhepunkte waren sicher die Konzerte mit Dark Funeral
und Dissection, die unglaublich professionell waren.“
Ist es als deutsche
Band nicht unheimlich schwer, sich internationales Gehör
zu verschaffen? Ich denke, dass es vor allem nordische Bands immer noch bedeutend
leichter haben, vor allem wenn man Black Metal spielt.
Puh, ist echt eine
schwere Frage. Ich würde sagen, dass viele alte skandinavische
Bands immer noch einen Bonus haben, da sie schon lange dabei sind. Jedoch
ist die Qualität der neueren Alben eher schlechter. Oftmals habe ich
auch das Gefühl, dass kaum noch eine Veränderung vonstatten geht.
Wirklich innovative Dinge passieren nur noch sehr selten. Wie ich eingangs
schon erwähnt hatte,
sind wir international nicht ganz unbekannt. Wir bekommen regelmäßig
Post aus den verschiedensten Ländern. Ein paar der treuesten Fans wohnen
in Australien…Du siehst also, wenigstens im Zusammenhang mit den
Fans klappt das.
Was den Kontakt zu Bands betrifft, da hast du Recht. Da beschränkt
sich das Ganze eher auf Leute, mit denen man mal Konzerte gespielt hat.
Wie
beurteilt ihr generell euren Status in der deutschen Black Metal Szene? Ich
denke, gerade mit Bands wie Negator, Endstille oder Darkened Nocturn
Slaughtercult sowie jetzt euch wächst da derzeit ein schwarzes Monster
heran, dass den Nordlichtern erheblich Konkurrenz macht und die Stellung
des Black Metals ganz
erheblich steigert! Steht ihr in Kontakt zu den genannten Bands? Welche anderen
Bands zählt ihr zu euren guten Freunden?
So etwas wie Status lässt
sich im Allgemeinen schwer einschätzen. Ich
würde sagen, wir sind einer der schnellsten Bands in Deutschland – zumindest
im Black Metal. Was das ganze wert ist, werden wir wohl erst im Laufe des
kommenden Jahres feststellen.
Zu den genannten Bands haben wir keinen Kontakt. Außer vielleicht
zu Endstille, da sich unser Drummer wohl mal mit den Jungs bei einem ihrer
Gigs
getroffen hat.
Mit DNS haben wir schon gespielt.
Ansonsten sind viele Kontakte von früher eher eingeschlafen. Viele Bands
kochen nun ihr regionales Süppchen, so wie wir letztlich auch, denn
befreundet sind wir hauptsächlich mit Bands aus unserem Raum.
Scheinbar
ist es in Leipzig wie überall sonst in Deutschland nicht wirklich
gut um die überregionale Szene und den Underground bestellt. Einerseits
gibt es genügend globale Vernetzungsmöglichkeiten (siehe Myspace
etc.), andererseits bleiben die meisten Leute dann doch verstärkt zu
Hause in ihrem bekannten Umfeld. Apropos: Auf eurer Myspace Seite habt ihr
euch ebenso in die
Death Metal Schublade einsortiert, was eher ungewöhnlich für eine
Black Metal Band ist. Habt ihr da schlicht und ergreifend keinerlei Berührungsängste
zu anderen Metal Szenen und seid eher offen, oder war Death Metal einfach
nur am „artverwandtesten“?
Wir waren schon immer eine Black Metal
Band, sind es und werden es auch bleiben. Allerdings haben wir einen Death
Metal Drummer, was zwangsläufig dazu führt,
dass bestimmte Stilistiken Einzug in die Musik halten. Auch Thrash oder Heavy
Einflüsse sind gewollt, stellen also ebenfalls einen Indikator dafür
dar, keine Berührungsängste zu verschiedenen Metal Szenen zu
haben. Im Zusammenhang mit Myspace ist es aber eher die Suchfunktion.
Nochmal zurück
zu eurer Heimatstadt: Wie ist es um eure Szene in Leipzig bestellt? Ist es
im Osten in letzter Zeit auch eher so, dass Konzerte immer leerer
werden und die Leute außer zu den Festivals kaum noch zu Konzerten
gehen? Was kann und muss man noch machen damit sich das wieder ändert?
Grundlegend
kann man wohl sagen, dass die Szene im Raum Leipzig sehr fruchtbar ist.
Bands wie Darkestrah, Valgaldrar, Eternal War oder auch Mortal Intention
kommen alle aus unserem Gebiet. Nicht zu vergessen Disillusion, die regelmäßig
den Hammer schwingen. Doch nicht nur die BM-Szene, sondern auch Hard Core,
Punk und alle möglichen, sagen wir mal, Gitarren-lastigen Stile sind
seit jeher ansässig. Da tauchen Namen wie Think About Mutation oder
Factory of Art auf. Die Szene ist also sehr wohl vorhanden. Ich hatte zwar
nicht unbedingt das
Gefühl, dass die Konzerte wirklich auffallend weniger besucht waren,
wobei eine Tendenz jedoch nicht zu verschweigen ist. Es werden weniger Einzelkonzerte… und
das ist sicherlich eine Konsequenz daraus, dass die Leute sich sehr genau überlegen,
welches Konzert sie besuchen. Auf der anderen Seite ist das Angebot an Festivals
heute unglaublich inflationär, so dass es einfach schwer ist, sich zu
entscheiden. Meistens finden die auch noch parallel statt. Zum Beispiel Pfingsten,
alleine
im Umkreis von 50km finden das Hellraiser Open Air, das WGT und das United
Metal Maniacs statt. Klar, dass die Besucherzahlen rückläufig
erscheinen.
Was sollte man also tun? Erstens, die Konzerte besser koordinieren, sich
also szeneintern besser oder überhaupt mal absprechen. Ein zweiter Grund
für
die Rückläufigkeit ist eher finanzieller Natur, es wird allgemein
weniger für Kunst ausgegeben.
Ersteres halte ich sicherlich für
einen sehr guten Vorschlag, was man allerdings allgemein gegen den Zeitgeist
tun kann, um Leute dazu zu bewegen, wieder mehr
in Kunst und Kultur, und von nicht anderem reden wir hier eigentlich, zu
investieren, ist auch mir ein Rätsel. Liegt wohl an der wachsenden Umsonst-Mentalität
im Zeitalter von Internet und MP3. Immerhin gibt es ja als weiteres künstlerisches
Schmankerl das Booklet bei CDs, was zumindest mich generell immer eher von
einem physikalischen Release und Kauf überzeugt, anstatt sich Alben
nur via MP3 reinzuziehen. Das Grabak Booklet ist übrigens äußerst
interessant! Jan, eure Booklet Fotos im neuen Album sind sehr außergewöhnlich
und „anders“.
Ist das eine Art neues Gore-Corpsepaint oder was hat euch zu diesem Schritt
inspiriert?
Danke, wir haben den Bildern diesmal wirklich viel Wert beigemessen,
da sie maßgeblich
zu Gesamtkonzept passen mussten. Sowohl Cover als auch Booklet sollten zum
Albumtitel passen. Sie mussten also genauso faszinieren und abstoßen,
wie das Coverbild.
Apropos Inspirationen: Welche Bands waren für euch
persönlich wegweisend
und beeinflussend in lyrischer sowie musikalischer Hinsicht?
Das differiert
natürlich von Bandmitglied zu Bandmitglied. Recke hat mit
Thrash Metal angefangen. Also Bands wie Sodom, Destruction oder Slayer. Jedoch
auch skandinavische Black Metal Bands waren sicher inspirierend, so wie für
alle anderen in der Band auch. Um vielleicht ein paar Namen zu nennen, Dark
Funeral, Emperor, Setherial oder auch Naglfar. Unser Drummer ist stark Death
Metal inspiriert,
Morbid Angel, Hate Eternal etc. Naja, bei mir kommen noch alte Heavy Bands
dazu. Hatte ich Judas Priest erwähnt?
Textlich finde ich COF recht gut, jedoch halte ich mich eher an literarische
Inspirationen wie Milton, Dante, Blake oder halt mythologische Texte.
Wie
wichtig sind euch die Texte? Ist es möglich, uns einen kurzen, zusammenfassenden
Einblick ins neue Album zu gewähren?
Da fragst du ja genau den Richtigen.
Ich nehme mir einfach das Recht heraus, den Texten eine besondere Bedeutung
zuzumessen. Aber gehen wir am besten
der Reihenfolge nach durch. ´Beyond A Black Horizon´ – ein
Text über
einen Ort, der unwirklich und zerstörerisch für die dort befindlichen
und täglich ankommenden Existenzen ist. ´Nightworks´beginnt
als die textliche Umsetzung satanischer Rituale, endet jedoch letztlich nur
als pure Vergewaltigung des entsprechenden Opfers. In ´Dominion´ ist
die Versuchung des Nazareners durch Satan thematisiert. ´Homo Diabolus´ – der
Teufel in Menschengestalt oder vielmehr die Dämonen im eigenen Gehirn.
