Einheit-Produktionen
Suche Sitemap Impressum




Werbung
Gannahall - Museumsdorf und Seminarzentrum

Walhalla Metal Mag

Trollmusic


Waldgeflüster - Reviews


www.heavymetalcosmos.com - Review - 9/10 Punkte

www.metalcrypt.com - Review - 5/5 Punkte

www.obliveon.de - Review - 9/10 Punkte

www.myrrthronth.de - Review

www.powermetal.de - Review

www.nocturnalhall.com - Review - 9/10 Punkte

www.necroweb.de - Review

www.zwaremetalen.com - Review

www.interregnummusik.de - Review - 9/10 Punkte

www.visions-underground.com - Review

Dirk Wettlaufer, www.alldayhell.de - Review

www.voicesfromthedarkside.de - Review

www.stormbringer.at - Review - 4,5/5 Punkte

www.igelmetal.de - Review - 5/5 Punkte

www.heavy-mag.com - Review

www.musik.terrorverlag.de - Review

www.amboss-mag.de - Review

www.evilrockshard.net - Review

www.musikreviews.de - Review

www.bleeding4metal.de - Review

www.sheol-magazine.com - Review - 9/10 Punkte

www.monstersandcritics.de - Review

www.metal.de - Review

www.metalmessage.de - Review

Vorabpressestimmen




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Heavy Metal Cosmos - June 2009 - 9/10 Punkte


An amazing debut comes from this German one man’s band. Waldgeflüster is Winterherz’s personal project, who is also the singer / guitarist of the band Scarcross. He founded Waldgeflüster in 2005, wanting to explore the pagan black metal genre, since Scarcross have a more progressive orientation. I am really thankful he decided to begin this band, because his music is exceptional! In 2006 Irminsul Records released the demo “Stimmen im Wind” and now Black Blood Records releases the debut album “Herbstklagen”.


Melodic pagan black metal is what we get in this album. Pagan metal based only on the innovative guitars, without any synths “stealing the glory”… Electric guitar riffing is combined with acoustic guitars, resulting in a very emotional and honest sound! Epic melancholic melodies fill the air from the first moment of the album, dragging the listener to a dark, epic atmospheric journey. Winterherz’s vocals are mainly black metal screams, overflowing from passion and emotion. He also uses some great clean vocals and whispers making the songs much more interesting and variable. In this work we also have the participation of many guest musicians, who helped with the drums and with some traditional or acoustic instruments (piano, flutes, etc). There is also a live line-up for the band’s gigs, but on this album Winterherz composed everything himself and performed all guitars and vocals! Lyrics are in German and they deal with nature based themes and heathenism. By the way Waldgeflüster totally separate themselves from NSBM and they clearly state they don’t want any relation with this ideology…


Overall it is a very good work, with a balanced sound and great compositions. There are 9 songs in this album that last for over an hour. Except for the small intro there are six long pagan black metal songs (can’t pick one, since all are great), the instrumental song “Herbststürme”, as well as the closing acoustic track “Wintermorgen”. The production of “Herbstklagen” is very professional and even though it’s an underground album it can be easily compared with mainstream releases of the genre… So don’t hesitate to check them: http://www.myspace.com/blackwaldgefluester


dimiarch


Average: 9/10 Punkte




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Metalcrypt - June 2009 - 5/5 Punkte


From what I can understand from the booklet, Waldgeflüster is the creation of German composer Winterherz. He takes care of the vocal and guitar parts, and some guest musicians help him out on the wind instruments and keyboards (piano). By checking on the label's site, the complete line up actually includes two guitar players (Alex and Noctar) and drummer Gleb.


The foggy and dark forest cover art and band logo is a pretty good indication as to what to expect from this album. Introduced by wind, wind instruments, birds (crow) and acoustic guitars, the music brings you right into the more ferocious aspects of Pagan Metal. Herbstklagen is not a static album, so it does not stick uniquely to those fast and furious tempos, fortunately. Often, moderate paces are offered, along with crunchiness in the riffing. I always enjoy the natural tones of acoustic guitars in Folk/ Pagan Music. It's with great pleasure that I found out this album contained quite a few of those melodic tonalities. Those delicacies are found in the calmer passages, occasionally accompanied by nature samplings (birds, water flowing etc…). The opening and closing instrumental tracks are two good examples where the organic sounds are omnipresent. As a matter of fact, Winterherz was actually kind enough to include this instrument in every single compositions, most likely due to the fact that the songs were composed on acoustic guitar. Tracks # 3 and 6 ("Wolfsgeheul" and "Von Einsamkeit…") come with heavier tones as well as varied tempos. On the last one, we can hear piano parts as well as a dark atmosphere and distorted lead.


Herbstklagen is another interesting opus of nature inspired metal, brought to us directly from the Pagan woods of Germany.


5/5 pts




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Oblivion - Mai 2009 - 9/10 Punkte


Willkommen Wanderer. „Herbstklagen“ hätte durchaus „Herbststurm“ heißen können, ohne Flachs. Zwar sind es im Wesentlichen die getragenen Passagen, Akustik etc., die den atmosphärischen Hintergrund für dieses Melancholie-Black-Metal-Epos zeichnen, ureigen und vordringlich sind jedoch bei der Frage, was es in sich selbst ist, die bewegenden Schredderparts und dabei die ausgefeilte Abfolge der Harmonien, die das wahrhaftig klagende Melodiegerüst bilden. Auch wenn es das übrige Image oberflächlich betrachtet suggerieren mag, Winterherzens Nebenarm Waldgeflüster ist keine Waldschratkombo sondern nach meinem Dafürhalten waschechter Black Metal in der Tradition der Naturverbundenheit skandinavischer Urgesteine. Bei geschlossenen Augen sieht man glatt Abbath in Peter Beste´s Bildband „True Norwegian Black Metal“ durch die Landschaft marschieren, dazu fallendes Laub, ausgezeichnet – Gefühlsmalerei. Erztypisch für dieses Projekt ist die persönliche Note, die über jeden Zweifel erhaben ist und alles ausbügelt, was vielleicht nicht technisch perfekt gelöst wurde oder manchmal ein wenig lang geraten ist. So stellt sich Walgeflüster detto als einer der musikalischen Erben von Nagelfar zu Zeiten von „Hühnengrab im Herbst“ heraus – informell, versteht sich. Ein stimmiges Gesamtpaket und unverwechselbares mystisches Erlebnis.


9/10 - MG




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Myrrthronth - Mai 2009


Von Waldgeflüster hätte ich wirklich vieles erwartet. Aber dass ich mir "Herbstklagen" auch nach Monaten noch gerne anhöre, ist dann doch eine Überraschung, zumindest für mich. Das liegt natürlich in erster Linie an meinem Vorurteilsberg, deshalb mein Rat an ähnlich Gesinnte: Auch wenn da Wald draufsteht, Pagan drin sein soll und Einheit Produktionen im Hintergrund wirkt, so handelt es sich bei Waldgeflüster doch in erster Linie um Black Metal.

Und der ist tatsächlich ziemlich gut. Vom Tempo her geht es beschwingt zur Sache, ab und zu wird klar gesungen, akustische Gitarren dürfen natürlich auch nicht fehlen, und insgesamt ist "Herbstklagen" eine eher melodische Angelegenheit. Zugegeben, das wirkt in der Papierform nicht sonderlich aufregend, aber die Umsetzung des Ganzen hat jede Menge Charakter. Der eigenwillige Klargesang etwa erinnert mich bisweilen an "Lying In Wait" von Depressive Age, und selbst jenseits nostalgischer Glücksseligkeit ist das ziemlich grossartig, auch wenn die Meinungen dazu zugegebenermassen drastisch auseinander gehen werden. In Sachen Melodien setzt sich dieser Hang zum Eigenen fort, bieten die singenden Gitarren doch alles Andere als ausgelutschte Standardkost. Sehr melanchlolisch wirkt das Album, elegisch, mitunter episch und auf seine leicht verschrobene Art auch erhaben.

