
Thrundvangar - Interviews
Metal Message Magazin Interview
Pragmatischer Individualismus
Der große kompositorische Fleiß dieser mittlerweile bestens etablierten
Viking Metal-Horde zahlte sich jüngst einmal mehr voll und ganz aus – wovon
das nagelneue Studioalbum „Zwischen Asgard und Midgard“ machtvoll
erklingend kündet. Die sechs Sachsen aus dem naturreichen Anhaltiner Land
hauchten ihre erzheidnischen Seelen dafür erneut restlos aus – Zeit
zum Luft holen bot da unser aktuelles Zwiegespräch.
Außerhalb der
Musikveröffentlichungen hört beziehungsweise
liest man doch recht wenig über diese wikingische Horde.
Tastenmann Andreas
erklärt mir dazu:
„Da gibt es einfach nicht viel zu lesen. Wir veröffentlichen unsere Musik,
präsentieren sie so oft es geht live und dann geht es wieder in den Proberaum.
Wir sind keine scheuen Künstler oder gar hochnäsige Möchtegernstars,
im Gegenteil, wir stehen allen neuen Kontakten offen gegenüber. Wer also
mehr über Thrudvangar erfahren möchte, der kann uns gerne ansprechen
beziehungsweise anschreiben, und man wird merken, dass wir keine zurückhaltenden
Charaktere sind.“
Das letzte Album „Walhall“ war eine Art von Thrudvangar-Split-CD,
so der Stromorgelspieler. „Einige Lieder auf der Scheibe entstanden noch
in alter Besetzung, welche bei unserem ersten Album `Ahnenthron` tätig
war. Die restlichen Lieder wurden nach der Bandumbesetzung komponiert. Diese
klangen dann auch satter und ausgereifter, schließlich konnten wir mit
Gunther, Matze und Kanne drei gute Musiker beziehungsweise Sänger für
uns gewinnen. Die Musik von Thrudvangar verbesserte sich dementsprechend. Bei
unseren aktuellen Liedern auf dem neuen Werk hingegen konnten wir von Anfang
an als komplette Band agieren. Das war der große Vorteil im Gegensatz
zu `Walhall`. Und ich denke, dass wird der Hörer auch wahrnehmen. Die
Lieder klingen stimmiger und ausgereifter als auf dem Vorgängeralbum.“
Das
Klima innerhalb der Horde ist noch immer sehr gut, wie zu erfahren war: „Ich
würde sagen auf der Bühne sieht man sechs Freunde stehen. Gut, beim
Songwriting gibt es immer mal wieder hitzige Diskussionen, welche dann letztendlich
aber mehr produktiv als aggressiv verlaufen. Dennoch, bei uns wird sich gegenseitig
respektiert und zugehört, so wie es bei einer Band auch sein sollte. Das
ist auch ein Grund dafür, dass das neue Material harmonischer und ausgefeilter
klingt. Man war sich eben einig.“
Das neue Album-Frontbild von Michael „Mike“ Schindler
sieht bestechend gut aus – mich interessierte, ob darin ein Bezug zu
den Liedertexten der neuen Scheibe besteht. Andreas erläutert mir angeregt: „Wir
sehen auf dem Bild einen Krieger, der auf einen Regenbogen schaut, welcher
trotz Dunkelheit der Nacht am Horizont erscheint. Dieser Regenbogen stellt
in der nordisch/germanischen Mythologie die Verbindung zwischen der Götterwelt
Asgard und der Erde (Midgard) dar. Genau wie unsere Texte, welche thematisch
teils von Asgard, teils von Midgard handeln. Man kann den Regenbogen also als
Spektrum unserer lyrischen Thematik sehen. Der Kontakt zu Mike von Dragon Design
kam über unseren Tonträgerverlag Einheit Produktionen zustande. Unser
letzter Grafiker konnte die Arbeit für ein komplettes Coverdesign leider
nicht mehr zeitlich einrichten. Aber Mike hat ihn sehr gut vertreten und unsere
Erwartungen mehr als übertroffen, indem er eine superbe Arbeit abgeliefert
hat. Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und gespannt auf die Reaktionen.“
Die Liedertexte der Viking Metal-Gruppe sind laut Andreas Fiktion mit geschichtlichem
Hintergrund – aber zwischen den Zeilen auch mit Bezug auf die heutige
Zeit. Der Tastenkünstler expliziert diesen Kontext: „Unsere Texte
handeln von Göttern, alten Geschichten oder Menschen aus früherer
Zeit. Teilweise erzählen wir Geschichten oder Tatsachen, aber wir wollen
auch Gedanken vermitteln. Es waren zur damaligen Zeit auch nur Menschen wie
wir zur heutigen Zeit. Die Gefühle und Ängste sind unverändert
geblieben und lassen sich somit gut in unsere Zeit übertragen. Das ist
eine Erkenntnis, die wir mit den Texten vermitteln wollen. Unsere Lyrik wird
also hauptsächlich von alten Überlieferungen, geschichtlichen Ereignissen,
oder auch Naturimpressionen inspiriert. Literatur wird natürlich auch
zur Inspiration verwendet, wobei wir aber darauf achten, keine Nacherzählungen
oder Neuinterpretationen daraus zu machen. Das wäre wohl nicht im Sinne
des Verfassers. Musikalisch werden die einzelnen Bandmitglieder ganz unterschiedlich
beeinflusst. Ich für meinen Teil versuche meine Inspirationen aus verschiedenen
Musikrichtungen zu beziehen. Ich vermeide es jedoch nach Kräften, mich
von Pagan Metal beeinflussen zu lassen. Ich denke mal, bei den anderen Jungs
in der Band ist es ähnlich. Pagan Metal lässt nicht viel Raum für
musikalische Kreativität. Es gab einfach schon zu viele Hymnen und Folk-Melodien.
Kaufe ich mir heute im Jahr 2007 eine neue Pagan Metal-CD, so habe ich in der
Regel das Gefühl beim Lauschen derselben, die Musik darauf schon einmal
woanders vernommen zu haben. Die Toleranzgrenzen in dieser Musikrichtung liegen
halt nun Mal sehr eng zusammen, sodass wenig Raum für kreative Experimente
bleibt. Lasse ich mich von dieser Musik dann inspirieren, kommt dann doch nur
dieselbe Musik heraus und ich versuche eben genau dies zu vermeiden. Es gelingt
mir nicht immer, aber ein kleinwenig Pagan-Klischee gehört eh immer dazu,
oder nicht?“, stellt er mir die berechtigte Gegenfrage.
Am Anfang war das Komponieren des neuen Liedguts für „Zwischen Asgard
und Midgard“ noch beängstigend einfach, wie sich der Keyboarder
resümierend zurück erinnert: „Komplexe und stimmige Lieder
entstanden beinahe wie aus dem Ärmel geschüttelt. Alles hat gepasst
und die Kreativität innerhalb der Band war riesig. So hatten wir nach
zwei Monaten Lieder für eine halbe CD fertig. Aber auf ein Hoch folgt
bekanntlich ein Tief. Die folgenden Monate waren wir dann sehr träge,
was das Erschaffen neuer Ideen angeht. Es kamen dann noch etliche Live-Auftritte
hinzu, welche zwar Spaß machten, aber wenig Zeit für Proben ließen.
Vereinzelte Unstimmigkeiten über Liedaufbauten und Melodien zwangen uns
dann immer wieder dazu, fast fertige Lieder zu verwerfen und wieder von vorne
zu beginnen. Aber auch in dieser schwierigen Phase haben wir einen guten Zusammenhalt
bewiesen und konnten so dann doch Lieder für eine ganze CD komponieren.“
Knifflige Momente gab es also zu Genüge. Jedoch: „Zum Glück
wussten wir immer, ab wann wir uns in einer kreativen Sackgasse befanden und
konnten dementsprechend handeln. In solchen Situationen bringt es nichts, sich
gegenseitig Vorwürfe zu machen oder den Kopf in den Sand zu stecken. Gedanken
und Melodien werden dann eben neu geordnet und dann beginnen wir von vorn – auch
wenn dies im Endeffekt nicht selten bedeutet, stundenlange Arbeit wieder verwerfen
zu müssen. Aber schlussendlich bringt es ja gar nichts, Lieder halbherzig
zu beenden, nur um zu einem Abschluss zu kommen. Das haben unsere Fans nicht
verdient und wir auch nicht.“
Was die musikalischen Ziele beziehungsweise
Interessen insgesamt seit dem letzten Thrudvangar-Album anbelangt, da hat sich
nicht viel verändert, so der
Tastenspieler. „Noch immer ist es unser Ziel, mit unserer Musik viele
Menschen zu erreichen und zu erfreuen. Wir wollen uns dabei natürlich
immer weiter entwickeln ohne den Stil von Thrudvangar groß zu verändern.
Der Stil soll bleiben wie er ist, die Qualität soll jedoch stetig steigen.
Das ist unser Ziel. Zum einen hat die Heidenmetall-Szene eine große Gemeinschaft
erschaffen, welche im Metal-Bereich wohl ihresgleichen sucht. Es werden auch
Götter und Werte der alten Zeit wieder belebt, was ich persönlich
befürworte – da es in der heutigen mental-maroden Zeit wichtig ist,
derart soziale Richtlinien zu erschaffen. Musikalisch hingegen sieht es vielleicht
anders aus. Da ich selber Pagan Metal spiele weiß ich wie gesagt um die
Schwierigkeiten bei der Melodiefindung für einzelne Lieder. Heroische
Hymnen, gesellige Schunkel-Folk-Melodien, dies alles gab es schon zur Genüge
bei anderen Bands. Die Grundstimmung der Lieder wird sich auch nie verändern,
lediglich die Tonreihenfolge, also die Melodien. Das wird auch immer so sein
beim Pagan Metal, sonst wäre es auch kein Pagan Metal. Aber die Toleranzgrenzen
in diesem Genre sind eben doch schon sehr eng. Es gilt nur noch seinen eigenen
unverwechselbaren Stil in diesem Genre zu finden und diesen zu festigen und
auszubauen. Wer nur skandinavischen Bands nacheifert, wird zwar als gute Nachspielband
akzeptiert, aber nie etwas Neues liefern und somit im Einheitsbrei untergehen.