In ´The
Beauty...´ ist der Liebesakt einer fiktiven Person mit drei Gorgonen
beschrieben, der zugegebenermaßen anfänglich Spaß machen
dürfte, mit
der Zeit jedoch einer steinernen Ruhe weicht. Thema in ´Judas´ ist
der Verrat an Jesus aus Sicht des Iscariot. ´Furia´ ist bei uns
ein aus Blut geborener Dämon, der als personifizierte Rache sowohl Menschen
als auch deren Erbe auslöscht. Sehr nah an den Mythen zu den Furien. ´Code
666´ ist die textliche Verhöhnung von Christus am Kreuz, ein wirklich
blasphemischer Text… Nun, in ´Strigoi´, Wiedergänger
aus karpatischen Erzählungen, habe ich zwei Strophen aus Lovecrafts „Nightgaunts“ verwendet
und zwei weitere hinzugefügt. Es handelt sich letztlich um wiederkehrende
Albträume. Für ´Through The Ten Circles Of Hell´ stand
mir Dantes „Inferno“ Pate. Jede Strophe beschreibt einen weiteren
Kreis der Hölle. Den Abschluss bildet ´Agash Daeva´, was
eine textliche Anrufung dieser Drug ist.“
Ui, das liest sich nicht nur
interessant, sondern zeugt von einigem Hirnschmalz beim Texten, was mich
wirklich freut. Simpel gestrickte Satans- Tod- und
Teufel Texte brauch doch außer der Necro oder der Old School Fraktion
ohnehin niemand… Überleitend von den nicht wirklich artigen Texten
zur Musik selbst: Wer hat euch überhaupt diese infernalische Produktion
verpasst? Wie lange hat das Aufnehmen gedauert?
Das war Andy Schmidt von
Disillusion. Er hat hier in Leipzig ein Studio, welches wir für 17 Tage
besetzt haben. Das war wesentlich länger als für
jedes andere Album von uns.
Benutzt ihr Trigger oder Pro Tools? Was haltet
ihr von modernen Soundspielereien, die viele Bands derzeit anwenden?
Ja. Bei
dem Drumtempo würden die einzelnen Anschläge der Bass Drum
vollkommen untergehen. Also triggern wir sie. Es ist vollkommen in Ordnung,
auch wenn andere Bands es vielleicht nicht so sehen.
Und was haltet ihr von
modernen Trends a´la Metalcore?
Nichts.
Klare Ansage, ha ha. Was denkt ihr denn über die Vermischung von
politischen Inhalten und Musik im Allgemeinen sowie Black Metal im Speziellen?
Derzeit „genießt“ diese
Metal Sparte ja auch leider einige negative Schlagzeilen (zum Teil zu Recht,
zum Teil haltlos), gespickt von Vorwürfen, die so manche Band ins braune
Licht rücken.
Für uns hat Black Metal nichts mit politischen Einflüssen
zu tun, sondern okkulten und satanischen Elementen. Ich gebe allerdings zu,
dass bestimmte Charakteristiken
satanischer Interpretationen Parallelen zu ideologischen Ansätzen aufweisen.
Momentan ist jedoch eine merkwürdige Hexenjagd im Gange, die NSBM einen
enormen Aufschwung verpasst haben. Ein Aufschwung, der nichts mit der Qualität
der Musik zu tun hat, jedoch mit dem Bewusstsein, etwas Provokantes oder
vielleicht Verbotenes zu machen. Ich denke auch, dass das kein neues Phänomen
ist. Schon immer hat Musik die Gesellschaft reflektiert. Nationalbewusstsein
bei Wagner,
Sozialismus und Liedgut ebensolcher Gesellschaften. Wirklich einflussreich
wird so etwas dann, wenn die breite Masse entsprechenden Zugang zu den jeweiligen
Informationen bekommt. Halt ein Effekt unserer Medienlandschaft, auch Terrorismus
wirkt verstärkt schockierend, weil er öffentlich visualisiert werden
kann. Aber das ganze führt hier sicher zu weit.
OK, lassen wir es dabei!
Anderes Thema: Wie waren denn die bisherigen Reaktionen auf euer neues Album?
Können wir eine Tour erwarten? Wie sähe denn
euer Traum-Tourpackage aus?
Bis auf ein paar Ausnahmen waren die Reaktionen
positiv. Viele waren überrascht
und hätten ein solches Album nicht erwartet. Wir hoffen wirklich, dass
wir das Album auch mit einer Tour promoten können, jedoch sind wir alle
arbeitstätig,
was die Planung immer etwas kompliziert macht. Unser Traumtourpackage? Mhm,
gehen wir doch mal die Band durch. Baddy würde Aeternus, Enthroned,
Otargos und Setherial bevorzugen. Für Recke wären Enthroned und
Belphegor passend, was auch für mich zutrifft (vielleicht noch Naglfar
mit Jens hinzu). Tja, und Basti ist recht pragmatisch. Bei ihm wären
es Slipknot oder Dimmu Borgir, da er gerne mal vor 3000 Leuten spielen würde.
Und um ehrlich zu sein, wir anderen würden wohl auch ohne zu zögern
mitfahren.
Ihr spielt offensichtlich gerne live? Gibt es da in Deutschland
merkliche regionale Unterschiede wie die Leute eure Musik aufnehmen?
Wir spielen
gerne live. Du hast nirgendwo sonst die Chance, direkte Reaktionen auf
deine Musik zu bekommen. Diese können logischerweise unterschiedlich
ausfallen. Allerdings glaube ich nicht, dass es regionale Unterschiede
gibt.
Wo
seht ihr Grabak in weiteren 12 Jahren? Ist euch die Musik so weit in Fleisch
und Blut und Lebenskonzept übergegangen, dass ihr das noch viele Jahre
machen könntet oder wollt?
Wenn wir das ganze körperlich noch können,
warum denn nicht? Musik ist für alle von uns ein ganz wichtiges Element
im Leben und ich gehe wirklich davon aus, dass jedem in der Band etwas fehlen
würde.
Was arbeitet man denn als eine der extremsten und schnellsten
Black Metal Bands Deutschlands im regulären Leben? Oder ist diese Frage
zu „untrue“?
Viele Bands geben sich ja reichlich Mühe um mit Pseudonymen und aggressiven,
verstörenden Interviews ein extremes Image aufzubauen. (Ich könnte
da einiges aus dem Nähkästchen erzählen…) Wie wichtig
ist euch „Image“? Immerhin gebt ihr auf eurer Seite die richtigen
Namen der Bandmitglieder an…
Die Namen haben wir schon immer angegeben.
Ich wüsste keinen Grund, warum
wir uns jeweils ein Pseudonym verpassen sollten. Wir sind Individuen, Persönlichkeiten
und stehen zu unseren Namen. Ich denke, wir haben kein wirklich extremes
Image. Natürlich ist uns sehr wohl bewusst, dass viele Bands sich durch
ein solches besser verkaufen und das ganze ein Teil der Marketingstrategie
ist. Bei Grabak
hat sich das mit der Zeit auch gewandelt. Früher haben wir bei unseren
Shows Blut, Feuer, Schädel und anderen Utensilien verwendet. Wir haben
auch schon Priestern auf der Bühne die Kehle durchtrennt, toller Effekt
ganz ehrlich. Aber inzwischen hat sich die Ausdrucksform des Extremen gewandelt.
Heute ist
die Musik das Extrem, eine Musik die zwar noch immer mit Nieten, Corpsepaint
und Blut begleitet wird, jedoch hauptsächlich durch musikalische Stilistik
wirkt. Wir sind älter und jeder für sich entscheidet, wie extrem
er tatsächlich ist oder denkt. Heute wird eh viel zu exhibitionistisch
mit dem eigenen Glauben hantiert. Und das Gegenüber giert voyeuristisch
danach. Ich stehe dazu, dass Gedanken, Emotionen und Glaube persönliche
Dinge sind, die sich tief im Inneren manifestieren und nicht massenwirksam
präsentiert
werden müssen. Aber ich schweife ab. Kommen wir zu den Berufen… Recke
ist Metaller oder besser Fachmann für CNC Verfahren. Basti arbeitet
im Helheim Leipzig, der Metal Kneipe in Leipzig. Baddy ist in einer Ausstattungsfirma
für
Filmproduktionen tätig. Gabor hat Energie- und Umwelttechnik studiert
und ist nun bei der GASAG Berlin. Ich habe auch studiert und jetzt eine
eigene Firma
BizArt Leipzig.
Ein paar abschließende kurze Statements zu:
- DarkThrone – früher
Kult
- Lords of Chaos – Buch, dass sicher seine Berechtigung hat
- Ablaze – der Peter… soll das nicht wieder neu aufgelegt
werden?
- Party San Open Air – inzwischen zu groß für meinen
Geschmack
- Black Blood Records / Einheit Produktionen – unser Label,
coole Jungs und oft alkoholisiert, aber absolut fähig
- Underground - …
Wir haben es geschafft! Ich hoffe, meine Fragen waren
euch nicht zu blöd? Ansonsten: bis bald!
Die Fragen waren nicht zu blöd
und wir sehen uns sicher mal. Und wenn auch nur im frisch renovierten EFH.
Woher
zur Hölle weiß der das??