Für gewöhnlich geschmackssichere Kommentatoren haben mir anvertraut, "Herbstklagen" sei "reichlich schräg und sehr sehr durchschnittlich". Dieses Urteil, das muss ich zugeben, kann ich gut verstehen - allerdings kann ich es nach fünf Monaten und Dutzenden von Hördurchgängen weniger denn je teilen. "Herbstklagen" ist ein Album, dem man Herzblut und Hingabe zu jeder Sekunde anhört. Das Ergebnis mag nicht jedem munden, aber ich würde trotzdem (oder gerade darum) jedem empfehlen, dem Projekt zumindest eine Chance zu geben.


8 /10




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Powermetal.de - April 2009


Hinter dem Banner WALDGEFLÜSTER verbirgt sich zwar in erster Linie ein Musiker mit dem Pseudonym "Winterherz", doch dieser hat das Album zusammen mit vier Gästen eingespielt und zudem wird im Booklet auch auf eine Live-Besetzung hingewiesen, wodurch man erst gar nicht auf die Idee zu kommen braucht , es hier mit einer "One-Man-Show" zu tun zu haben sondern viel mehr mit einem Unternehmen, das sehr wohl auch darauf aus ist, Auftritte zu absolvieren.


Unbedingt erwähnt werden muss zu Beginn auch die Information, dass sich WALDGEFLÜSTER von sämtlicher politischen Irrleitung definitiv distanzieren. "Im freien Denken ist kein Platz für Führer", wird uns unmissverständlich auf der Scheibe mitgeteilt - so muss das sein, allerdings ist es eigentlich ein Irrsinn, dass man sich heutzutage dermaßen klar und geradezu plakativ ausdrücken muss, um nicht in die falsche Ecke gedrängt zu werden. Heilige Scheiße!


Insgesamt neun "Klagen" bekommt der Interessent auf vorliegendem Silberling zu hören, diese entpuppen sich zum Glück jedoch keineswegs als dermaßen romantisch-kitschig, wie auf Grund des Bandnamens und Titels zu befürchten war. In erster Linie gibt es auf "Herbstklagen" atmosphärischen Black Metal zu vernehmen, der mit deutschsprachigen Gesängen versehen wurde und überaus geschickt arrangiert wurde.


Die Umsetzung seiner Intention ist "Winterherz" fraglos gelungen, Blastbeasts und böswillig anmutender Schwarzmetall klingen an sich schon sehr harmonisch und wurden zudem sehr geschickt durch weitere Zutaten zur Wirkung gebracht. Durch die Homogenität von Bösartigkeit und Romantik in Form von akustischen Sequenzen und atmosphärischen Passagen konnten WALDGEFLÜSTER auch einen nicht zu verachtenden Anteil an Eigenständigkeit erreichen. Was die Texte betrifft, zeigt sich das Unternehmen zumeist heidnisch inspiriert und naturverbunden, bleibt dabei aber angenehm kitschfrei. Vor allem durch das gewiefte Integrieren von genreuntypischen Instrumenten wie einem Klavier und verschiedenen Holzblasinstrumenten konnten Musik und Texte so richtig in Harmonie gebracht werden.


Da auch das produktionstechnisch Ergebnis als "erhaben" bezeichnet werden kann und WALDGEFLÜSTER keinesfalls typisch "kalten" oder gar dumpfen Black Metal offerieren, muss man "Winterherz" für dieses Werk neidlos Respekt zollen, zumal auf "Herbstklagen" die romantische Erhabenheit zum keinem Zeitpunkt zum Kitsch hin abdriftet.


Anspieltipps: Klage III – Wolfsgeheul, Klage VI – Von Einsamkeit…., Klage VIII – Erster Schnee




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Nocturnal Hall - April 2009 - 10/10 points


Not much is know about metal from Austria. Enter WALDGEFLÜSTER. Remaining quite a mystery due to all information being in Austrian language, I have gathered that this one man band was formed in 2005 in Niederösterreich Austria by Winterherz. Though choosing to record alone, this band does take on several other members for live performances. Having previously released a demo in 2006 entitled Stimmen im Wind. Herbstklagen is WALDGEFLÜSTER’s first official release through Black Blood Records.


Onto the music that is WALDGEFLÜSTER. Beginning with an intro that involves wind and acoustic guitar I wonder what is in store for my ears. Song two, Wolfsgeheul, rushes into some aggressive forest metal. Reminiscent in some aspects of Taake and at other times I am completely reminded of Opeth. The music dwindles between the two sounds. The guitars are incredibly melodic, and played black metal style. The vocals of Winterherz are for the most part, growled, but there are times when clean vocals are inserted here and there. There is a pattern here as the album progresses. Lots of sounds of the forest can be heard, from birds to wind, and if you listen real hard you might here it whip through the trees. Song four, Wotan Sang, is probably the gem of the album. The melody of the guitars is ever so enchanting and passionate. The drums sound real, but I can not be certain if they are programmed or not. Whatever the case, I like their steady beat mixed on top of the double bass, and sometimes they transform into blast beats. Song 5, Herbststürme, really sounds like an Opeth song. The essence of it, and the way the guitars are played, and the length. It has the same type of atmosphere, and there is even some somber piano thrown in the middle amongst the sounds of rain. I begin to wonder if Opeth is a heavy influence on WALDGEFLÜSTER. Song six, Von Einsamkeit, gets us rocking heavy again. I can’t go on enough about the guitar playing on this album. Winterherz really has true talent when it comes to the melodies he produced for this album. I think I hear a bit of reverb on his vocals on this tune. Herbstklagen was superbly recorded, for being just one person, it sounds as if there are five men in this band. Each instrument nicely arranged in the mix. No muddy recordings here.


Overall, WALDGEFLÜSTER’s brand of forest metal can satisfy those of us who are looking for something melodic and different. Fans of melodic metal and well as black metal will dig this.


10/10 points




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Necroweb - April 2009


Ein atmosphärisches Intro leitet "Herbstklagen", das Debütalbum von Waldgeflüster, ein. Waldgeflüster ist ein Soloprojekt von Winterherz, der bereits durch seine Zugehörigkeit zur Band Scarcross vielen bekannt sein sollte, vor allem durch die kultigen Videos "Wie macht man Metal" und "Wie macht man Wacken".


Den Hörer erwartet auf "Herbstklagen" abwechslungsreicher Black Metal der brachialeren Sorte, der immer wieder von atmosphärischen Akustikpassagen aufgelockert wird. Neun Tracks erzählen depressive Geschichten über Einsamkeit und die Natur. Die einzelnen Titel werden daher passend als "Klagen" bezeichnet. Winterherz versteht es sehr gut, innerhalb der einzelnen Songs von brutalen Gitarrenmauern zu gemütlichen Akustikparts zu wechseln.


"Klage I: Sommerabend" entführt den Zuhörer ganz entspannt in die Welt von "Herbstklagen". Sturmgeheul, Flöten und die Klänge einer Akustikgitarre bauen eine wunderbare Stimmung auf, die dann mit den Growls von "Klage II: Herbst Befiel Das Land" jäh gestört wird. Hier zeigt Waldgeflüster das gesamte Potenzial des Albums, denn immer wieder werden die extrem harten Parts durch sanfte akustische Gitarrenklänge aufgelockert, um dem Zuhörer eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Besonders die extrem gekonnten Vocals werden den Black Metal Liebhaber in Verzückung versetzen, da Winterherz sowohl gutturale Growls als auch den klaren Gesang sehr gut beherrscht. An die Klangwände, welche durch die E-Gitarre aufgebaut werden, muss man sich allerdings erst gewöhnen, da diese anfangs noch etwas deplatziert wirken.
Spätestens beim Hören von "Klage III: Wolfsgeheul" empfindet man diese jedoch als sehr passend, da man wunderbar durch das Album getrieben wird.