Ich denke, Thrudvangar kann man als eine Band sehen welche mit dieser Erkenntnis
spielt. Stets im Rahmen bleiben und doch durch die Grenzen brechen.“
Die allermeisten der Thrudvangar-Anhänger befinden sich noch in Deutschland. „Uns
erreichte aber auch schon etliche Fanpost aus ganz Europa, Amerika, Asien und
Australien. Es ist schon beeindruckend wie rasant unsere Musik über den
Erdball wandert“, legt Andreas dar. Er knüpft an: „Jeder Musiker
macht deshalb Musik, weil es das Größte ist, live auf einer Bühne
zu stehen, Zuspruch von fremden Leuten zu bekommen, sein Gesicht in einer Zeitung
wieder zu finden, eine CD aufzunehmen, kreativ sein zu können und so weiter.
Unsere Ideale sind die eines jeden Musikers. Wir wollen im Prinzip einfach
nur gute Musik machen und so viele Menschen wie möglich damit begeistern.
Und da wir alle Metall lieben und ohne verzerrte Gitarren und hämmernde
Double-Bass-Attacken nun mal nicht mehr leben können, haben wir uns dieser
Teufelsmusik restlos verschrieben“, gibt er noch grinsend zu Protokoll.
Mit dem in gewissen Kreisen so sehr beliebten Weltnetz-Portal namens „MySpace“ hat
der Stromorgelmann sich laut eigenem Bekennen noch nicht so ausgiebig beschäftigt: „Thrudvangar
hat allerdings auch eine MySpace-Seite. Diese wurde jedoch nicht von der Band,
sondern von einem Fan aus Australien erstellt. Eine `Fanpage` sozusagen. Ich
finde es irgendwie sinnvoll und doch auch überflüssig, so wie das
ganze Internet eben.“
Erfolg mit seiner heidnischen Musikgruppe definiert der gute Andreas einerseits
auf materialistischer Ebene durch CD-Verkäufe und vermehrte Auftrittsanfragen. „Erfolgreich
fühle ich mich auf der anderen Seite aber dennoch erst so richtig, wenn
eine Besuchermenge vor der Bühne die Haare fliegen lässt, das Gästebuch
auf unserer Band-Webseite nur Lob enthält und wir als Band gleichzeitig
auch sehr zufrieden sind.“
Derzeit in konkreter Planung ist eine Konzertreise von Thrudvangar zusammen
mit den Russen Nomans Land und den tschechischen Baumliebhabern Trollech. „Der
Zeitraum der Tour ist voraussichtlich 04.01.2008 bis 12.01.2008. Danach ist
noch eine kleinere Tour durch Spanien geplant. Genaueres kann man dann auf
unserer Heimseite nachlesen. Bis jetzt steckt alles noch in der Planungsphase.“
Die Hoffnungen der gesamten Thrudvangar-Mannschaft liegen bei ihren Fans,
wie Andreas abschließend noch verkündet. „Welche uns hoffentlich
auch weiterhin treu bleiben! Aber auch bei all unseren Freunden und Mitstreitern,
welche sehr viel Zeit für Thrudvangar opfern, um uns zu unterstützen.
Danke dafür! Die größte Hoffnung ist jedoch die, dass wir als
Gruppe in dieser Besetzung noch sehr lange zusammen spielen können – denn
genau das ist es hauptsächlich, woraus wir Hoffnung für die Zukunft
schöpfen.“ Schöner Schlusssatz.
©
Markus Eck
(20.09.2007)
Soestrock Magazin Interview Januar 2008
“Gunther” von “Thrudvangar” gibt hier Antworten auf
André's Fragen. Erst kürzlich erschien das aktuelle Album der Band “Zwischen
Asgard und Midgard” sowie deren Wiederveröffentlichung “Ahnenthron”.
Um so froher sind wir nun, euch dieses Interview nicht länger vorenthalten
zu müssen, in dem einiges um die Pagan/Viking-“Krieger”, über
die Band, deren Einstellung, Plänen und anderen Dingen zur Sprache kommt.
Stell
Dich doch bitte mal zu Anfang des Interviews vor, sowie Deine Bandmitglieder
mit den jeweiligen Funktionen in der Eurer Band.
Wir, das sind Matze für
den Gesang, Christian und Kanne bedienen jeweils eine Gitarre, Andreas steht
an den Tasten, Torsten sitzt hinter den Drums und
dann noch ich (Gunther) am Bass.
Wie ist es zu Eurem Bandnamen „Thrudvangar” gekommen?
Gebt mal bitte mit eigenen Worten dessen Bedeutung wieder.
“Thrudvangar” lässt sich grob mit “Feld der Stärke” übersetzen.
Dementsprechend kraftvoll sollte sich dies dann auch in unserer Musik wiederspiegeln – kompromiß-
u. schnörkellos, ohne sich in allzuvielen Spielereien zu verlieren. Zusätzlich
ist die Band auch für uns ein “Ort”, um von dem Alltag zu
entfliehen und sich fast schon zu regenerieren.
Was war Euch damals wichtig
bei Eurer Eigenproduktion „Ahnenthron“ und
was heute?
Spaß daran zu haben, Musik zu machen und diese auch noch zu veröffentlichen,
daran hat sich seit der “Ahnenthron” bei uns nichts verändert.
Für uns war es wichtig, ein Label (Einheit Produktionen) zu finden, so
dass wir uns ausschließlich auf die Musik konzentrieren konnten und natürlich
auch, um mit unserer Musik eine größere Hörerschar zu erreichen.
Welche
Erwartungen habt / hattet Ihr bei der Wiederveröffentlichung von „Ahnenthron“?
Das
hatte ausschließlich labelpolitische Aspekte. Die “Ahnenthron” war
ausverkauft, eine Wiederauflage schien unmöglich. Letztendlich hat sich
Einheit Produktion dazu entschlossen, auch den Erstling bei sich rauszubringen
im Interesse von Hörern und Band.
Inwiefern würdest Du sagen unterscheiden
sich Eure drei Alben voneinander?
Ich denke, anhand aller drei Alben lässt sich ein musikalischer Prozeß erkennen:
Weg vom fast schon simplen liedhaften, hin zum kompakteren, kraftvolleren und
meines Erachtens auch etwas raureren Sound. Dies lässt sich durch verstärkten
Gitarreneinsatz als auch dadurch, dass das Keyboard nicht ausschließlich
Lead-Charakter besitzt, ausmachen. Zudem ist beim mittlerweile drittten Album
auch die Experimentierphase vorbei.
Ihr spieltet bereits auf einigen großen
Festivals wie zum Beispiel dem „Ultima
Ratio Festival“ oder dem „Ragnarök Festival“. Welche
Erinnerungen habt Ihr an die Auftritte?
Große Festivals bringen immer
großartige Stimmung. Sicherlich ist
man vor einem solchen Gig immer besonders angespannt, aber springt der Funke
erst mal auf's Publikum über – und noch besser: Vom Publikum wieder
auf die Bühne zurück - gibt es kaum was Vergleichbares. Sicherlich
für jeden Musiker das Erlebnis und Bestätigung.
Welche Erwartungen
habt Ihr an die „Winter Ride Tour“ mit Namans
Land?
Da wir die Jungs von Nomans Land von der letzten Tour schon kennen und
sehr gut miteinander auskommen, sind wir uns sicher, dass es an Spaß und
Durst nicht mangeln wird. Dass auch Trollech gern was zu feiern haben, davon
konnten
wir uns schon bei einen kleineren Clubauftritt letztes Jahr überzeugen.
Natürlich geht es aber bei uns in erster Linie darum, das neue Album in
etwas größerem Rahmen live vorzustellen und auf gute Reaktionen
zu hoffen.
Wie ist der Zusammenhalt und die freundschaftliche Ebene in der
Band bei Euch?
Da alle Bandmitglieder bei uns aus der gleichen Ecke stammen,
man sich fast jede Woche zum Proben trifft, kennt man schon die Macken der
Einzelnen. Da
größere Streitereien untereinander bis jetzt ausblieben, stehen
die Chancen gut, auch weiterhin gemeinsam Party zu machen.
Denkst Du, dass Musik
mit heidnischen Texten dauerhaft Bestand hat in der heutigen Zeit, wo alles
nur noch um's Verkaufen geht und weniger um Einstellungen?
Ich denke Pagan-
u. Viking-Metal ist immer noch eine Genrenische, so dass keine Band (von
wenigen Ausnahmen abgesehen) der Kommerzialisierung unterliegen muss
oder diese beanspruchen kann. Auch wenn – wie manchmal behauptet wird
- alles heidinsche z.Zt. gehypt wird.
Lebt Ihr auch privat Euren heidnischen Glauben aus?
Vorrangig ist es ja die
Musik, in der wir unseren Glauben ausleben. Zu Besuch auf Mittelaltermärkten
und die Erweiterung des Wissensstandes über
Lektüre etc., das sind dann noch die Sachen, für das einen das normale
Alltagsgeschehen noch Zeit läßt.
Welche Rolle spielt Eurer Meinung
nach die christliche Kirche in unserer heutigen Zeit?
In einer aufgeklärten
Gesellschaft Mitteleuropas ist es natürlich
schwer, der Kirche bei schwindenden Mitgliederzahlen immernoch eine hohe Bedeutung
beizumessen. Global gesehen ist die Kirche immer noch eine Institution, die
nicht nur religiös motivierte sondern auch stark politisch-wirtschaftiche
Interessenansprüche (P2-Verschwörung) erhebt. Also nicht nur die
lebensverachtende Aidspolitik trägt dazu bei, dass ich noch lange nicht
Papst bin, wie der Springer-Verlag behauptet.
Wie wurde Euer aktuellen Album "Zwischen
Asgard und Midgard" von den Fans angenommen? Konntet Ihr weiter viele
Zuhörer durch das Album bekommen? Wurden eure Erwartungen erfüllt?