I
Interview, Story und Artikel: Dirk Wettlaufer, 17.11.2007
Interview Lords of Metal September 2007
file under Black metal
Even though Grabak is around for eight years, there are still a lot of people
that are not familiar with this band. As you can read in my review of their
new album 'Agash Daeva' I am convinced though that this all soon will chagne
and
that our neighbours from the East will gain quite some attention with their
new album. Singer Jan speaks out on behalf of Grabak.
Text: Dronckaert
Good day to you. I would like to congratulate you with 'Agash
Daeva'! How did you guys experience the recording of this album?
First of all thanks for your review. We really appreciate it. Well, this
time the recording session took more than two weeks. That's twice as long
as we
needed for our former releases. It was about ten days of recording and some
more days
to mix and master it appropriately. However, we really enjoyed the time we
had, because it's like living in a music box. All thoughts and feelings dealt
with
music and the things around that piece of art we gave birth. Andy Schmidt is
an awesome producer. His experience gave us time and space to stretch our musical
limits and the result you can listen to. Just to sum up, it was really cool
to record more or less free of stress.
It actually reminds me a lot of 'De Mysteriis Dom Sathanas', especially the
track 'Homo Diabolus' gave me the same feeling, don't you agree?
Wow, it's
the first time someone comes up with that comparison. It honours our work
in some way. Let me think about it. Ok, I would agree if you compare
mood
and song structures. For me the Mayhem album stands for a very cold but intense
kind of Black Metal.
To me this is the best work you delivered so far, and I am quite fond of
the production of this album, but as you can read in the July 2007 edition
of LoM
I thought the drums to be too loud in the mix, what is your opinion on that?
You are right the drums are slightly dominantâ€| But hey, would
the record be the same without that sound wall. I don't think so. However,
let me
explain. When we fired our last drummer we got the chance to create a really
extreme kind of music. Our new drummer really blasts forward and we thought
to stress this feature a little bit at least in terms of sound. I agree with
you
that at some parts on Agash Daeva the drums very much come to the fore. We
have had three or four mixed versions and finally we had to decide which one
is balanced
best - concerning drums, guitars, basses and vocals.
I noticed that you have a bass and a distorted bass player in your line-up,
something you do not see very often, how did you come up with that idea?
Actually,
there is nothing special about the story. We use both basses it two totally
different ways. One is without any distortion. This bass is responsible
for the rhythm and to support the drum lines. Our second bass is used more
as a guitar. Its sound is very much distorted and the riffs are structurally
guitar
based. Recke, the man behind that bass started as "clean" bass player
many years ago. In one of his previous bands he played bass and had to take
over the second guitar player's job when that guy quitted his job. So Recke
started
to distort the sound and his new role as guitar player was perfect. Over the
years he improved his skills.
The artwork of 'Agash Daeva' looks great, who
made it and what is the story behind the artwork?
The cover picture was made
by a young Austrian artist called Andreas Marcher. When we came across the
idea to entitle the album "Agash Daeva" we
really looked for a very unique picture. As you might know "Agash is an
old Persian demoness who is responsible for diseases, decay and death caused
by the evil eye. Well, the lady in front of our album is our association with
Agash or better our concept of her. You can find both, a morbid fascination
and a disgusting view, respectively. Even her gesture is duality - fear and
aggression.
All in all, the entire picture is a perfect reflection of the Zoroastrian demon.
We decided to make even the band pictures fit into that concept. Insofar we
had to edit the original photos and to add some wounds and diseases. That's
what
you can find in the booklet.
Now a totally different question, what do you think about the so called "bedroom
black metal bands"? One-man projects seem to pop up everywhere nowadays,
and most of them suck big time. For some reason people think that when they
start a black metal project it does not matter if they can play or notâ€|
I never heard of that term "bedroom black metal bands" but I know
what you mean. This phenomenon is nothing new. You might remember Golden Dawn,
Falkenbach
or even Judas Iscariot. Its absolutely fine when they really use their time
to create superb sorts of Black Metal. Unfortunately, some of them will never
perform
in front of an audience. Ok, some might use some session guests but I prefer
a band based unit. We are musicians who want to perform live on stage. Nowhere
else you can see the immediate reaction to your art. To be honest, I need the
adrenalin kick in front of a banging crowd. But I totally agree that some projects
lack on musical skills and ideas.
As easy as it is starting a black metal band/project nowadays, how did you
experience the forming of Grabak back in 1995? Could you tell the people
something about
that?
Well, actually we united two bands. Members of Hecatomb and FFF founded
Grabak. How did we experience it? To be honest, it was a really fascinating
time.
Many bands were unique in sound and mind. They all created this attitude
of being
real black art and we wanted to become a part of this world.
What bands drove you into making black metal anyway? Who are you musical
heroes?
Each of us has his own musical heroes of course. I know that
Recke started with thrash bands like Sodom, Destruction or Rigor Mortis
(the old one).
My roots
are in W.A.S.P. and such shock rock bands. Wow, I was about twelve
or something. Anyway, over the time we came in touch with death and black
metal bands
of the so called 2nd wave. Scandinavian bands like Emperor, Marduk
and Immortal
really
inspired us, indeed. Still today they are our very faves - at least
their older work. Basti prefers to listen to Death Metal based bands like Morbid
Angel,
Immolation, Nile or Hate Eternal.
I am glad that there are still bands around that know what black metal
is about, to me Grabak is one of them. What bands do you consider
to be some
of the better
ones around?
Thanks a lot. You are absolutely right, for us it's
really important to create black metal in the mood of Satanic Art - musically
and
lyrically. There are
some bands like Enthroned, Lunar Aurora, Behemoth or Profundi who
I personally prefer.
What are your thoughts about the black 'n roll and punk hype in
black metal? Do you think it is healthy to incorporate such influences
in this kind
of music? Or does it undermine the essence of black metal?
No,
in my eyes this contamination totally sucks. You might name it personal
intolerance or defence or purity in black metal,
I don't
like the developments
in our scene.
For me it is absolutely fine, when bands express their black
mind with the help of synths or symphonic elements - as long
as the
underlying mood is
black. In
terms of a punk attitude within the essence of black metal
I will never
agree with.
That is about it, good luck in the future with Grabak! Any
last words?
Thank you once again for the chance to tell about
Grabak. Perhaps one day we gonna perform in the Netherlands and we
meet.
www.grabak.de
Interview The Pit Magazin
Erst einmal möchte ich euch zu dieser überaus bestialischen und geilen
Scheibe beglückwünschen. „Agash Daeva“ hat meine Wände
zum Wackeln gebracht. Wie sah der Entstehungsprozess aus und ist der Silberling
genau das geworden, was ihr erhofft hattet?
Auffallend sind natürlich eure zwei Bassisten. Wie kommt es, dass sich einer
jetzt nach so vielen Jahren verabschiedet hat? Könntet ihr euch auch vorstellen
vielleicht eine zweite Gitarre dazuzuholen?
Ich gehe davon aus, dass irgendwann jeder irgendwann vor der Frage steht,
wie es weiter geht. Gabor hat sich nun entschieden, nicht mehr zur Verfügung
zu stehen. Er hat Familie und wohnt in Berlin. Das wirkt sich natürlich
auch auf die Probenarbeit und die entsprechend musikalisch genutzte Zeit aus.
Das heißt für uns im Klartext, dass wir einen Bassisten ersetzen müssen,
der schon sehr lange Teil der Band war. Das ist sicher nicht ganz einfach. Andererseits
ist es nicht unsere Absicht, ihm einen Schrein zu bauen und damit alle möglichen
Nachfolger abzuschrecken. Letztlich suchen wir einen versierten Bassspieler,
der auch vor unkonventionellen Dingen nicht zurückschreckt. Gabor hat seinen
Bass unverzerrt gespielt. Recke ist am verzerrten bass ohnehin unersetzbar. Daher
erübrigt sich die Frage nach einem zweiten Gitarristen. Den haben wir nämlich
schon, nur halt mit zwei Saiten weniger auf dem Griffbrett.
Menschen ändern sich, Musikstile ändern sich. Lässt sich von
der harscheren, aber detailreicheren Mucke heute eine Brücke zu euren
Persönlichkeiten
schlagen und wie diese sich verändert haben?
Ich denke schon, dass wir
uns auch verändert haben. Detailreich waren wir
schon immer, jedoch hat der Härtegrad enorm zugenommen. Da hast Du vollkommen
Recht. Vielleicht hat das auch unsere Einstellung zu anderen Arten von Black
Metal verändert. Ich ertappe mich selber immer mal wieder, recht intolerant
geworden zu sein, was die Umsetzung unserer Musikrichtung betrifft. Ich habe
letzten eine Kritik über uns gelesen, da schrieb der Redakteur aus Italien: „ Moderner
Black Metal sollte auf Synthesizer und Frauenstimme setzen…“ Ich
denke eher, das sind Elemente der 90er Jahre. Black Metal im Jahre 2007 sollte
absolut hasserfüllt und alles niederwalzend sein. Und mit diesen Augen
sehen wir auch die Erscheinungen der anderen Bands.
