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Mortal Intention - Reviews


„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Metalhammer Oktober 2008 Ausgabe


Mit ihrem vierten Album starten Mortal Intention richtig durch und zeigen enormes Potential und eine deutliche Weiterentwicklung hin zu mehr Eigenständigkeit, Abwechslung und Mut im Songwriting. Nach einem stimmungsvoll-düsteren Intro beweist gleich der als zweiter Track platzierte Titel-Song, mit wie viel Variation und unterschiedlichen Stilelementen die Band anno 2008 zu Werke geht: Von High-Speed-Aggressionsattacke über mitreißende Melodik bis hin zu düster-atmosphärischen Verschnaufpausen wird alles geboten, was die Schnittmenge der Spielarten des extremen Metals hergibt. Auch der Gesang muss sich in puncto Abwechslung nicht vor der Instrumentenfraktion verstecken: Sänger Tobias zeigt sich sowohl als souveräner Black Metal-Keifer, wie er auch aggressives Schreien und stimmungsvollen klaren Gesang gut meistert. Deutsche Texte im Black Metal sind Geschmackssache – Mortal Intention ziehen sich sogar hier gut aus der Affäre und werden nicht von dem Stallgeruch umweht, der sonst oft mit diesem Drahtseilakt einhergeht. Nur selten kommt mal der Gedanke auf, dass man das Arrangement des einen oder anderen Songs noch ein bisschen hätte optimieren können: Indem zum Beispiel das Gedudel bei ‘Sehend was nun kommt’ geknickt worden wäre, man ‘Bis zur Ewigkeit’ etwas weniger atmosphärisch und dafür knackiger und kürzer gehalten hätte oder man über einige wenige Übergänge noch mal mit dem Glätteisen gefahren wäre. Doch sind dies recht kleine Mankos auf einem durchweg überzeugenden und vor allem sehr abwechslungsreichen Album. Respekt.


Diana Glöckner



„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Pull the Chain Magazin August 2008


Having started their career more than twelve years ago, the German Mortal Intention already released three full-lengths before «Abglanz» (their second album being released through Christhunt Production). I am immediately interested with the music on a first spin. «Abglanz» is not your usual German black metal release, Mortal Intention are quite a strange prospect in fact… epic surroundings and multiple references are incorporate into a quite unique sound. I wouldn’t really call the music encountered throughout those eight long tracks black metal, in fact it’s dawn hard to classify. Of course, black metal is the original matrix of Mortal Intention’s musical world, but the band also adds tons of epic / death metal surroundings and also some almost heavy power metal references. I wouldn’t call «Abglanz» a ground-breaking album as it sounds a little bit too strange, but the band certainly deserve respect for trying something different that doesn’t sound like something else. Overall, I think «Abglanz» is a solid album which would be appreciated by fans of epic pagan black metal.


Patricia




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Blood Chamber Magazin August 2008


Mit „Abglanz“ veröffentlichen MORTAL INTENTION ihr mittlerweile viertes Album und man merkt es deutlich: die Thüringer haben sich enorm entwickelt. Hat die letzte Scheibe „Latent Letal“ in der Szene doch etwas polarisiert, dürfte „Abglanz“ eine Menge Freunde atmosphärischer Musik anlocken.