Bis
jetzt wurde das Album von den Kritikern gut angenommen. Ausgesprochen froh
bin ich darüber, dass den Hörern auch die oben bereits erwähnte
Kompaktheit aufgefallen. Dies liegt sicherlich daran, dass alle Lieder in der
aktuellen Besetzung entstanden sind und dieser Entstehungsprozess auch nahezu “in
einem Guß” erfolgt ist.
Welches sind Eure „Lieblingsstücke“ auf
dem aktuellen Album und warum?
Mein persönlicher Favorit ist “Zwei
Raben”. Dieses Stück
ist gleich nach der Tour 2007 enstanden. Alle waren hungrig auf Proberaum und
neues Material und dann entstand der Song wie von selbst. Durch die Rhythmus-
und Melodiewechsel innerhalb des Liedes, wurde gleich die technische Marschrichtung
aller anderen Stücke für das aktuelle Album festgelegt. Für
mich repräsentiert “zwei Raben” den derzeitigen Stand der
Band.
Wie würdet Ihr mit eigenen Worten die Bedeutung und Entstehung des
Coverartworks bei Eurem aktuellen Album („Zwischen Asgard und Midgard“)
beschreiben ?
Nachdem wir uns von der bisherigen Ein-Wort-Betitelung für
das Album verabschiedet hatten, sollte nun auch kein symbolhaftes/-artiges
Cover wie bei den anderen
beiden verwendet werden. Die Idee “Wikinger-guckt-ins-Land-und-Bifröst-im-Hintergrund” wurde
so an Mike von DragonDesign weitergegeben, dessen ersten Entwurf man ansah,
dass er weiß, was er da macht. Das Ding war sofort gekauft. Keine Probleme.
Wie
ist die Zusammenarbeit mit Eurem Label „Einheit Produktionen“?
Wir haben jeglichen musikalischen Gestaltungsfreiraum, für Produktion
und Vertrieb ist dann Olaf (EP) zuständig. Ich finde, dass das eine gerechte
Gewaltenteilung ist. Wir haben auch nicht für x Alben unterschrieben,
sondern arbeiten von Album zu Album zusammen. Auch außerhalb der “geschäflichen
Ebene” läuft man sich über'n Weg: Bei Partys,....wo sonst?
Wie
lange denkt Ihr wird es Euch geben? Denkt Ihr, dass Ihr im hohen Alter noch
zu der Musik steht und sie machen wollt?
Sofern jeder von uns Zeit für
die Band erübrigen kann, wird es uns
wohl noch eine Weile geben, denn an unserer Überzeugung sollte die Band
wohl eher scheitern. Und es gibt sicherlich bei uns nichts, zu dem wir auch
im Alter nicht stehen könnten. Ob es dann allerdings tatsächlich
noch Sinn macht, sich durch live spielen die Rente aufzubessern... ?
Was wird
bei Euch in naher Zukunft passieren? Habt Ihr Pläne in Form von
Veränderungen oder vielleicht eine Veröffentlichung einer Live-DVD?
Nach
dem Album-Release, der Split 7”-er mit Nomans Land und der Winters-Ride-Tour
ist erst mal eine längere Kreativpause angesagt. Uns wird man dieses Jahr
noch öfters live erleben, ein neues Album wird es 2008 allerdings nicht
geben; Und schon gar keine Live-DVD.
Wie betrachtet Ihr die Tatsache, dass immer
mehr Bands aus dem heidnischen Bereich Politisches mit in ihre Texte einfließen
lassen?
Für uns verbietet sich die unsexy Mischung von Musik und Politik.
Betrachtet
Ihr Eure Band als Lebenswerk für Euch selbst?
Nein. Generell nicht. Die
Band ist eher eine Art Hobby - meinetwegen auch Sportersatz. Einfach mal raus
aus dem Alltag. Im Großen und Ganzen nichts anderes,
als es auch für den Hörer ist.
Am Ende bedanke ich mich für das
Interview! Gibt es noch Anregungen oder Dinge, die Ihr unseren Lesern mit auf
den Weg geben wollt?
Ich danke Dir, uns mit diesem Interview ein mehr als adäquates
Forum gegeben
zu haben und den Lesern und Hörern für deren tolle Unterstützung.
bei Monsters and Critics nachlesen
Subba Cultcha Magazin Interview
Thrudvangar
Matze (vocals)
Metal titans get to grips with our questions…
How did the recording sessions
for your new release go?
The recordings were easygoing and pretty fast, also
the songwriting before.
What goals did you set yourself before you started
recording?
We wanted to made the LP a bit harder, because we think
this is corresponding to our musical development without loosing the characteristic
Thrudvangar-sound.
What do you feel are your own limitations when it comes to
creating/writing music?
We do not have any limits in creating music. We grow
from LP to LP and so do the the requirement to ourselfs.
Tell us 3 of your
favourite songs from your career and the inspiration behind them?
It’s
difficult to choose 3 songs. Lets try with the song “Thor” from
the LP “Zwischen Asgard und Midgard”. It’s a very powerfull
song about the god for the common people like us. He fights with his hammer
against the wrong, he is an idol. And when you are playing in a band called “Thrudvangar” wich
is the the name of the home of Thor, what will be better than to make a song
about this god.
Also on the LP there is the song “Runenstein”, which
I like as well. It’s about the written history of the viking time, about
what they have done and what everybody can learn from this for himself.
For
the 3. song I choose the song “Grönland” from the “Walhall”-Album.
It’s about the biggest discoverer of the viking time, Erik the Red, and
his way to the discovery of Grönland.
Tell us about your worst live show
yet?
I think our worst live gig was on this years tour. We were in
Thuringia and nothing of the technical equipment was working. The monitor speakers
weren’t
loud enough or defect. We couldn't hear each other and so everybody played
wrong. The hole sound was bad and the “best Thing” on this concert
was the break down of my microfon. A glorious mess!
What are the bands plans
for the rest of the year?
This year we have a lot to practice because
we will go on tour already at the 4.1.08 with Nomansland and Trollech.
How would
you describe your own/bands sound, or what do you hate being labelled as?
It’s
not easy to describe our sound. It’s pagan viking metal with
lot's of different influences. Heavy guitar sounds and beautyfull and solemn
keyboard melodies. All mixed with powerfull vocals and drums.
Who is currently
moving you musically at the moment?
I'm influenced by many bands ,
for instance Bathory and Amon Amarth.
What album changed your life and why?
A fabulous album for
me is „Twiglight of the gods“ from Bathory.
Excellent music! While listening it's not important if you are in a good ore
a bad mood..and it brought the nordic mysthic and history even closer to me.
Your
proudest achievement so far?
I’m proud of everything That we
achived as a band, our 3 albums and all our live gigs.
If you could erase one
single/album from history (your own or someone else's) which would it be and
why?
It's not my responsibility to erase something from the history.
Everybody can make music. If I like this music or not isn’t important.
How
do you see yourself altering the band and your sound in the future? is there
anything you wish to attempt in the future that's inspiring you right
now?
After the tour we want to start songwriting for the new album.
I have already some interesting ideas, but we still have to work on the broad
concept.
A rumour you'd like to start about yourself, or one you'd like stopped?
One
rumor I’d like to Stopp is that all pagan bands have a right wing
extremist attitude. We have definitely not.
What drives you & What are your
fears?
What drives me? I don’t know! Maybe I have a lot to talk
about (ha-ha). I have no fears, not really. What has to happen will happen.
The 3 nornes have
already spun the thread of destiny.
The revolution comes, who would you like
to be first against the wall (and if you're feeling particularly bitchy, a
second, third, fourth and so on...)?
Even when I’m particulary
bitchy I wouldn’t do that.
Best piece of advice you'd give to aspiring
musicians, or the best piece of advice you were given when you started?
Go
your own way and by the way: don’t forget to practice a lot (ha-ha).
If
you're in a car going at the speed of light, and someone turns the headlamps
on, would they do anything?
What a weird question for an interview!
But I try to give an answer. If I could go with the speed of light and someone
turns the headlamps on I couldn’t
see anything, only darkness. Because the light isn’t going faster then
the speed of light. I hope this answer is enough.
TOP 5 IPOD TUNES
Well, first there is “Home of once brave” from
Bathory, because it is a beautifull description of Sweden where I like to be
very much. The
second is „Walhall awaits me“ from Amon Amarth, great song with
power and energy. Also very good is “Metal heart” from Dimmu Borgir,
one of the best cover songs I ever heard. The song “Son of nothern darkness” from
Immortal is just perfect. “Pilot” from Kari Rueslatten - what great
voice.
Thanks to Serge @ Archetype Pr…
By: Jeremy Chick Editor-In-Chief
Darkness.de Interview - Thrudvangar Special
Das Jahr endet für alle Freunde des Viking Metal mit einer schönen
Bescherung. In diesen Tagen steht die Veröffentlichung des neuen Longplayers
von THRUDVANGAR ins Haus, der auf den Namen “Zwischen Asgard und Midgard” hört.
Bei näherem Hinhören zeigt sich schnell, dass es als Darkness.de-Album
des Monats Dezember eine wirklich gute Wahl ist. THRUDVANGAR zeigen hierauf,
wie weit sie sich in den sieben Jahren entwickelt haben, die sie nunmehr unter
diesem Namen aktiv sind.
Wie die Band selbst ihre Leistung beurteilt, wo sie im Moment stehen, was
wir in Zukunft erwarten können und noch einiges mehr teilten Sänger Matze
und Gitarrist Christian im Interview bereitwillig mit.
“Zwischen Asgard und Midgard” wird erst euer zweites Album, doch scheint
euch im Prinzip jeder deutsche Pagan Metal Fan zu kennen. Überrascht euch
das selbst noch?
Matze: Naja, es ist unser drittes Album (Entschuldigung dafür,
dass ich “Ahnenthron” als
Demo gezählt habe! Anm. d. Redakteurs) und uns kennt nicht jeder, aber
die Zahl derer, die uns kennen, steigt stetig. Überrascht bin ich von
der Tatsache regelmäßig, wenn ich auf Konzerten angesprochen werde
Christian: Ich denke, dass wir von Anfang an ziemlich viel unterwegs waren
hat dann letzten Endes dazu beigetragen und ein bisschen Glück bei den
entscheidenen Festivals dabeigewesen zu sein.