Die Texte haben, wie ich finde, doch eher den Charakter der alten Schule.
Woher stammen die Einflüsse für die Lyrik und was wird von euch mit
ihr verbunden?
Ich verwende Themen aus Mystik, Mythologie und Dämonologie.
Allerdings scheue ich mich auch nicht, Milton oder Dante als Inspiration hinzuzuziehen.
Mir sind
die Texte sehr wichtig, da sie zum Teil meine eigenen inneren Gedanken reflektieren.
Zum anderen hoffe ich regelmäßig, dass die Lyrics den Leser zu eigenen
Interpretationen anregen. Oftmals jedoch nur ein Wunschdenken, wie ich weiß.
Als Band welcher Größenordnung seht ihr euch mittlerweile? Würdest
du zustimmen, wenn man Grabak als einen der Stützpfeiler des deutschen
Black Metals bezeichnet?
Das ist wirklich schwer zu sagen, sicherlich sind wir
mit unserem Bestehen eine der dienstältesten Bands, jedoch kann man das
sicher nicht auf den Bekanntheitsgrad übertragen.
Häufig kommen Fans zum ersten Mal mit uns in Kontakt und wundern sich
dann, dass wir schon ein paar Alben veröffentlicht haben. Allerdings gefällt
mir der Gedanke, Stützpfeiler zu sein, da wir unsere Musik immer unter
dem Black Metal Banner geschrieben haben und auch mit Leib dazu stehen. Wenn
Du unbedingt
einen Größenvergleich anstrebst, dann würde ich auf mittleren
Status plädieren.
In welchem Kontakt steht ihr mit euren Fans? Bekommt ihr häufig Feedback
aus den Reihen ebenjener oder beschränkt sich das auf die bemusterte Presse?
Wir
haben häufig Kontakt zu den Fans. Die bemusterte Presse stellt da nur
einen Ausschnitt dar. Wir stellen uns den Leuten gerne und auch auf der Bühne
suchen wir den Kontakt, da du nur dort nahezu direkte Reaktionen auf deine
Musik bekommst.
Die letzten Jahre waren konzerttechnisch nicht ganz so erfreulich für
eure Fans. Ändert sich das in naher Zukunft? Nachdem ihr euch mit „Agash
Daeva“ wieder in so einige Köpfe gespielt habt, sollte da draußen
eigentlich eine Menge hungriger Leute auf euch warten.
Hoffen wir es mal. Wir
spielen, wie eben erwähnt gerne live und würden
das auch viel öfter tun, nur leider hängt das meistens von ein paar
externen Faktoren ab. Ich gebe Dir allerdings vollkommen Recht. Nach vier Jahren
mussten wir uns wirklich erstmal wieder in die Köpfe spielen, da gerade
in der heutigen Zeit ein ungeheuer schnelllebiges Musikgeschäft and der
Tagesordnung ist. Ich denke aber, dass uns das diesmal gut gelungen ist und
es werden ganz sicher noch einige Gigs folgen.
Was hatte es mit der Änderung eures Logos auf sich?
Ist es aufgefallen… Nun
ja, wir hatten das alte Logo seit 1995 und wir waren der Meinung, dass es nicht
mehr zu unserer Musik passte. Wir haben unsere
Stilistik immens verändert und das sollte sich auch optisch manifestieren.
Also haben wir Christophe Szpajdel um ein Logo gebeten, welchem wir im Nachgang
noch unseren eigenen Stempel aufgedrückt haben.
Eine weitere Frage, die eure Vergangenheit betrifft: Euer Biografie
ist zu entnehmen, dass ihr heutzutage eher negativ auf die Vermarktung eurer
ersten
Demo zurückblickt.
Woran liegt das?
Was heißt Vermarktung, wir haben es lediglich an das
Ablaze geschickt und nicht an weitere Magazine oder gar irgendwelche Label.
Vielleicht wären
wir in der vorhin angesprochenen Größenordnung ein Stück weiter
oben…
Wieder zurück die ermüdende Gegenwart: Wie siehst du die immer offensichtlichere Übervermarktung
des Objektes Metal? Haben Festivals wie zum Beispiel das Wacken Open Air noch
Wert und Seele für dich oder hatten es jemals?
Besonders erschrocken war
ich, als ich Dimmu Borgir als „Bullet of the
Week“ bei RTL2 gesehen habe. Auf der einen Seite muss ich Markus wirklich
zugestehen, dass er mit Nuclear Blast eine ungeheure Maschinerie aufgebaut
hat, die einen aus geschäftlicher Perspektive wirklich neidisch werden
lässt,
auf der anderen Seite bedeutete das den endgültigen Ausverkauf des Black
Metal – ob man DB nun noch dazu zählt oder nicht. Was Festivals
betrifft kann ich nur sagen, dass ich absolut kein Freund dieser Massenveranstaltungen
bin. Ich ziehe ein kleines Konzert mit drei Bands jederzeit vor. Ob als Zuschauer
oder als Musiker. Ich höre und sehe mir die Bands gerne genau an, doch
nach 6 Bands hintereinander habe ich die Schnauze voll. Ich kann mich hier
also als
Festivalmuffel outen, ich war noch nie in Wacken oder Bad Berka. Das ist einfach
nicht für mich.
Für einige ist es eine Lebenseinstellung, für manche nur Musik. Was
genau bedeutet „Black Metal“ für dich?
Für mich ist es
Lebenseinstellung. Musik, besonders die eigene, ist nur der perfekte Spiegel.
Wie ich schon erwähnte, die Texte sind die jeweiligen
Reflexionen dieser Gedankenwelt und Überzeugungen.
Damit bedanke ich mich recht herzlich für das knackige Interview. Ich wünsche
euch alles Gute und hoffe euch, in nicht allzu ferne Zukunft einmal live betrachten
zu dürfen. Cheers!
Gern geschehen. Und wenn es sich ergibt, werden wir auch in deiner Nähe
spielen, wo auch immer das ist…
Interview Nocturnal Hall August 2007
http://www.grabak.de/
http://www.myspace.com/grabak
Q: Sebastian Witt 7/2007 © http://nocturnalhall.com/
A:
Mit GRABAK hat eine der mit 15 Jahren Präsenz dienstältesten Black
Metal Bands der Republik, nach langem Warten mit Agash Daeva kürzlich
ein neues, hervorragendes Album veröffentlicht. Ein Grund, sich einmal
näher mit der Truppe auseinanderzusetzen!
Seb: Hallo und erst einmal herzlichen
Glückwunsch erst einmal zu eurem
neuen Werk Agash Daeva!
Hallo. Freut uns, wenn’s gefällt.
Seb: Während ich an diesem
kleinen Interview bastelte, habt ihr bekannt gegeben, dass Bassist Gabor nach
12 Jahren sozusagen Schritt für Schritt
die Band verlassen wird. Könnt ihr euch schon vorstellen, ein so lang
gedientes Mitglied zu ersetzen?
Im Grunde hat Gabor diese Entscheidung nach
langer Überlegung selbst getroffen.
Nach dem Studioaufenthalt hat er für sich festgelegt, dass er Grabak nichts
mehr geben könne. Man muss allerdings dazusagen, dass er vor geraumer
Zeit nach Berlin gezogen ist und sich dadurch die Proben recht schwierig gestaltet
haben. Letztlich muss jeder für sich entscheiden, ob der Zeitpunkt gekommen
ist, aufzuhören.
Seb: Wo man heutzutage meist von nordisch/germanisch
inspirierten Albentiteln „überrannt“ wird,
habt ihr euch mit Agash Daeva thematisch zum Teil einem ganz anderen, orientalischen,
Kulturkreis zugewandt. Erklärt doch einmal kurz, was es mit Albumtitel
und Inhalt auf sich hat.
Du hast Recht, „Agash „Daeva“ ist
tatsächlich orientalisch,
genauer altpersisch, geprägt. Daevas sind in der persischen Mythologie
und im Zoroastrismus gefallen Engel oder auch Dämonen.
Agash ist eine der sieben druis, weibliche Dämonen, die zur Gruppe der
Daevas gehören und Ahriman dienen. Wörtlich übersetzt bedeutet
ihr Name „der böse Blick“ und zeichnet sich verantwortlich
für Krankheit, Übel und Verderben. Dieses Motiv haben wir versucht
auch optisch umzusetzen. Seb: Neben den angesprochenen mythologisch-orientalischen
Inhalten geht es auch noch zu einem nicht unbedeutenden Teil um biblische/neutestamentarische
Themen.
Wie lässt sich so etwas kombinieren, bzw. wie kommt man denn auf
so was?
Unser Anteil an biblischen Themen ist in der Tat nicht ganz unbedeutend.
Inhaltlich kommen jedoch nur die exemplarischen Widersacher zu Wort und Handlung.
Wir
haben mit Judas einen der berühmtesten Verräter, der zugegebenermaßen
verführt, einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Lebensgeschichte
des Nazareners hatte. Ansonsten bekommt der große Verführer ziemlich
oft selbst die Rolle des Protagonisten. Mir gefällt es einfach die alten
Geschichten zu nehmen und sie aus einer blasphemischen Perspektive zu erzählen.