In Form von "Klage V: Herbststürme" beschreibt wieder eine reine Akustiknummer die Halbzeit der Scheibe. Eingeleitet mit einer Gitarre demonstriert Waldgeflüster hier auch sein Können mit der elektrischen Gitarre. Anschließend folgt der mit einer Laufzeit von über 10 Minuten längste Song auf "Herbstklagen", "Klage VI: Von Einsamkeit ...". Dieser wird mit einem Klaviersolo eröffnet, findet aber recht schnell die gewohnte Härte. Trotz seiner fast epischen Länge wirkt diese Nummer zu keinem Moment langatmig oder in die Länge gezogen.


Wer auf naturnahen Black Metal im Stile von Horn, Bergthron oder Heimdalls Wacht steht, sollte sich „Herbstklagen“ auf jeden Fall in den Plattenschrank stellen. Allerdings sollte sich auch der normale Freund der härteren Gangarten ernsthaft überlegen, sich diese Scheibe zu kaufen.


Die Produktion klingt einwandfrei und das Album wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch das handwerkliche Geschick von Winterherz überzeugt auf ganzer Linie.


Anspieltipps: Klage I: Sommerabend, Klage V: Herbststürme, Klage VI: Von Einsamkeit...


8,5/10 Punkte




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Zware Metalen - April 2009


In Oostenrijk heeft men nog natuur. Daar zijn ze bijzonder trots op, en geïnspireerd door. Deze herfst-cd beschrijft zowel de plantaardige als menselijke ervaringen die zich voordoen tijdens dit jaargetijde. Het vallen van het blad, het vervallen in melancholie. Persoonlijk heb ik wat angst bij dergelijke bandnamen, je kent ze wel: Grabnebelfürsten, Grabak, Wolfsmond, Fimbulvet, en zowat alles met "Troll, Folk, Zorn of Wolf" erin. Het baart me altijd wat zorgen. Doch, plichtsbesef tot informatieverstrekking zet aan tot play-gedruk.


Een compilatie van woudgeluiden, verslagen gezangen, akoestische intermezzo's en weemoedige klanken uit de snaarinstrumenten in black metal stijl. Dat gecombineerd met veel digitale drumaanslagen die niet bijzonder straf in de mix gezet zijn. Voor de liefhebber een uurlang de gekende en geliefde combinatie, voor de gemiddelde metalliefhebber een déjà entendu gevoel.


Een middenmoter deze band. De cleane vocalen hadden ze beter achterwege gelaten en wat meer sfeer en variatie kon geen kwaad. Ze doen hun ding, maar dat ding heb ik al vele malen sterker gehoord. Een voldoende, dankzij enkele uitmuntende treurige gitaarlijnen. En wat een takkelogo tussen haakjes.


65/100 pts.




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Interregnum Music - April 2009 - 9/10 Punkte


Na, wenn dieses „Herbstklagen“ dem Bandnamen entsprechend „Geflüster“ sein soll, möchte ich nicht wissen, wie es klingt, wenn WALDGEFLÜSTER richtig aus sich rausgehen und auf den Putz hauen, denn selbiger rieselt ja schon bei „Wolfsgeheul“ oder „Herbst befiehl das Land“ von den Wänden.
Winterherz nennt sich der Typ, der hinter WALDGEFLÜSTER steht, der für Text und Musik verantwortlich zeichnet, die Gitarren einspielte und den Gesang besorgte. Und gut, daß er sich in sein musikalisches Konzept nicht reinreden ließ, denn diese Zusammenfügung aus krachhartem Black Metal, melancholischen Folk-Passagen und hymnischen Gitarren-Melodien ist auf „Herbstklagen“ eine Wonne. Wenngleich Winterherz in den klar gesungenen Passagen nicht ganz so eindrucksvoll klingt, erinnern seine leidenschaftlichen Ausbrüche hin und wieder an die Österreicher von Dornenreich. Ihm gelingt das Klagen. Zwar auf einem recht zornigen Niveau, manchmal berühren die Gesänge einen aber doch im positiven Sinne schmerzlich. Die Akustikgitarren-Parts bereichern das musikalische Gemälde, hören sich an einigen Stellen aber an, als hätten sich falsche Töne eingeschlichen. Das fällt besonders beim Ausklang in „Wintermorgen“ auf. Aber vielleicht soll das ja so. Und wenn, ist es als eine unglücklich umgesetzte Idee zu werten, da diese krummen Noten die Melancholie zerreißen.
Absolut stark sind hingegen die peitschenden Zerrgitarren in Stücken wie das schon genannte „Wolfsgeheul“. Das wirkt dann fast bedrohlich und zieht einen wie einen Sog voll in die Musik. Dem zu entkommen, ist schwer. Erst recht, wenn man dann noch in die vor Weltschmerz berstenden Texte taucht. WALDGEFLÜSTER ist ein Projekt, das garantiert auffallen wird.


Wertung: 9 von 10




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Visions Underground - April 2009


Zuerst lässt sich wohl am besten sagen, dass Winterherz, Kopf des Projektes Waldgeflüster auch gleichzeitig Sänger und Gitarrist der Gruppe Scarcross ist, welche viele von euch sicher aus den Videos „Wie macht man Metal?“, etc. bekannt ist. Auf die Idee Waldgeflüster zu gründen kam er anscheinend, weil ihm seine eigentliche Formation nicht Black Metal lastig genug war. Nunja..denn mal ran an die Sache.. Eingeleitet wird das ganze Spektakel mit Rabenschreien, Flöten oder ähnlichen Instrumenten und schließlich einem kurzen Akustikgitarrenpart. Das war der Opener, fertig. In Track Nr.2, welcher auf den Namen „Herbst befiel das Land“ hört, geht’s dann richtig zur Sache und dem Hörer wird zu Anfang auch direkt mal der Titel des Liedes ins Ohr geschrien, bis es dann mit Blast Beats und verzerrten Gitarren weitergeht. Nicht unbedingt was Neues, aber dennoch muss ich sagen, dass ich bei Waldgeflüster schon zu Anfang eine gewisse Atmosphäre verspüre. Zwischenzeitlich gibt’s im Track auch noch einige Akustikparts, mit welchen auch das dritte Stück der CD eingeleitet wird. Die Länge des Liedes beträgt mehr als 7 Minuten, wobei über eine Minute davon besagtes Akustikintro ist. Die folgenden Riffs gefallen mir nicht sonderlich gut, da sie ziemlich einfallslos klingen und auch der cleane Gitarrenpart wieder vertreten ist. Beim Hören des Liedes „Wotan sang“ muss ich ehrlich gesagt ein wenig lachen, da es schon wieder mit einer Akustikgitarre eingeleitet wird. Danach wird’s dann allerdings ein bisschen grooviger und atmosphärischer. Sehr cool gemacht. Wahrscheinlich könnt ihr euch schon alle denken, wie das folgende Stück „Herbststürme“ eingeleitet wird..richtig, mit einer Akustikgitarre. Allerdings gibt es diesmal weder Kreischgesang, noch Blast Beats oder andere genretypischen Merkmale, denn das Lied ist rein instrumental und sehr groovig gehalten. Sehr schön und atmosphärisch. Oha..das folgende Stück „Von Einsamkeit..“ wird, welch Wunder, diesmal nicht mit einer Gitarre, sondern mit einem Klavier eingeleitet. Nach etwas mehr als einer Minute langsamem, schleppendem Intro scheppert das Lied so richtig los und erinnert ein wenig an Musik der Marke Nargaroth. Im Refrain gibt’s dann nicht nur Gekreische sondern auch Cleangesang auf die Ohren – und zwar beides gleichzeitig. Ein weiteres gut gelungenes Stück, auch wenn kurz vor der Hälfte des Liedes mal wieder die ach schon so oft gehörte Akustikgitarre zu hören ist.