Trotz der Bekanntheit hört
man abseits der Musik fast nichts von euch. Woher kommt’s?
Matze: Wir
machen nicht viel aufheben um uns, machen unser ding und zwischen arbeiten
gehen und feiern bleibt nicht so viel Zeit.
Christian: Naja, wir halten uns zwischen Auftritten und Arbeiten auch noch
zu Hause auf, da kann man doch nicht soviel über uns, -ala “nackig übern
Boulevard gelaufen” oder sonst was lesen.(hehe) Diese Zeit brauchen wir
auch um runter zu kommen, um bei Proben frisch weiter zu machen.
Im Gegensatz
zum Vorgängeralbum konntet ihr dieses Mal in fester Besetzung
an die Sache ran gehen. Wie sehr hat euch das beim Songwriting geholfen oder
die Musik an sich beeinflusst?
Matze: Wir konnten, da wir musikalisch immer
bessser interagieren, auch die Songs kompakter gestallten und die einzelnen
Interessen und Vorstellungen besser
herausstellen.
Gibt es etwas, das euch ganz klar von artverwandten Bands unterscheidet?
Christian:
Jede Band hat doch irgendwo immer ihren eigenen Stil, die einen haben Folklore-Instrumente,
die anderen Keyboard, andere verzichten in dieser
Richtung komplett auf Neben-Instrumente. Ich denke, die Palette ist groß genug,
dass jeder Hörer für sich das richtige finden kann. Letztendlich
ist es auch nur die Thematik, was die Bands miteinander verbindet.
Eure Songtexte
lassen sofort erkennen, dass “Viking” bei euch eine
wirklich lyrische Einordnung darstellt. Könnte eure Musik auch mit einem
anderen Textkonzept genau so gut funktionieren?
Matze: Ich denke, dass es möglich
wäre, aber nicht als THRUDVANGAR.
Wenn die Texte anders wären, würde die Musik an Intensität verlieren
und es würde unglaubwürdig klingen.
Christian: Das Problem wäre es nicht andere Texte zu schreiben
und die Musik drastischer zu gestalten, aber da würden wir uns bloß verstellen
nach außen hin. Sicher interessieren wir uns auch für Metal, der
nichts mit dieser Thematik zu tun hat, aber der Name THRUDVANGAR als Band steht
dann für die Leute auch nach der 3. Scheibe für dieses Genre.
Wie
viel an den heidnischen Texten ist persönlicher Glauben und wie viel
ist die pure Lust am Geschichtenerzählen?
Matze: Also, ich für meinen
Teil könnte keine Texte schreiben, wenn
ich nicht mit meinem Herzblut bei der Sache wäre. Bei allen Geschichten
steckt immer auch ein Stück eigener Glauben und selbst erlebtes drin.
Was hat es denn auf sich mit dem Ort zwischen Asgard (Reich der Götter)
und Midgard (Reich der Menschen)?
Christian: Ein Bereich den es zu überschreiten gilt. Das größte,
was einem passieren kann, am Ende den alles entscheidenen Schritt zu tun, um
dem Dasein gerecht zu werden. Welcher Schritt das ist, muss jeder für
sich selbst entscheiden. So haben wir uns halt entschieden, das mit dem Albumtitel
und dem Cover darzustellen. Das Cover zeichnete übrigens Mike Schindler
von DragonDesign für uns. Danke dafür nochmal.
Kommen wir mal zum
neuen Album an sich. Wie könnte man seine Charakteristik
am besten in wenigen Worten beschreiben?
Christian: Es ist zu den Vorgänger-Alben
doch sehr viel lastiger geworden. Der Stil ist doch irgendwo gleich geblieben,
obwohl das Keyboard doch ein wenig
nach hinten gerückt ist. Das hatte zwar nichts mit Kritiken in der Vergangenheit
zu tun, aber beim Liederschreiben sind die Gitarren doch dominanter behandelt
worden. Auf “Walhall” hatten wir die Geschwindigkeit zum Schluss
der Platte angehoben und ich denke, wir haben mit “Zwischen Asgard und
Midgard” einfach dort angeknüpft.
Matze: Ich denke, das album ist zu 100% THRUDVANGAR.
Besonders die Ausgewogenheit
der Arrangements von Gitarren, Keyboards etc. hat mich beeindruckt. Wie viel
Feintuning war nötig, bis ihr die Songs
so weit hattet?
Christian: Wie gesagt hatten wir den Schwung von “Walhall” mitgenommen
und hatten eigentlich direkt nach Veröffentlichung der Scheibe im letzten
Jahr ohne Pause weitergemacht neue Lieder zu schreiben. So waren die Lieder
eigentlich dann auch rasch fertig gewesen. Gewisse Teile der Lieder sind dann
aber doch erst bei den Aufnahmen im Studio gekommen, was aber glaube ich bei
jeder Band das selbe sein wird. Denn dort kannst Du erst mal richtig ausprobieren,
was wozu passt.
Worauf seid ihr besonders stolz, wenn ihr das Endresultat betrachtet?
Christian:
Dass es fertig ist.(hehe)
Matze: Jawohl, da hat er recht und dazu, dass es so geil klingt. Natürlich
sind wir auch stolz, dass die Zusammenarbeit mit Einheit Produktionen und allen,
die beteiligt waren, so reibungslos verlief.
Zu “Zwischen Asgard und Midgard” konnte
ich keine wirklich negative Kritik auftreiben. Habe ich nur schlecht gesucht
oder überzeugt ihr damit
tatsächlich jeden?
Matze: So lange ist die Scheibe auch noch nicht draußen.
Sicherlich wird es auch negative Kritiken geben, aber man kann es sowieso nicht
jedem recht
machen, ist ja auch nicht unser Ziel.
Christian: Ja, ich denke auch, dass es den ein oder anderen geben wird, der
sagen wird: zu wenig Hymnen, zu wenig Chor oder zu wenig Tätärätätä… ,
aber das ist nun mal Musik und Musik ist nunmal Geschmackssache. Aber es freut
uns natürlich, dass es Dir schonmal zusagt.
Wenn ich sagte, dass der Song “Thor” eine
gewisse Verwandtschaft zu “Hand Of Doom” von MANOWAR erkennen lässt,
wäre das
für euch eher eine Beleidigung oder ein Kompliment?
Christian: Mmmh, muss
gestehen, dass ich das Lied überhaupt nicht kenne,
werde mich dann aber mal schlau machen. Ich persönlich scheue zwar keine
Vergleiche, mag Sie aber dennoch nicht so sehr, da jede Band sich ja mit Ihrer
Musik identifizieren und behaupten will.
Matze: Die Verwandtschaft ist weder Absicht noch geplant. Es ist für mich
aber keine Beleidigung, MANOWAR ist halt eine Band, die seit Jahrzehnten erfolgreich
ist, da ist es eher ein Kompliment.
Und noch ein paar allgemeine Dinge: Was sind eure Pläne für
2008?
Matze:
Erst mal die Tour im Januar, dann ein paar Open Airs, einige Konzerte und dann
am Nachfolger arbeiten.
Christian: Ein paar Auftritte im Ausland stehen in Planung. Aber darüber
wollen wir erst was sagen, wenn es 100%ig fest steht.
Welche Bands sind für
euch die momentan größten Hoffnungsträger
im Viking/Pagan Metal?
Matze: Es gibt einige Bands, aber da jetzt eine hervorzuheben,
wäre vermessen
und würde andere beleidigen.
Welche Alben haben euch 2007 besonders beeindruckt?
Matze: Da gibt es auch viele.
Um auch einen Namen zu nennen, das letzte MENHIR Album fand ich sehr gut.
Ist aber nur eins von vielen, die man erwähnen
müsste.
Christian: Für mich war es TRIMONIUM mit “Son of a Blizzard”,
die haben einen gewaltigen Schritt gemacht.
Ich bedanke mich schon einmal ganz herzlich für das Interview und was
auch immer noch gesagt werden sollte, hier ist der Platz dafür:
Wir danken erst für das Interview und zur der Wahl “CD des Monats” was
uns sehr ehrt.
Desweiteren wollten wir noch sagen:
04.01.2008 (Friday) - GERMANY: Berlin - “K17?
05.01.2008 (Saturyday) - GERMANY: Bad Salzungen - “KW70? + Helritt
06.01.2008 (Sunday) - CZECH REPUBLIC: Pilsen - “Divadlog Pod Lampou”
07.01.2008 (Monday) - CZECH REPUBLIC: Prague - “Kain”
08.01.2008 (Tuesday) - CZECH REPUBLIC: Brno - “Melodka”
09.01.2008 (Wednesday) GERMANY : Ingolstadt - “Paradox” + Varg
10.01.2008 (Thursday) GERMANY : Aalen - “Rock It”
11.01.2008 (Friday) GERMANY : Oberhausen - www.helvete.de
12.01.2008 (Saturday) - GERMANY: Minden „Musikbox“ + Elivagar
Hoffen
wir treffen Dich vielleicht zu einem genannten Termin.
______
Ein älteres
Interview, in dem THRUDVANGAR zu weiteren Themen stellung nehmen, findet
ihr hier.
______
Review:
Jahr: 2007
Genre: Viking Metal
Label: Einheit Produktionen
Spielzeit: 46:17 Min.
Homepage: www.thrudvangar.com
Es ist nun das dritte Album von THRUDVANGAR
und unbekannt sind sie keineswegs. Wer nicht zumindest den Namen kennt, hat
mit Viking Metal wohl schlichtweg
wenig am Hut. “Zwischen Asgard und Midgard”, das nun erscheinende
zweite Album, könnte der Band aus Cöthen eine noch größere
Bekanntheit bescheren, sofern es die durchaus hohen Erwartungen erfüllt.
Also wollen wir gleich mal sehen, ob es das schafft.