Das eine oder andere Element hinzu und schon ist es nicht mehr die gelackte
biographische Leidensfabel.
Seb: Abgesehen von euerem Namen, spielt bei GRABAK ein Bezug auf nordische
Mythologie und/oder sonstigen heidnisch-germanischen Kram praktisch keine Rolle.
Interessiert euch das schlicht nicht (mehr), wollt ihr euch damit unter anderem
auch von der Masse der heutigen BM-Flut abheben?
Wir haben ganz zu Beginn unserer
Karriere mal Themen der Edda verwendet. Ich glaube, es gab jedoch nur zwei
oder drei Songs, die so ausgerichtet waren. „Walküren“ auf
dem Debüt und noch weit vorher gab es mal ein Stück namens Ragnarök.
Mich hat es schlicht NIE interessiert. Und da ich seit meinem Einstieg zu nahezu
100% textverantwortlich bin, entstammen einfach keine nordisch-germanisch geprägten
Texte meinem Hirn. Dann doch lieber okkulte oder dämonologisch gefärbte
Lyrics, die einen Schuss Ironie zulassen. Dem ganzen Pagan oder Neo-Folk von
heute können wir ohnehin nicht allzu sehr viel abgewinnen. „Heidnisches“ Liedgut
auf traditionellen Instrumenten, wie Gitarren und Bässen von B.C. Rich….
Seb:
Ihr habt für das neue Album stolze vier Jahre gebraucht. Hat das
Songwriting oder der inhaltliche Teil davon die meiste Zeit verschlungen? Und
wie geht bei euch die Geburt eines neuen Albums generell vonstatten?
Immer
schön Salz in die Wunde. Ja, es hat verdammt lange gedauert, aber
man muss dazu sagen, dass es eher personelle Hintergründe hatte. Nach
unserem letzten Album haben wir ein ganzes Jahr lang keine neuen Songs geschrieben.
Wir waren einerseits irgendwie leer und andererseits konnten wir auch nicht
wirklich gut proben, da unser damaliger Drummer kaum noch die Chance hatte,
hinter sein Werkzeug zu steigen. Auch mit seiner Motivation sah es nicht gut
aus, so dass wir uns, wie man so schön sagt, in gegenseitigem Einvernehmen
getrennt. Basti ist dann eingestiegen und wir haben in 2 Jahren die elf Songs
fertig gestellt, Konzerte gespielt und eine neue Firma gefunden. Das war der
nächste Grund. Unser Vertrag mit CCP lief bis Juli 2006. Danach haben
wir uns nach neuen Partnern umgesehen, diesen in Black BlooD gefunden. Dann
dauert der organisatorische Teil noch einige Zeit und schon sind es vier Jahre…
Geburt ist eine nette Umschreibung, denn ein Krampf ist es oftmals auch. Naja,
wir arrangieren die Songs häufig im Proberaum. Einer der Saitenquäler
bringt seine Ideen mit und dann wird es gemeinsam umgesetzt oder halt nicht.
Während des Entstehungsprozesses kommen Texte und Drums dazu, bis es für
uns danach klingt, dass der Songs fertig ist. Und das kann auch mal Monate
dauern. Am Ende hast du viele Songs und willst sie alle auf einer Scheibe unterbringen.
Du gehst ins Studio, nimmst sie auf und überlegst Dir die Reihenfolge
der Stücke. Wenn Du einen guten Produzenten hast, nimmt er dezent Einfluss
und alles wird gut. Du bekommst gute Reaktionen, verkaufst jede Menge Alben
und wirst reich. Oder so ähnlich.
Seb: Seit im Jahr 2000 liegenden Line-Up-Problemen
und dem damit verbundenen Wegfall des Keyboards aus eurer Musik habe ich den
Eindruck, dass GRABAK musikalisch
immer mehr auf Gewalt und Geschwindigkeit setzen. Was hat euch dazu bewogen,
allmählich immer straighter und härter zu spielen?
Ich denke, das
hat sich einfach mit den spielerischen Fähigkeiten ergeben.
Wir konnten eigentlich immer schneller, hatten aber wohl eine Schlagzeugbremse.
Aber schnell ist ja auch nicht immer analog zu hart. Gibt viele Bands, die
nicht so schell sind, aber eine ungeheure Energie auf das Album bannen. Basti
ist jedoch ein extremer Drummer, zwar noch jung, aber schon sehr gut. Und irgendwie
passt es auch zu unserer Musik. Eine wirklich gute Mischung würde ich
sagen.
Seb: Auffallend ist, dass sich im Vergleich zu den früheren Werken neben
klasse Black Metal Strukturen vor allem beim Drumming ein guter Schuss Death
Metal in euren Stil gemischt hat. War das Absicht, oder war euer neuer Drummer
es einfach noch gewohnt so zu spielen und sozusagen der Grund für diese
Umorientierung?
Es stört uns nicht, dass sich der Drumming Stil nach Death
Metal anhört.
Viele heutige Bands nutzen die Form doch auch. Aber es stimmt schon, letztlich
war er der Grund, obwohl wir schon vorher gerne mehr Blast Beat genutzt hätten.
Jetzt haben wir halt unsere Nische gefunden und spielen einfach ziemliche schnellen
Black Metal.
Seb: Habt ihr vor, das aktuelle Album im Hinblick auf die Entwicklung
in Sachen Härte irgendwann noch zu toppen? Und wenn ja, wie wollt ihr
das anstellen?
Das wird wohl eher schwer. Schneller ginge es sicher noch, das hört
man ja auch live, nur irgendwann verlieren sich die Riffs im Geschwindigkeitsrausch
und Du kannst sie nicht mehr vernünftig auflösen. Das kannst Du dann
damit vergleichen, mit einem Motorrad bei 200km/h auf einer 5cm dünnen
Linie Slalom fahren zu wollen. Ich denke, wir werden sehen, was sich so ergibt.
Die Stilistik wird sich jedenfalls nicht so schnell noch mal so dramatisch ändern.
Seb:
Trotz der gesteigerten Härte merkt man auch noch auf Agash Daeva,
dass ihr euch nach wie vor nicht scheut, auch Einflüsse aus anderen metallischen
Spielarten zu verarbeiten, oder gar Inspiration aus ganz abseits davon liegender
Quelle zu schöpfen. Woher bezieht ihr nach eigenem Empfinden die meisten
Anregungen für euren Stil (wenn man mal von den üblichen Verdächtigen
aus dem nordischen BM absieht)?
Ich würde sagen, aus Thrash und Death.
Manche Riffs kommen auch aus dem Heavy Bereich. Unser persönliches Hörspektrum
ist ziemlich breit, so dass sich immer Inspirationen finden lassen.
Seb: Neben eurem Labelwechsel von CCP zu Black Blood Records und Einheit
Produktionen habt ihr natürlich nicht mehr in deren Studios, sondern quasi „vor
der Haustür“ im Studio von Disillusion Mastermind Andy aufgenommen.
Vergleicht man das neue Album mit seinen Vorgängern, hat sich der Sound
meines Erachtens auch deutlich verbessert. Seht ihr das auch so, und welchen
Anteil daran würdet ihr den veränderten Produktionsbedingungen zugestehen?
Ich
stimme die 100% zu. Es ist jedoch ein Mix aus verschiedenen Faktoren, der sich
für den Klangunterschied verantwortlich zeichnet. Faktor Zeit. Wir
haben diesmal 17 Tage Studioarbeit hinter uns, kein Vergleich zu Disillusion
mit 30 Monaten, aber doch länger als je mit Grabak. In Linz waren wir
meist fünf Tage aufnehmen und haben zwei Tage abgemischt. Diesmal haben
wir zehn Tage aufgenommen und sieben sind für mischen und mastern draufgegangen.
Faktor Technik. Wir haben andere Amps benutzt als vorher. Auch das Schlagzeug
war etwas stärker bestückt.
Faktor Studio. Naja, ich sag mal so. Es ist vor unserer Haustür, da kannst
Du mal sagen: „Schluss, ich brauche ne Auszeit und fahre nach Hause.“ Von
Linz aus ist das schwierig. Die Studiotechnik spielt eher keine Rolle, man
kann aus allem etwas zaubern. Faktor Produzent. In unserem Falle eine enormer
Zugewinn. Andy ist wirklich ein genialer Einflussfaktor. Er hat seine Ideen
und Vorstellungen mit eingebracht und damit die ganze Sache „abgerundet“.
Er spielt halt selber aktiv Musik und verbringt wohl irgendwie sein Leben fest
mit der Sache verwachsen. Wenn es nach uns geht, jeder zeit wieder ins KickTheFlame.
Seb: Nicht nur das Soundstudio hat sich mit dem neuen Label-Deal geändert,
ihr werdet ihr ja nun fast zwangsläufig einem größeren Publikum
bekannter werden. Wird sich das merklich auf Tour- und sonstige Konzertaktivitäten
auswirken? Wir man euch (hoffentlich) auch bald mal im Ruhrgebiet bewundern
dürfen?