„Aller Anfang“ … gut gewählt für ein Intro, das voller Pathos das Album beginnen lässt, bevor der Titeltrack ertönt. Schrubbende Gitarren, grandiose Leads und dann steigt Sänger Tobias ein, um seine vielseitige Stimme zu präsentieren. Er beherrscht Grunts, Screams und cleane Vocals, ohne jemals dilettantisch zu klingen. Der Refrain von „Abglanz“ zum Beispiel lädt ein zum Mitsingen, bevor frostige Gitarren den Song zu einem brachialen Black Metal-Brecher werden lassen. MORTAL INTENTION verstehen es, Death Metal mit Black Metal zu vermischen und klingen verdammt eigenständig. Ja, ich würde sie mittlerweile sofort erkennen, denn sie haben ihren eigenen Stil entwickelt. Warme Keybords untermalen kalten Black Metal, geile Melodien begleiten Death Metal Parts. Wie diese Band es nur schafft, einen Wohlklang nach dem anderen hinzuzaubern, ist wirklich bemerkenswert. Die Songs bleiben im Ohr hängen und, besonders bei den ruhigen Passagen, beginnt man automatisch mitzusummen. Die deutschen Texte prägen sich zudem noch zusätzlich sehr gut ein. Mir will z.B. „Der dunkle Reiter“ nicht aus dem Kopf. Jeder kennt „Hoppe hoppe Reiter“ und MORTAL INTENTION haben hier ihre ganz eigene Version des Liedes verewigt. Höhepunkte hervorzuheben ist unnötig, da das gesamte Album einer ist. „Bis zu Ewigkeit“ nimmt den Hörer vollends ein, „Meine Verdammnis“ beginnt träumerisch schön und wird dann zum Kracher … ich könnte fortfahren, aber macht Euch selbst ein Bild. Es lohnt sich definitiv. Mal hoffnungsvoll, dann plötzlich Grimness pur. Mal sehnsüchtig, dann plötzlich alles zerstörend. MORTAL INTENTION verstehen es, Melodie mit Black und Death Metal zu paaren, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu erschaffen.

9,5 / 10 Punkte




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Rock Hard Magazin Juli 2008


Die Thüringer spielen klar definierten Black Metal mit Dark-Metal-Einflüssen und teilweise latent-symphonischen Klängen. Es fällt besonders auf, dass eine tendenzielle Abgrenzung von Geschwindigkeit (meist die instrumentalen Parts) und gemäßigteren Tempi (viele Gesangsstellen) vorliegt. Die Vocals sind vielschichtig: Tiefe Growls, tiefer Gesang, wie er typisch für Inquisition ist, gemeines Schreien im Hintergrund und hymnischer Klargesang werden durchaus stimmig eingesetzt. Die Melodien sind sowohl melancholisch-dahingleitend und fast episch (´Sehend was nun kommt...´) als auch stampfend-rhythmisch (´Abglanz´, ´Eigenart´). ´Von dem was blieb´ glänzt mit tollen Gitarrensoli‚ ´Unbroken Solemnity´ geht im ersten Teil stilistisch in Richtung Doomdeath.
Zu einem anderen Punkt: Ich habe viel Respekt vor Bands, die Texte in deutscher Sprache verfassen, ohne affig zu klingen. Genau das wird aber im Song ´Der dunkle Reiter´ offenbar, der den Kinderreim „Hoppe, hoppe, Reiter“ aufgreift. So erreicht der Gruselfaktor hier noch mal ganz neue, furchtbare Dimensionen. Musikalisch ist „Abglanz“ aber auf jeden Fall ein interessantes, unkonventionelles Stück Black Metal.


Marianne Frenschkowski

7/10 Punkte




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Powermetal.de Juli 2008


Bislang waren mir MORTAL INTENTION zwar noch nicht bekannt, sehr wohl habe ich aber mitbekommen, dass "Sic Luceat Lux" und "Latent Letal", die letzten beiden Veröffentlichungen dieser Truppe, sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen haben. Die Band selbst hat das aber keineswegs aus ihrer Ruhe gebracht und so kann es durchaus passieren, dass auch "Abglanz" polarisieren wird.


Für Black Metal, den uns die Band in erster Linie auftischt, ist zunächst das ungewöhnliche und klischeefreie Cover, sowie der ebensolche Schriftzug auffällig. Und auch der Umstand, dass die Burschen deutsche Texte am Start haben, lässt MORTAL INTENTION aus dem Wulst an Veröffentlichungen in diesem Genre durchaus hervorstechen und macht Lust auf eine musikalische Jungfernfahrt.