Insgesamt wurde eine gute Mischung aus harten und ruhigen Elementen an den
Start gebracht. So haut der Opener “Thor” ordentlich auf den Putz,
während es beim zweiten Track schon etwas gemächlicher zur Sache
geht und zum Beispiel beim Intro von “Siegvater” die Gitarren ganz
dezent agieren. Mit anderen Worten haben THRUDVANGAR fast die gesamte Palette
des Viking Metal aufgefahren und, was noch wichtiger ist, auf ganzer Linie
gute Songs geschrieben. Wie zu erwarten war haben sie sich dabei näher
beim Black als beim Death Metal angesiedelt und lassen auf dieser Grundlage
vor allem durch weit ausholende Melodiebögen und dichte Arrangements aufhorchen.
Auch
die kitschig-pathetischen Passagen wirken, zumindest in den meisten Fällen,
sehr gelungen. Keyboards sind sorgsam in den Sound eingewoben und kommen genau
so weit zum Einsatz, wie es für die Songs gut ist. Aus allem, was man
für das Genre als Standard bezeichnen kann, machen THRUDVANGAR ein kurzweiliges
Album, das nicht unbedingt durch Originalität besticht. Es ist die gekonnte
Umsetzung, die den Ton macht.
Im Grunde habe ich “Zwischen Asgard und
Midgard” als hinterhältig
empfunden, weil es bei den ersten Durchläufen so angenehm aber unspektakulär
an mir vorbei rauschte. Ohne es zu merken, zog mich dann die Atmosphäre
tiefer in das Album und ich merkte, was es darin so alles zu entdecken gibt.
In Endeffekt tatsächlich mehr, als die Summe der einzelnen Teil
Sicher, bei einigen Riffs sind die Harmonien durch Keyboards künstlich
aufgebläht. Auch schießen THRUDVANGAR mit ihren hymnischen Elementen
für meinen Geschmack teilweise über das Ziel hinaus. Macht aber wenig
aus, angesichts des starken Gesamteindrucks. Auf einzelne gute Songs kommt
es hier sowieso nicht so sehr an. “Zwischen Asgard und Midgard” ist
insgesamt stimmig und wird jeden Fan von Viking/Pagan Metal erfreuen.
Punkte:
8/10
Als Album des Monats nur 11,99 €
Tracklist:
01. Thor
02. Bärenpelz und Wolfsmantel
03. Heimwärts
04. Runenstein
05. Midsommernacht
06. Zwei Raben
07. Siegvater
08. Frostland
______
Das Review
zur Scheibe “Walhall” findet sich ebenfalls in
unserem Archiv.
______
Kurz zusammengefasst: THRUDVANGAR sind mit dem Album glücklich, ich bin
es ebenfalls und denke außerdem, dass man als Fan des heidnischen Metals
ruhig einmal reinhören sollte. Und wer dann Lust bekommt, sich die Jungs
noch einmal live anzusehen, bekommt noch einmal die Termine in handlicher Kurzfassung:
04.01.08
- Berlin
05.01.08 - Bad Salzungen
06.01.08 - Pilsen
07.01.08 - Prag
08.01.08 - Brün
09.01.08 - Ingolstadt
10.01.08 - Aalen
11.01.08 - Oberhausen
12.01.08 - Minden
Wir informieren euch natürlich, so bald die im Interview
angesprochenen Auslands-Termine bestätigt sind.
Robert Märländer
Les Acteurs de l`Ombre Interview June 2007
Pouvez-vous présenter le groupe en quelques mots, son histoire
et son line-up?
Nous sommes cinq gars, il y a Matze (chanteur), Andreas (claviers), Gunter
(bass), Torsten (batterie) et Christian (guitare). Le line-up est stable depuis
2005. Auparavant nous jouions à quatre dans le groupe.
Comment décrivez-vous
votre style musical?
C’est seulement du métal. Dans notre musique
nous avons beaucoup de styles provenant de différents courants métal,
ainsi nous ne pouvons pas dire que nous jouons du pagan, viking, death ou d’autre
styles. Tous nos membres aiment d’autre style de métal et je pense
que c’est le meilleur pour un groupe.
Quel est pour vous un bon groupe
pagan? Est-ce par rapport à ce que
vous ressentez ou est-ce les instruments traditionnels dans la musique? Pensez-vous
que votre groupe peut rester lui-même sans claviers?
Ils n’ont
pas besoin d’aller à l’église le
dimanche (héhé). Si j’étais spectateur lors d’un
concert je devrais m’attendre à ce que le groupe reste à ce
qu’ils jouent. Ils ne doivent pas crier « Odin » 3 fois dans
une chanson. Quand vous voyez un groupe sur scène et qu’ils font
leur concert en s’amusant et en restant à leurs paroles de chanson
quelque soit ce qu’ils chantent, alors je pense « je crois en vous ».
Bien sûr, la musique doit être aussi un point important pour un
bon groupe.
Oui nous pouvons jouer aussi sans claviers. Nos nouvelles chansons du nouveau
cd prévu cette année (je l’espère) n’ont pas
autant de parties de clavier comme sur Walhall. Cela passe au second plan et
les guitares sont plus en avant maintenant.
Avez-vous une attitude pagan ? Préférez-vous
l’histoire
ou le coté guerrier comme la collection d’épée ?
Pour
nous l’histoire est plus importante. A propos de la vie de cette époque
et la construction d’un monde où nous vivons maintenant après
cette histoire. Les anciens dieux et tout ceci. C’est ce dont nous parlons
dans nos paroles. La vie à propos d’une époque vraiment
intéressante.
Qu’est-ce que vous pensez des revendications politiques dans la musique
? Les dieux nordiques comme Odin/Wotan ou Thor sont utilisés par certains
groupes avec des idéologies douteuses, c’est triste car les symboles
nordiques sont mal vus à cause d’eux.
Pas de politique dans la
musique ! Il y a des gens qui se font de l’argent
en parlant de politique et c’est assez comme ça, nous n’avons
pas besoin des gens qu’ils chantent de la politique. Ils n’ont
pas le bon boulot. Ainsi les gens ou les groupes qui chantent sur Odin et Thor
avec des opinions politiques d’un autre siècle (vous savez ce
que je veux dire) sont stupides et ne savent rien de toute cette histoire.
Ces putains de gens sont dans un monde faux.
Qu’est ce que vous pensez de Amon Amarth ? Ils sont allemands aussi.
(Note : erreur de ma part, ils ne sont pas allemand…)
Ah…non Amon
Amarth sont de suède !!!! Mais c’est une des
meilleurs groupes pour moi. Ils réalisent ce pour quoi ils vivent.
Ahnenthron
est votre premier album, est-ce votre décision de ressortir
cet album ou est-ce une décision de votre label? Avez-vous été tenté d’enregistrer à nouveau
cet album parce que vous n’aimez pas le son ou quelque chose de ce genre?
Nous avons sorti Ahnenthron la première fois en 2004 par nous-même.
Après nous avons sorti notre album Walhall sur notre label. Les demandes
sur le premier cd 'Ahnenthron' étaient très nombreuses. Ainsi
le label nous a dit qu’ils allaient en faire une nouvelle sortie et nous
avons dit ok. C’était mieux pour nous ainsi nous n’avions
pas le stress et les coûts comme sur la première sortie. Nous
avons seulement remasterisé ce cd car le premier était un petit
trop faible pour nous.
C’est sympa de trouver une vidéo sur le cd. On peut voir
comment le groupe joue en live. Que vous rappelez-vous de ce concert?
Pas grand-chose,
c’était un jour très pluvieux après
le concert (quand vous savez ce que je veux dire). C’était un
festival sur 2 jours et nous avons joué le deuxième jour comme
premier groupe.
A ce moment là beaucoup de gens étaient bourrés du jour
d’avant, c’est pourquoi il n’y avait pas beaucoup de gens
devant la scène mais c’était Ok.
Est-ce que l’année
2007 sera une année active pour le groupe?
Pas tellement de festivals et de concerts. Nous travaillons sur notre nouveau
cd et nous le sortirons cette année.
Connaissez-vous des groupes de métal
français?
Beaucoup de gens m’ont joué des chansons provenant
de groupes français mais je dois dire, je me rappelle pas des noms (oh,
mon pauvre cerveau… désolé). Mais c’était
bon, c’était
avec quelques instruments folk.
Ok quelques questions amusantes maintenant. Qu’est ce que vous
aimez en France ? Les filles, le fromage? Et ce que vous détestez ?
Le fromage, la bière trop chère? ;-)
Les filles bien sûr (héhé)
et la Normandie, je l’ai
traversé en 1995 avec ma moto pendant 2 semaines et j’aime cette
région et bien sûr son histoire.
Sinon j’aime le football français (le match contre le brésil,
sympa) et la nourriture. Je n’ai rien appris à détester
en France.
Qu’avez-vous écouté comme groupes intéressants
dernièrement?
N’importe quel groupe qui joue son propre style est intéressant
pour moi. J’ai mon propre studio où j’ai entendu quelques
bons groupes et je pense que par la suite nous entendrons peu de nouveaux bons
groupes dans la scène métal. Mais il y a tellement de groupes
favoris pour moi comme Amon Amarth, Skyforge, Windir…
Un dernier mot pour la fin?
Merci pour cette interview et si c’est possible
venez nous voir à un
de nos concerts en France
Stay in metal.
Christian + Thrudvangar
www.thrudvangar.com
Metal District März 2007
Ein neuer Stern am Pagan/Viking Metal-Himmel, das schoss mir durch den Kopf,
als ich das wiederveröffentlichte Debut des Sextetts aus Sachsen-Anhalt
hörte. Und weil das so war, mußte natürlich ein Interview her.
Ich sprach mit Gitarrist Matthias.
Wie seid ihr eigentlich auf die Idee gekommen, Euer offizielles Debut
erneut zu veröffentlichen? Es ist doch sehr ungewöhnlich, ein Album
erneut zu veröffentlichen, das gerade mal 2 1⁄2 Jahre alt ist, oder?
"Da die "Ahnenthron" in Eigenregie rauskam und ziemlich schnell
vergriffen war, hatte es sich als Bestes erwiesen, die Scheibe nochmal neu antreten
zu lassen. Es ist ja auch eine Kostenfrage , so etwas nachpressen zu lassen.