Wieso werden wir zwangsläufig bekannter? Momentan ist es ein
ziemliches Stück Arbeit und Schreibaufwand seitens des Labels, uns nach
vier Jahren wieder zu promoten. Gut, die Scheibe bekommt erstaunlich viele
gute Kritiken,
jedoch ist das heutzutage kaum noch ausreichend, flächendeckender bekannt
zu werden. Konzerte sind da eine gute Variante, wir haben auch schon mehr Shows
gespielt in diesem Jahr aber es könnten auch noch mehr Gigs sein. Sicher
werden wir auch mal touren, aber da wir alle arbeiten gehen bzw. ich eine eigene
Firma habe, müssen wir das zeitlich gut abstimmen. Das hängt jedoch
von ein paar externen Dingen ab.
Wir spielen im Dezember diesem Jahres auf der Satans Convention in Werl und
das ist ja nicht so weit weg vom Pott.
Seb: So, dann wäre ich mal so am
Ende mit meinen Fragen. Dankeschön
für geopferte Zeit und Mühe und zum Schluss könnt ihr noch alles
loswerden, was noch gesagt werden sollte ;)
Alles klar. Der Dank ist auf unserer
Seite und vielleicht trifft man sich ja mal im Ruhrgebiet.
Interview Legacy August 2007
Satte vier Jahre hat es gedauert, bis die deutschen GRABAK mit „Agash
Daeva“, ihrem mittlerweile vierten Album, zum Angriff blasen. Das Legacy
betrieb bei Sänger Jan Klepel Ursachenforschung.
„Nun ja, im Endeffekt hat das verschiedene Gründe. Fangen wir damit
an, dass wir nach der Veröffentlichung unseres letzten Albums fast ein
Jahr keine neuen Songs geschrieben haben. Das lag zum großen Teil daran,
dass sich unser damaliger Schlagzeuger aus familiären und beruflichen
Gründen sukzessiv von der Band zurückgezogen hat, so dass wir Anfang
2005 einen neuen Drummer verpflichten mussten. Durch diesen sind viele neue
Einflüsse und Stilistiken in die Songs gekommen. Wir konnten letztlich
mehr ausprobieren und die Musik wesentlich abwechslungsreicher gestalten. Das
heißt also, dass der eigentliche Schreibprozess erst 2005 begann, und
damit sind wir wieder im Zwei-Jahres-Rhythmus, denn man muss ja noch den kompletten
Aufnahmeprozess und die Laufzeiten bei Presswerk, Vertrieb und Presse abziehen.
Wenn man sich allerdings das Ergebnis anhört, war es aus meiner Sicht
gut, dass vier Jahre verstrichen sind.“
Im Vergleich zu den Vorgängerwerken habe ich den Eindruck, dass das neue
Album – wenn auch kompromisslos erneut im Highspeed-Bereich gebrettert
wird – dennoch einen kleinen Tacken melodischer ausgefallen ist. Da kann
Jan hingegen nicht zustimmen.
„Ich glaube nicht, dass wir wirklich melodischer geworden sind, zumindest
nicht im direkten Vergleich zu den Vorgängeralben. Vielmehr sind die einzelnen
Songs in sich besser strukturiert und nicht mehr ganz so verworren wie bisher.
Vielleicht macht sie das etwas eingängiger.“
Wobei man beim Songwriting hauptsächlich Instinkttäter ist – das
Ergebnis gibt ihnen Recht.
„Wir planen nicht wirklich, wie neues Material zu klingen hat. Wie schon
erwähnt, das ergibt sich einfach aus dem Entwicklungsprozess. Was heißen
soll, dass unsere Saitenfraktion mit Ideen und Vorstellungen kommt, die dann
bandintern umgesetzt oder verändert werden. Das sind anfängliche
Riffs und Melodiebögen, die intuitiv entstanden, dazu gesellt sich dann – sehr
wohl geplant – die jeweils passende oder gegenläufige Gitarrenspur.
Der gesamte Song wird dann je nach Hörgefühl und Textlänge durchstrukturiert.“
Doch in den vier Jahren hat sich nicht nur in puncto Songwriting, sondern auch
Label-technisch einiges getan, so sind GRABAK mittlerweile zu Einheit Produktionen
gewechselt.
„Mitte 2006 lief unser Vertrag mit CCP aus. Wir haben drei Alben über
die Österreicher veröffentlicht und haben unsere Erfahrungen gemacht.
Für uns war es jedoch wichtig, einen Neuanfang zu machen. Soll heißen,
neuer Drummer, neues Logo und etwas anderer Musikstil. Diesen Neuanfang wollten
wir auch mit neuen Partnern umsetzen, und wir haben unser Demomaterial an verschiedene
Label geschickt. Beweggründe, uns für Black Blood Records zu entscheiden,
gab es im Endeffekt mehrere. Zum ersten ist BBR ein reines Black Metal-Label,
ohne dass es zu stilistischen Durchmischungen mit Pagan oder Folk kommt. Durch
Olafs Erfahrung und mit Einheit Produktionen im Rücken, können und
wollen wir BBR gemeinsam mit dem Labelchef Björn in Deutschland nach vorne
bringen, und ich denke, das ist bisher sehr gut gelungen. Und insofern können
wir auch zufrieden sein.“
Dementsprechend motiviert zeigt man sich auch hinsichtlich der Planungen
für
die nächste Zeit.
„Die nahe Zukunft wird wohl hauptsächlich noch einige Konzerte und
Festivals bringen. Ansonsten sind wir bereits am Schreiben von neuem Material,
was dann aber sicher nicht erst in vier Jahren erscheinen wird.“
Doch zuerst kann man sich auf das aktuelle Album konzentrieren, dessen einzelne
Texte Jan wie folgt kommentiert.
„Dann gehen wir mal der Reihenfolge nach durch. ´Beyond A Black
Horizon´ – ein Text über einen Ort, der unwirklich und zerstörerisch
für die dort befindlichen und täglich ankommenden Existenzen ist. ´Nightworks´beginnt
als die textliche Umsetzung satanischer Rituale, endet jedoch letztlich nur
als pure Vergewaltigung des entsprechenden Opfers. In ´Dominion´ ist
die Versuchung des Nazareners durch Satan thematisiert. Anders als in der Bibel
kann er am Kreuz durch Fleischeslust versucht werden, das heißt, er wäre
bereit, sich dieser Versuchung hinzugeben, wenn nicht seine momentane Position
und sein augenscheinlich androgynes Wesen ihn und den weiblichen Antagonisten
daran hindern würden. ´Homo Diabolus´ – der Teufel in
Menschengestalt oder vielmehr die Dämonen im eigenen Gehirn. Protagonist
ist ein Kerkerinsasse, sowohl psychisch als auch physisch eingekerkert, der
von seinen eigenen Schattenwelten gepeinigt wird. Körperlich nah am Verfall,
jedoch unfähig, dem Ganzen ein wirkliches Ende zu setzen. In ´The
Beauty...´ ist der Liebesakt einer fiktiven Person mit drei Gorgonen
beschrieben, der zugegebenermaßen anfänglich Spaß machen dürfte,
mit der Zeit jedoch einer steinernen Ruhe weicht. Thema in ´Judas´ ist
der Verrat an Jesus aus Sicht des Iscariot, ohne dass er letztlich Reue zeigt,
er ist stolz darauf, ein Nagel im Fleisch zu sein. ´Furia´ ist
bei uns ein aus Blut geborener Dämon, der als personifizierte Rache sowohl
Menschen als auch deren Erbe auslöscht. Sehr nah an den Mythen zu den
Furien. ´Code 666´ ist die textliche Verhöhnung von Christus
am Kreuz, ein wirklich blasphemischer Text… Nun, in ´Strigoi´,
Wiedergänger aus karpatischen Erzählungen, habe ich zwei Strophen
aus Lovecrafts „Nightgaunts“ 1:1 verwendet und zwei weitere hinzugefügt.
Es handelt sich letztlich um wiederkehrende Albträume. Für ´Through
The Ten Circles Of Hell´ stand mir Dantes „Inferno“ Pate.
Jede Strophe beschreibt einen weiteren Kreis der Hölle. Ursprünglich
sind es ja neun, mit dem gefallenen Luzifer und den Erzverrätern in der
Mitte. Um jedoch einen noch schlimmeren Ort für den Sohn Gottes zu schaffen,
haben wir noch einen weiteren Kreis eingefügt. Den Abschluss bildet ´Agash
Daeva´, was eine textliche Anrufung dieser Drug ist.“
Stilistisch ist man dabei – dem Gehörnten sei Dank – seiner
bisherigen Richtung treu geblieben. Dementsprechend zeigt sich Jan auch etwas
gespalten, wenn man ihn nach Bands befragt, die von einer gleichbleibenden
stilistischen Basis ihres Schaffens frappierend abrücken.
„Das leidige Thema… Ich will es mal so sagen: Wir haben Emperor
dafür gehasst, dass sie sich nach „Anthems“ derart entwickelt
haben. Ich denke, man hat immer bestimmte Erwartungen, die man an eine Band
und ihr neues Material stellt. Oft ist es dann vielschichtiger, komplexer oder
schlicht anders als erwartet, und das macht es dann schwer, der Band zu folgen.