Fazit: Schon vor Hören der letzten drei Stücke von „Herbstklagen“ steht mein Urteil fest und ändert sich auch nicht großartig als ich die letzten Klänge des Werkes auf mich wirken lasse. Auch wenn die besagte Akustikgitarre in fast jedem Lied vertreten ist und mir teilweise fast den letzten Nerv geraubt hätte, gefällt mir das Album sehr gut. Dicken Respekt an Winterherz und sein Projekt Waldgeflüster.




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Dirk Wettlaufer - April 2009


Schon das Intro zu WALDGEFLÜSTER und „Herbstklagen“ erinnert mich eisenhart an BATHORY und das Jahrtausendwerk „Hammerheart“, so dass meine Erwartungen sofort unglaublich hoch sind. Im Folgenden bekomme ich zwar weitere ähnliche Intros oder BATHORY-nahe akustische Zwischenspiele geboten, in Gänze aber weniger Viking Metal, sondern mehr finsteren Black Metal mit coolen Nordlandmelodien und der ein oder anderen pathosvollen Pagan Zwischennnote, die auf Hirnschmalz und Herzblut verweist. Intelligenter, melancholischer, naturverbundener Black Metal mit deutschen, klagevollen Texten kann kitschig, nazihaft oder albern klingen, die Debütanten WALDGEFLÜSTER umschiffen diese Klippen aber sehr zielsicher und vor allem häufig sehr kraftvoll, bissig brutal und energiereich sowie glücklicherweise NSBM-fern. Einzig und allein der stellenweise eingestreute cleane Gesang klingt mir manchmal zu schief oder kraftlos, schade. Die Gitarren sind schön abwechlungsreich, das Drumming versiert, die Produktion hat Eier, Herz was willst du mehr. EMPYRIUM oder frühe ULVER klingen den Burschen im übrigen nicht unähnlich. Nicht allein des Namens wegen: In Deutschland gab es mal eine Band namens WALD, die WALDGEFLÜSTER nicht unähnlich waren was das Riffing und die Melodien betrifft, obgleich WALD der pathosreiche Pagan Faktor von WALDGEFLÜSTER völlig fehlte. Die Österreicher sich haben somit beide erhobenen Daumen redlich verdient.




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Voices from the Darkside - April 2009


To capture the essence of Mother Nature and combine it with the rough Black Metal cult is a basic idea since at least 15 years - but only a handful of bands really achieved their aim. Without doubt are ULVER or EMPYRIUM bands which should not be introduced to any real Black Metal fan .The Austrian band WALDGEFLÜSTER is also heading into the same direction. The solo project of Winterherz - with some assistance during the recoding sessions and for possible live battles - recorded his first Demo “Stimmen im Wald” in 2006 and Black Blood Records just released the official debut “Herbstklagen”. But there is a mayor difference between the above mentioned bands and WALDGEFLÜSTER – whereas ULVER has tried to run down invisible borders (a development which is still not finalized) and enter new territory is this release a tribute to Winterherz own Black Metal roots. So you can find some nice acoustic intros or passages but the ‘soul’ of the release is traditional mid-tempo Black Metal with German lyrics. Can’t say that I’m deeply disappointed because the album is a good played and solid release but I fear that the late 90’s offered so many ‘identical’ releases from bands like RIGER; GORBALROG; MENHIR, ANDRAS or SUIDAKRA that only the new metal generation can find something really essential in this release. www.black-blood-records.de; www.waldgeflüster-blackmetal.de.vu


Matthias Auch




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Stormbringer.at - April 2009 - 4,5/5 Punkte


Rein kalendertechnisch befinden wir uns zwar mittlerweile im Frühling, aber nachdem das Wetter ohnehin im Herbst steckengeblieben zu sein scheint kommt eine Platte wie „Herbstklagen“ gerade recht. Was Mastermind Winterherz damit unter dem Namen WALDGEFLÜSTER auffährt, ist Herbst für die Ohren und Herbst für die Seele.


In neun episch konzipierten Klagen thematisiert „Herbstklagen“ die Zeit vom Ende des Sommers bis zum Beginn des Winters, wobei ein beeindruckender klanglicher Abwechslungsreichtum geboten wird. Vom atmosphärisch-düsteren „Sommerabend“ über das brachiale „Herbst Befiel Das Land“ bis hin zu balladesken Tönen in „Wotan Sang“ zeigt WALDGEFLÜSTER, wie innovativ man naturverbundenen Black Metal vertonen kann. Die zahlreichen Breaks und Stimmungswechsel wirken dabei nie aufgesetzt, sondern ergeben sich natürlich und schaffen kraftvolle und intensive Songs, in denen auch melancholische Akustik- und Ambientparts nicht fehlen dürfen. Durch Gastmusiker, etwa am Klavier oder am Horn, werden die Songs episch abgerundet und zeigen so, wie finster, faszinierend und schön Black Metal klingen kann. Besonderes Lob verdient auch Produktion und Mastering von „Herbstklagen“: hier wird nämlich nicht gekleckert, sondern geklotzt. Vor allem Winterherz’ fantastisches Organ (dem er auch den einen oder anderen gesungenen Ton erfolgreich entlockt) ist perfekt in Szene gesetzt, aber auch der gerade im Black Metal oft auf Ohrenbluten getrimmte Gitarrensound ist knackig gehalten, ohne das Trommelfell anzugreifen. Einzig das Schlagzeug ist ein wenig dumpf ausgefallen, was aber auch nicht weiter stört.


„Herbstklagen“ sei also all jenen wärmstens (bzw. Black Metal-entsprechend kältestens) ans Herz gelegt, die auch nur ansatzweise etwas mit atmosphärisch-naturverbundenen Black Metal am Hut haben. Winterherz gelingt mit diesem fast schon monumentalen Werk ein großer Wurf; über reichlich vorhandenes Potenzial und Talent kann nicht der geringste Zweifel bestehen. WALDGEFLÜSTER ist ein Name, den man sich merken wird müssen.


Wertung: 4.5 von 5.0

Autor: Pr0m3th3us (01. April 2009)




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Igelmetal - März 2009 - 5/5 Punkte


Mal wieder ein Ein-Mann-Projekt aus dem Black Metal Sektor, mag sich der ein oder andere denken, aber bei dem Debut "Herbstklagen" des österreichischen Projekts Waldgeflüster gibt es Ausnahmsweise mal nichts zu meckern!
Nach einem kurzen akustischen Intro beginnt unsere schwarzmetallische Herbstwanderung. Die "singenden" Gitarren zaubern ein geniales, melodiöses Riff nach dem anderen und verbinden sich mit den stimmigen Drums und Vocals in jedem Stück aufs neue zu einem kleinen Kunstwerk.
Das Album ist sehr abwechslungsreich, bleibt aber die ganze Zeit seinem individuellen Stil treu. Die Grundstimmung des Albums ist passende, herbstliche Melancholie, bei der auch manchmal Black Metal-untypisch Hoffnung durchblitzen mag. Es gibt immer wieder Parts, die durch eine Akustik Gitarre veredelt werden oder auch des Öfteren durch den wirklich stimmigen guten cleanen Gesang, der ausnahmsweise mal nicht kitschig und aufgedrückt wirkt.
Die Produktion ist außerordentlich gut gelungen. Die Drums haben ordentlich Druck, die Riffs sind klar und die Vocals haben genau die richtige Lautstärke. Es fällt schwer einzelne Stücke herauszupicken, denn jedes hat seine genialen Momente, ganz ohne Schwachpunkte.


Fazit:
Endlich mal wieder ein Album das aus dem total überfüllten (Pagan) Black Metal Sektor heraussticht. Als Anspieltipps würde ich das 11-minütige Von Einsamkeit... und das hymnenhafte Wotan sang empfehlen. 5 Igel gehen nach Österreich!