Die Spannung für den Zuhörer wird vom ungemein theatralisch anmutenden Intro 'aller Anfang' weiter verstärkt, bevor es ohne Umschweife mit dem Titeltrack fulminant losgeht. Bereits hier wird jedoch klar, weshalb diese Band für den Schwarzmetall-Puristen nicht grimmig genug sein dürfte, für den Freund von progressiv-metallischer Kunst aber wohl gleichzeitig zu dunkelschwarz im Erscheinungsbild agiert.


MORTAL INTENTION schaffen es nämlich scheinbar mühelos, sich perfekt zwischen diese Genres zu setzen und wissen ohne etwaige Stilbrüche ihre Songs mit Anklängen dieser beiden musikalischen Extremata in schickem, eigenem Gewand zu präsentieren und das ohne Rücksicht auf Verluste. In trauter Eintracht lässt das Quintett nordisch unterkühle Riffs mit atmosphärisch erwärmenden Keyboards erklingen, wirft mit zwingenden Melodien um sich, als wäre nichts auf dieser Welt einfacher als solche aus dem Ärmel zu schütteln und vergisst dabei keinesfalls auf eine satte Dosis Aggressivität.
Dabei darf selbstredend auch dementsprechend mannigfaltig eingesetzter Gesang nicht fehlen und so hat Fronter Tobias die Ehre die Tracks mit typischem Schwarzmetall-Gekreische ebenso zu versehen, wie mit derben Death Metal-Growls, kann aber auch mit (in meinen Ohren allerdings ein wenig zu sehr theatralisch intonierten) Klargesang aufwarten.


Zwar benötigt es ein hohes Maß an Toleranz sich an diesem Werk erfreuen zu können, denn "so eben mal für zwischendurch" ist "Abglanz" definitiv nicht geeignet, hat man sich aber erst einmal an die überaus intensive und ungewöhnliche Melange dieser Burschen gewöhnt, wird die Scheibe bestimmt des Öfteren in den heimischen CD-Schacht wandern, zumal MORTAL INTENTION mit besagtem Titelsong, dem zwingenden 'Der dunkle Reiter' und dem, den Zuhörer regelrecht in seinen Bann ziehenden Hammer 'Bis zur Ewigkeit', bereits mehrere ohrwurmstichtige Nummern in petto haben.


Anspieltipps:

Abglanz, Der dunkle Reiter, Bis zur Ewigkeit




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - metal1.info Juni 2008


MORTAL INTENTION lassen 2008 mit „Abglanz“ wieder von sich hören. Nachdem „Latent Letal“ im allgemeinen eher durchschnittlich bewertet wurde, will man mit dem neuen Album also alle Zweifler verstummen lassen. Veröffentlicht wird wiederum über Black Blood Records. Das Cover jedenfalls zeugt schon von einer nicht ganz konventionellen Einstellung gegenüber dem Black Metal, die Songtitel dagegen wirken, wie das im extremem Metal scheinbar die Regel ist, übertrieben bedeutungsschwanger. Doch zur Musik.