Während unseres Entwicklungsprozesses haben wir jedoch am eigenen Leib
erfahren, dass sich musikalische Entwicklungen genauso schleichend ergeben
wie persönliche. Und plötzlich spielst und bevorzugst Du einen anderen
Musikstil als zuvor und es wird Dir bewusst, dass jede Band diesen Prozess
durchmacht, es also eher vollkommen normal ist. Wir haben auch schon immer
die verschiedenen Einflüsse kombiniert, nur diesmal offenbar besser. Und
das macht vielleicht die Veränderung aus.“
Wer auf selbige gespannt ist, sollte sich einen virtuellen Ausflug
auf unten genannte Website nicht versagen, auf der zwei Songs vom neuen Album
zum Probehören
bereitstehen.
Diana Glöckner
www.grabak.de
Interview für metal.de
GRABAK-Mailer made by Stendahl
Zunächst mal möchte ich euch sagen, dass ihr mit eurem neuen Album "Agash
Daeva" ein knüppelhartes Brett auf die Menschheit loslasst. Aber
lasst uns erst mal einen kleinen Rückblick in die Bandvergangenheit werfen.
Wann genau habt ihr beschlossen, GRABAK zu gründen und was geschah bisher
in eurer Bandgeschichte? Könnt ihr euch kurz vorstellen? Und könnt
ihr kurz etwas zu den bisherigen Veröffentlichungen sagen?
Hallo erstmal,
ich weiß gar nicht so genau, ob wir wirklich beschlossen
haben, Grabak zu gründen oder ob es sich nicht eher so ergeben hat. Jedenfalls
war das 1995 und wir legten damals zwei Bands zusammen, sprich diejenigen,
die jeweils weitermachen wollten, haben sich letztlich in Grabak wiedergefunden.
1997 haben wir unser erstes und einziges Demo veröffentlicht, jedoch nicht
wirklich gut promotet, na ja, aus fehlern lernt man. 1999 haben wir bei CCP
Records unterschrieben und unser Debüt „Der Prophet des Chaos“ veröffentlicht.
Ein eher experimentelles Konzeptalbum mit hörspielartigen Zwischensequenzen.
Zwei Jahre später folgte „Encyclopaedia Infernalis“ ebenfalls
auf CCP. Und schließlich 2003 das bis dato letzte Album „The Serpent
within Paradise“. Ende 2006 unterschrieben wir bei Black Blood Records
und haben nun das oben erwähnte Album „Agash Daeva“ auf den
Markt gebracht.
Was bedeutet eigentlich der Bandname GRABAK? Wofür steht
er? Und was bedeutet der Titel des neuen Albums "Agash Daeva"?
Grabak
ist der Edda entlehnt. Dort ist Grabakr der Name der größten
Schlange, die an den Wurzeln der Weltesche Yggdrasil in Unheil verrichten.
Daevas sind in der persischen Mythologie und im Zoroastrismus gefallen Engel
oder auch Dämonen.
Agash ist eine der sieben druis, weibliche Dämonen, die zur Gruppe der
Daevas gehören und Ahriman dienen. Wörtlich übersetzt bedeutet
ihr Name „der böse Blick“ und zeichnet sich verantwortlich
für Krankheit, Übel und Verderben.
Das "Agash Daeva"-Album
war mein Einstieg in die Welt von GRABAK. Es ist ein harsches, hartes, treibendes,
dabei jedoch mit einiger Wiedererkennbarkeit
ausgestattetes Album geworden. Wo seht ihr die Unterschiede zu früheren
Werken?
Nun ja, wir haben uns kompositorisch entwickelt. Die Songs sind einfach
besser strukturiert und gehorchen nun eher musiktheoretischen Idealen. Wenn
man im
Black Metal von etwas derartigem sprechen möchte. Wesentlichster Unterschied
ist dabei das Drumming. Wir haben uns 2005 von unserem langjährigen Schlagzeuger
getrennt und ihn durch Basti ersetzt. Er hat ziemlich viele Death Metal Einflüsse
in unsere Musik gebracht, die wir vorher einfach nicht umsetzen konnten.
Wie
würdet ihr euren Stil definieren? Immerhin finden sich bei euch auch
atmosphärische Zwischenspiele neben dem vorwärtstreibenden Drumming
und den schmetternden Gitarren-Äxten.
Es ist wirklich schwer zu sagen.
Wir können es selber kaum definieren,
schließlich findet man neben klassischen Black Metal Elementen, viele
Charakteristika aus Death, Thrash und Heavy Metal.
Das DARK FUNERAL-artige
des Gesanges ist nicht nur mir aufgefallen. Allerdings seid ihr härter,
gemeiner als unsere schwedischen Freunde. Und weniger auf Hall produziert.
Liege ich da richtig bzw. gefällt euch diese Art
des harschen Keifens?
Härter und gemeiner? Na wenn Du meinst. Die schwedischen
Jungs haben einige der markantesten Songs der BM Geschichte abgeliefert.
Da freut uns der Vergleich
eher. Was die Produktion betrifft, ich denke, jede Band findet irgendwann
den ihr zu eigenen Sound. Unserer ist halt durch unsere Instrumentierung
mit verzerrtem
Bass etwas exotischer. Da musst Du schauen, dass sich die Soundstrukturen
gut differenzieren lassen und bei viel Hall würden sich einige Details
eher verlieren.
Das „harsche keifen“ wie Du es nennst, ist eigentlich erst auf
dem neuen Album so zu finden. Die früheren Werke waren stimmlich etwas
höher, aber damit unverständlicher und weniger extrem. Wir haben
einfach irgendwann beschlossen, dass der Gesang etwas tiefer sein sollte,
um sich besser in die neuen Songs zu integrieren.
Wie schaffst es euer Sänger
eigentlich, diesen charismatischen, gepressten Gesang von sich zu geben?
Schüttet er sich Vitriol in die Kehle? Ist es
nicht sehr mühsam und schwierig, über einen Song oder ein Album
so zu keifen? Ich schaffe das keine zwei Minuten...
Ich schütte mir
ganz sicher kein Vitriol in den Hals. Sieh es mal so, ich mach das jetzt
seit über zwölf Jahren, da gewöhnt man sich
an vieles. Früher habe ich vor und nach Konzerten mit Salbeitee gegurgelt.
Heute geht’s auch ohne. Auch über die Länge eines Konzertes
oder eben mehrere Tage im Studio…
Nun zu den Gitarrenlicks: sie sind
sirrend, flirrend, typisch old-school eingespielt. Neben den norwegischen
Vorbildern hört man bisweilen rhythmisch orientierte
Hooks heraus, ohne dass ich jetzt Black And Roll dazu sagen würde. Liege
ich da völlig falsch? U.a. der Beginn von "The Beauty..." bringt
mich darauf, dieses sägende Riff, das sehr geil ist, übrigens.
Falsch
ist es sicher nicht, wir haben natürlich nordische Einflüsse,
schließlich sind wir mit der 90er Welle skandinavischen Black Metals
entstanden. Jedoch sind wir nicht ganz frei von thrashigen Riffs, die unseren
deutschen Thrash Bands zu schulden sind, welche auch ganz klar ihren Einfluss
haben.
Dann gibt es immer wieder diese ungewöhnlich düstere Black
Metal-Passagen. Für mich ist das immer, als käme da gleich ein
Hornissenschwarm vorbei, der mal kurz innehält, aber sich dennoch immer
neu Opfer sucht. Und euer Drummer muss nach der Aufnahmesession unters Sauerstoffzelt
gekommen sein oder?
Der hämmert ja alles weg.
Basti hat im Laufe der Zeit ein paar Techniken
erlernt, effizient und effektiv zu spielen. Das heißt, wie alle High
Speed Drummer spielt er eben recht Kraft sparend. Das Drumset ist so aufgebaut,
dass nur kurze Wege zu überwinden
sind und vom Anschlag bemüht er sich eben auch, so wenig wie möglich,
außer Atem zu kommen.
Eure neuen Songs sind derart komponiert, dass
einige Durchläufe nötig
sind, die Feinheiten zu erkennen. Beim ersten Anhören dachte ich, ein
Orkan erfasst mich, dann waren es Hornissen, inzwischen höre ich differenzierter.
Ihr mischt Groove mit Speedattacken, die man sich erstmal erschließen
muss. Legt ihr wert auf Songs, die wachsen?
Das waren die Songs schon immer,
jedoch sind diesmal wirklich viele Details vorhanden, die ein Hören
spannend machen. Was nützt es denn, wenn
der Hörer nach dem ersten Durchlauf gähnend abwinkt? „Wachsen“ ist
ein guter Vergleich, denn wir versuchen wirklich, dem einzelnen Song einen
Höhepunkt zu geben, der ihn besonders macht.
Auch in Sachen Produktion und Effektsamples haben wir diesmal sehr viel mehr
Wert auf Kleinigkeiten gelegt, die den Spannungsbogen mitgestalten.