WERTUNG: 5/5 Punkte




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Heavy oder was - März 2009


Was bei WALDGEFLÜSTER sofort auffällt, ist die selbst für Black Metal-Verhältnisse enorm intensive, von Grund auf aggressive Leadstimme. Das ist auch die Stärke von WALDGEFLÜSTER, der Klargesang kommt da - wie so oft - bei weitem nicht mit. Nun ja, WALDGEFLÜSTER überzeugt dennoch über weite Teile des Albums, die sehr schöne Instrumentierung mit einer ausgewogenen Melange aus besinnlichen Momenten und verdorbenem Gekloppe paßt perfekt zur Intention dieses Projekts, welches die Naturverbundenheit textlich in den Vordergrund stellt. ‘Herbstklagen’ dürfte sicherlich sein dankbares Publikum finden. Fazit: Wer auf Supreme Art Edelgeprügel steht, kommt an WALDGEFLÜSTER nur schwerlich vorbei. Aber denkt dran: “Wie man in den Wald hineinruft...”


Arno Hofmann (9/12 Punkte)




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Musik Terrorverlag.de - März 2009


Die österreichische Ein-Mann Black Metal-Combo WALDGEFLÜSTER startet mit einem überraschend ambitionierten und ausgereiften Werk. Bandkopf Winterherz hat sich dabei von diversen Freunden unterstützen lassen im Studio. Geboten wird eine Stunde lang melancholischer, naturverbundener Black Metal vom Schlage EMPYRIUM/ HEL/ EMPEROR/ DORNENREICH.


Schöne Akustik-Parts wechseln sich mit schierer Raserei ab, krasser Gesang steht neben clean-melodischen Vocals, dazu kann die Produktion voll überzeugen. Ist ja schließlich alles selbst gemacht. Auch das schön aufgemachte Booklet reiht sich da ein, alle Texte (ausschließlich Deutsch!) sind ebenfalls abgedruckt. Hier wird atmosphärischer Black Metal im ursprünglichen Sinne zelebriert, man höre nur das exzellente "Klage IV: Wotan Sang"! Das 11-minütige, sehr melancholische "Klage VI: Von Einsamkeit..." könnte passender gar nicht betitelt sein. Wie ihr seht, sind alle 9 Titel mit „Klage“ betitelt, was das Werk als zusammenhängend erkenntlich macht.


Ein erstaunlich starkes Debüt mit eigener Note! Für Live-Performances stehen befreundete Musiker bereit. Bis dahin sollten Freunde episch-atmosphärischer melancholic-Black Metal-Klänge unbedingt zuschlagen bei "Herbstklagen"!!!


MOSES (09.03.2009)




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Amboss Magazin - März 2009


"Winterherz", so der Leidensgenosse, welcher hier den Black Metal huldigt, verbreitet eine nahezu kalte melancholische Botschaft mit seinem Debüt Album "Herbstklagen". Sein Produkt dürfte in der Presse allgemein gut wegkommen, was dem Niederösterreicher bestimmt zusagt, also muss ich als Querulant einfach dagegen sprechen. Muss ich? Nein, zumal es nichts zu bemängeln gibt.


Vielleicht eine Kleinigkeit, der Gesang müsste eine Spur mehr in den Vordergrund rücken, ansonsten spielen WALDGEFLÜSTER anständigen Schwarzmetall. Die Atmosphäre wird hier groß geschrieben, scheinbar hält man viel davon, es nicht zu monoton wirken zu lassen, was auch fast immer gelingt, wenngleich manches Riff sich wiederholt, darf man hier von einem soliden Machwerk sprechen. Eingebaute Soundsamples verleihen den Liedern eine Seele. Nur schade, dass diese nur anfangs mit eingebaut wurden, denn dem Herbstwetter könnte man stundenlang lauschen. Besonders gut gefallen mir Tracks wie "Von Einsamkeit..." und dem aggressiven treibenden Song "herbstlich Wanderung". Zugegeben, der Trackname passt nicht unbedingt zu dem Lied, aber natürlich muss ich auch hier erwähnen, dass mir keine Texte vorliegen. Auch "Wotan sang" sollte erwähnt werden, meines Erachtens neben "Herbst befiel das Land" das stärkste Liedgut auf dieser Scheibe.


Eine Kritik muss ich dennoch loswerden: "Winterherz" fühlt sich wohl dazu genötigt, sich vom NSBM zu distanzieren, das finde ich schwach. Black Metal sollte klar unpolitisch sein, aber man sollte sich auch nicht von etwas distanzieren, was man sowieso nicht ist und Distanzierungen im Black Metal schaden diesem Genre ganz stark. Black Metal means No fucking tolerance! 9 Tracks inklusive Intro. www.myspace.com/blackwaldgefluester (sad1914)




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Evil Rock Hard - März 2009

 

Winterherz, so das Pseudonym des Createurs dieses Projoektes. Als One-Man Show beginnend addierten sich später hin, für Liveauftritte, noch drei Mitstreiter dazu. Das Pseudonym entspricht dem, was geboten wird. Eine Naturverbundenheit im Mantel des Black Metals. Melancholie, Atmosphäre, beklemmende Enge und Kälte aber auch Erhabenheit, Größe und Naturgewalt. All dass sind Attribute mit denen dieses Album daherkommt. Wuchtige, harte und kalte Gitarren, tiefer, teils growlender Gesang ab und an durchbrochen von cleanen Parts. Aber auch die Anmut wird bedacht durch cleane Gitarrenparts, teils mit einer Klassikgitarre dargeboten. Zermürbendes Schlagzeugspiel, teils auch einfühlsam und getragen. Ein Klangerlebnis a la Hel oder Empyrium. Selbst bei der Betitelung der Songs schlug sich dieses Konzept nieder. Keine bloßen Titel, nein, jeder Song bekam noch den Zusatz „Klage“.
Ein in sich geschlossenes, homogenes und logisch aufgebautes Album, fern von Mainstream. Als Lauschtipps würde ich euch, obwohl dies die Platte als ganzes reduziert, was sie nicht verdient hat, folgende Songs ans Herz legen: ‚Wolfsgeheul’, ‚Von Einsamkeit’ oder auch ‚Wintermorgen’.
Letztendlich bleibt nur noch mein Tipp: Ein intensives und einzigartiges Klangerlebnis im Gewand des Black Metals. Ein interessantes und sehr gelungenes, man kann schon sagen, Epos. Horns up! Car Sten




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Musik Reviews - März 2009

 

Wieder so eine belanglose Black-Metal-Scheibe, die von einem scheuklappenbewehrtem Sonderling am PC im Heizungskeller zusammengeschustert wurde? Wieder so eine Einmann-Fantasie, die mit Rasierapparat-Gitarren „true“ sein will und nur halb talentiert alternde Black-Metal-Epigonen kopiert? Nein, in diesem Falle ganz und gar nicht! Ein Österreicher mit dem anschaulichen Pseudonym Winterherz hat die CD zwar im Alleingang komponiert, sich für das Einspielen der „Herbstklagen“ aber Verstärkung an Schlagzeug, Klavier, Flöten und Hörnern gesucht. Herausgekommen ist dabei eine ideologiefreie, melancholisch-düstere Ode an die Natur, die mit überdurchschnittlich langen Kompositionen und einem ausgeprägtem Gespür für das Umgehen von Peinlichkeiten und Klischees eingespielt wurde.