Losgelegt wird mit einem wirklich schönem, Spannung aufbauenden Keyboard-Intro, das durch eine gewisse Epik durchaus zu überzeugen weiß. Zum Ende gesellt sich klarer Gesang hinzu und leitet in den Titeltrack über. Dieser wiederum punktet mit einer interessanten Melodieführung, die von der Rezeptur her norwegischem Black Metal entspricht, also sirrende, hohe Gitarren, diese Stimmung aber überhaupt nicht vermittelt. Vielleicht liegt es daran, dass, wie auch auf dem Rest des Albums, das Keyboard immer präsent ist, ob nun flächendeckend oder die Melodie führend. Jedenfalls weiß der Song trotz allem zu überzeugen, was vor allem von den sehr vielen unterschiedlichen Elemente und Ideen herrührt, was aber nicht mit Progressivität zu verwechseln ist, nachvollziehbar bleibt man trotz allem. Gesanglich wird ebenfalls mit großem Variantenreichtum zu Werke gegangen, mal dominiert typisches hohes Gekreische, dann wird wiederum zu kehlig gepresstem Sprechen oder direkt zu klassischen Death Metal-Growls gewechselt. Nicht gut kommt der Klargesang, der immer sehr schwachbrüstig und kaum homogen im Vergleich zum restlichen Sound wirkt. Hier besteht definitiv noch Nachholbedarf. Ebenfalls negativ zu bewerten ist die Produktion vor allem des Schlagzeugs, die desöfteren an einen Drumcomputer denken lässt. Auch sonst drückt der Sound leider recht wenig, was in manchen schnellen Passagen durchaus wünschenswert gewesen wäre. Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass ich mir beim Text zu „Der dunkle Reiter“ doch öfters gewünscht habe, die deutsche Sprache nicht zu beherrschen, vor allem im Refrain, wo das Kinderlied „Hoppe hoppe Reiter“ adaptiert wird, da man sich ganz kurz ans Hirn greifen. Auch das Ende von „Eigenart“ schlägt mit einer zermürbenden, halbminütigen Wiederholung des Satzes „Ich hasse dich.“ gegen Ende des Songs in die selbe Kerbe.
Trotzdem, alles in allem macht es mir Spaß, das Album zu hören, worauf es im Endeffekt ja ankommt. Unter anderem, weil man wenig darauf pocht, immer möglichst klirrend und frostig zu wirken, was durchaus auch erfrischend wirkt. „Sehet was nun kommt...“ als Paradebeispiel hat als Thema eine sehr weiche Power Metal-Melodie vorzuweisen, die mich eher an alte Edguy erinnert, um später im Song doch wieder auf relativ schnellen, monotonen Black Metal umzusteigen und dann mit einem gemächlichen Solo zu enden. „Bis zur Ewigkeit“ dagegen greift auf ein fast Heavy Metal-typisches Riff zurück, während auf dem ganzen Album in den Strophen gerne auch mal etwas Death Metal eingesetzt wird.


Ja, viel Stiloffenheit muss man für „Abglanz“ schon mitbringen, ebenso Toleranz dafür, dass eigentlich wenig Black Metal geboten wird und die Produktion daraus resultierend hinter den Anforderungen der Songs zurückbleibt. Schafft man es, sich auf das Album einzulassen, erwarten einen überraschender Facettenreichtum, zumeist spannende Songs und vor allem im letzten Song „Von dem was blieb“ einige wirklich starke, epische Momente. Im Vergleich zu „Latent Letal“ ist eine deutliche Verbesserung auszumachen, wenn man sich zum nächsten Mal im selben Maße steigert, also die einzelnen Stilrichtungen noch etwas konsequenter ausfeilt, die Produktion massiv verbessert und den Klargesang voller werden lässt oder weglässt, spreche ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aus. Mag sein, dass ich wegen dem doch teils seltsamen Stil eventuell recht alleine damit dastehe, aber mir gefällt "Abglanz".


Bewertung: 7.5/10
Redakteur: Marius Mutz




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Burn Your Ears Magazin Juni 2008


Jetzt ist es knapp zwei Jahre her, da kamen MORTAL INTENTION mit ihrem interessanten Black Metal aus dem deutschen Untergrund geschossen. Nun stehen sie mit neuem „Abglanz“ vor der Türe, um der Welt das böse Gesicht zu zeigen.


Mit einem netten Booklet in minimalistisch, düsterem Stil im Gepäck kommt das neue Album daher. Und „Aller Anfang“ ist tragisch pompös. Bläser, Streicher und Klavier laden ein, den dunklen Weg der neuen CD zu beschreiten.