Gerade
auch die gebotene Abwechslung in u.a. "Homo Diabolus", "Furia" und
anderen Tracks steht euch gut zu Gesicht. Die Düster-Passage während
des Chorus bei "Furia" ist sehr gelungen, fies, dunkel, archaisch,
das Solo kryptisch. Seid ihr eigentlich auch dem Thrash oder traditionellem
Metal verhaftet?
Hatte ich ja schon erwähnt, wir alle sind irgendwie
mit Heavy Metal, Thrash und auch ein wenig Death aufgewachsen. Der eine mehr
der andere weniger. So
haben wir alle kein Problem damit, die verschiedensten Einflüsse zuzulassen
und umzusetzen.
Instrumental seid ihr gut. Ihr könntet bei eurer musikalischen
Ausrichtung auch epische Akustikpassagen oder narrative Vocals einbauen.
Werden wir so
etwas in Zukunft vermehrt zu hören bekommen?
Wenn Du die die alten
Alben anhörst, wirst Du feststellen, dass wir das
alles schon gemacht haben. Dieses Album jedoch ist wesentlich direkter und
hätte extrem an Härte verloren, wenn wir mehr der von Dir genannten
Elemente verwendet hätten.
Außer NEGATOR fällt mir eigentlich
keine deutsche BM-Band ein, die so gekonnt immer auf die zwölf geht
wie ihr. Am schwarzen Thron rüttelt
ihr schon. Aber ihr seid doch nicht zu gemein zur Konkurrenz, oder?
Wer sitzt
noch mal auf dem Thron? Ich denke, es ist eher ein Ratssaal, in dem verschiedene
Bands sitzen. Allerdings gebe ich Dir Recht, es gibt kaum
Bands,
die derart schnell spielen. Zumindest nicht im deutschen Black Metal.
Ihr
spielt größtenteils Speedtempo. Passt das zu eurer Musik
und den Texten am besten?
Es scheint so. Letztlich haben sich die Songs
irgendwie organisch entwickelt. Wir haben die Musik geschrieben und die Songs
wurden immer schneller angelegt.
Auch während der Entstehungszeit verändert sich das Tempo noch
bis man dann das Gefühl hat, ein „flüssiges“ Hörerlebnis
zu haben. Die Kombination aus Geschwindigkeit und Melodik ist offenbar unsere
Nische. Auf der anderen Seite würde es sicher sehr schnell eintönig
werden, wenn alle Songs nur dahin gehämmert wären. Da sind einzelne
ruhige Passagen oder halt ganze Songs, die etwas langsamer sind, eine willkommen
Abwechslung.
Worum genau geht es in euren Texten? Warum verwendet ihr die
deutsche Sprache?
Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben mythologische,
satanische oder halt literarisch inspirierte Lyrics. Wenn Milton oder Dante
wüssten, was
wir aus ihren Werken gemacht haben…
Warum die deutsche Sprache? Nun, es stimmt, bis jetzt hatten wir auf jedem
Output mindestens einen deutschsprachigen Song. „Encyclopaedia“ basierte
sogar auf einem komplett deutschen Textkonzept. Ich denke, für manche
Inhalte lässt sich das phonetisch relativ weich klingende Englisch nicht
verwenden. Da braucht es ein eher hartes Klangmuster, wie das Deutsche nun
mal auf Grund von Flexion und Rhythmik aufweist.
Wie entstehen eigentlich
eure Songs? Wovon lasst ihr euch leiten, inspirieren?
Sie entstehen zu 80%
bei uns im Proberaum. Entweder ein Saitenquäler kommt
mit einer Idee oder sie setzen sich gemeinsam hin und tüfteln ihre Strukturen
aus. Irgendwann kommt dann der Text dazu und alles wird aufeinander abgestimmt.
Eine Mischung aus Intuition also Bauchmusik und Musiktheorie…
Interessiert
sich eine heidnische Horde wie ihr sie seid auch für modernere
Musikstile?
Wir sind keine heidnische Horde, weder im historischen Sinne
noch aus heutiger neopaganistischer Sicht. Wir haben auch absolut nichts
für die heutigen
Auswüchse im Pagan Metal übrig.
Was meinst du mit modernen Musikstilen? Wenn damit die derzeitige Radiolandschaft
gemeint ist, eher nein, sie dudelt vielleicht mal im Hintergrund aber das
ist kein interessiertes Auseinandersetzen. Vielleicht eher bestimmte klassisch
geprägte Komponisten wie Prokofjew, Rachmaninow oder Mussorgsky. Opern
von Verdi und Puccini. Aber das ist eher meine Präferenz, da will ich
mich nicht allzu weit aus dem bandbezogenen Fenster lehnen.
Die Produktion
von "Agash Daeva" trägt wesentlich zum angenehmen
Hörerlebnis bei. Untergrund transparent eingespielt, dadurch eine treffliche
Atmosphäre erzeugend, so würde ichs mal beschreiben. Seid ihr zufrieden
mit der Produktion?
Ja, die Produktion ist sehr gut und der Produzent A.
Schmidt vom KicktheFlame Studio hier in Leipzig hat einen wirklich tollen
Job geleistet und sich auf
angenehme Art eingebracht. Es war notwendig unseren Albumsound umzustrukturieren.
Heißt, wir haben keinen „links vs rechts- Sound“ in Sinne
der Gitarren sondern sie sind gut miteinander verwoben, um die oftmals gegenläufigen
Melodiebögen auszudifferenzieren.
Habt ihr eigentlich schon Pläne
für die Zukunft?
Um uns halt nicht auf „Agash“ auszuruhen,
haben wir schon wieder angefangen neue Sachen zu schreiben. Mal sehen, wie
es mit Black Blood Records
und Einheit Prod. weitergeht. Die Jungs tun wirklich alles in ihren Möglichkeiten
befindliche. Wir spielen größere Konzerte, vielleicht mal eine
Tour. Mal abwarten, was kommt.
Das Cover von "Agash Daeva" finde
ich sehr düster. Was steckt
dahinter?
Es passt zum Inhalt. Was man sieht ist unsere bildliche Umsetzung
von Agash. Uns hatte von Anfang an die Dualität des Motivs fasziniert.
Einerseits hast Du eine recht zarte Frau in verängstigter Pose, verstümmelt,
morbide und halt dem Verfall sehr nahe. Auf der anderen Seite kannst Du die
gleiche Pose äußerst aggressiv interpretieren, als Wurzel des
Verderbens - quasi als personifizierter Fluch. Tja, und das Motiv von Krankheit
und Verderben
setzt sich auch auf den Bandphotos fort.
Habt ihr es als deutsche Black
Metal-Band eigentlich schwerer als es eine schwedische oder norwegische Combo
hätte?
Inzwischen nicht mehr. Es gab sicher eine Zeit, in der auch
zweitklassige Bands einen Vertrag bekamen, nur weil sie aus Skandinavien
stammten. Heute
muss jeder
Qualität abliefern, um bestehen zu können. Allerdings haben es
bereits etablierte Bands immer etwas einfacher, da sie ja schon einen Namen
haben.
Mit welchen deutschen Bands seid ihr besonders befreundet? Kann man überhaupt
von einer echten Szene sprechen?
Hier in Leipzig gibt’s ein paar Bands
mit denen wir recht gut können
Wir hatten mal gute Kontakte zu AEBA, Dunkelgrafen und ein paar anderen.
Inzwischen hat sich das ganze wieder etwas verloren. Man sieht sich, grüßt
sich halt und redet eine Weile. Anderseits muss ich auch gestehen, dass ich
irgendwann den Überblick verloren habe, wird denn nun überhaupt
noch aktiv ist. Abgesehen davon, dass bei der Flut an Bands ein Überblick
eh nur schwer zu halten ist.
Könnt ihr uns noch was zu Touraktivitäten
sagen? Gibts Konzerte, und wenn ja, doch hoffentlich auch hier in der Nähe?
Konzerte gibt es logischerweise. So spielen wir dieses Jahr ein paar Festivals,
z.B. auf dem Zabbaduschder Open Air, Satan’s Convention oder jetzt
In Flammen Open Air. Sicher werden noch ein paar kleinere Shows dazukommen.
Ende
des Jahres ist wohl noch eine Tour avisiert, aber da gibt’s noch nicht
viel Konkretes. Es ist auch schwer alle Bandmitglieder unter einen Hut zu
kriegen, da alle immer noch irgendwie Geld verdienen müssen.
Wollt
ihr noch was loswerden? Welche anderen Musikstile können euch
sonst noch gefallen?
Vielen Dank für das Interesse und vielleicht läuft
man sich ja mal über
den Weg, grüßt sich und redet eine Weile über die gute alte
Zeit…
Ausführliche Antworten sind natürlich gern gesehen...
Danke fürs
Fragenbeantworten!
Greetz von Stendahl
 |
 |
Erhältlich
seit 28.05.2010

Odroerir
„Götterlieder II“ CD
Alkonost
„On The Wings Of The Call“ CD
Finsterforst
„Urwerk“ Digi-2-CD
Horn
„Distanz“ CD
frühere Veröffentlichungen
|