Daher lag die Entscheidung dann auch beim Label selber."
Ich finde, für den Viking-/Pagen Metal-Stil fallen Eure Tracks erstaunlich
schnell und variabel aus. Was muß ein Song von Euch haben, damit ihr selbst
mit ihm zufrieden seid?
"Als allererstes muss er Melodie haben und einen gewissen Grad an Wiedererkennung
aufweisen, damit man nicht immer mit anderen Bands verglichen wird. Das ist
uns schon sehr wichtig. Zum anderen haben wir beim Spielen festgestellt, dass
uns das einfache Spielen ohne Schnörkeleien immer besser gefällt,
als an einem Strickmuster zu arbeiten."
Obwohl viele Songs von Euch recht schnell sind, finde ich, dass ihr bei Midtempo-Songs
wie z.B. „Piraten Des Nordens“ am stärksten seid. Welchen Geschwindigkeitsstil
bevorzugt ihr selbst?
"Wir legen uns da eigentlich nicht wirklich fest. Wenn wir denken, jetzt
muss es knallen, dann lassen wir es halt an den Stellen. Zum Teil kommt es aber
auch auf den Text drauf an, der Inhalt bestimmt dann meist die Schwere der Musik."
„Kampf Des Lebens“ ist ein recht epischer Song, der trotz
der Double Bass getragen wirkt und durch die melodischen Keyboard-Melodien und
die zwischenzeitlichen Akustik-Gitarren ein echtes Highlight auf der CD darstellt.
Sind mehr Songs in diesem Stil geplant?
"Planen tun wir sowas eigentlich nie. Wir stehen halt bei uns im Proberaum,
klimpern was zurecht, wenn´s gefällt ok. Soll heißen, dass
wir nicht auf bestimmte Stile zuarbeiten. Ob sowas noch öfter kommt, hängt
daher vom weiterem Schaffungsprozess ab. Es ist möglich, dass Songs in
der Art wieder dabei sind, aber auch gut möglich, dass das nächste
schneller oder midtempolastiger wird. Lassen wir uns zusammen überraschen."
Im Song „Thingfrieden“ gibt es erstmals cleane Vocals, die
für meine Begriffe allerdings reichlich schief geraten sind. Werdet ihr
dieses Experiment einstellen oder sind Wiederholungen im Bereich des Möglichen?
"Ich denke, das werden wir langsam einstellen. Hängt nicht davon ab,
dass es schief war oder nicht. Doch es gibt schon so viele Bands in der Szene,
die mit cleanen Gesang arbeiten, dass es dort nicht noch mehr bedarf."
Was bedeutet eigentlich der Name THRUDVANGAR?
"Thrudvangar ist der Name vom Landsitz des Donnergotts Thor."
Wie ist Euer Interesse an dem Wikingertum und deren Heldensagen eigentlich
entstanden, dass ihr das gesamte Konzept der Band daran ausbaut?
"Bei mir selber ist es schon mit als kleiner Knirps entstanden, da ich
geschichtlich immer an allem interessiert war. Zum anderen ist dieser Teil der
Geschichte in der Metalszene ja eh bekannt. Die Geschichte über Entstehung,
Leben und Sterben dieser Epoche ist eine faszinierende Zeit, die ja auch real
war. Zum anderen haben wir auch keine Lust darüber zu philosophieren, wie
Leute Kopf und Arme abgetrennt und in Plastiksäcke verpackt werden oder
aus Horrorgedanken Texte zu schreiben."
Könnt ihr Euch erklären, weswegen so viele Pagan-/Viking Metal-Bands
aus den neuen Bundesländern stammen?
"Nein eigentlich nicht, denn wir selber sehen es eigentlich nicht so, da
auch viele gute Bands aus den alten Bundesländern kommen. Das die "Bekannteren"
aus den neuen Bundesländern kommen, ist, denke ich mal, mehr Zufall."
Warum habt ihr Euch eigentlich dafür entschieden, die meisten Texte in
der deutschen Sprache vorzutragen?
"Es ist einfacher, die eigene Sprache zu verpacken, als dass man sich noch
Gedanken machen müsste, um die übersetzten Wörter richtig anzulegen.
Zum anderen ist es eh besser, meiner Meinung nach, wenn Bands ihre Musik in
ihrer Sprache vertonen. Das Interesse zum Hören wird dadurch noch verstärkt."
Mit „Departure In The Night“ habt Ihr auch einen englischen
Text dabei, wie ist es dazu gekommen?
"Dieses Lied war schon relativ alt, mit einer der ersten Songs. Warum unser
alter Sänger damals rumexperimentiert hat, kann ich Dir eigentlich auch
nicht mehr sagen. Genauso verhält es sich ja mit "Schwert der Asen
" auf der neuen Scheibe "Walhall". Auch noch ein alter Song,
der aber von den alten Fans nochmal gefordert wurde."
Mal ehrlich, hättet ihr gerne zur Wikingerzeit gelebt oder wäre
Euch das doch etwas zu rabiat?
"Schwierige Frage. Es ist ja schwer, sich in sowas real reinzuversetzen,
da man ja von der heutigen Zeit doch recht verwöhnt ist. Aber ich denke,
ich hätte es doch gerne mal gelebt."
Wie seht ihr den Zusammenhalt der Metal-Fans zwischen Westen und Osten?
"Da sehen wir überhaupt keine Unterschiede oder Probleme. Festivals
im "Osten und Westen" zeigen ja förmlich, wie gut das geht, dass
die Leute sich verstehen , warum auch nicht. Ich denke, das Barrieredenken sollte
sowieso irgendwann mal abgelegt werden. Immerhin findet man ja nun schon die
Generationen auf den Konzerten, die das Ganze überhaupt nicht kennen."
Was sind Eure weiteren Pläne in der nahen Zukunft?
"Nun, ich bin mal so frei, zu erwähnen, dass wir momentan schon wieder
einige neue Lieder fertig haben und wir eventuell damit rechnen, dieses Jahr
wieder eine neue CD rauszubringen. Wann es sein soll und wie sie heißen
wird, ist noch völlig unklar. Auch noch einige Festivals und Clubs werden
dieses Jahr noch unsicher gemacht, hoffe, wir können dann mal zusammen
prosten."
Pro-Rock Magazin Bulgaria Feb. 2007
Не знам защо,
но сякаш повечето
известни немски
банди от паган
метъл сцената
идват от източната
част на Германия,
като изключение
не правят и Thrudvangar.
Изминалата
година бе успешна
за немците, които
подписаха с
Einheit Produktionen, издадоха
своя втори албум
Walhall, а малко по-късно
през гоната,
през декември
преиздадоха
и своя дебютен
албум. Е, при
толквао събития
и факта, че викинг
метъла на бандата
си струва, нямаше
как да не направим
това интервю,
като на въпросите
ни отговори
една от основните
фигури в бандата,
киратиста Christian.
| 
|
| те са:
|
Thrudvangar |
| държава:
|
Германия
|
| стил: |
Викинг
метъл |
| състав:
|
Christian /китара/
Torsten /барабани/
Andreas /кийборди/
Kanne /китара/
Gunther /бас/
Matze /вокали/ |
| дискография:
|
Ahnenthron /2004/ Walhall /2006/ |
|
про-РОК: Здравей,
нека първо те
поздравя за
Walhall. Албумът беше
оценен с 8 в Про-Рок.
Какво според
теб е най-важното,
за да се създаде
добър викинг
метъл албум?
Christian: Благодаря
ти. Няма рецепта
за прaвенe на
добра музика.
Мисля, че за
да правиш такава,
трябва да се
забавляваш
с това, което
вършиш и задължително
трябва да идва
от сърцето.
Текстовете
ви са предимно
на немски, което
придава на музиката
ви по-агресивно
звучене, според
мен. Имаше ли
някаква специална
причина за това
ваше решение,
освен тази, че
сте немци?
Никога не сме
говорили за
това на какъв
език да пеем
песните си, така
че за нас това
не е било предмет
на разговори.
Немският като
роден е естествено
най-лесния за
нас.
Добра новина
за вашите фенове
беше преиздаването
на дебюта ви
Ahnenthron през декември.
Защо решихте
да го направите
и какви бяха
основните причини
за това?
Ahnenthron беше издаден
през 2004 от нас
самите. Подписахме
договор с нашия
лейбъл Einheit Produktionen, през
2006-та и тяхна беше
идеята да преиздат
първия ни албум.
Ние се съгласихме,
но решихме да
е с нова обложка.
По този начин
беше по-лесно
да дадем на нашите
фенове този
албум.
Как решхте
да свирите викинг
метъл и той един
вид отражение
ли е на вашите
вътрешни вярвания?
Интересуваме
се много от тези
стари митове
и това е причината
да пеем за тях.
И да, ние вярваме
в това, не бихме
пяли за това,
ако не вярвахме
в него.
Казваш вярвате
в това, а интересувате
ли се някакви
други древни
вярвания?
Да, интересуваме
от нашата собствена,
немска история.
“Нибелунгите”,
например е древен
мит, създаден
от клановете,
които са живели
тук. Те са имали
същите богове,
като тези на
северните хора.
А имаш ли любим
Скандинавски
мит?
Не, нямам любим
мит, защото цялата
история е едно
цяло, за мен.
Хе-хе-хе...с какво
се занимавате
извън групата?
Armageddon е касапин,
а двамата, Slut и
аз работим в
индустрията
за възрастни,
нали се сещаш.
Всички редовно
и напълно се
наслаждаваме
на алкохола
и коката.
По какъв начин
се създават
песните в групата,
имам предвид,
имате ли някаква
изградена структура,
да създавате
първо текстовете
или ритъм партиите,
например?
Правим малки
джем-сешъни,
където музиката
се създава почти
цялата, но никой
от нас няма идея
преди да започнем.
Мисля, че най-доброто
лекарство за
нас е да се забавляваме
с това. Текстовете
се пишат, когато
цялата мелодия
е готова, така
е по-лесно.
От кои аспекти
на викингските
вярвания и философия
трябва да се
поучим и които
дават ново значение
на днешния ден?