Klasse, wie düster Gitarren schreddern können und welch magentreffenden Sound ein Schlagzeug hergeben kann. Tobias keift in bester Manier des großen Abbath die deutschen Texte, was mitunter durch gurgelnd tiefe Urlaute gewürzt wird. Zwischendurch wird auch clean, teilweise mehrstimmig gesungen. Diese Passagen sind einerseits gesanglich nicht sehr voluminös, bringen aber in genau dieser Einfachheit den „Abglanz“ menschlichen Lichtes gut zum Ausdruck.
In „Der Dunkle Reiter“ zeigen die Jungs um Fronter Tobias, welch tödlicher Inhalt in Kindersprüchen zu finden sind; es endet mit dem Vers: „Dann fressen ihn die Maden“. Doch einen Track weiter kommt der Hass des Lebens vollends zum Vorschein. Kreischende Sechssaiter, Knüppel-Paraden der Schießbude und brutal vokale Hasstiraden finden sich in „Eigenart“, was im Schluss etwas zwiespältig abgeschlossen wird. Verschiedene Stimmlagen und Growls-Arten überbieten sich im Ausruf „Ich hasse dich“, was böse, aber auch ein bisschen albern wirken kann. Über weitere Tiefgründigkeiten will ich hier aber nicht spekulieren.
„Sehend was nun kommt“ birgt neben der klassischen Todesthematik, die übrigens meist damit auskommt, es wörtlich nicht zu benennen, fast eine hoffnungsvolle Melodie, die durch eine melancholische Leadgitarre aus den Boxen hallt.
Der Schluss-Track ist mit seinen knapp zwölf Minuten ein kleines Epos. Wechselnd zwischen Keyboard-Melodien, schwarzen Blastbeats und puristischem Gitarrenspiel holen die Jungs hier noch einmal alles hervor. Die solistischen Einlagen in der zweiten Hälfte zeigen leider nicht immer große Virtuosität, - und doch ist dieses Stück nicht zu lang.


Mal werden die Traditionen von IMMORTAL oder DARKTHRONE hochgehalten, dann wieder mit Klavier verfeinert und es wird auf vielfältige Weise gesungen. MOTRAL INTENTION haben mit „Abglanz“ ein facettenreiches Album aus dem deutschen Untergrund geschaffen, das ruhig etwas Aufmerksamkeit bekommen darf. Melodie trifft Brutalität, Melancholie trifft Hass oder Hoffnung, dies ist Black Metal.


Autor: Manuel
(23.06.2008)

Bewertung: 7,5/10




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Metalearth Magazin Juni 2008


Mortal Intention, das bedeutet Black Metal made in Germany. Ein simpel gestaltetes Cover unterscheidet das neue Album namens Abglanz bereits von denen der anderen Bands. Nachdem frühere Alben kritisch bewertet wurden, ist man gespannt was sich, mit der vierten Scheibe, bei Mortal Intention getan hat.


Das Intro mit dem sehr treffenden Titel „Aller Anfang“ schafft mittels Keyboard eine düstere, mysteriöse und unheimliche Stimmung. Gleich darauf folgt der Titelsong, der mit vielen Gesangsvarianten beeindruckt, die durch das komplette Album erhalten bleiben. Zum einen Kreischen, später tiefes Growlen, wie es aus dem todesmetallischen Genre bekannt ist, und schließlich klarer Gesang. Letzterer klingt etwas schwach auf der Brust und nimmt dem Album deshalb teilweise die Boshaftigkeit.