Naturgeräusche gibt es auch bei den „Herbstklagen“ zu belauschen, aber nicht in solch exzessiver Form, wie es z.B. TRIST auf ihrem im Februar erscheinenden, neuen Album zelebrieren. Im Vordergrund stehen traurig-wütende Black-Metal-Epen, die getragen werden von hochmelodisch tremolierenden Gitarren und ruppigen Riffs, die immer wieder erfrischend kreativ erschallen. Die Growls sind gelungen und teils regelrecht mitreißend und ergreifend ausgefallen. Man lausche dazu einmal der zweiten Klage „Herbst befiel das Land“. Was hier an Leidenschaft und Emotion in die harschen Vocals gelegt wird, zaubert echte Gänsehaut auf den Rücken. Hier brüllt jemand dermaßen sein Innenleben mit literweise Herzblut in die Welt hinaus, dass sich manch versierter „Clean-Sänger“ in Sachen Gefühlsgewalt mal eine Scheibe abschneiden kann. Am klaren Gesang probiert sich Mr. Winterherz auch und gewinnt hier keine Preise für seine Technik, doch geraten diese Ausflüge nicht zu holprigen Peinlichkeiten – bei „Erster Schnee“ ist dem Österreicher sogar ein echter Ohrwurm gelungen. Geschwindigkeitsmäßig bewegen sich die „Herbstklagen“ im Bereich „gemächlich“ bis „flott“, auf Raserei wird weitestgehend verzichtet. Die akustischen Stücke, wie z.B. „Wintermorgen“, erinnern mit Flüstergesang an EMPYRIUM, wobei die kompositorische Klasse von „Weiland“ und „Where at Night the Wood Grouse Plays“ noch nicht erreicht wird.


FAZIT: Welch wunderbare Überraschung! WALDGEFLÜSTER produzieren keinen klischeehaften Heidenquark, sondern beinahe eine Götterspeise des melancholischen Black Metals. „Herbstklagen“ bietet echte Hymnen, die mit Naturgeräuschen und folkloristischer Instrumentierung gekonnt verknüpft werden. Befinden sich auf dem nächsten Album mehr Kracher in der Qualität von „Herbst befiel das Land“, wird hier sicher noch ein neuer Stern am Heidenhimmel aufgehen! Nils Herzog 10/15 Punkte




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Bleeding4Metal - März 2009

 

Das Herz der 2005 gegründeten WALDGEFLÜSTER ist ein Herr namens Winterherz (der sich ebenfalls als Sänger und Gitarrist bei SCARCROSS betätigt). Musikalisch bewegt sie der Niederösterreicher in schwarzmetallischen Gefilden. Nach dem Debut 2006 wartet das Solo-Projekt nun - dieses Mal unterstützt durch Andreas Mecker am Schlagzeug - mit seinem zweiten Pagan/Black Metal Longplayer "Herbstklagen" auf. Zwar zieht bald (hoffentlich!) der Frühling ins Land, jedoch ist uns die dunkle Jahreszeit ja noch nicht allzu fern. Und so startet das Werk passend und sehr ruhig mit dem instrumentalen Intro: dem Heulen des Windes und eines Tieres (Wolfes?), dem Tuten eines Horns sowie Flötenklängen. Doch man sollte sich dabei nicht allzu entspannt zurücklehnen, denn sogleich brettert der nächste Song 'Klage II - Herbst befiel das Land' wuchtig aus den Boxen. Und so geht es weiter, wechseln sich Energie und Anspannung mit Entspannung ab. Denn in die kraftvollen Black Metal Kompositionen werden immer wieder ruhige Passagen mit paganartigen Akkustik-Gitarrenparts eingebaut. Thematisch zeichnen die neun Titel den Lauf der (dunklen) Jahreszeiten auf, vom 'Sommerabend - Klage I', über 'Herbststürme - Klage V' bis hin zum 'Wintermorgen - Klage IX'. WALDGEFLÜSTER beschert dem Hörer insgesamt eine Stunde lang ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits strotzt das neue Album des Pagan/Black Projektes vor "schwarzer" Energie, schlägt mit seinen heidnischen Akkustik-Gitarreneinlagen aber auch leise, fast melancholische Töne an. "Herbstklagen" ist eine kraftvolle musikalische Darbietung, die zwischendurch zu einem Flüstern im Wald wird.


Gesamtwertung: 7.5/10 Punkte




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Sheol Magazin Februar 2009 - 9/10 Punkte

 

Eine Soundkulisse aus heftigen Winden, Hörnern und Krähen öffnet das Album „Herbstklagen“ der Rosenheimer Band "Waldgeflüster". Das Ganze nennt sich dann „Sommerabend“ und ist die Einstimmung in ein Konzeptalbum der Sonderklasse. Das zweite Stück „Herbst befiel das Land“ ist ein wuchtiges Stück mit schweren, tiefen Gitarrenlinien (ab und zu unterbrochen von kurzen Einschließungen akustischer Gitarrenmelodien), in welchem in deutscher Sprache und mit wortgewaltigem Aufwand die Erinnerungen eines Kriegers im Herbst besungen werden. Dieses recht lange Stück bedient sich einschneidender, berührender Melodien ummantelt in melancholischem, hämmernden Erinnerungsschmerz, der in den orkanartigen Gitarrenklängen symbolisiert ist.


Jedes der voll auskomponierten Stücke trägt den Zusatz „Klage“ vor’m eigentlichen Titelsong, so heißt der dritte Song „Klage III – Wolfsgeheul“. Dieser wird etwas unbequem eröffnet (durch experimentelle Strukturen, die meiner Meinung nach durch etwas Aufdringlichkeit den Fluss des Hör-Genusses stören, auch wenn sie vielleicht einzigartig sind), doch dann finden auch hier die Melodien den Weg zurück in’s Konzept der temporeichen Schwere und bedrückenden Intensität.
So schwer verdaulich der Beginn des „Wolfsgeheuls“ war, umso besser geht der Anfang des sehr langen Stücks „Klage IV – Wotan sang“ in’s Ohr. Dieser Track ist, was ich ein Meisterwerk nenne. Hier stimmt fast alles. Heidnisch ernsthafte, von Herzen gelebte Lyrics in Gedenken an Wotan. Ich könnte weinen, wenn ich die Lyrics lese. Nur Menhir haben (bisher) je ergreifendere Liedtexte geschrieben. Und ... um es vorweg zu nehmen: Textzeilen wie "Herrschen würd des leid'gen Sohnes Herde" ist antichristlich gemeint... versucht gar nicht erst, was anderes reinzuinterpretieren!
Zwar höre ich einige Unregelmäßigkeiten vom Schlagzeug in diesem Song, doch das geht einfach nur unter in den ansteckenden, fast traurig stimmenden Melodielinien, die mit düsterer Impulsivität dahinschwimmen (in Refrain vielleicht kurzzeitig sogar zu temporeich und überladen). Der Gesang ist speziell hier aller erster Güte, voller Emotionen und Hingabe. „Klage V – Herbststürme“ leitet durch anfangs sanfte Klänge und dann tragende Instrumentalkompositionen in den zweiten Teil des Albums über. Es ist recht passend platziert, denn nach dieser brachialen „Klage IV“ braucht man ein paar Minuten, um wieder runterzukommen, was durch das Instrumental gelingt.