Мисля, че всички
ние трябва да
се научим от
старите времена,
да живеем по-лесно,
в нашето си време.
Ние разрушаваме
нашия свят-природата
сами, с мисълта
за неща, от които
мислим, че имаме
нужда за да живеем
днес.
Името на групата
идва от Thrudheim, Trudvang (Земята
на силните).
Какво влагате
иззад това име,
какво искате
да представите
чрез него?
Да, прав си! Thrudvangar
(Земята на силните)
е добро име за
нас, за да представим
хората, за които
пеем и да водим
музиката и текстовете
си със сила.
Доколкото
знам сте от Източна
Германия. Изглежда
голяма част
от немските
паган и фолк
банди идват
от тази бивша
комунистическа
част от Германия.
Ако не се лъжа
Menhir, XIV Dark Centuries, Riger и In Extremo, например
също са от бившето
ГДР. Кои са основните
причини да има
толкова много
паган групи
оттам?
Наистина не
знам. Мисля обаче,
че е може би
така, защото
не е било позволено
да се говори
много за това
по времето на
ГДР и имаше изключително
голям интерес
да се намери
информация
след това. Сега
има също много
добри нови банди,
които идват
от западната
част на Германия.
Дай ни кратка
информация
за състава?
Ами, в този състав
сме от 2005-та Kanne
(китара), Torsten (барабани),
Andreas (кийборди),
Gunter (бас), Matze (вокали)
and аз Christian (китара).
Matze и Gunter дойдоха
в групата преди
две години, а
бившите ни вокалист
и бас китарист
напуснаха, а
и Kanne дойде по онова
време като втори
китарист.
Какво е мнението
и за днешната
паган метъл
сцена? Имаш ли
любими банди?
Не, нямам любима
банда от тази
сцена, понеже
има толкова
много, че не
можеш да вземеш
само една от
тях. Сцената
се развива много
през последните
две години и
мисля, че в следващите
години ще се
появят още нови
групи, така че
сцената няма
да умре за в
бъдеще, което
е много добре.
Задавам този
въпрос на повечето
хора от викинг
метъл бандите.
Ако беше роден
във времената
на викингите
какъв щеше да
бъдеш смел
войн, храбър
мореплавател,
ковач на мечове,
обикновен селянин
или нещо друго?
Най-доброто
всички тях,
хехехехех. Мисля,
че най-добре
за мен би било
да съм мореплавател
на голям Дракар,
който пътува
от държава на
държава. Това
е страхотно.
Доколкото
знам сте големи
почитатели
на едно питие,
което за съжаление
аз още не съм
опитвал Barenjager (водка
с мед). Може ли
да кажем, че
Barenjager-а е наследника
на Викингската
медовина?
Да, предпочитаме
Barenjager от доста време
насам и го пием
след концерти.
Много наши приятели,
с които сме свирили
са го опитвали
след концертите
и мисля, че това
е най-доброто
след медовината.
Последни думи
за българските
ви фенове?
Надявам се да
свирим в България
и да се видим
с тях.
Благодаря
ти за интервюто
Ние трябва да
ти благодарим.
Interview Metalglory
Afu Ragnarök und Ultima Ratio ist uns eine Band besonders aufgefallen.:
Thrudvangar. Für mich Grund genug, ein paar Fragen zu stellen.
Hallo Thrudvangar. Könnt ihr euch kurz unseren Lesern vorstellen?
-wir sind aus dem Anhaltiner Land,besser gesagt Cöthen,
Torsten(drums),Gunter(bass),Andreas(keys),Kanne(git),Matze(voc),
Christian(git)

Für was steht eigentlich der Name Thrudvangar?
-Thrudvangar heißt übersetzt "Land der Stärke"
und ist der Wohnsitz von Thor (Gott des Donners und des Fußballs=hehe)
Ihr seid mir und ein paar anderen Metalglory Redakteuren bei Ragnarök
und Ultima Ratio sehr positiv aufgefallen. Wie waren den sonst so die Reaktionen
auf eure Auftritte? Piraten des Nordens haben die Leute ja kräftig
mitgesungen :-)
Matze:-durchweg positiv,auch der sofortige Kontakt unmittelbar nach
den Konzerten mit dem Publikum war immer klasse,weil man Fragen der Leute immer
gleich beantworten konnte bzw, Missverständnisse klären kann
Christian:-Piraten des Nordens ist bei solchen Veranstaltungen immer ein Lied
wo wir jedensmal noch Gänsehaut bekommen wenn es angestimmt wird vom Publikum,aber
auch die anderen Songs tragen immer eine gewisse Atmosphäre für sich
mit
Eure Texte sind sehr episch. Wer zeichnet eigentlich für die Lyrics
verantwortlich? Auf der CD oder der Webpage ist ja nichts darüber zu finden.
Christian:-auf der Ahnenthron war für die Texte größtenteils
unser alter Sänger Sven verantwortlich,während auf dem neuen Album
Matze das für sich in Anspruch genommen hat
Matze: -in Anspruch ist zuviel gesagt:gezwungen
Christian:-nein :erpresst
... und für die Musik?
Christian:-auf der Ahnenthron haben das noch Torsten,Andreas und ich
gemacht...
Kanne: -seit dem neuen LineUp werkeln wir alle daran rum
Eure erste Scheibe "Ahnenthron" ist 2004 erschienen. Es wäre
doch schon langsam Zeit für einen neuen Silberling (grins).
Matze:-das haben wir uns auch gedacht und haben ihn deshalb schon fertig, mit
Hilfe von Einheit Produktionen,soll diese am 11.8. erscheinen (grins zurück)
Kanne:-und heißt Walhall,glaub ich oder ?!(grins nochmehr zurück)
Matze:-ja
Auf dem Erstling sind bis auf einen Song nur deutsche Texte. Hat das
eine englische Lied "Departure in the Night" einen besonderen Grund?
Christian:-nein,da gibt es keinen tieferen Grund dafür
Was hört ihr denn selber so für Musik?
Kanne:-jeh nach Laune,von Bathory bis diversen Black,Death,Grindcore...
Matze:-von Pagan bis Blackmetal,so ziemlich alles-wenn`S gut gemacht ist
Kanne:-das versteht sich ja auch von selbst
Matze:-der Rest der Truppe ist ähnlich,auch mal mit einem bißchen
Darkwave bis zum Grind.
Christian:-Pagan/Viking
... und wer bzw. was hat euch besonders beeinflußt?
Kanne:-eigentlich von jeder Richtung was mit dabei
MAtze:-Master Quorthon natürlich,Vintersorg,Immortal,Dimmu Borgir u.a.
Wenn ihr die wahl hättet zwischen Ragnarök / Ultima Ratio
und Riesenfestivals wie Wacken oder Rock im Park / am Ring, wo würdet ihr
eher spielen. Ich selber gehe nicht auf die Megafestivals. Da fehlt mir die
Nähe zu den Bands. Aus 150 Metern sehen Axel Rose und Klaus Meine ziemlich
gleich aus...
Kanne:-die Nähe in kleinen Clubs zwischen uns und Publikum ist
uns lieber
Matze:-es hat sicherlich den Reiz auch auf Riesenfestivals zu spielen,aber die
Atmosphäre auf kleineren Events ist oft besser
Christian:-der Kick vor großen Events ist zwar heftig aber die Party danach
in einem kleineren Kreis ist lustiger
Lassen wir es damit gut sein. Habt ihr noch ein paar Famous Last Words
für die geneigte Leserschaft?
Matze:-Danke an alle die uns bis hierher unterstützt haben
Kanne:-...und wir sehen uns bald wieder
Matze:-zum Feiern(hehe)
Danke, das ihr euch Zeit für mich genommen habt. Man sieht sich
hoffentlich in Kürze.
das hoffen wir auch,Skol
Interview Legacy
Lernen vom Alten
Der künstlerisch stabile 2004er Albumvorgänger „Ahnenthron“
versprach viel – doch der aus dem sächsischen Anhaltiner Land stammende
Epic Viking Metal-Trupp THRUDVANGAR hält sein musikalisches Wort, wie nun
mit dem neuen Langspieler „Walhall“ ebenso tatkräftig wie eindrucksvoll
unter Beweis gestellt wird. „Allen Edlen gebiet ich Andacht, Hohen und
Niedern von Heimdalls Geschlecht; ich will Walvaters Wirken künden, die
ältesten Sagen, der ich mich entsinne...“ – so lautet das programmatisch
zu verstehende Motto des Cöthener Sextetts.
Laut Gitarrist Christian heißt der Landsitz des germanisch-heidnischen
Donnergottes Thor THRUDVANGAR, was im Deutschen soviel wie „Land der Stärke“
bedeutet. „Der tiefere Sinn lag für uns eigentlich darin, dass wir
einen Namen haben wollten, welcher passend zur Thematik und zum bekanntesten
Symbol dieser Mythologie, dem Thorhammer, am nächsten steht. Da war dieser
Bandname einfach nahe liegend.“
Im Anschluss daran ließ es sich der Saitenartist nicht nehmen, etwas
Grundsätzliches klarzustellen: „Wir sind THRUDVANGAR – und
nicht irgendeine andere Band, mit denen wir immer wieder gerne verglichen werden.