Die hochfrequent summenden Gitarren finden ihren typischen Platz und wechseln sich häufig mit dem Keyboard ab. Daraus ergeben sich durchweg beachtliche und spannende Melodien, die durchaus mit norwegischem Material mithalten können. In den Liedern „Der dunkle Reiter“ und „Eigenart“ hinterlassen einige Textpassagen, sofern man sie versteht, einen etwas primitiven Eindruck. So wird z.B. im Track Nummer 4 das allseits bekannte Kinderlied „Hoppe hoppe Reiter“ neu interpretiert, was zur Infragestellung der Ernsthaftigkeit führen kann. Trotz Allem ist durchgehend eine musikalische Abwechslung gewährleistet. Das Werk wird mit einem zehnminütigen Titel beendet, der gegen Ende immer mehr an Marschmusik erinnert. Allgemein zum Sound bleibt noch zu sagen, dass sich Schlagzeuger Norman mit seiner Ausrüstung etwas zu diszipliniert verhält, sich also vielleicht mehr austoben sollte.


Wer den Schwerpunkt bei der Wahl seiner Musik mehr auf Melodien und Sound als auf Lyrik legt, wird mit Abglanz ganz bestimmt seine Freude haben. Ich für meinen Teil, bin vom musikalischen Können der Jungs überzeugt, wünsche mir aber für die Zukunft mehr Ernsthaftigkeit bei den Texten und den nötigen Feinschliff bei den Vocals.


Tracklist:
01. Aller Anfang
02. Abglanz
03. Meine Verdammnis
04. Der dunkle Reiter
05. Eigenart
06. Sehend was nun kommt...
07. Bis zur Ewigkeit
08. Von dem was blieb


Hinzugefügt am: 08. Juni 2008
Autor: David Krauss

Punkte: 7/10




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Legacy Magazin Ausgabe #55 Juni/Juli 2008


Mit „Abglanz“ wurde soeben das vierte Album von MORTAL INTENTION veröffentlicht. Nach dem zweiten Album „Sic Luceat Lux“ (2002), das mir persönlich damals nicht sonderlich zusagte, trennte sich die Band vom Label Christhunt Productions (übrigens ein begrüßenswerter Schritt) und veröffentlichte 2004 eine Promo-CD sowie zwei Jahre später ihr drittes Album „Latent Letal“ auf eigene Faust. Auch „Abglanz“ wurde bereits im vergangenen Jahr komplett aufgenommen, gemischt und gemastert, da man lieber ein fertiges Produkt vorweisen wollte, als man sich kurz darauf erneut auf Labelsuche machte. Auserkoren wurden schließlich Black Blood Records / Einheit Produktionen in Drebkau, den schwarzen Silberling zu produzieren. Ein Altenburger lässt sich eben nicht so leicht in den Skat drücken! „Abglanz“ kommt in bewusst schlichter Schwarz-Weiß-Ästhetik, hat aber tatsächlich mehr zu bieten, als es die Aufmachung vermuten lassen würde. Die acht Songs auf der CD (46 Minuten) sind sehr abwechslungsreich arrangiert und bringen von Blastbeats (z.B. im Titelsong) über simple Moshparts („Eigenart“) bis hin zu angenehmen melodischen Leads wie im Instrumental „Bis zur Ewigkeit“ so ziemlich alles mit, was man im düsteren Black und Death Metal erwarten kann. Als zusätzliches Plus dienen die Keyboards, die mehr als nur einmal eine angenehm düstere Atmosphäre verbreiten. Außerdem hat Sänger Tobias Bitterlich hörbar an seinem Repertoire gearbeitet: ob übliches Keifen á la Eisregen, tiefe Growls oder klarer Harmoniegesang - nichts scheint unmöglich! Das lyrische Konzept hat sich scheinbar nur wenig geändert, allerdings scheint es mir, als sei auf „Abglanz“ einiges direkter formuliert als noch auf früheren Werken der Band. Die Texte sind durchgehend auf Deutsch, was sich durchaus positiv auf den Gesamteindruck auswirkt. Den Kinderreim in „Der dunkle Reiter“ kenne ich zwar etwas anders, aber wer hätte überhaupt gedacht, ihn je in dieser Form wiederzufinden? „Eigenart“ ist mir hingegen etwas zu primitiv (und erinnert mich irgendwie an Rammstein?), aber es gibt dank „Sehend was nun kommt“ auch kryptisch-reizvolles zu lesen. Kleinere Nörgeleien können von mir aber auch bei „Abglanz“ nicht ausbleiben: teilweise klingen mir die Klampfen zu dünn oder zumindest zu sehr von Keyboards überlagert, ab und an sind mir die Becken und die Crashs des Schlagzeugs zu penetrant, und generell mag ich die Keifpassagen nicht sonderlich. Jeder Freund düsteren Black / Death Metals sollte bei „Abglanz“ ein Ohr riskieren: es ist durchaus denkbar, dass MORTAL INTENTION genau euren Nerv treffen! Die Scheibe braucht jedoch definitiv mehr als einen Durchlauf. Anspieltipps: „Der dunkle Reiter“ sowie „Von dem was blieb“ (hier vor allem das letzte Drittel).