„Klage VI – Von Einsamkeit...“ beginnt mit ergreifenden Klavierklängen, die mit dem Geräusch von heftigem Regen unterlegt sind. Wäre das Stück länger, könnte man sich dazu hervorragend tragen lassen und vor sich hinträumen. Doch auch dieses Stück geht alsbald in die berührende Konzeptmanier über. Wobei es doch anders ist. Nicht dadurch, dass die Regengeräusche (bzw. könnte es auch der Klang eines Baches im Regen sein) immer mal wieder durchdringen, von der akustischen Gitarre begleitet, sondern durch den Gesang. Hier vereint sich klarer Gesang im stimmlich mittleren Bereich mit tiefem Growling. Beide Stimmen singen stellenweise zeitlich etwas versetzt und doch im Einklang und bringen uns durch intensive Leidenschaft die beseelten Lyrics nahe.
„Klage VII – Herbstlich Wanderung“ tritt leider etwas zurück hinter den anderen Stücken und kann nicht mithalten, obwohl es trotzdem noch wuchtig ist (und im Mittelteil einige melodische Extras bereithält). Das ganze Werk kommt übrigens ohne Bass aus. Tiefe Töne und Hintergrundlinien werden durch die zweite Gitarre erzeugt. Stilistisch ist es nicht wirklich einzuordnen (weshalb es die meisten wohl der Einfachheit wegen als „BM“ bezeichnen werden). Ich würde es spontan als mitreißend-melodische Pagan-Wucht bezeichnen ... wobei das natürlich kein Genre ist ;-)
„Klage VIII – Erster Schnee“ ist ein anfangs schnelleres Stück, welches später eher beruhigend wirkt (auch wenn das Hauptthema immer mal wieder durchdringt und in’s leicht Melancholische abgleitet). Da der Song etliche Disharmonien enthält (die allerdings wohl beabsichtigt sind und Schmerz symbolisieren sollen), ist er streckenweise etwas gewöhnungsbedürftig, stellt dadurch aber auch eine gewisse Abwechslung dar. „Klage IX – Wintermorgen“ beginnt überraschend positiv und lebensfroh. Wie ein neuer Morgen eben, ein klarer Wintermorgen (auch als Metapher für Lebensabschnitte oder Abschnitte in der Geschichte). Das ganze Stück kommt mit akustischen Gitarren und nur 4 Textzeilen aus und lässt das Album auf entspannte Weise ausklingen, versöhnlich auf den Schmerz zurückblickend, da dieser die Schöpfung neuer Hoffnung mit sich bringt.


Die Gestaltung des Booklets ist wunderschön, mit atemberaubenden Naturfotos verschönert (was die Inhalte perfekt unterstreicht) und die durchgängig deutschsprachigen Lyrics sind in kunstvoller Schriftart abgedruckt. Auch stelle ich beim Lesen des Booklets fest, dass die ab und an eingestreuten Flötentöne von „Herbstklagen“ von einem „alten Bekannten“ stammen, nämlich von Max von Helfahrt. Allerdings nur in der Funktion als Gastmusiker. Er gehört nicht zur Live-Besetzung der Band.


Insgesamt ist dieses Album eine absolute Überraschung für mich. Es gibt doch noch junge, aufstrebende Bands (bzw. Künstler, denn Sänger Winterherz dürfte hier die hauptsächliche treibende Kraft sein, zumal er auch Initiator und Songschreiber des Ganzen ist), die begabt und voller Hingabe sind. Mit „Herbstklagen“ wurde richtig fantastische Kunst durch Musik erschaffen (Punkteabzug gibt's nur für einige instrumentelle Unstrukturiertheiten bzw. Aufnahmemängel, rein das Songwriting und die Hingabe hätten volle Punktzahl verdient, genau wie die Lyrics). Mit Sicherheit wird dieses Album meinen CD-Player so bald nicht mehr verlassen. Unbedingt reinhören!


Anspieltip „Wotan sang“


9 von 10 Punkten




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Monsters and Critics März 2009

 

Die aus Österreich, genauer Niederösterreich, stammende Band „Waldgeflüster“ besteht im Wesentlichen aus einer Person, Winterherz, der vielerorts als Initiator der Band gilt und ihr das verliehen hat, wonach sich die aktuelle Welt des klassischen Black Metals schon lange sehnte.


Nicht, dass es still geworden wäre um die Band - „Herbstklagen“ lässt einen von kalten Herbsttagen träumen, die in die Naturgebundenheit und damit definitive Absicht der Band passt. Still stellt man sich dabei die Jahreszeit vor, oder zumindest das, was man wohl mit dem Begriff „Herbstklagen“ in Verbindung bringt. Aber der Herbst kann auch seine schönen Seiten haben, ergo wäre der Begriff, der übrigens das neue Album von Waldgeflüster tituliert, schmückend und „kunterbunt“ gemeint.


Mittlerweile haben sich drei weitere Mitglieder in die Band eingefunden, die den Live-Auftritten ihren letzten Schliff verleihen. Dazu gehören Winterherz (Gitarren, Gesang, Programming), Alex (Gitarre), Gleb (Drums) und Noctar (Gitarre).


Das Coverartwork lässt nur unschwer erkennen, dass hier jemand sehr viel mit Naturverbundenheit zu tun hat: Der Wald – deswegen auch 'Waldgeflüster' – ist ein Ort, an dem sich Winterherz, laut einem Interview, sehr gerne aufhält. Nahezu jede freie Minute verbringt er im Wald.


Wichtig ist jeder Pfad, jeder abseits liegende Boden, der mit Moos besäht ist, den im Herbst bunte Blätter und kleine Frostpfropfen decken, jeder Baum, jeder Strauch, jede Pflanze und jedes Tier – alles bedeutet ihm die Welt.


Demnach wären wir beim Cover allgemein angelangt. Sehr inspirierend wirken Vorder- und Rückseite sowie das „Herz“ des Gesamten, das Innenleben. Passend zu den Liedern des Albums sind im Album-Beiheft Bilder und Photos zu erkennen, die Bäume und Wälder gepaart mit ihrer Umgebung zeigen. Die Bilder wurden, so habe ich das Gefühl, passend zu den Liedern, deren Titeln und Inhalten gewählt. Als Beispiel passt hier „Klage VIII – Erster Schnee“ vor dem Hintergrund einer Schneelandschaft mit Fluss und Bäumen.


Auf der letzten Seite im Beiheft ist „der Meister“ selbst porträtiert – düster, finster, den Blick gesenkt, dennoch bedacht.


Sehr naturverbunden scheinen auch die Gastmusiker auf dem Album angehaucht zu sein. Die vier Musiker Andreas (Schlagzeug), Max U. (Klavier), Max M. (Flöten) und Marco (Hörner) verleihen dem sonst eingefleischten Solo-Projekt nur positive Tendenz und sorgen für entsprechende Abwechslung, Spannung und den, wie ich finde, Feinschliff – schließlich handelt es sich nicht nur um ein gewöhnliches Black-Metal-Album aus einer beliebigen Schublade.


Neben einer Vielzahl sich abwechselnder Akustik-Gitarren Passagen fallen einem sofort die ab und an durchklingenden Gesangs-Parts auf. Das Album beginnt mit einem Intro: „Klage I – Sommerabend“, zieht sich dann durch den eigentlichen Herbst und endet im Schnee: „Klage IX – Wintermorgen“. Schön dabei sind nicht nur die Wortspiele, die im Grunde genommen nichts anderes darstellen als durchdachte Kontraste und Veränderungen.


Durch den vermehrten Einsatz der Akustik-Gitarre schwellen einzelne Song-Stellen an und wieder ab, doch dabei klingt nichts unharmonisch. Denn so harmonisch wie die Natur sein kann und es wahrlich auch ist, so harmonisch hört sich der Gesang und die Musik der Band „Waldgeflüster“ um „Winterherz“ an, der hier im Album eher den Herbst als Mittelpunkt der Handlung sieht.


Seltsam? Keineswegs: Es lohnt sich durchaus diese CD als sein Besitz und Eigentum titulieren zu können. Es ist etwas, was dem ein oder anderen sofort, dem nächsten erst nach dem zweiten Hören gefallen wird, denn es mag wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig sein, dennoch so einzigartig wie unsere Natur selbst!