Das geht schon seit Veröffentlichung der ersten Scheibe „Ahnenthron“
so. Denn in diesen Moment, wo das Vergleichen losgeht, wird doch ohnehin nur
gehorcht, was bei uns schlechter beziehungsweise bei den anderen besser ist
und umgekehrt. Da wird sich überwiegend auf das wesentliche Musikhören
nicht mehr konzentriert. Doch unsere Musik selber präzise zu beschreiben
ist für mich eigentlich stets recht schwer. Der eine nennt es Viking Metal,
der andere Pagan Metal, andere wiederum kamen schon mit der Bezeichnung Melodic
Black Metal daher. Also, es ist schon weit gefächert, was wir so kreieren,
da auch alle in der Band in Sachen Metal fast alles hören. Und das versuchen
wir auch immer wieder mit einzubringen in unsere Musik. Aber im Laufe der Jahre
wurde es größtenteils als Viking Metal bezeichnet – und so
haben wir dann auch nichts dagegen einzuwenden, so angekündigt beziehungsweise
stilisiert zu werden.“
Die mit großem Enthusiasmus agierende Gruppe wurde 2001 durch Tastenknecht
Andreas, Stockschlagmann Torsten, Bassist und Vokalist Sven sowie ihm selbst
formiert, wie Christian mir kundgibt. „In dieser Aufstellung kam auch
die erste Scheibe „Ahnenthron“ 2004 heraus. Im selben Jahr verließ
uns Sven dann auch aus persönlichen Gründen. Daraufhin stiegen Tieftoner
Gunter, Sänger Matze und der zweite Axtschwinger Kanne bei uns ein, und
es wurde munter weiter gemacht. Erreicht haben wir eigentlich alles beizeiten
von dem, was wir uns einst vorgenommen hatten. Denn wir wollten einfach nur
Musik machen die uns selbst gut gefällt. Ziele hatten wir uns nie bei der
Sache gesetzt, da wir auch nie gedacht hätten, dass es jemals soweit wie
aktuell gehen würde. Der Traum innerhalb einer jungen Band besteht ja immer
daraus, auch einmal eine eigene CD heraus zu bringen, so auch bei uns –
und da jetzt nun schon die zweite CD von uns kommt, sind wir quasi über
unser Ziel schon weit hinausgeschossen, im positiven Sinne gesehen. Doch für
uns als Gruppe besteht der eigentliche, der hauptsächliche Sinn unseres
Treibens darin, überhaupt als Band zusammenarbeiten zu können. Da
unser Musikgeschmack innerhalb der Band ja wie erwähnt weit ausgedehnt
ist, vor allem in Sachen Metal, kann jeder seine eigenen Vorstellungen und Ideen
mit einbringen. Die Art der Musik, denke ich, bestimmt auch nicht das Genre
– sondern vielmehr der Text, beziehungsweise die Aussagen, die zu dieser
Musik gemacht werden.“
Die allergrößte künstlerische Inspiration ist bei THRUDVANGAR
eigentlich immer das Probieren neuer Melodien, welche von Einflüssen unterschiedlichster
Herkunft sind, so Christian im angeregten Gespräch. „Das kann durch
das Lesen eines spannenden Buches verursacht werden oder durch einen guten Film
– eben diverse Inspirationen, welche das Aufgreifen von Themen anregen
sowie die nachfolgende Umsetzung in der Musik von uns, entweder auf spielerische
oder lyrische Weise. Ganz im Speziellen ist es das alte Sagenumwobene der germanisch-heidnischen
Mythologie, die uns praktisch immer wieder dazu auffordert, uns damit zu identifizieren.
Das Wissen um die Geschichte und das Lernen vom Alten. Leider werden diese alten
Sachen heute immer mehr vernachlässigt.“
Die neue Scheibe „Walhall“, wie auch schon „Ahnenthron“,
wurde von dem Sechser im eigenen Studio aufgenommen. Christian berichtet mir
hierzu: „Von daher konnten wir uns auch die Zeit nehmen, alles in einer
Dauer von einem ganzen Jahr über aufzunehmen – was das Arbeiten daran
natürlich sehr viel entspannter gemacht hat. Zwei Lieder der neuen CD hatten
wir schon in instrumentellen Versionen fertig, bevor unser Sänger Matze
bei uns eingestiegen ist. Die lagen komplett fertig vor und er hat dann den
Liedtext später draufgeschneidert. Zwei andere Songs von „Walhall“
sind schon älter und befanden sich auf einem Demo, welches wir 2003 schon
einmal in einer Auflage von 100 Stück veröffentlicht hatten. Als dann
aber das Album „Ahnenthron“ erschien, wurden wir häufig gefragt,
warum diese Lieder nicht mit drauf wären – also entschieden wir uns
für das nächste Album diese zwei Lieder noch mal neu aufzunehmen.“
Die allermeisten Melodien für die epischen THRUDVANGAR-Kompositionen bringt
Stromorgelspieler Andreas als Idee mit zur Gruppenprobe, wo jeder dann seine
Blitzgedanken mit dazu einwirft. Christian präzisiert: „Andere Lieder
entstehen dann nicht selten während dem Proben beim eher entspannten Üben;
oftmals sogar genau dann, wenn wir mal keine Lust haben, das ganze bereits bestehende
Song-Programm immer wieder durchzuziehen. In einem solchen speziellen Fall spielt
einer von uns einen Ton an, und der Rest der Band steigt dann nach und nach
mit ein. Das sind dann aber auch meistens die besten Lieder. Andere, mit denen
wir irgendwann dann nicht mehr weiterkommen und ewig hängen bleiben an
einer Stelle, werden von uns dann immer sofort weggeschmissen. Da waren dann
zwar auch schon mal ganz gute Sachen beziehungsweise Ideen mit dabei, aber wenn
man ewig rumbastelt ist es ja auch nichts Richtiges. Die besten unserer Lieder
entstehen meistens innerhalb einer halben bis dreiviertel Stunde.“
Und was schließlich die Liedertexte im Vergleich zur Musik bei unseren
ambitionierten Cöthener Epik-Helden angeht, so muss laut Christians Aussage
beides zusammen passen. „Wenn wir einen aussagekräftigen Text am
Start haben, dann muss unsere Musik diesen gut untermalen können, um den
Hörer mit einbeziehen zu können. Der Hörer muss sich mit den
Texten auch identifizieren können, denn sonst nützt auch die beste
Musik meiner Meinung nach nichts. Aber unsere Anhänger setzen sich mit
den THRUDVANGAR-Texten glücklicher Weise vollauf auseinander. Nach Auftritten
haben wir stets viele Gespräche mit dem Publikum, in welchen es dann auch
immer wieder um unsere Texte geht. Das ist glaube ich bei dieser Musikrichtung
auch ein wichtiger Aspekt, der die Leute reizt auf die Musik einzugehen.“
Nicht nur von mir, auch von anderen Magazinen haben die sechs sächsischen
Musiker bereits erste Eindrücke zu ihrem neuen Album bekommen, so Christian.
„Und natürlich auch aus dem Freundeskreis lassen wir uns gerne die
Meinung geigen. Doch auch die waren, wie dein Review zu „Walhall“,
eigentlich durchgehend positiv. Alle Stimmen dazu sind uns natürlich sehr
wichtig, doch letztendlich muss es in erster Linie uns gefallen, was wir als
Musikgruppe so kreieren.“
Den Zugang zur Spiritualität und den herrlichen Mythen der Vergangenheit
suchen heutzutage immer mehr Menschen. Und auch wenn viele Akteure und Konsumenten
dabei wie gewohnt nur oberflächlich denken und handeln, so ist der Gitarrist
in diesem Kontext der Meinung, dass es primär von Relevanz ist, dass der
Grundgedanke der Sache überhaupt dabei mitgetragen wird. „Ja, auf
jeden Fall, da es vor allem auch immer mehr Menschen werden, die sich damit
beschäftigen. Wie es nun ein jeder praktiziert oder sein Leben da hineininterpretiert,
das muss am besten ganz individuell entschieden werden. Wir haben auch schon
viele kennen gelernt, die ihr ganzes Leben danach ausrichten, was einem aber
in der heutigen Zeit sehr schwer gemacht wird.“ Von Letzterem können
sicherlich viele von euch ein trauriges Lied singen.
Wie Christian mir im Weiteren in aller Offenheit bekundet, interessiert er sich
persönlich meistens für die Bands aus der zweiten Reihe. „Da
man dort ja viel öfter die erhoffte hohe Spielfreudigkeit und den Zugang
zu den vermittelten Inhalten findet. Natürlich gibt es daneben aber auch
Bands, deren Namen von oben bis unten durchs Land schallen, deren Musik klasse
ist und die auf einem gutem Niveau sind.“
Die Möglichkeiten zu Bühnenauftritten häufen sich für THRUDVANGAR
von Jahr zu Jahr, wie der nachfolgende Gesprächsverlauf mit sich brachte:
„Das ist echt klasse, da wir eigentlich sehr gerne live spielen. Nur leider
gibt’s auch immer wieder mal diverse Veranstalter, die einem immer einen
Strich durch die Rechnung machen. Sprich: Diejenigen, die erst zusagen, um dann
aus irgendwelchen Nonsensgründen wieder abzusagen. Das ist ganz schön
ärgerlich, wenn man bereits anderen Veranstaltern zum selben Termin abgesagt
hat. Aber langsam können wir ernsthafte Angebote von den anderen doch sehr
gut unterscheiden, so dass wir solchen Leuten nicht hinterherlaufen müssen.“
Auf den Bühnenbrettern geben sich die sechs Cöthener Wikingermetaller
laut Christian stets wie sie sind. „Ab und an, wenn es erlaubt ist, kommen
schon mal ein paar Fackeln mit auf die Bühne für die Optik, aber das
war es dann auch schon. Wir gehen rauf und machen eigentlich nur das was das
Publikum auch macht, nämlich nach Herzenslust Feiern und die Matte schütteln.
Auf den Festivals mit streng begrenzter Spielzeit schafft man es ohnehin auch
gar nicht, vorher und nachher alles so schnell auf und abzubauen. Da spielen
wir lieber fünf Minuten länger dafür.“
Und THRUDVANGAR liebäugeln mit einer Tour zum neuen Album „Walhall“:
„Aber das wird sich erstmal noch nach hinten verschieben, da so etwas
weitgehend geplant sein muss, schon alleine wegen dem ganzen damit verbundenen
Arbeitsaufwand. Ein neues Album? Wir werden natürlich weiter neue Lieder
machen, ob da nun auch in Kürze was hinterherkommt – mal schauen.
Für die nächste Zeit wollen wir aber jeden Auftritt der kommt mitnehmen,
um die aktuelle Scheibe zu präsentieren. Markus, ich danke Dir fürs
Interview und dein tolles Review zur neuen Scheibe „Walhall“. Und
großen Dank an all die Leute vor der Bühne, für die klasse Stimmung
auf jedem Konzert von uns. Hailsa + Skol!”
 |