(JF)
11/15 Punkte




„Abglanz“ CD
(Black Blood) - Voices from the dark side Mai 2008


A cover is the first impression for a listener to the world of every individual artist and band and sometimes it could be misleading like sunshine on a cold winter morning. This is the case with the fourth release of MORTAL INTENTION which (just taken the cover artwork) would lead to a true Black Metal Band inspired by Swedish ultra fast die hard speed maniacs - but luckily the wind is musical wise blowing from a complete different direction. The German band is on the run since 1996 and knowing not a single demo you can still hear on their new album “Abglanz” that a guitar solo is nothing uncommon to them. The music is nearly incomparable with any single band, it’s more or less a wild run through 15 years of German Black Metal underground with side steps to early band like EMINENZ (keys), EISREGEN (some vocals), IMPENDING DOOM and you can feel in every tune / hymn the idea to enter unknown pathways of common Black Metal. MORTAL INTENTION furthermore understand the use of keys as a instrument supporting the main instruments and not the other way around. So “Abglanz” has become a very epic release with a lot of great songs and surprises behind every oaken door so if your Metal soul is searching for something different take a closer look. www.Black-Blood-Records.de, www.mortalintention.de


Matthias Auch




„Abglanz“
(Black Blood) - 8/10 - Metal Message Magazin April 2008


Mortal Intention – an enormously symbolically significant group-name which stands symbolic for the lifeless impassivity of the modern prosperity society. Full of energies in the year 1996 by the foundation-fathers Christian, Tony and Tobias into the hard existence called, the participants worked immediately later at its entirely special varied and atmospheric Black Metal-style, which uses still today also elements of death metallic areas. Tightly a year later, after first various obligatory line-up changes and the official stages-debut, resulted the very first publication of one on 200 copies limited and quickly assaulted demonstration sound-recording-medium with the title „Der Fall Jesu“. In things, play-technical abilities, number of pieces and demand of the listeners exceeded the following demo-cassette „Gottes Hure“ the predecessor. The third presentation 1999 by the name of „Wintermond-Promo“ threw Mortal Intention in self-conduct in the year 2000 the martial and very extreme debut album „Beflecket Fleisch“ in 500 number of pieces afterwards.


The individually held creating of the hateful horde became some accord in the more largely becoming scene based on large ideas variety. The second studio album „Sic Luceat Lux“ appeared as a CD and LP – an polarizing effect based on the offered contents strongly in two sides should not stay away at the same time in the underground of the scene. For the band this was only ok, they wanted and wants to be namely absolutely no mediocrity. The year 2003 saw this impetuous troop also rage around itself outside of German stages. After a „Promo 2004“, these unyielding two years later attacked couples of innocent ears with its to date best and most ripened album: „Latent Letal“ – again in skilled self-conduction on the legs placed. A massive further development showed itself. In the year 2007 arrived, appear Mortal Intention meanwhile of its most sovereign and creatively most productive creator-site. The musical reason scaffolding out of Black- and Death Metal, paired with quality melodic starting points out of the Heavy Metal, newly was defined once more – out came another symbiosis of a Mortal Intention-typical sound picture: „Abglanz“, the thundering new Mortal Intention discus! And, previously chiefly sooner as „men for the coarse” well known, this Thuringian Black Metal-possessed out of Altenburg performed for its new studio album a regular metamorphosis. „Abglanz“ shows the audibly ripened creating of the loud maniac-troop namely in a pleasant multitude of new, surprisingly aesthetically shimmering facets up. Noticeably deeply distinct consciousness for catchily dark ear-worm melodic and gigantic epic is inclusive, what makes this also play-technical enormously strong thunder-weather-disk to an highly interesting and also entertaining audio pleasure.