„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - metal.de März 2009 - 8/10 Punkte

 

Ich bin ein schlechter Mensch. Vorurteilsbeladen bis zum Gehtnichtmehr, zu allem Überfluss mit einem Hang zur Bosheit. So war ich denn auch nicht sonderlich optimistisch, als ich vor ein paar Monaten um ein kurzes Statement zu "Herbstklagen" gebeten wurde. "Heidnisch" in der Beschreibung, "Wald" im Namen - was immer ich zu WALDGEFLÜSTER zu sagen hätte, es würde garantiert nichts dabei herauskommen, das man werbetechnisch verwerten könnte. Aber immerhin würde mir das Drechseln von Gemeinheiten Spaß bereiten. Natürlich ist es anders gekommen. Spaß habe ich tatsächlich, aber eben an "Herbstklagen", im Sinne von Musikgenuss, nicht an irgendwelchen Nettigkeiten. Entgegen all meiner Erwartungen hat WALDGEFLÜSTER nämlich ein verdammt starkes Debütalbum aufgenommen. Wie das möglich ist, weiß ich nicht so genau, aber es ist schön, auch mal falsch liegen. Der Black Metal von WALDGEFLÜSTER bewegt sich tempomäßig zwischen flott und getragen, wird immer mal wieder von akustischen Gitarreneinlagen aufgelockert und neigt zu überlangen Songs - so weit, so unaufregend. Für Charakter, und zwar für jede Menge davon, sorgt die für BM-Verhältnisse ziemlich melodiebetonten, singenden Gitarren, die regelmäßig in Melancholie schwelgen. Hinzu kommt der eigenwillige Klargesang (nein, ich meine nicht "schief"), der dem Ganzen seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt. Aus diesen Zutaten kocht Winterherz eine gute Stunde Black Metal, der eine vergleichsweise eigene Note hat. Einzelne Lieder hervorzuheben, fällt mir schwer, weil erstens alle Stücke ihre Momente haben und zweitens "Herbstklagen" vor Allem als stimmungsvolles Ganzes wirkt. Zurücklehnen, Augen schließen, genießen. Um es kurz zu machen: Anders als der Titel suggeriert, bietet "Herbstklagen" keinen Grund zur Beschwerde. Im Gegenteil, WALDGEFLÜSTER spielt wunderschönen atmosphärischen Black Metal, der mit seiner episch-romantischen Art das Erbe von Klassikern wie "Bergtatt" überzeugend weiterführt. Nicht unbedingt musikalisch, dazu ist die Scheibe zu eigen, aber auf emotionaler Ebene auf jeden Fall.


Punkte: 8/10

(Erik / 02.03.2009)



„Herbstklagen“ CD
(Black Blood) - Metalmessage Dezember 2008 - 6/10 Punkte

 

Als der Initiator dieser Band im Herbst 2005 seinen dunklen Ambitionen die kreativen Weichen in Richtung Black Metal stellte, geisterte ihm ein individueller Mix aus schwarzmetallischen und naturverbundenen Inhalten vor. Ja, Winterherz, so das Pseudonym des deutschen Musikers, will den klassischen Black Metal mit Waldgeflüster tradieren, ihm sogar regelrecht huldigen. Löbliche Einstellung. Im Kern als Soloprojekt stehend, fanden sich alsbald auch brauchbare Live-Mitstreiter ein – mittlerweile finden Bühnenauftritte also als Quartett statt. Auf stilistischem Sektor befindet sich das aktuelle Debütalbum „Herbstklagen“ nun inmitten der epischen Melancholikerklänge von berechtigt beliebten Idealistentruppen wie beispielsweise Hel oder Empyrium – und auch Horn. Deren jeweilige bezwingend hohe Klasse wird hier allerdings noch nicht erreicht. Was aber gerne noch werden kann. Im Moment empfinde ich die schwarze Kunst von Winterherz noch insgesamt als zu gleichförmig; es gebricht dem Musikus also schlicht an so richtig zündenden Ideen für dringlich nötigen Variantenreichtum. So einige monoton anmutende Passagen auf dem Langspieler sind nämlich nur mit großer Mühe und Aufmerksamkeit entsprechend auseinander zu halten. Der Mann wird es aller Wahrscheinlichkeit nach wohl so gewollt haben, und auch, dass die offerierten Vokaldarbietungen alles andere als sensationell sind. Besonders in den vereinzelten Klargesangsmomenten hätte doch viel mehr Leidenschaft zum Tragen kommen sollen. Ich will da ganz ehrlich sein: Streckenweise langweilen mich hier sogar einige Kompositionen derart, dass ich regelrecht auf Frischeres hoffe.


Frenetisch gezockte Taktrasanzen werden auf „Herbstklagen“ eher selten vorgelegt, auch erwünscht fragile Akustikgitarren-Passagen sind hier für meinen persönlichen Geschmack leider viel zu selten zu finden. Der hier so wehmütig klagend anmutende Zivilisationsfluchtsound des hörbar inbrünstig beflissen agierenden Urhebers ist somit hauptsächlich als philosophisch orientierter Notenorganismus zu erleben, dem eine obergehörige Überdosis Weltschmerz in die zumeist stets mittelrhythmisch pulsierenden Venen injiziert wurde. Die spürbar behutsam kreierten Liedgeschöpfe von Winterherz schnauben daher trotz aller inhärenten Einfühlsamkeit mitunter eisig und heftig wütend um sich. Und das passt im Großen und Ganzen eigentlich ziemlich gut zu all den forstromantischen Dunkelgrundmustern eines Albums, welches primär sinnbildlich für die immense seelische Pein des modernen naturfernen Menschen in seiner ganzen für ihn unerträglichen Anonymität steht.


© Markus Eck

(24.12.2008)



Vorabpressestimmen


www.emp.de
„Melancholischer Black Metal, ein individueller Mix aus schwarzmetallischen und naturverbundenen Inhalten. Für Fans von Hel, Empyrium und auch Horn.“


www.legacy666.de 10/15 Punkte
"Letztlich ist „Herbstklagen“ ein abwechslungsreiches Album eines ambitionierten Naturfreundes – der die Klischees nicht stumpf bedient."


www.heavy-magazine.de 9/12 Punkte
„Wer auf Supreme Art Edelgeprügel steht, kommt an WALDGEFLÜSTER nur schwerlich vorbei.“


www.powermetal.de
“Die österreichische Band WALDGEFLÜSTER setzt mit gelegentlichen akustischen Elementen und klarem Gesang die richtige winterliche Stimmung für den vorherrschenden harten, gnadenlosen Black Metal und trifft dabei die richtige Balance zwischen eiskalter, unbarmherziger Raserei und mystisch verzaubernden Momenten, so dass der Hörer weder von zu viel Ambient-Geplänkel gelangweilt noch frontal vom D-Zug überrollt wird.“


www.metal.de 8/10 Punkte
"Anders als der Titel suggeriert, bietet "Herbstklagen" keinen Grund zur Beschwerde. Im Gegenteil, WALDGEFLÜSTER spielen wunderschönen atmosphärischen Black Metal, der das Erbe von "Bergtatt" überzeugend weiterführt."


www.nocturnalhall.com 10/10 Punkte
„Österreichischer Forrest Black Metal klang noch nie so magisch. Das Debütalbum von WALDGEFLÜSTER ist solide und voller mystischer, melodischer Gitarrenriffs.“


www.bleeding4metal.de 7,5/10 Punkte
„Das neue Album des Pagan/Black Projektes WALDGEFLÜSTER strotzt einerseits vor "schwarzer" Energie, schlägt mit seinen heidnischen Akkustik-Gitarrenparts aber auch leise, fast melancholische Töne an.“


www.metalearth.de 7/10 Punkte
„Atmosphärisch gelungenes Mach(t)werk. Wenn der Wald so flüstert, sollte man drin stehen bleiben und ihm lauschen, was er zu klagen hat.“


www.hateful-metal.de
“Herbstklagen" von Waldgeflüster ist eine kraftvolle und erhabene Ode an alte Werte und einen neuen Zeitgeist"



Jetzt erhältlich


Bifroest - Mana Ewah

Bifröst – Mana Ewah CD



Utmarken - Utmarken

UTMARKEN – Utmarken CD

frühere
Veröffentlichungen

47.jpg


zum Seitenanfang