Mortal Intention appear here meanwhile of its most sovereign and creatively most productive artistic side. The stable musical reason scaffolding out of Black- and Death Metal, paired with quality melodic starting points out of the Heavy Metal, repeatedly newly was defined – out came a new symbiosis of a Mortal Intention-typical sound picture. Generally: this entire around itself raging killer disk sounds there and again so to such an extent roughly, Teutonic-biting and murder-dangerous that I would like to recommend you almost a mask while hearing – then such an extent full martial assault in the open mouth gave it on disks out of this direction until now extremely rarely. Caution therefore! But, what is to be known herewith very important: now these veterans playing with its hateful East German sniper-revolver-combo just however also how as mentioned full melodic and ear-friendly catchily. With gloomily and threateningly symbol-pregnant seeming, thrilling opulent from orchestrated supplements, the hateful horde crowns its work – and therewith they remind me at the Swiss symphonic-disciples Morgart. With this truly excellently made album in the leather pocket, the brave Thuringians Mortal Intention had found now also a dependable label partner! I am already curiously, how the listeners itself will react on „Abglanz“.


© Markus Eck
(17.04.2008)




„Abglanz“
(Black Blood) - Vampster April 2008


Zwei Jahre nach "Latent Lethal" stehen MORTAL INTENTION wieder mit einem neuen Album auf der Matte. Inzwischen haben die Deutschen einen Deal beim Label BLACK BLOOD RECORDS an Land gezogen, welches sozusagen die schwarzmetallischere Seite von EINHEIT PRODUKTIONEN repräsentiert. Ganz einfach in den Black Metal-Topf lässt sich "Abglanz" jedoch nicht stecken – denn MORTAL INTENTION liebäugeln gerne mit Passagen, die durch fast schon pagan eingefärbte Epik auffallen, ohne jedoch in mettrunkenen Frohgesang zu fallen.


So lockern MORTAL INTENTION ihre Black Metal-Songs mit schleppenden, tastenaffinen Passagen auf und schaffen es, eine Grundrohheit aufrecht zu erhalten, obwohl dank Harmonien und Cleangesang in "Meine Verdammnis" der Gedanke an LACRIMOSA und CRADLE OF FILTH aufkommt. Merkwürdigerweise sind diese jedoch so dezent, dass Synth-resistente Black Metaller dennoch keinen Gothic-Ausschlag bekommen. Trotzdem – der Cleangesang ist gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig verleiht er "Abglanz" jedoch – vor allem wenn er im Titeltrack mit rohen Gitarren kombiniert wird – eine eigenständige Note, die auf "Latent Lethal" noch nicht so präsent war.


Dem Plus an Eigenständigkeit steht leider das Fehlen wirklich starker Songs entgegen. Außerdem konnten MORTAL INTENTION die Schwächen bezüglich des künstlich klingenden Drumsounds leider noch immer nicht ausmerzen. Trotzdem – "Abglanz" zeigt, dass epische Unternehmungen sehr wohl mit Eigenwilligkeit kombiniert sein können – und das ist ob der großen Masse an Imagesklaven in diesem Genre doch erfrischend. Wer also cleanem Gesang und Synthklängen im Black Metal nicht abgeneigt ist, sollte "Abglanz" mal antesten.



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